Schwerer Schlaganfall, meiner Mutter ist gestorben

      Liebe Angie, wir kennen uns noch nicht aber unsere Geschichten sind ein bisschen ähnlich, daher schreibe ich dir. Ich wünsche dir ganz viel Kraft um deiner Mama bei zu stehen, ich bin ganz bei Katarina dass das, was du ihr sagen willst, wunderschön ist, dass die Berührung und der Blick an sich schon ganz viel sagt und überhaupt die Tatsache dass du so intensiv bei ihr bist etwas ganz Besonderes ist. Alles Liebe dir und auch deiner Mutter, damit sie in Ruhe, sanft und friedlich gehen kann wenn es an der Zeit ist und dass die Zeit, noch eure ist, in liebe teilen könnt.
      Liebe Angie,
      ... sprachlos versuche ich doch schreibend meine Sprache wiederzufinden.

      Sie hat gewartet, bis du wieder da bist. Sie starb nicht während du im Urlaub warst. Sie starb nicht vor du bei ihr warst. Sei starb erst nachdem sie dir die Hand drücken konnte. Ein so berührendes Zeichen.

      Sie hat sicher gespürt, dass du ihr vergeben hast.

      Und sonst schreib ihr einen Brief oder sag es ihr einfach noch am Totenbett.

      Ich wünsche dir all das, was du für dich brauchst. Und vielleicht kannst du ein bisschen Wellness-Moment aus deinen Urlaubserinnerungen kramen und nochmal genießen - dann wenn du es brauchst.

      In Gedanken bei dir
      Astrid.
      Liebe Angie, <3

      finde im Augenblick nicht die richtigen Worte, daher
      :30:

      bin gedanklich und gefühlsmäßig ganz bei dir.

      Monikas Vorschlag einen Brief zu schreiben, finde ich gut. Auch ich habe - allerdings erst 20 Jahre nach seinem Tod - meinem Vater einen Brief geschrieben. Auch zwischen uns war und blieb vieles ungesagt - aber ich finde, dieser Brief hat dann doch noch so vieles geklärt. Man kann wirklich auch noch nach dem Tod eines Menschen einiges klären, bereinigen, verzeihen und...

      Ich wünsche Dir und Bianca viel Kraft für die nächsten Tage und auch viel Mut im Umgang mit deinen Verwandten.

      rabelein :24: still deine Hand haltend

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      meine liebe Angie, <3 :30: <3

      ja, ebenfalls fast "sprachlos", aber dennoch auch ahnend, dass dieser Händedruck das "grosse Verzeihen", eine sehr wertvolle Möglichkeit , die man auch in sein Leben integrieren kann...
      ich glaube ... bei euch beiden GESCHEHEN ist...

      Wenn du es nicht so sehen, fühlen kannst , würde ich wirklich diesen Brief an deine Mama schreiben... oder am Sarg , gar nicht laut, aber dennoch mit ihr sprechend , sagen...

      Ja, jetzt sind wir beide wieder mehr TRAUERNDE, aber dennoch auf einer anderen Ebene , wir wir beide hier ins Forum kamen...
      Das gibt MIR Trost... vielleicht auch dir ?.

      Fühle dich von ganzem Herzen mit deinem JETZIGEN Trauergefühl von mir mit meinem Trauergefühl umarmt ,
      als Trauernde zur Trauernde ...

      LIEBE an DICH sendend <3
      deine Herzensfreundin Claudia Amitola
      Liebe Angie <3 ,

      kleiner Nachtrag zu meinem letzten Beitrag:

      Zitat Angie: "Wir hatten in meiner KIndheit kein gutes Mutter-Tochter-Verhältnis, ich nehme an, dass sie das jetzt quält. Vielleicht kann sie dann in Frieden gehen, wenn ich ihr sage, dass ich das heute auf Grund der Zeit in der sie aufgewachsen ist und weil sie eigentlich nicht so viel Kinder wollte, verstehe und dass ich ihr nicht böse bin.Habe zwar das letzte Mal versucht ihr das mental zu vermitteln,"
      Ich glaube, das hat deine Mutter unterschwellig verstanden und angenommen ( u.a. auch mit ihrem Händedruck ausdrücken wollen )
      In der Zeit, als du an ihrem Krankenbett war, hat sich vieles geklärt - halt auf einer ganz anderen Ebene - ohne Worte.
      Alles in allem - liebe Angie - ich glaube, du warst eine gute Tochter.

      rabelein :24:
      Liebe Angie :24: <3

      Mein tiefstes Mitgefühl...... Und ich glaube, Du hast es im tiefsten Inneren gespürt, dass der Händedruck... in diesem Moment ALLES war: Vergebung, Liebe, Verbundenheit, Verständnis und es das Letzte war und sooo gut war. Endlich konnte sie friedlich einschlafe..., friedlich einschlafen, weil alles guuuut für sie war in Liebe mit Dir und mit sich....

