Mein Papi stirbt so schrecklich

      Mein Papi stirbt so schrecklich

      Mein Papi stirbt jetzt bald. Hoffentlich. Ich habe ihm gesagt, er soll jetzt bitte loslassen und gehen, bevor es noch ärger wird.

      Prostatakrebs mit Hirnmetastasen. Er hat schwere Lähmungen seit Wochen, nun auch epileptische Krämpfe und Ausfälle im Wernickezentrum. Er erkennt einen, will sprechen und die Worte verschwinden. Der Arzt im Hospiz sagte, er kann nichts gegen die Krämpfe machen. Nur sein Bewusstsein unter Morphium setzen, sobald das Letzte gesagt ist,

      Ich konnte unter der Woche 4 Tage nicht kommen. Notwendige Überstunden und selbst krank. Vier Tage, und wir konnten nicht mehr plaudern, wie er es wollte.

      Ich weiß nicht, wie ich mich nun orientieren soll. Ich fühle mich so leer und weine dauernd.

      Ich habe im einen guten Teil meines Lebens gegeben. Meine Mutter ist psychisch auffällig (paranoide Psychose) und ich war immer in der Nähe, damit er normale Gesellschaft hat und mit ihr klarkommt. Er war oft überfordert und dann aggressiv. Ihre Krankheit hat er nicht recht verstanden, und ihre Art hat ihm das Herz gebrochen, denn er liebte sie. Deswegen trank und rauchte er zu viel, seit sie krank wurde. (Nein, sie ist nicht in Behandlung. Sie hat keine Einsicht in ihr Problem und es ist nicht möglich, sie zu zwingen.)

      Die Mutter hat in der letzten Zeit überraschende Pflegequalitäten entwickelt, aber sie trauert nicht sichtbar. Heute sagte sie, sie sei froh, Weihnachten endlich los zu sein. Und die Geburtstage. Ich habe am 24.12. Geburtstag, ich werde 41.
      Meine Freunde sind alle lieb... aber... Ich habe große Angst vor diesen finsteren Tagen.

      Wenn er gegangen sein wird, ist es zwar gut für ihn, aber nicht gut für mich. Ich kann nichts essen, ich weine dauernd, zwei Erkältungen in 14 Tagen. Ich bin Lehrerin, Klassenvorstand, ich schaffe meine Klasse womöglich nicht mehr, sie haben heuer Reifeprüfung. Im Dienst geht es besser, aber daheim finde ich keine Ruhe. Solange Licht brennt und endlos Dokus laufen, kann ich ein bisschen schlafen. Aber ich vergesse dauernd Sachen und ich möchte mich am liebsten im Wald draußen verkriechen.

      Ich habe einen Bruder, aber er meldet sich kaum mehr, seit der Vater die Diagnose hat. (Also seit 2 Jahren.) Er ruft auch die Mutter und mich nicht mehr an. Ich dachte, wir hätten ein gutes Verhältnis. Aber diese meine Sicht hat er korrigiert. Auch dieser Verlust macht mir zu schaffen. Der Vater hat sogar heute noch in unsicheren Sätzen ausgedrückt, wie sehr es ihn kränkt, dass sein Sohn nicht kommt.
      Wir haben ihn erneut angerufen, meine Mutter und ich. Er war herablassend und kurz angebunden. Er wird nicht kommen.
      Ich empfinde jetzt ... totale Verachtung für meinen Bruder. Er muss ein sehr geringes Selbstwertgefühl haben. Dieses Verhalten werde ich ihm nicht vergeben können, denn die Worte zum Abschied kann er nicht mehr nachholen. Und er ist schuld, wenn sich unser Vater mit dem letzten klaren Gedanken kränkt. (Sein Erbe, recht beträchtlich, hat er sich aber samt Schenkungssteuer vor 6 Monaten übergeben lassen....) Den Kontakt zu meinem Bruder werde ich beenden, denn so eine Person will ich dann nicht mal mehr sehr sporadisch in meinem Leben.

