Ich vermisse meine Frau so sehr

      Ich vermisse meine Frau so sehr

      Hallo,
      ich bin neu hier und voller Verzweiflung.
      Meine geliebte Frau verstarb am 02.12.2016 mit 48 Jahren!!!!! an Krebs.
      Ich bin am Boden zerstört und weiß nicht wie es weitergehen soll. Eine Welt ist für mich zusammengebrochen. Habe schon einige Beiträge hier im Forum gelesen und denke auch hier gut aufgehoben zu sein.
      Da ihr ja "Leidensgenossen" seid, wisst ihr ja wovon ich spreche und könnt mir evtl. einige Ratschläge oder ähnliches geben. Meine Frau war die Liebe meines Lebens, was ich aber erst seit ihrem Tod zu schätzen weiß - leider. Ich hätte ihr noch so viel zu sagen gehabt, besonders wie sehr ich sie liebe, was ich viel zu selten tat. DU FEHLST MIR SO SEHR!!!!!!!!!!!
      Wir hatten im Oktober 2016 noch unseren 30.Hochzeitstag. Habe 1000 Gedanken im Kopf und weiß nun doch nicht was ich schreiben soll.
      Wollte mir nur mal was von der Seele schreiben, vielleicht meldet sich ja doch jemand.
      Vielen Dank für's lesen.
      LG Markus
      Lieber Markus
      herzliches Beileid.Es ist ja noch ganz frisch.Ich habe meinen Partner vor 2 Jahren in Krankheit und Sterben begleitet und ich vermisse ihn jeden Tag.48 Jahre ist wirklich jung.Aber es ist immer zu früh.Ich habe schon Kinder sterben sehen.
      Ratschläge? Hab ich glaub ich nicht...nur Überleben momentan.Die Zeit verändert etwas.Ich denke,es iSt auch unterschiedlich.Spüren ,was dir gut tut.Was du brauchst?
      Liest du?
      Vielleicht Bücher von Terhorst das erste Trauerjahr, von Kachler oder das Buch Männer trauern anders?
      Hier gibt es Trauerbegleiter,oft an ein Hospiz angesiedelt.
      Es gibt in D auch die Telefonseelsorge, die rund um die Uhr erreichbar ist.
      Mir hat sein Hund geholfen,zu überleben. Struktur..
      Wenn was ungesagt blieb,gibt es die Möglichkeit,ihr einen Brief zu schreiben.
      Sowohl bei Terhorst als auch bei Kachler gibt es Meditationen .
      ich wünsche dir viel Kraft
      Monika
      Hallo Monika,
      Danke für deine Antwort. Das Buch 'Das erste Trauerjahr' hab ich schon gelesen, war nicht schlecht, aber Menschen die so etwas schon einmal 'durchgemacht' haben wissen wovon sie reden.
      Ich weiß ja selbst nicht was ich mir für Ratschläge oder Antworten ich mir erwarte. Denke es ist einfach ein Hilferuf an wen auch immer. Kann mir ein Leben ohne sie einfach nicht vorstellen und deshalb dachte ich mir ich schreib mir das mal von der Seele.
      Ich weiß es ist noch ziemlich frisch, aber es tut einfach so weh. Wird dieser Schmerz je vergehen oder zumindest erträglicher? Zur Zeit wünschte ich mir ich wäre mit ihr gegangen. Sehe keinen Sinn mehr alleine weiter zu leben. Wozu?
      Soweit meine Gedanken und nochmals vielen Dank
      LG Markus
      Lieber Mark, ich verstehe dich so gut . Das Leben wird nie mehr so sein, wie es war, Unwiderbringliches ist dahin. In dieses tiefe Loch des Nichtweiterlebenwollens sind wir beinahe alle gefallen, der Meinige ist schon 19 Monate tot und ich vermisse ihn noch immer bei jedem Atemzug. Ich fühle mich noch immer wie amputiert, mir fehlt ein Teil meiner Seele, meiner Persönlichkeit.
      Trotzdem lebe ich noch-wofür? In erster Linie für meine Tochter, in zweiter Linie, weil unsere Lieben sicher nicht gewollt haben, dass wir das Geschenk Leben einfach wegwerfen.