      Sende Dir viel Kraft und tröstende Umarmungen... :24: <3

      Katarina
      Liebe Angie,

      ebenfalls tief berührt hab ich gelesen, dass deine Mutter heute gehen durfte, dass nun dieser - darf ich so sagen: irdischer - Teil eurer gemeinsamen Reise ihr Ziel erreicht hat...oh, ich kann schon gut nachfühlen dass du den Eindruck haben magst, du hättest es noch aussprechen müssen, was an Worten in dir war, und was ja in dieser ganz intensiven, besonderen Berührung und dem Blick, mit dem deine Mama dich so intensiv erreichen konnte ja wohl drinnen gelegen ist - sonst wäre doch dieses Gefühl als Antwort auf ihren Blick, ihre Berührung nie so klar in dir aufgestiegen - meinst du nicht? Sie wollte dir also etwas sagen, du hast es verstanden, und bestimmt hat sie genauso in diesem Moment auch deine Antwort verstanden, gefühlt. Es war ihr ja ganz wichtig dass du es weißt, sonst hätte sie nicht alle Kraft aufgebracht.

      Wir können nicht nicht kommunizieren heißt es. Habt ihr nicht alles gesagt, in diesem Augenblick und die Begriffe und Worte dazu kamen dir Später dazu, so wie man eben durch Sprache und Worte die Gefühle zu fassen, zu beschreiben sucht?

      Als meine Mami starb war es ähnlich...sie verlor ihre Sprache oder sagen wir: sie hörte auf zu sprechen. Das hat mich sehr gequält denn unser ganzes Leben lang war Sprache das was uns verbunden hat. Wir waren nicht so gut darin uns abzuknuddeln, zu umarmen, manchmal, aber die eigentliche Intimität entstand über Sprache - und die war nun weg. Meine Therapeutin erklärte mir dann dass Sterbende oft die Kraft verlieren, zu sprechen - ich wusste das aber es zu erfahren ist etwas ganz anderes. Ich war auf einmal alleine mit mir, mit ihr, mit uns, mit meinen Worten.
      Jetzt denke ich: es war auch eine Chance noch einmal ganz intensiv auf dieser nicht sprachlichen Ebene zusammen zu sein. Ich ertrug es kaum dass sie nicht sprechen konnte, redete teilweise mit ihr, und empfand nur schmerzlich dass sie nicht antworten konnte und unsere Art uns zu verständigen wie wir sie gekannt und geliebt hatten, nicht mehr da war. Manchmal hatte ich auch das Gefühl es tat meiner Mutter weh nicht mehr die Kraft zu haben, zu antworten. Und doch blieb schlussendlich nichts ungesagt, dass sage ich nun ein Jahr später.

      Vielleicht - und ich vermute es in meinem Herzen - war das EUER Moment, des Verstehens, des Begreifend, des ganz auf allen Ebenen euch einander erfahrens, austauschend, in einigen Sekunden wie man sagt dass sich ein Leben abspielen kann wie ein Film - die Essenz eurer gemeinsamen, so vielschichtigen und tiefen Mutter-Tochter Beziehung und dann darin das Verzeihen, das sie zum Loslassen gebraucht hat, um dich auch gut in dieser Welt zu begleiten in einem guten, heilsamen Gefühl?

      Sie hat sich bestimmt genau das für euch gewünscht - und ihr Geschenk ist bei dir angekommen - sie hat dir gezeigt dass sie weiß, weiß was zwischen euch steht und stand an Schmerz, und das es ihr leid tut? und genau das ist angekommen bei dir und du konntest verzeihen. So ist mein Eindruck, verzeih wenn ich mich da zu sehr deinen und euren Gefühlen nähere, ich kann ja nur vermuten.

      Deine Mutter war eine besondere Frau mit ganz viel an Gefühl - und du hast ihr als Tochter all deine Kraft gegeben, um sie zu begleiten. Und wie die klare Sonne und das klare Meer, die klaren Eindrücke der Karibik waren dann eure Gefühle...