      Es ist einfach nur :33: :33: :33: :33: :33: :33: :33: !
      Liebe Kelpie <3

      Danke für Dein Vertrauen und Deine Offenheit..... Es ist einfach zu viel was auf Dir gerade lastet. Aber Du solltest trotzdem bewusst etwas essen auch wenn es nur eine Banane, Suppe, Smoothie oder Schokolade ist. Du wirst nämlich in nächster Zeit noch sehr viel Kraft brauchen.

      Verbitterung, Hass, Ärger... ich verstehe Deine Gefühle.... ich verstehe Deinen Schmerz.... aber diese Gefühle bringen Dich weg von den Gefühlen der Liebe zu Deinem Vater. Es ist besser, dass Du ihm noch Liebe gibst ohne Verbitterung wegen Deinem Bruder. Wenn Du dann zurückdenkst, wirst es besser für Dich sein mit dem Verlust umzugehen..
      Und Deine Mutter trauert bestimmt auch.. aber da sie ja diese anderen Gedanken und Gemütszustände hat ... halt einfach ANDERS.

      Ich wünsche Deinem Vater.. dass er nicht mehr lange leidet... und hier in diesem Forum sind wir ALLE sehr gerne für Dich da :30:
      liebe Kelpie, <3

      Was soll ich dir schreiben? Was kann ich dir schreiben? Bei dieser Anhäufung von so viel leidvoller Lebensgeschichte...
      Es klingt ein wenig banal... ist es aber überhaupt nicht...Viele können dich verstehen... Ich kann dich verstehen....
      Es ist kein Spruch, sondern eine Erkenntniss , die viele ja dann in der Todesanzeige hineinschreiben in ähnlichem Sinne

      ".... am Ende des Lebens war es Erlösung "
      Ja, ich kann das völlig nachvollziehen und viele Angehörige , die einen unheilbaren Erkrankten betreut, gepflegt haben, ebenso.

      Es ist gut, das du so ungemein viel schon von deinen Gefühlen und Empfindungen hier in deinen ersten Bericht hineingeschrieben hast, weil das eine Atmosphäre der Verbundenheit mit sich bringt.
      Ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, was das ein sehr langes, komplexes Geschehen ist, was du schilderst....aber so einiges möchte ich dir doch schreiben. Es war eine sehr gute Entscheidung, dass dein Vater im Hospiz einen Platz gefunden hat. dort ist einfach die letzte , tatsächlich "nur" schmerzlindernde Palliativpflege und seelische Betreuung , sowohl von dem Erkrankten , als auch häufigst für den pflegenden Angehörigen, gegeben..

      Da mein Partner an Glioblastomen ( unheilbaren Gehirntumoren ) erkrankt war, glücklicherweise nicht aggressiv geworden ist... kann ich völlig verstehen, was dein Vater DURCH !!! die Hirnmetastasen an Wesensveränderungen durchmacht und damit auch die Familie...

      Meinem Gefühl nach, gerade auch durch die psychische Erkrankung deiner Mutter , hast DU eigentlich kein ICH-Leben in guter Lebensweise bisher gehabt...
      Ich hoffe, dass du diesem DAUERSTRESS, darin befindest du dich ... MEINER MEINUNG nach... gewachsen bist...
      Ich hoffe es sehr für dich... <3

      Ganz bestimmt werden dir bald Christine oder Astrid schreiben, da sie "unsere Fachfrauen " sind ... Sie können dir sehr kompetent seelische Hilfe anbieten... Dir vieles erklären aus nicht so involvierter Sicht, wie das doch noch mehr oder weniger bei "uns hier " als Angehörige "der Fall" ist... RAT geben...


      Dennoch, eines möchte ich auch noch einmal dir schreiben...
      Wenn jemand diese Erde verlässt ( das ist meine Vorstellung) kommt es sehr HÄUFIG in der Familie vor, weil unsere Gesellschaft nicht auf das "gehen von dieser Welt " so eingeht... ja es sogar ein TABUTHEMA ist...
      ist die Reaktion deines Bruders für mich sehr verständlich... es ist leider häufig die seiner Reaktion die viele menschen "einnehmen"...

