Die Liebe meines Lebens ist am 12.06.18 um 19:15 Uhr verstorben und meine Welt steht seit diesem Tag Kopf

  • liebe gabi, liebe kornblume,

    von einer hoffnung auf verbesserung spüre ich leider nichts, ich trete auf der stelle und stecke fest.

    vielleicht muss ich mich damit abfinden, dass mein restleben so aussieht.

    danke für das schöne gedicht, ich mag erich fried sehr.

    heute scheint die sonne, da muss ich rausgehen.

    liebe grüße

    flora

  • Und wenn da keine Hoffnung mehr ist? Liebe Kornblume ich wünsche es jedem Menschen, Hoffnung zu haben. Es liegt mir auch fern negative Stimmung zu verbreiten. Aber den Glauben an den Satz "Am Ende wird alles gut" habe ich jedenfalls verloren. Für mich gibt es Dinge die niemals wieder gut werden.

    Liebe Starman verzeih diese Zeilen, wenn sie Dich beunruhigen dann lösche ich. Du weißt das auch Du in meinem Herzen bist. Aber manchmal sind mir die geschrieben Sätze sinngemäß "zu einfach".

    Ros

  • Liebe Kornblume,


    als ich das Gedicht gepostet habe, wollte ich die letzte Strophe eigentlich weglassen, weil sie für mich zu optimistisch klingt, nur der Respekt vor Herrn Frieds Gedicht bewog mich dazu es in ganzer Länge zu schreiben.


    dann ist doch noch Hoffnung da. Gleichzeitig auch der Wunsch, dass ich noch hoffe, zeigt, dass da ganz im verborgenen

    der Wunsch lebt, weiter zu leben Nein, das ist für mich nicht so.

    Liebe Flora,


    von einer hoffnung auf verbesserung spüre ich leider nichts, ich trete auf der stelle und stecke fest. Ja, so ist es bei mir auch

    Danke das es Dir gefällt. obwohl wir hoffnungslos sind.


    .Wieder nichts tröstliches von mir, entschuldigt.


    Alle Liebe

    Gabi & Mäuschen

  • Und wenn da keine Hoffnung mehr ist? Liebe Kornblume ich wünsche es jedem Menschen, Hoffnung zu haben.


    Es liegt mir auch fern negative Stimmung zu verbreiten. Aber den Glauben an den Satz "Am Ende wird alles gut" habe ich jedenfalls verloren. Für mich gibt es Dinge die niemals wieder gut werden.

    Liebe Starman verzeih diese Zeilen, wenn sie Dich beunruhigen dann lösche ich. Du weißt das auch Du in meinem Herzen bist. Aber manchmal sind mir die geschrieben Sätze sinngemäß "zu einfach".

    Ros

    Liebe Ros,


    bitte lösche Deine Zeilen nicht, Du verbreitest keine negative Stimmung, sondern sprichst mir aus der Seele, es stimmt einfach nicht das am Ende alles wieder gut wird, das was mir das Leben-antat hat indem es mir grausam,unbarmherzig mein Liebstes genommen hat, kann niemals wieder gut werden, nein,nein.



    Sei umarmt


    Gabi & Mäuschen

  • als ich das Gedicht gepostet habe, wollte ich die letzte Strophe eigentlich weglassen, weil sie für mich zu optimistisch klingt, nur der Respekt vor Herrn Frieds Gedicht bewog mich dazu es in ganzer Länge zu schreiben.

    Liebe Gabi,

    meiner Einschätzung nach - ich habe wirklich viel von und auch über Erich Fried gelesen - fände es Fried vollkommen in Ordnung

    wenn Du die letzte Strophe aus den von Dir genannten Gründen weg lässt.


    Nein, ich glaube auch nicht mehr "das am Ende alles gut wird" und das bringt mich oft sehr zur Verzweiflung.

    Denn ich hatte ein Mal die Vorstellung, dass ich im Alter auf mein Leben zurück schaue und denke:

    "Trotz Krisen, Irrungen und Wirrungen - es war ein gutes Leben." (Ich weiß, das ist eine kitschige und kindische Vorstellung.)