      Mein Geliebter war ein sehr lebensintensiver Mensch, der gerne und gut gelebt hat.Außerdem war er 4 Jahre Witwer, als ich ihn kennenlernte und er sagte zu mir:Ich habe nie geglaubt, dass man die Liebe des Lebens 2mal finden kann. Also er hat es geschafft ,sich wieder zu öffnen und zu lieben, vielleicht wartet auf uns in ein paar Jahren auch irgendwo ein Mensch, der uns nochmal zeigt, wie schön Liebe sein kann.
      Sein Leben wegzuwerfen ist so, als ob man ein Buch nicht zu Ende lesen würde-da kann noch einiges Wunderschönes kommen (hoffe ich zumindest).

      Anfangs ist es nur ein Überleben, von Tag zu Tag, schmerzhaft, einsam und traurig, aber es wird besser. Ich frage mich immer, was der Meinige für mich gewollt hätte und dann weiß ich, dass er sich wünscht, das ich so gut als möglich lebe, dass ich das Leben genieße, Dinge tue, die mir Freude machen. Sicher macht mir nicht mehr von dem Freude, was wir früher gemeinsam gemacht haben, also unternehme ich Sachen, die ganz neu sind. Neue Erfahrungen, neue Erinnerungen schaffen ,trotzdem tut es noch weh, trotzdem fehlt er mir schrecklich. Ich glaube, dass der Schmerz ein ganzes Leben lang bleiben wird, doch er wird milder,nicht mehr andauernd präsent-zumindest ist das bei mir so. Es überwiegen die schönen Erinnerungen, die Dankbarkeit, diesen besonderen Menschen in meinem Leben gehabt zu haben, der unvergessen ein Teil meines Seins bleiben wird.
      Hallo Angie64,
      ich wünschte ich wäre schon so weit wie du. Kann mir zur Zeit gar nicht vorstellen ohne meine Frau zu leben. Habe zwar einen Sohn(28), aber er lebt auch sein eigenes Leben, obwohl er auch mit dem Verlust seiner Mama zu kämpfen hat. Auch das ist ein Grund weiterzuleben, um für ihn dazusein. Trotzdem fühle ich mich total allein auf dieser Welt.
      Hoffe die Zeit wird mir helfen diesen Verlust zu überstehen.
      Die ganze Welt tut so als ob nichts wäre, aber für mich steht sie still.
      Kann zur Zeit keine klaren Gedanken fassen.
      LG Markus
      Ja das ist das Problem, die Welt dreht sich weiter und die unsrige ist zerbrochen. Meine Tochter ist 23ig und lebt auch nicht mehr bei mir, aber auch junge Erwachsene brauchen ihre Eltern.
      Brauchst nicht glauben, dass ich die Trauerphase schon geschafft habe, manchmal falle ich wieder in ein tiefes Loch, das ist so ein Auf- und Ab, aber glaube mir, es wird mit der Zeit definitiv besser.

      Abkenkung, neues Umfeld, oder einfach nur auspowern, bis man abends müde ins Bett fällt. Ich hatte zum Beispiel aufgehört zu Essen (wollte verhungern) , meine Tochter schleppte mich ins Fitnesstudio und nach dem Training hatte ich Hunger. Jetz geh ich 3 mal die Woche trainieren und bin dann so kaputt, dass ich einschlafen kann (Schlafprobleme habe ich auch seit seinem Tod).

      Wochenende sind schwierig,damit kämpfe ich auch noch, versuche aber, mich zu verabreden, nach 1-2 Stunden geht mir eh jede Gesellschaft am Nerv und dann bin ich froh, wenn ich wieder alleine bin. Lese viel , schaue blöde Serien, die ich mir früher nicht angeschaut hätte, aber die Zeit vergeht wenigstens.

      Ich weiss nicht , ob dir das Buch oder der Film " Lovestory " ein Begriff ist. Da gibt es einen zweiten Teil davon, da geht es darum, wie die Hauptperson Oliver nach dem Tod seiner Frau Jenny weiterlebt. Zum Schluss steht da, dass er eine Frau kennengelernt hat, die er vermutlich heiraten wird und dass die ganz nett ist. Schlusssatz des Buches: " Aber manchmal frage ich mich,was wäre, wenn Jenny noch leben würde. Ja dann würde ich auch noch leben...."