      Es ist verständlich, das du JETZT wütend und enttäuscht und verletzt bist... Völlig verständlich bei dieser Belastung...
      Aber, wenn irgendwann möglich , sage und denke bitte nicht ... nie wieder ...

      Es ist ebenfalls meine Vorstellung, aber selbst wenn man diese nicht hat...

      DU hast das LEBEN mit deine Eltern GETEILT , ebenso mit deinem Bruder...
      und LEIDER... bist DU häufig, jedenfalls klingt das so aus deiner Schilderung heraus..
      ins "STARK SEIN" mehr oder weniger selbstbestimmt "hineingegangen"...

      Befreie dich DAVON, wenn dein Vater ... tatsächlich von seinem LEIDEN ERLÖST worden ist..
      Ich hoffe sehr, dass ich dir ein klein wenig Trost vermitteln konnte... und ich DANKE dir für deine OFFENHEIT...
      Sie wird hier sehr respektiert, in emphatischer Art und Weise .

      Ausgesprochen mit fühlend wünsche ich dir ....

      Stärke einesteils ... und dennoch auch RUHE und FRIEDEN...
      und "sende" dir Kraft, wenn du es dir vorstellen kannst
      deine Amitola
      liebe Kelpie, <3

      das ist mir noch eingefallen...

      ich bin zwar kein Arzt , aber im medizinischen Bereich tätig gewesen... und eben durch die Erkrankung meines Lebenspartners und vieler anderer... ja , mit begleitend erlebend.. an einem Hirntumor Erkrankten, mit der Epilepsie " sehr vertraut " gewesen...

      Vermutlich kann dein Vater ja nicht mehr schlucken, aber auch in einem Hospiz dürfte Levetiracetam ( das ist der Wirkstoff) oder ein anderes Antiepilepticum durchaus gegeben werden, da es in dem Sinne nicht als "lebenserhaltend" eingestuft wird...

      Levetriracetam gibt es in Liquidform.

      Dadurch kann man es mit einer Kanüle, natürlich ohne Nadel in die Wangentasche spritzen.
      Bei meinem Lebensgefährten war diese Kanüle, mit der genauen Dosierungsaufteilung mit in der Packung...
      Ich hoffe, dass dir dies zumindest ein klein wenig hilfreich ist...
      und ...
      wünsche jetzt dir und mir eine gute Nacht, soweit das für dich möglich ist.
      deine Amitola
      Danke... Er bekommt solche Medikamente schon seit Wochen,

      Aber jetzt sagt der Arzt, er könne die Anfälle nicht verhindern, sondern nur durch Morphium dafür sorgen, dass das Bewusstsein meines Vaters weit weg schweben wird.

      Hoffentlich stimmt das, dass er weit weg ist.... Kein Mensch kann in seinen Kopf sehen....Bisher hatte er keine Schmerzen... Aber Schmerzen in dem Sinn habe ich in einem Status asthmaticus ja auch nicht, und trotzdem ist das ein sehr qualvoller Zustand.

      Als mein Hund vor 7 Jahren eingeschläfert werden musste, da sagte der Tierarzt, kein Schmerzmittel auf dieser Erde könnte das Osteosarkom erreichen. Und es stimmt, der Hund hatte trotz Fentanyl und einem Opioid in Tropfenform und einer Morphium-Injektion noch starke Schmerzen. Es war ein Primärtumor, hatte noch nicht sichtbar gestreut... Nach der Euthanasie ging es mir schlecht, aber heute weiß ich, ich habe richtig gehandelt.

      Und es tut mir sehr leid, aber ich finde Euthanasie einfach wesentlich besser als so ein Ende, wie mein Papi es erleidet. Die Hündin meines Cousins hatte sekundäre Hirnmetastasen. Als DAS mit den motorischen Ausfällen und epileptischen Anfällen bei ihr angefangen hat, durfte sie gehen. Da konnte sie aber noch aufstehen, was mein Vater längst nicht mehr kann.

      Er hat sein ganzes Leben Krankheiten und Spitäler und Pflege gehasst, es hat ihn immer extrem deprimiert, nicht mal sprechen durfte man davon.