    Mich treibt es zur Verzweiflung, dass ich selbst wenn es "wieder besser" werde sollte, niemals mehr diese Vorstellung haben

    werde. Denn ich werde dem was passiert ist, wie es passiert ist , wann es passiert ist und was daraufhin folgte niemals

    versöhnlich gegenüber stehen. Leider auch mir nicht.

    Ich werde mir nie verzeihen können so versagt zu haben.

    Vielleicht konnte ich unter den gegeben Umständen auch nur versagen. Ja, vielleicht.

    Ein Mensch kann nur was er kann. Ich konnte nicht.

    Aber genau deshalb werde ich wohl niemals mit einem versöhnlichen Blick zurück auf mein Leben sehen können.

    Diese Feststellung raubt mir oft vor Verzweiflung dem Atem und ich möchte es nicht wahr haben, weil

    ich es nicht ertrage. Ich kämpfe tagtäglich.

    Mit allem was mir zur Verfügung steht gegen diese Gedanken an.

    Es ist der schlimmste, einsamste und kälteste Kampf meines bisherigen Lebens.


    Für mich persönlich stimme ich Kornblume an einem Punkt zu:

    Es muss eine Resthoffnung da sein, sonst würde ich nicht kämpfen.

    Ich frage mich das sehr, sehr oft:

    Worum kämpfe ich eigentlich?

    Den Kampf um Glück, Liebe und Zufriedenheit habe ich ohnehin längst verloren.

    (Unbeschwertheit, Vertrauen ins Leben, Sinn, berufliche Erfolge etc... erwähne ich nicht mehr.. Denn um das, was ich früher "Lebensqualität" genannt hätte geht es mir schon lange nicht mehr.)

    Es klingt fast noch kindischer und profan:

    Ich kämpfe um ein wenig Frieden in meinem Kopf und meinem Herz,

    Denn so unversöhnlich und unversöhnt möchte ich nicht sterben.

    Aber vielleicht nehme ich mich auch damit zu wichtig...


    Sei umarmt, liebe Gabi, ich verstehe Dich.

    Und Erich Fried würde Dich sicher auch verstehen.

    Tereschkowa.

  • Ich verstehe Euch auch.

    Aber ich bin jetzt schon neugierig darauf, was ihr in ein paar Jahren schreiben werdet.

    Auch ich dachte in den ersten ca. 3 Jahren auch nicht anders als ihr und hätte genauso

    auf meine geschriebenen Worte reagiert wie ihr. Ach nein, ich wäre viel schlimmer gewesen.

    Also einfach mal geschehen lassen. Ich wünsche Euch viel Kraft für Euren weiteren schweren

    Weg mit Euren Liebsten im Herzen. Und bitte verzeiht, wenn ich Euch mit meinen Worten weh getan habe.

    Es tut mir leid.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • liebe Gabi,


    die hoffnung auf ein besseres leben habe ich nicht mehr. weil das beste was ich hatte im leben nicht mehr ist....


    ich schreibe oft von hoffnung, weil es das vorletzte ist was ich mir wünsche...mein letzter und eigentlich einziger wunsch ist, irgendwann wieder mit Roger zusammen zu sein... und auf die hoffnung warte ich weil ich sonst nicht weiss wie ich weiter bestehen sollte im leben.


    liebe umarmung von Bine

  • liebe Maike,


    irgendwo werden wir ankommen... wo auch immer :30::30:


    liebe Kornblume,


    nein, du musst dich nicht entschuldigen für deine worte, du berichtest uns von deiner erfahrung auf deinem eigenen schweren weg und das finde ich persönlich schön und oft hilfreich... auch wenn ich oder auch andere einiges davon (noch) nicht nachempfinden können ist es wertvoll davon zu hören, dass ES tatsächlich möglich ist, irgendwann so etwas wie "morgensonne" zu erahnen.... :24:


    lieber gruß von Bine

  • :2: Ja, so unterschiedlich wie die Trauer, so unterschiedlich sind auch wir Menschen. Wäre ja nicht auszuhalten

    wenn wir alle gleich wären. Lauter Kornblumen, schrecklich, Ich würde auf und davon laufen.:)

    Wir brauchen auch Rosen, Lilien, Sonnenblumen, Veilchen, Schneeglöckchen, Narzissen....................