      Angie, ich wünsche dir ganz viel Kraft, und ich freue mich auch mit tiefer Anteilnahme, dass deine Mama gehen konnte, denn du beschreibst ja wie sehr sie mit dem Zustand gehadert hat, hilflos zu sein, nicht mehr sie selbst zu sein, dieser letzte Teil des Weges, den du ihr so erleichtert hast. Fühle dich umarmt, so du willst, oder deine Hand sanft gedrückt, es tut auch gut zu wissen dass der geliebte Mensch die sterbliche, mit Schmerz verbundene Hülle ablegen konnte...sie ist nun frei....

      Ich fand noch ein Zitat als ich für dich suchte, eben

      Alles Fertige, sagt man, alles Fertige hört auf, Behausung unseres Geistes zu sein.
      - Max Frisch, Bin oder Die Reise nach Peking

      Ich blieb bei diesen Worten hängen, warum weiß ich nicht. Mein Gedanke war dass die Sprache etwas manchmal "fertig" macht, eine Situation, dass manchmal eine einfache Berührung, ein Blick, eine Gegenwart mehr offen lässt, lebendiger das alles zeigt, was ist.
      Ist dieser Moment, die Berührung, der Blick, das Verzeihen etwas, dass noch da ist für dich, für euch, etwas noch nicht fertiges damit du es noch länger - für immer - in dir tragen kannst, die Gewissheit, dass ihr euch verstanden und geliebt habt habt?


      Nur eine Überlegung, die Worte können es nie ganz sagen.
      Für Dich und Deine Familie, und deine Mutter liebe Angie alle Liebe,

      Malena
      liebe Angie, <3 :24: <3 :30: <3
      eine wirklich gute Idee.Ich denke ja, dass es das Medium ist, was dir schon in deiner Entwicklung ..
      das Wort gefällt mir jetzt...

      Ent- es ist etwas zu ENDE
      Wicklung = ist einfach neutral...

      es kann sich etwas auf- wickeln oder ab-wickeln ...eine LÖSUNG eben...

      Aber.... das will ich auch einmal schreiben...
      darüber haben Katarina und ich auch gesprochen...
      Du hast "für uns" ... in den letzten Monaten QUANTENSPRÜNGE gemacht.... <3

      DU fragst nicht mehr nach dem SINN des Lebens , DEINES LEBENS sondern du LEBST
      und...
      wie ich durch deine Wortwahl finde...
      sehr BEWUSST , sehr ACHTSAM ... und ungemein INTUITIV ... SEHR LEBEND

      Gerade durch deine Schilderung deiner Mutter und dieser inneren , gefühlvollen Beschreibung dieses ALLES ausdrückenden Händedrucks und eure mentale "Aussprache"...
      Du wirst es meiner Meinung nach bestätigt bekommen...

      Aber ...
      Bestätigungen sind in dem Sinne gut, weil ein anderer Mensch einfach das in einem AN-SPRICHT , was man tief innerlich weis....
      aber wie auch schon häufiger geschrieben...

      Wir sind MENSCHEN ... nicht ERLEUCHTETE ..oder MEISTER....
      sondern wollen einfach be-stätigt bekommen was wir FÜHLEN...

      Fühle du dich JETZT lieb UMARMT <3 :24: <3 :30: <3
      und ich wünsche dir eine GUTE NACHT mit sanften TRÄUMEN
      ALLES LIEBE <3
      deine Claudia Amitola
      liebe Angie , <3 :24: <3 :30: <3

      das kam mir gerade JETZT, weil ich gestern so viel von dem "bestätigt " an dich geschrieben habe...
      FÜHLE dich JETZT
      Für dein SEIN ...jetzt...hier bestätigt...

      das es dich gibt,... das man dich wahrnimmt ,.... das man dich liebt... in vielerlei Facetten
      durch dieses schreiben mit Gefühlen an dich... <3 :rolleyes: :24: :30: <3

      Denn um Gefühle , ja LIEBE geht es ja immer... und die Mutter - Tochter Gefühle sind sehr komplex in dem gemeinsamen erlebten SEIN...

      Ich hoffe SEHR, dass ihr Geschwister euch in Harmonie ...HOFFENTLICH ... getroffen habt und alles für die Beisetzung eurer Mama in positiver ruhiger Stimmung abgelaufen ist , was ja leider nicht immer in der Realität so ist. ...