      Ich werds für mich in der Schweiz regeln... Zu DIESEM Entschluss bin ich im letzten Jahr gekommen... Ich habe schweres Asthma und bekomme Omalizumab, diese Medikamentenklasse ist risikobehaftet... Ich falle jedenfalls dem Pflegesystem nicht in die Hände, ich schaffe mir einen Ausweg. Armer Papi, ich wünschte so sehr, ich dürfte ihm jetzt helfen zu gehen.

      Die Oma hat mich vor 12 Monaten auch darum gebeten. Man hat sie im Spital nicht gesichert, sie kam nur wegen eines Durchfalls rein und ist in der ersten Nacht beim Aufstehen auf den Kopf gestürzt. Sie war 101, niemand hat nach ihr geschaut. Dann lag sie alleine in einem Zimmer, hinter geschlossenen Türen, und ist IMO verdurstet. Das war schon schlimm, und jetzt dieser Alptraum...

      Was meinen Bruder betrifft... Er spinnt nicht erst seit der schlimmen Diagnose, sondern wurde in den letzten Jahren immer hochmütiger. Er hat seine Eltern nicht zur Hochzeit eingeladen. Er ist fortgezogen und sie durften ihn nie besuchen. Einen Grund gab es eigentlich nicht, durchaus übliche Querelen mit der neuen Schwiegertochter halt. Sicher nicht ok, aber auch nicht ärger als bei anderen Familien, und die fanden alle wieder zusammen.
      In den letzten Jahren hat er umfangreiche Wunschzettel zu seinen Anlässen geschickt und deren Erfüllung fix vorausgesetzt, aber z.B. meinem Vater öfters gar nicht gratuliert oder nur eine kleine Schokolade als Geschenk übergeben. (Eine sehr billige, Anm.)

      Es tut mir leid... Treue ist für mich ein wichtiger Wert... Und ich hatte keinen Streit mit meiner Schwägerin, aber auch mir begegnet mein Bruder wie ein Riesen-A. Wenn ich nicht auf ihn vertrauen kann, tut er mir nicht mehr gut. Und dann werde ich mich nicht mehr um den Kontakt bemühen.

      Ich hatte die ganze Nacht eine Kerze brennen. Möge es irgendeine Weiterexistenz nach dem Tod geben und möge mein Papi jetzt rasch dorthin finden.

      Am Vormittag bringe ich nochmal unsere Hunde zu ihm. Mein Rüde hat sich am Krankenbett aufgestellt und ihm Bussi gegeben, und er hat sich so gefreut. Er konnte sogar kurze Sätze zu den Tieren sagen und sie mit der verbliebenen Hand umarmen.

      Die Tiere sind sehr beunruhigt und versuchen mir zu helfen. Meine Hündin hat sich gestern nach diesem Spital dauernd versteckt. der Rüde ist eine Frohnatur und hats verkraftet, aber er ist besorgt, weil ich weine und nicht spielen kann. Ich werde versuchen, am Nachmittag mit ihm weit zu wandern.

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      liebe Kelpie, <3 :30: <3

      ich schließe mich VOLL und GANZ den....mehr wie Worte... von Indian summer an...
      Ja, leider kann es irgendwann den Status Epilepticus geben...

      Viele Menschen würden gerne das selbstbestimmte Gehen per Gesetzt verankert wissen, aber es ist ja in Deutschland wieder abgelehnt worden....

      Wenn ich jetzt mit meinem alten Hund auch den längeren Spaziergang mache, fühle ich mich mit dir VERBUNDEN..

      Wir haben hier einen Thread "Bilder von unseren Tieren" ...

      Es ist KEIN Foto-Club , sondern für sehr viele,... ich glaube eigentlich für UNS ALLE,.... durchaus ein ANKER in diesem LEBEN, sehr viel ZUNEIGUNG von unseren Tieren bekommend und gebend... eine heilende GENESUNG in dem Weg der Trauer...