      Ja so fühle ich mich auch, denke aber, dass die große Liebe im Leben ein außergewöhnliches Glück ist, sowas wartet nicht an jeder Strassenecke, manche Leute erleben das nie. Wer das erlebt hat, der will natürlich wieder so einen Zustand erleben, doch wer sind wir, dass wir etwas, das andere gar nicht hatten, 2mal vom Leben erwarten dürfen? Finde mich momentan mit der Durchschnittlichkeit meines Lebens ab, und versuche mich an Kleinigkeiten zu freuen. Jeder Tag ohne Katastrophe ist ein guter Tag, jeder Tag ohne Heulanfall ist ein guter Tag... Schritt für Schritt
      Hallo Mark,

      Du bist hier definitiv sehr gut aufgehoben, ich fühle mit dir ich habe meinen mann am 13.09.2016 an krebs verloren , wir waren 40 Jahre zusammen davon 30 Jahre verheiratet es ist für mich immer noch entsetzlich das er nicht mehr da ist wie oft denke ich warum konnte ich nicht mitgehen . Ich überlebe Tag für Tag mehr ist es nicht , ich hoffe das der Schmerz leichter wird es wird nicht leichter nur anders . Auch selbst verändert man sich. Es ist ganz wichtig gute Freunde um sich zu haben , die können dir den Schmerz und die innerliche Einsamkeit nicht nehmen aber es tut gut das Sie da sind . Ees war sehr entsetzlich für mich wir sind am 01.09. Ins Klinikum mit der Hoffnung auf eine neue Therapie ( ich habe noch gesagt das erste Mal das ich mich freue das du ins kh gehst ) es wurde auch die Therapie gemacht aber dann verschlechterten sich innerhalb einer Woche die Leber und nierenwerte und es wurden im ganzen Körper knochenmetastaden festgestellt es hat die ganze Woche geheissen wenn die nierenwerte besser werden können Sie die Bestrahlung der Knochen beginnen dann hat er noch ein paar Jahre . Ich habe sosehr gehofft auf alles und am 12.09. Morgens um 9.30 Uhr er hat nur noch zwischen 48-72 std es war entsetzlich . Mein jo ist dann friedlich am 13.09. Um 0.52 Uhr gegangen nachdem ich das morphium um 19.30 erhöhen habe lassen mein letzter Liebesdienst an ihn , ich bin auch der oberärztin dafür sehr dankbar das sie es gemacht hat . Das ist etwas was mich in meiner trauer tröstet aber deswegen hört der Schmerz nicht auf . Versuche einfach zu überleben und schau wie monika schon erwähnt das du in eine trauergruppe gehen kannst . Es erscheint alles sinnlos und leer ich Weis aber versuch einfach es so zu sehen das deine Frau sowie alle anderen gegangenen es nicht wollen würden wenn wir aufgeben würden, sie sind immer bei uns und stehen uns bei .
      Lg Petra
      Lieber Mark
      sei herzlich willkommen im Forum
      es tut mir leid das auch du diesen Schmerz begegnet bist
      meine tiefste Anteil nahme zum vorraus gehen deiner geliebten Frau
      du bist hier und das ist schön
      hier kannst du deiner Trauer die Tür öffnen und es ausleben wie es für dich passend ist
      ich bin hier seit märz 2009 und es hat mir sehr geholfen und hilft mir noch
      schreib wann immer du es willst und was immer du willst es ist immer wer da der dir die Hand reicht mit einem Taschentuch
      viel Kraft und Geduld
      mit Abi im Herzen !
      Hallo an alle,
      Danke für eure Willkommensgrüsse.
      Auch mir tut es leid von euren Verlusten zu lesen. Man denkt nämlich man ist der einzige Mensch auf dieser Erde dem so etwas schlimmes widerfährt. Diesen Schmerz einfach 'abzusitzen' ist eine grauenvolle Vorstellung. Das mit der Ablenkung funktioniert nur sehr schwer. Wenn ich nach Hause komme und die Wohnung leer ist fängt das Dilemma schon an - heulen, heulen, heulen....
      Die Sehnsucht nach meiner Frau ist so groß, das ich manchmal denke ich bekomme einen Herzinfarkt. Meine Liebe zu ihr wird nie enden. 30 Jahre Ehe sind nicht so einfach wegzudenken, man kennt seinen Partner in und auswendig. Wir hatten noch so viel vor, das soll jetzt alles vorbei sein? Ich fasse es nicht!
      Schön dass es euch bzw. dieses Forum gibt, da kann man sich wenigstens einiges von der Seele reden.
      LG vom traurigsten Menschen der Welt - Markus
      Hallo Mark!
      Ich spreche dir hier mit tiefstes Mitgefühl der Trauer aus.
      Denn ich weiß gnau was in dir vorgeht,deine Geschichte ist ein Spiegelbild der meinigen.
      Auch meine Frau ging wegen Krebs mit 48 Jahren mir voraus ins Licht.
      Glaube mir hier bist nie allein und es wird dir immer wer mit Rat zur Seite stehen.
      Die Tat musst du leider immer selbst vollbringen.
      lg Wolfgang
      Danke Wolfgang,
      schön zu wissen dass immer wer zur Stelle ist. Momentan aber könnte ich unter 1000 Menschen stehen und wäre trotzdem allein. Diese Leere in mir ist unerträglich. Wie lange ist es bei dir schon her dass dich deine Frau verlassen hat? Hoffe du bist schon weiter als ich.
      Kann mit dieser Situation zur Zeit überhaupt nicht umgehen. Sie fehlt mir so unendlich dass ich es gar nicht beschreiben kann.
      Auch von mir mein tiefstes Mitgefühl für dich.
      LG Markus
      Hallo Markus
      Es ist 16 Monate her dass meine Frau nach 2 jährigen Kampf erlöst wurde.
      ich für mich habe einen Weg gefunden mit ihr m Kondakt zu bleiben in dem ich ihr in einem Buch geschrieben hab nicht jeden Tag sondern nur wenn ich es brauchte.
      Auch ich bin 50 Jahre und ich war mit meiner Frau 25 Jahre vereint als eine Seele mit allen Aufs und Abs
      in dieser Zeit haben mich meine zwei Kinder stapilsiert,welche damit auch umgehen lernen mussten.
      Diese Leere gehört zur Trauer wie Wut Angst Zorn und sie kommt in Wellen und erschlägt uns zu unmöglichen Zeite.
      Ich kann dir nur sagen den Ratschläge gebe ich schon lange nicht mehr,lass es zu jede Träne erleichtert dein Herz.LEBE IN JETZT UND HIER!denn nur diese Zeit kannst du selbst bestimmen in deinem Leben
      Ja ich bin weiter, klar die Zeit aber Heilt zwar die Wunden,aber Ihre Narben bedarf es weiterer Pflege und Fürsorge.Irgendwann wird dein Herz in der Lage sein der Wohnung
      die deine Frau bewohnt,ein Miethaus für neue Menschen und Dinge in dein Leben zu bauen
      Geh viel in die Natur und Atme durch vielleicht kannst auch du von dort wieder Energie holen
      lg Wolfgang :2:
      Hallo Wolfgang,
      danke für deine tröstenden Zeilen.
      War gerade am Friedhof und habe wie immer nur geweint. Es tut so weh wenn ich daran denke sie niemals mehr so richtig zu sehen, zu umarmen, zu küssen, ...
      Wie kann ich im Jetzt und Hier leben, wenn mich die Erinnerung immer wieder einholt. Kann nur hoffen, daß die Zeit wirklich alles erträglicher macht.
      Werde nachmittags mit unserem Hund spazieren gehen vielleicht hilfst ein wenig.
      Nochmals vielen Dank fürs Zuhören
      LG Markus
      Hey Markus
      Viel weinen = Gut und Heilsam
      Natur= Energiespendent
      Hund = bewiesener Seelentröster