    Erst diese ganze Vielfalt ergibt einen wunderschönen Blumenstrauß. Danke.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • Ihr Lieben, Hoffnung..... worauf? Ich hoffe auf nichts, weil ich weiss, das Leben mit meinem Mann ist vorbei, etwas anderes interessiert mich nicht. Ich lebe einfach in der Realität, funktioniere, erlebe meine Familie, erlebe auch Freude dass es ihnen gut geht, liebe sie so gut ich kann, die Zeit vergeht, die Jahreszeiten kommen und gehen und ich einfach mit. Mehr wird es für mich nicht mehr geben, das was ich mit meinem Mann hatte ist vorbei, für immer, ich bin für immer ohne ihn. Ich nehme mir die Freiheit nicht hoffen zu müssen, einfach weil es sinnlos ist. Ich möchte niemandem zur Last fallen, von den Menschen die einmal unsere Freunde waren und mich so im Stich gelassen haben entferne ich mich, die Menschen die für mich da sind, das gibt mir Halt. So wie ihr im Forum. Ich erlebe auch Freude, an der Natur, an Freundschaften, an Kultur , an der Familie , aber nie mehr unbeschwert und ganz, weil der eine, einzige, geliebte Mensch mit dem ich alles teilen wollte, fehlt. So ist es, so bleibt es, also.... worauf hoffen... einfach fertig leben.... müssen..

  • Ich nehme mir die Freiheit nicht hoffen zu müssen

    Liebe Adi, (liebe Gabi),


    danke für diesen Satz. Darf ich den bei Bedarf verwenden?

    Dieser und Uwes Satz: "Wir sind frei, denn wir trauern." sind gute Notfall-Selbstschutzwaffen

    für unseren Kampf durch den Dschungel-der-Ahnungslosen.


    Sei umarmt,

    Tereschkowa

  • Liebe Tereschkowa,


    etwas verspätet schreibe ich Dir.Es freut mich das Du annimmst Erich Fried würde es in Ordnung finden das ich die letzte Strophe seines Gedichts weglassen wollte.


    Er war ein Freigeist in seinem lyrischen Schaffen und seiner Prosa war stets auch die Verbindung zu seinen politischen Ansichten vorhanden ,die so manche/manchen störten , insbesondere in Deutschland,Ausnahme seine Liebeslyrik, ja ich denke so frei wie sein unabhängiger Geist war würde er mein nicht zitieren der letzten Strophe seines Gedichtes Hoffnung als Freiheit meines Geistes sehen und verstehen , dass sie zu meinen Empfindungen nicht passt .


    Erst heute habe ich wieder gehört, von meinem Tierarzt, Du wirst sehen alles wird gut zum Schluss, als ich entgegnete das ich jeden Glauben daran verloren habe das aus dem vollkommen sinnlosen Tod von Mick , dem abscheulichen Verbrechen das das Leben ihm und mir angetan hat etwas Gutes entstehen könne, wandte er sich Mäuschen zu.


    Wir haben Uns dann nur noch über sie unterhalten, auf nicht verminten Gesprächsgelände bewegt.


    Weshalb bezeichnest Du es als kitschig oder kindisch das Du davon ausgegangen bist im Alter auf den Leben zurück zu schauen und zu denken, ja, allen Widrigkeiten , Komplikationen ,Irrtümen –zum Trotz,es war gut und richtig mein Leben.


    Zufrieden auf sein Leben zurück blicken können wünscht sich wohl jeder Mensch, ich habe es vor dem 12.06.2018 auch getan und dabei nie den Gedanken gehabt dies sei kindisch oder naiv ,ganz einfach deshalb weil ich voller Vertrauen ins Leben war ,an nichts Böses gedacht habe, obwohl Mick und ich seit 1994 durch die tiefsten Tiefen gegangen , aber ebenso die schönsten Höhen miteinander erlebt haben .


    In meiner kümmerlichen Gegenwart lässt es mich nur manchmal verzweifeln, das ich niemals in der Lage sein werde, im Alter zufrieden auf mein Leben zurück blicken zu können.


    Es liegt daran das es mich absolut nicht mehr interessiert, was ich am Ende meines Restlebens über mich denken oder sagen könnte, unabhängig davon ob es wieder besser wird, was ich für ausgeschlossen halte, für mich..