      Es ist soooo gut, dass du dir fast ALLES von der Seele schreibst...
      Bitte, mache das auch weiterhin... Es befreit ... und man kann tatsächlich besser dadurch atmen...

      mit fühlende Grüße <3 :30: <3
      deine Amitola
      Danke euch, noch einmal.

      Danke, dass ihr das lest und antwortet, obwohl es gewiss schlimme Erinnerungen triggert.
      Ich hoffe, eure eigene Trauer ist nicht zu frisch.

      Er hat die Hunde auch heute noch erkannt, aber dann war er wieder weg. Er sagte, wir müssten morgen zur Oma auf den Wiener Zentralfriedhof fahren, das sei ein weiter Weg, aber wir machen das morgen.

      Ich habe zugestimmt. Er will also morgen gehen. Oder es liegt an der Broca-Aphasie, und er will unbestimmt ausdrücken, dass er bald stirbt

      Er wollte nicht auf den Zentralfriedhof, sondern eine Kremierung und dann eine Baumbestattung. Ich habe einen Partnerbaum für ihn und mich. (Klingt blöd, heißt aber so.)

      Jetzt fühle ich mich wieder so allein. Und ich heule schon wieder, obwohl ich den Hunden fest versprochen habe, das nicht mehr zu tun. Es sind extrem gute Hunde, die den Vater sehr glücklich gemacht haben.

      Den ganzen Vormittagsspaziergang habe ich nur geweint und kaum den Weg vor mir gesehen, die Sportler im Wald müssen sich was gedacht haben.
      liebe Kelpie, <3
      wenn wir hier alle Tränen "sammeln würden... würde es ein OZEAN füllen...
      und das ist gut so...

      Tränen bedeuten ... du FÜHLST...
      du bist NICHT in einer Schock-Starre... und das ist gut...

      Wie ich damals ... in den Drogeriemarkt der auch Lebensmittel hat, gegangen bin, und Sachen gesehen habe , die Burkard ganz zum Schluss mehr trinkend, wie essend zu sich genommen hat.....liefen mir auch schlicht und ergreifend die Tränen die Wangen herunter ....

      Glaube mir, deine Hunde verstehen das absolut...
      Jetzt mein Hund, aber damals ja unserer , ist auch in der Nacht , wo Burkard gegangen ist, an sein Bett gegangen, hat im noch einmal die Hand geleckt... und ist dann nach unten gegangen ...
      und hat genau , wie Burkard ging sein "Wolfsgeheul" angestimmt...

      Ich habe hier, wie ich hier ins Aspetos kam , sehr ,sehr aufbauend geschrieben bekommen,,,

      "WIR... die Trauernden... und das bist du durchaus ja schon ... sind die "NORMALEN" ...
      alles was wir denken und fühlen ist einfach NORMAL ... in der Trauer...

      ausser ...
      man kommt so überhaupt nicht mehr in ein Gefühl...oder ist sehr lange " wirklich " depressiv ...

      Für dich, jedenfalls ist das in Deutschland so.... müsste ein Psychoonkologe dir zustehen ? ...
      Natürlich NUR , wenn du WILLST....
      Gibt es im Hospiz nicht eine Trauerbegleiterin FÜR DICH ????....

      Dein Papi wird schon seinen friedlichen Weg gehen..
      Es ist mehr für uns ZU-SCHAUENDE häufig etwas erschreckend... aber ich habe bei dir das Gefühl, dass du dich medizinisch gut auskennst...
      Im TCM ist es ein Erlöschen der Elemente im Körper...
      Im Hirntumorforum habe ich immer wieder geschrieben...

      "Wir kommen hilflos und pflegebedürftig zur Welt ... und meistens verlassen wir sie auch so"

      SCHÖN , das du einen Partnerbaum mit Platz neben ihm dir gekauft hast... Das haben viele hier... auch ich...

      Allerdings habe ich jetzt auch die Vorstellung, dass ich mich im Storsjön gerne verstreuen lassen würde...
      Es ist eigentlich völlig "egal" ...
      wir sind dann EIN TEIL IM GROSSEN GANZEN ... meiner Meinung nach.....