      du bist auf dem Weg deine Trauer anzunehmen und damit umzugehen,du machst das blendent
      Sieh mommentan den Weg als das Ziel ,deinen Weg ,sowie wir alle unsere Wege gehen müssen
      jeder Schritt geht in dein jetzt ganz andere Leben.
      Aber du lebst jetzt Dein LEBEN,mach deine Frau stolz in dem du wieder langsam in deinen Rythmus kommst ;) ;) ;)
      des Lebens der Liebe nd desWachstums
      deiene Selbst
      lg Wolfgang
      Hallo Markus
      es ist ja noch so frisch und eine grosse Wunde.Hab Geduld mit dir und nehm und gib dir alle Zeit der Welt.
      Darf ich fragen,was für einen Hund du hast?
      Ich war anfangs zu gar nichts in der Lage.Ich war am Ende.Das einzige,was ich damals machte,war den Hund zu versorgen.Er trauerte doch auch und vermisste seinen Retter und sein geliebtes Herrchen.Und dann half er mir beim überleben und konnte selber erst sterben,als er den Eindruck hatte,ich schaffe es zu überleben.
      Seit Sommer hab ich wieder eine Seelentrösterin, eine bosnische Hündin, die mir mit ihrer Neugierde und Lebensfreude jeden Tag zeigen will ,dass das Leben schön ist. Und die mich auffordert,in die Natur zu gehen .Ich denke manchmal,wie schön es wäre, er hätte sie kennengelernt. Und dann denke ich wieder,wer weiss,vielleicht haben er und meine Hunde im Jenseits,sie zu mir geschickt?
      Liebe Grüße und viel Kraft
      Monika
      Hallo Wolfgang, hallo Monika,
      @Wolfgang
      War mit dem Hund spazieren, kann mich aber trotz Sonne und schönen Wintertag nicht erfreuen, der Tag ist trüb und leer wie die vorangegangenen auch.
      Ich will meine Frau stolz machen, habe aber Angst vor dem Leben ohne sie, so ganz allein.
      @monika
      Ich weiß ich bin ungeduldig, aber jeder Tag ohne meine Frau ist ein verlorener Tag und schmerzt unsagbar.
      Ich habe einen Mischling mit Terriergenen. Mir kommt vor er hat gar nicht mitbekommen dass es sein Frauerl nicht mehr gibt. Er benimmt sich wie immer. Er tröstet mich schon ein bisschen, da ich ja weiß dass sie ihn auch geliebt hat. Habe auch noch zwei Katzen die auch noch wen zum kuscheln brauchen. Meine Frau liebte ihre Tiere, da war sie richtig glücklich.
      Ich hoffe ich werde die Zeit überleben bis ich wieder halbwegs am Leben teilnehmen kann, aber es tut so weh.
      Schön dass du wieder eine Seelentrösterin hast, tut dir gut wie man hört.
      Nun wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag und vielen Dank für eure lieben Zeilen. LG Markus
      Nun, mach ihm das nicht zum Vorwurf.