    Mein ganzes Leben ist seit dem 12.06.2018 zu einem Schundroman verkommen,nein nicht zum Roman mit dem Titel Schundroman von Bodo Kirchhoff, sondern zu einem wirklich entsetzlichen ,grässlichen Schundroman.in dem ich eine tragische ,traurige,verzweifelte Figur abgebe die von so gut wie niemanden mehr verstanden wird, obwohl ihr das schrecklichste ,gemeinste, traurigste widerfahren ist was einen Menschen treffen kann, den Gelieben,Seeelenpartner ,besten Freund und in meinem Fall den Schlüssel zur Welt und ihren Bewohnern verloren zu haben.,.


    Versagt zu haben, ja diese Gedanken habe ich auch, obwohl Mick und ich darüber gesprochen haben das ich mir Vorwürfe mache versagt zu haben und er dies vollkommen anders gesehen hat als ich.

    Es weit von mir und sich selbst gewiesen hat, trotzdem zermürbt mich die Vorstellung und ich verzeihe mir nie,nie nicht viel,viel früher gemerkt zu haben , das seine diffusen Schmerzen so unspezifisch sie auch waren nichts mit seiner Grunderkrankung zu tun hatten.


    Immer wieder denke ich früher erkannt wäre der Bauspeicheldrüsenkrebs ja vielleicht doch noch heilbar gewesen.


    Fast täglich bin ich gedanklich unterwegs wann er das erste Mal über Schmerzen geklagt hat und kann den Zeitpunkt erinnerungsmäßig nicht rekonstruieren so sehr ich mich auch erinnern will., das ist sehr schlimm und quälend.


    Daher versteh ich nur zu gut, das Du in diesem Punkt annimmst wohl niemals versöhnlich auf Dein Leben zurück schauen zu können.


    Hoffnung habe ich nicht, kämpfen tue ich nicht wozu, weshalb ?


    Ins Nichts starren, kann ich kampflos, wenn !! ich nach vorne schauen würde , Stichwort nach vorne schauen, irgendwo in Deinem Thread,


    Ich überlebe bisher nur rückwärts blickend in meinen bitter-süssen Erinnerungen , die Gegenwart interessiert mich nur in Bezug auf die wenigen Menschen die ich gerne habe oder liebe ,ansonsten nicht und vorne ist das grosse NICHTS..


    Da Glück,Liebe,Zufrieden – und Geborgenheit seinen Namen tragen , wird es dies nie mehr geben für mich.


    (Unbeschwertheit, Vertrauen ins Leben, Sinn, berufliche Erfolge etc... erwähne ich nicht mehr.. Denn um das, was ich früher "Lebensqualität" genannt hätte geht es mir schon lange nicht mehr.)


    Da geht es mir ganz genauso, diese gehörte zu meinem Leben mit ihm , aber Statussuchende waren Wir ohnehin nicht. .

    Um ihn wieder bei mir zu haben würde ich unter einer Brücke oder sonstwo schlafen, wenn er nur wieder hier wäre..



    Nein es ist nicht kindischer oder profan das Du um ein wenig Frieden in Deinem Kopf und Herz kämpfst, ich verstehe Dich, mag sein das ich dies unbewusst ebenfalls tue, ohne es zu merken, ich weiss es nicht.


    Ob ich unversöhnlich , unversöhnt sterben möchte ,hat aktuell keinerlei Relevanz für mich, um darüber nachzudenken bin ich mir zu unwichtig .


    Sei umarmt

    Gabi & Mäuschen

  • Tagebucheintrag vom 17.01.2020


    Geliebter Mick,


    es ist Freitag, der Tag ist bald vorbei, vergangen im Rhytmus der vielen, anderen unsinnigen,nutzlosen Tagen und Nächten ohne Dich.

    Geprägt von Sehnsucht, Vermissen, dem Gefühl innerlich zerrissen zu werden.


    Mein Herz schlägt unruhig, jedes pochen,pulsieren ,haucht Ich liebe Dich.

    Raunt ich sehne , verzehre mich nach Dir.


    Mein Herz flüstert die Träume meiner Seele, sanft,zärtlich, ich wünsche das sie mich tragen in Unser WIR damit ich EINS bin mit Dir,im Spiel meiner Träume.


    Ich liebe Dich

    ohne Ende

    ohne Grenzen


    für immer und einen Tag.


    Deine Gabi