      Fühl dich lieb umarmt ... <3 :24: <3
      deine Amitola

      und nein ... "getriggert " für ich mich nicht...
      eher WACHSEND in vielen ERKENNTNISSEN...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Amitola (rainbow)“ ()

      Liebe Kelpie <3

      Lass den Tränen freien Lauf.. und wir fühlen hier alle mit Dir. Ich hoffe wirklich, dass Dein Vater bald erlöst wird und friedlich und ruhig von dieser Welt geht.. in ein neues Leben...

      Es ist sooo gut, dass Du die Hunde hast... sooo bist Du nicht wirklich alleine. Ich wüsste nicht, was ich ohne meine Tiere machen würde oder wie es mir ergehen würde. Sie geben einem sehr sehr viel.

      Ich umarme Dich tröstend :24: :30:
      Ja, Drei Schwestern, ohne die Tiere wären wir noch viel, viel einsamer!

      Josef, Danke, auch Dir viel Kraft! (Mein Bruder ist tatsächlich nicht einmal heute aufgekreuzt. Beileid seiner Frau, denn dieser Charakter wird irgendwann auch in der Ehe durchkommen.)

      Amitola, streichle deinen Schlawunsch für mich! Das mag er ja sicher. (Ein gelber Labrador, habe ich das richtig heraus gefunden?)

      Nein, ich habe keine medizinische Ausbildung. Ich wollte Tierärztin werden, wäre mein Wunschberuf, aber es gab damals nicht die Asthma Medikamente, die mich dieses Studium hätten überleben lassen. Seit einem Jahr bekomme ich einen monoklonalen Antikörper, damit wärs vielleicht möglich... Aber mit 41 bin ich wohl zu alt für diesen alten Herzenswunsch.
      Habe Biologie studiert und bin dann mit Sondervertrag in die Schule gegangen. So habe ich zur Hälfte Heimarbeit, das kommt mir entgegen.
      Broca- und Wernicke-Zentrum gehören zum Standardunterricht und ich habs oben eh verwechselt, wie peinlich. Mein Papi versteht noch, aber sein Wortschatz schwindet und was er denkt, kann er nicht mehr ausdrücken. Das Brocazentrum ist also von der Metastase/Hirnschwellung/Ödem geschädigt. :(

      Ich weiß nicht, ob es im Hospiz Trauerbegleiter gibt. Katholische Seelsorger gibts, die absolut kein Gespür für passende Augenblicke haben, und außerdem sind wir alle nicht religiös.

      Eine kranke Freundin von mir möchte Teil des Universums werden, wenn sie stirbt.
      Ich würde gerne einen Ort erreichen, wo man seine Lieben noch einmal sehen kann. Die Menschen UND die Tiere. Das hoffen wir alle, nehme ich an.

      Ich weiß nicht, ob es so etwas gibt. Alle Völker glauben irgendwie daran, aber ob es wahr ist, weiß doch keiner.

      Ich habe meinen Papi gebeten, mir irgendwie zu sagen, dass es ihm "Drüben" gut geht, falls es sowas gibt. Ich denke aber, er selbst glaubt gar nicht daran.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Kelpie75“ ()

      Liebe Kelpie <3

      Da wir vor der Geburt schon existiert haben (logische Schlussfolgerung) werden wir auch nach dem Tode weiter existieren nur in einer anderen Form. Wie es dann weiter geht: Who knows? Da hast Du recht.... doch trotzdem hat jeder/jede seine Vorstellungen oder Glauben.

      Liebevolle Umarmungen :30: :24:

      Katarina
      liebe Kelpie, <3
      es ist wirklich ... ja man kann schreiben... toll... wie du so aus dir herausgehst... und vertraust. Dazu hast du hier auch "allen GRUND"...
      Ich wollte dich schon fragen, ob du Biologielehrerin bist... jetzt bestätigst du mir das... schön, das du diesen Weg gefunden hast, trotzdem einiges von deinen wünschen durch den Biologieunterricht weitergeben können.
      Wie wäre es mit einer Tierheilpraktikerausbildung ? Allerdings musst du dafür die "richtige Einstellung dazu haben...