      Meine JETZIGE Erklärung ist ... dass der TOD immer noch gerne "ausgeklammert " wird aus dem LEBEN...
      und ja, das SCHMERZ und WUT sehr dicht beieinander liegen...
      und es dadurch zu so unschönen Auseinandersetzungen kommen kann....
      Ich HOFFE sehr , das es bei euch nicht so ist...

      JA, zwar nicht hier geschrieben von Dir , aber sooo Recht darin habend....
      Je älter wir werden , umso mehr werden viele Menschen die wir kennen oder sogar geliebt haben uns verlassen ...gehen...

      Du hast real glücklicherweise Bianca <3 an deiner Seite und.... vielleicht auch Eva <3 ?!?

      Es würde mich , ja das kann ich behaupten, sehr erleichtern wenn du heute schreiben würdest.... wie es dir geht ?!?
      Fühle dich sehr mit-fühlend umarmt <3 :24: <3 :30: <3
      deine Freundin Claudia Amitola
      und grüße ganz lieb bitte Bianca <3
      und auf andere Art und Weise Knuddelwuff.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Amitola (rainbow)“ ()

      Bin heute total vergrippt aufgewacht, nach Baden gefahren, wir drei Geschwister waren beim Bestatter, Mama bekommt eine Feuerbestattung, weil im Grab zuwenig Platz ist, da mein Bruder 2014 gestorben ist.

      Harmonie, naja- ich habe mich bemüht, trotz Vorwürfe meiner Schwester (du warst nie da), schließlich wohne ich nicht wie sie ums Eck, friedlich zu bleiben.
      Nachher mit meinem Bruder in Mamas Wohnung gefahren, Dokumente sortiert, Papiere ausgemistet etc. Um 11h außer Haus, um 18h30 todmüde heim.

      Werde schauen, wann das nächste Treffen zum Wohnung ausräumen stattfindet. Werde morgen sämtliche Sachen kündigen (Telefon, Versicherungen, Orf etc.), Hausverwaltung verständigen , halt alles was in so einem Fall gemacht werden muss.

      Bin müde, traurig und ein bißchen sauer, dass da wieder die üblichen Streitereien zwischen mir und meiner Schwester aufzuflammen drohten.
      Hab einfach keine Lust mehr, selbst nach dem Tod meiner Mutter mit ihrem Liebkind in Konkurrenzkampf zu treten.
      Liebe Angie <3

      Ich stelle es mir total hart vor die Wohnung Deiner Mutter auszuräumen.... zumal Du alle persönlichen Sachen von ihr siehst und vielleicht sogar ihre Geheimnisse. Es ist anders wenn der Partner/in geht, weil man dann den Haushalt normalerweise nicht ausräumen muss und alle Papiere bleiben und klar sind und an sich man den absoluten Überblick hat...

      Ich schicke Dir viel Kraft in dieser sehr schweren Zeit und ganz besondes auch Kraft für die organisatorischen und bürokratischen Dinge und umarme dich tröstend

      :24: <3 :24: <3

      Katarina
      liebe Angie , <3 :24: <3 :30: <3

      eben kam ich ins sinnieren , was für ein Gefühl es war, wir wir alle , ALLE Kinder , eben die Wohnung von unserem Papa ausräumen mussten....

      es gab keinen Streit, aber es war ungemein schwer ....
      Es ging nicht um wertvolle Gegenstände ,
      Nein, es ging , wie so oft bei Eltern um DINGE , liebe ERINNERUNGEN oder traurige Erinnerungen , die man bei dem Anblick mancher "Sachen" hatte....

      z. B. gab es da emaillierte Teelöffelchen , die mein Grossvater mütterlichseits immer seiner Frau von Reisen mitgebracht hat... und mit diesen Löffelchen waren einfach schöne Kaffe- und Teerunden verbunden...
      oder
      ein alter Keramikwasserkrug mit Henkel....
      der von meiner Omi (väterlichseits) zu den Arbeitern im Sommer bei der Ernte mit der Vesper gebracht wurde....
      Sooooo viel Erinnerungen..
      Sooooo viel Leben.......
      Ja, das war mit vielen anderen Dingen... auch ein Finnmesser aus Norwegen ,.... gar nicht einfach für uns, das GERECHT zu verteilen....