      Meine Hunde benahmen sich am Sterbetag meines Vaters ihm gegenüber ganz so, als säße er daheim in seinem Sessel. Nie waren sie zurückhaltend oder anders, sie haben ihm die entsetzlich von Pilzen entstellten Hände geleckt wie sie es immer taten.

      Und dafür habe ich die Tiere sehr bewundert, denn sie haben ohne jeden Zweifel gerochen, was los ist.
      Jedes Raubtier kann Krankheit und Tod riechen, schließlich würde es in Freiheit bevorzugt geschwächte und sterbende Tiere angreifen.

      Nimm es als Liebes- und Treuebeweis, dass der Hund wie immer ist.
      Und lass ihn Hund sein, er kann nichts dafür und will seinen normalen Tagesablauf haben.

      Es freut mich, dass ihr so viele glückliche Ehejahre hattet. Das ist viel! Du verlierst also eine sehr, sehr gute Freundin.

      Wein dich aus... Dafür gibt es das Trauerjahr...



      Geh spazieren, nur bitte, falls es bei dir so entsetzlich vereist ist wie hier bei mir, dann geh die sichersten Wege. Du bist fraglos mit den Gedanken woanders und du könntest stürzen. Der Hund erträgt es jetzt nicht, wenn du gerissene Bänder oder einen Trümmerbruch operieren gehen musst.
      Hallo Kelpie75,
      ich mache ihm das ganz bestimmt nicht zum Vorwurf, sollte es sich so angehört haben tut mir das leid. Im Grunde genommen bin ich ja froh dass ich ihn habe. Er und die Katzen bringen ein wenig Struktur in mein Leben.
      Ja, 30 Jahre sind viel, aber ich hätte gerne noch weitere 30 oder mehr mit ihr verbracht. Darum tut es mir auch so weh dass sie nicht mehr bei mir ist.
      Es ist bei uns auch eisig, aber ich passe schon auf. Kommst du auch aus Österreich?
      Danke dir für deine lieben Worte.
      LG Markus