      Mmmmmhh ... zu alt...
      lächel , wie du vielleicht gelesen hast bin ich 68 Jahre und werde das nächste Jahr grösstenteils immer in Schweden verbringen so als Mithelferin für Stugavermietung und B&B... übrigens
      HUNDE WILLKOMMEN ...

      aber jetzt wieder erst einmal zu ernsten Themen...

      Ich weis nicht , ob du und dein Vater aufgeschlossen sind für eine Komplementärbehandlung... damit meine ich Weihrauchkapseln in hoher Dosierung... die Schwellung geht zurück und vor allen Dingen das Ödem ... aber wenn er jetzt oder in den nächsten Tagen gehen WILL, dann sollte man das unterlassen...
      Ja, irgendwann ist es einfach ERLÖSUNG...

      Wenn du in dem Sinne nicht christlich gläubig bist, sind katholische Theologen nicht so der Ansprechpartner...obwohl dass auch ein Vorurteil sein kann. Ich habe schon gute in Krankenhäusern erlebt... ja, auch dadurch , dass ich ja als Laborantin gearbeitet habe....
      MEINER Meinung nach bräuchtest du einen Ansprechpartner... Wohnst und arbeitest du in einer Stadt ...oder in der Nähe einer Stadt? ... Es gibt eigentlich immer Trauerbegleiterinnen in Institutionen..

      Dein Asthma...
      ich gehöre zu der "Fraktion" die bei Erkrankungen auch immer die seelische Ursache sieht...
      Habe ich auch leider sehr oft in meiner Vergangenheit gelebt... damit mein ich NICHT eine schulmedizinische Behandlung aufgeben , ganz und gar nicht , aber auch einiges komplementär lindernd ... und vor allen dingen "die SEELE befragen"....
      GLAUBE
      Es klingt simpel...
      aber betrachte doch die LIEBE ... zu deinem Papi oder zu deiner gegangenen Oma und ZU ALLEM , was DU LIEBST ...
      als den WUNDERBARSTEN GLAUBEN..den ein Mensch haben kann...

      mit diesen "weisen Worten" gehe ich jetzt in meinen ALLTAG und... lege Holz nach ... und drehe eine Runde mit Schlawunsch...
      Fühle dich wirklich mitfühlend umarmt <3 :24: <3
      deine Amitola
      Liebe Kelpie <3

      Man ist wirklich nie zu alt!!!! Ich werde demnächst 39 Jahre alt und gehe auf die Vorbereitungsschule für das Gymnasium um dann zu studieren.

      Desweiteren habe ich mich gerade selbständig gemacht.

      Deshalb LEBE deine Wünsche ... LEBE deine Träume.. sonst ist man eines Tages wirklich zu alt (wenn man z.B. 100 ist :) )

      Liebevolle Umarmungen :24: <3

      Katarina
      Liebe Kelpie,
      herzlich willkommen bei uns und schön, dass du dich hier gut aufgehoben fühlst, wie ich lese!

      Erstmal wünsche ich, dass dein Vater einschlafen darf und genügend Morphium kriegt und damit nicht gespart wird. Das Bewusstsein durch Medikamnete nicht eintrüben, das ist für mich nur dann okay, wenn es ohne qualvoller Zustand ist. Zum Thema Euthanaisie kann ich dir nur sagen, dass ich dir hier völlig zustimme!

      Hast du mit deinem Direktor/ deiner Direktorin, deinen KollegInnen gesprochen? Matura hin oder her, es nützt deiner Klasse auch nichts, wenn es dich in ein Burnout hineinschleudert. Vielleicht kann man dich ein wenig entlasten. Oft hilft schon, wenn die anderen wissen, warum man im Moment am Ende ist, dann muss man sich selbst nicht mehr so unter Druck setzen .....
      Alles Liebe
      Christine
      Danke. Die Kollegen und auch die Vorgesetzten wissen es und sind verständnisvoll.