      Darum sprach ich das an, das aus der Trauer auch durchaus dann die innerliche Wut, das wir KINDER eben halt KEINE Eltern mehr haben , wie bei dir ja auch... wir , das hat meine Schwester gesagt :" jetzt müssen wir wirklich erwachsen werden"....

      Ich habe dir das geschrieben , weil es dir vielleicht weiter hilft, die nächsten , so wirklich schmerzvollen Aufräum- und Auflösungszeiten in einer gewissen INNEREN RUHE.... von dir aus , zu erschaffen ... auch mit deiner Schwester....

      Jaaah, dein Bruder, damit fing hier deine Aspetos Zeit an... <3 :30: <3

      Du hast den KRAFTQUELL ...meiner Meinung nach ... IN DIR ENTDECKT... Lass ihn "fliessen".... und ja, behüte und STÄRKE ihn...
      Ich wünsche dir medizinische Gesundung durch deinen grippalen Infekt
      und
      die seelische Kräftigung ....
      die geben wir dir GERNE ALLE hier. <3 <3 <3 <3 :30: :30: :30: :30: :30: :30: <3 <3 <3 <3 <3
      alles , alles LIEBE <3
      wünscht dir ... schickt dir
      deine Herzensfreundin Amitola <3
      Gestern beim Bestatter die Frage: Wer hält die Grabrede? Ich kann das nicht,da ich so böse es klingt, zuwenig von meiner Mutter weiss. Meine Kindheitseindrücke waren da eine von vier Kindern überforderte Frau, die aber dafür ihren Mann sehr liebte. Ich habe meine Mutter selten lachen gesehen, sie war zeitlebens kränklich , hatte früher Kinderlähmung . Ich weiss, dass es vor mir (bin das dritte Kind der Familie) noch einen Bruder gegeben hätte, der eine Totgeburt war. Wenig weiss ich von ihren Träumen, Sehnsüchten, Ängsten, von ihrer Jugend . Oft hielt sie mir vor, dass ich nicht so wie meine Schwester sei, die beiden waren einander ähnlich und verstanden sich gut. Mein verstorbener Bruder und ich hatten immer das Gefühl, dass wir nicht gerade Wunschkinder gewesen sind.

      Mit 18 bin ich im Streit von daheim ausgezogen, zog dann nach Tirol, Kontakt zur Familie spärlich, wobei ich dazu sagen muss, dass sie mich immer finanziell unterstützt haben. 2008 zog ich wieder nach Wien, von da an ein bißchen mehr Kontakt, aber auch nicht sehr oft (im Schnitt einmal pro Monat Besuch in Baden).Man hatte sich auseinandergelebt. Erst nach dem Tod meines Rudys verstanden Mama und ich uns besser, weil wir als Witwen den gleichen Schmerz zu tragen hatten.

      Meine Tochte und ich haben ein ganz anderes Verhältnis. In ihrem Handy bin ich nicht als Mutter sondern als Angie eingespeichert, wir bereden alles, kenen einander in-und auswendig,hatten selten Streit und halten zusammen wie Pech und Schwefel: wir zwei gegen die Welt da draußen! <3


      Mein ältester Bruder, den wir auch schon mit den Finanzen betraut haben, muss jetzt diese Aufgabe auch noch übernehmen. Er tut mir leid, alles bleibt an ihm hängen. Überlege wie ich ihn unterstützen könnte.....

      Versuche schöne Erinnerungen hervorzukramen,zum Beispiel wie meine Mutter sich jeden Tag, bevor Vater nach Hause kam , umzog und Lippenstift auftrug, oder wie sie mit uns, als wir im Wochendhaus Hochwasser hatten, am Dachboden gesessen hat und uns beruhigt hat, obwohl sie selber Angst hatte.

      Vielleicht sollte jeder von uns drei Geschwistern seine schönen Erinnerungen suchen und damit könnte man die Grabrede gestalten.
      Liebe Angie :24: <3

      Das hört sich sehr schön, weil jede/r von Euch eine andere schöne, positive Erinnerungen an sie hat. Es ist wirklich schwierig die Essenz eines Lebens in einer Rede zusammenzufassen und es wird so oder so nie ganz der Person gerecht. Deshalb überfordere Dich nicht und ich finde es eine gute Idee, das darzustellen, das zu erzählen zu was sie Liebe hatte oder wie sie Liebe gab oder was sie so aussergewöhnliches erlebt hat oder gelebt hat.

      Umarme Dich weiter stärkend und tröstend :24: <3

      Katarina