      Heute bin ich daheim. Ich war Freitag erkältet und dazu kam die Krise. Jetzt ist mein Asthma außer Kontrolle - was aber zu erwarten war. Psychische Belastungen, insbes. Trauer, zählen zu den typischen Anfalls-Auslösern.

      @3Schwestern: Ui, du bist ein mutiger Mensch! Viel Glück mit der Reifeprüfung am 2. Bildungsweg! (Ist nicht sooooo schwer. ;) ) Beruflich selbstständig werden ist eine sehr mutige Sache.

      @Amitola:

      Ja, ich bin ein offener Mensch. ;) In jeder Beziehung.

      Ohne dich kränken zu wollen, aber ich habe durch die Jahrzehnte mit meinem Asthma gelernt, dass es nur eine Medizin gibt, die helfen (nicht immer heilen!) kann: Die Schulmedizin. Es ist so einiges an "Alternativmedizin" an meinem Körper probiert worden, meine Mutter war eine Zeit lang leider davon in Versuchung geführt. Ein Homoöpath hat durch Absetzen der schulmedizinischen Mittel dann fast meinen Tod verursacht, und mir letztendlich schwere Schäden zugefügt, denn was die Ärzte im Spital dann tun mussten, um mich zu retten, war brutal.
      Ich betrachte jede Art "Komplementärmedizin" als einen Betrug, bei dem Menschen in schwierigen Lebenssituationen schamlos ausgenutzt werden.

      Religion sehe ich ähnlich. Überwiegend sind das politische Machtmittel, die LeichtGLÄUBIGE unter Kontrolle halten sollen.
      Ich fühle mich im Krankenhaus eigentlich belästigt, wenn wir mit dem Sterbenden die letzten Worte reden, er die Hunde streichelt, zwei Pfleger ihm helfen - und dann drängt sich eine Tante dazwischen, erklärt sie sei die katholische Seelsorgerin und bleibt erwartungsvoll stehen. Gehts noch? Wir sind Atheisten.

      Gegen eine/n freundliche/n TrauerbegleiterIn hätte ich nichts einzuwenden, aber so jemanden scheints nicht zu geben. Nur falls du, weil dich mies fühlst und akut aus dem Gleichgewicht bist, einer Religion beitreten möchtest, sind Missionare aller Richtungen stets präsent. Find ich echt daneben.

      Das Leben nach dem Tod... Ja, das hoffen wir alle. Aber NIEMAND weiß es, nicht einmal die Intensiv- und Reanimationsmediziner. Ich habe Bücher dazu gelesen, auch weil eine Schülerin gerade eine Arbeit über Organtransplantation schreibt. Dr. Sam Parnia schreibt am besten, finde ich. Ich sehe es so wie er: Vielleicht ist da eine Art der Fortexistenz. Vielleicht. Das könnte ein Forschungsfeld werden. Im Moment bleibt Ungewissheit und Trauer.
      Hallo
      bin zwar nicht Amitola aber
      ich sehe es etwas anders als du.
      Ich denke,man kann nicht die Schulmedizin oder komplementärmedizin verdammen.Alles hat seine Berechtigung.
      Je nach Bild...
      Das die Psyche (manchmal) mitbeteiligt an Krankheiten ist,beschreibst du am Asthma..
      Ich kenne etliche,die durch ärztliche Behandlungen schwerwiegende Probleme hatten.Aber deshalb verdamme ich nicht grundsätzlich die Schulmedizin.Für mich gibt es auch nicht DIE Schulmedizin.
      Ein Beispiel ist ZB das Contergan.Viele Ärzte verschrieben es blindlings.Einige Ärzte sahen es kritisch und versuchten,die Hersteller Firma davon abzuhalten,es schwangeren Frauen zu geben.So einem kritischen Arzt verdanke ich viel...
      Die Untersuchungen betreffs Schweinegrippeimpfung kennst du sicher?
      Immer schön aufpassen und schauen ,was für einen passt...
      Und auch unser Hund hatte eine Verschlechterung durch ein hom.Medikament. Deshalb verdammen kam für mich nicht in Frage- sondern lernen,warum???
      Liebe Grüße