Der 27. August 2018 begann als gemeinsamer Tag in einem wunderbaren Leben mit P. und endete alleine - ohne Leben.

  • Liebe Tery! Das tut mir leid, dass dein/euer Garten "zwangsbegärtnert" wurde! Ich finde es eine Frechheit vom Vermieter, wenn du zahlen musst, solltest du auch ein Mitspracherecht haben! X/


    Ich hoffe, dass die Natur schnell aufholt und alles rasch nachwächst! :24:

    Mit lieben Grüßen, Andrea

  • Liebe Tereschkowa!

    Das ist nicht die freundliche Art von deiner Vermieterin,aber ich kenne das.Ich sehe auch,das unser Vermieter hat das auch

    manchmal gemacht.Er beauftragt welche und dann wird das radikal gemacht,damit die bloß nicht so schnell

    wiederkommen müssen.Gut das wir nicht im Erdgeschoss wohnen,sonst hätte ich auch schon etwas dazu gesagt,was

    aber bestimmt nichts genützt hätte.Ja Vermieter sind so,vielleicht nicht alle.Ein schönes Lied.Ganz liebe Grüße Helga

  • Liebe Tery,


    es ist furchtbar das in Eurem Garten ein solcher Kahlschlag vollzogen wurde, Gärtner möchte ich die Personen die am Werk waren nicht nennen. Deine Vermieterin sollte sich schämen, ja das sollte sie.


    Mich schmerzt das Du dies erleben mussest,



    Ich fürchte mich davor, wenn ich morgen zu ersten Mal mit dieser Veränderung erwache.


    Ich fühle mich wie die Bäume und Sträucher oder die Schneeglöckchen.


    Das verstehe ich mehr als gut, wieso Du das auch noch ertragen musst frage ich mich, das Leben kennt offenbar kein Pardon . ist sich für keine Grausamkeit zu schade.

    Für Dich.

    YVAN GOLL (1891-1950)


    ICH LIEBE


    Aus beiden Augen strahlt meine goldene Liebe

    In beiden Händen zittert die furchtsame Liebe

    In meinen Schläfen klopft die gefangene Liebe

    Mein Lied ist Liebe

    Mein Schweigen ist Liebe

    Mein Tanz ist Liebe

    Meine Krankheit ist Liebe

    Der Frühling ist Liebe

    November ist Liebe

    Ich lebe aus Liebe

    Ich sterbe vor Liebe


    Sei ganz zart umarmt,ich denke an Dich


    Gabi & Mäuschen

  • Liebe Tery,

    ich kann dich so gut verstehen.

    Das sogenannte "Gärtner" einen Kahlschlag vollziehen, kann ich auch bestätigen.

    Bei mir war es diese Woche genauso.


    Meine Flurhecke an der Grundstücksgrenze, die 10 m hoch ist, wurde nicht von oben gekürzt, sondern unten erfolgte der komplette Kahlschlag.


    Auf meine Nachfrage hieß es, daß wird aus Vogelschutzgruenden so gehandhabt.

    Da fehlen mir die Worte.

    Ich bin völlig fertig und die Vögel fliegen zur Zeit auch orientierungslos umher.


    LG Wagi

  • liebe Tery,


    ich kann dich gut verstehen :30: und es tut mir sehr leid für dich :30:


    ich habe letztes jahr mehrmals den horror erlebt, das mein von mir selbst bestellter gärtner alles anders machte, als ich es mir vorstellte.... dazu muss ich sagen dass ich ja im kopf hatte, alles wird so erledigt wie es mein geliebter Roger immer erledigt hatte.... pustekuchen ;( ich wusste es nicht vorher, sonst hätte ich intervenieren können.... das ergebnis brach mir das herz..... stück für stück wurde rogers liebevolle gartenarbeit demontiert, zerstampft und zerbröselt.....


    liebe umarmung von Bine

  • Ihr Lieben,


    so ging es mir auch, alle Schneeglöckchen sind kaputt, wollte alles kürzen, ich habe ihn rausgeschmissen,

    ich zahle kein Geld damit er alles zerstört, er sollte den Garten verschönern, nicht zerstören.


    alles Liebe Maike

  • ihr lieben, liebe Tery,


    so ist es leider nun in unserem leben.... überall veränderung mit der wir nichts zu tun haben wollen und gleichzeitig stehen wir da mit unserer kompromisslosigkeit.... wir wollen keine veränderung, wollen fest halten, was wir HABEN, weil es das einzige ist was uns bleibt....ERINNERUNG....


    und unser garten ist nun mal GELEBTE erinnerung....


    ich habe meinen gärtner noch, werde ihn dieses jahr an die kurze leine legen.... <X


    lieber gruß von Bine

  • Ich bin auch Gärtner,


    wollt ihr mich auch an die kurze Leine nehmen ?


    Ans Hundegeschirr ?


    usw.


    Leider gibt es in dieser Zunft viele schwarze Schafe.


    Leute, die schon mal einen Busch gesehen haben.


    Hier im Ort gibt es nur Fachleute, die eine eigenartige Schnitt-Technik beherrschen.


    Viel, hilft viel.


    So sehen dann die armen Gehölze auch aus.


    Mir tut es leid, was bei Tereschkowa passiert ist.


    Der Garten ist eigentlich unantastbar, in der Trauer-Zeit, egal wie lange sie noch andauern wird !!!!!


    Und wenn schon schneiden, dann kein Massaker !!!


    Behutsam, mit dem Menschen zusammen, dessen Erinnerungen in jedem Ast hängen, nach seiner Vorstellung ausschneiden.


    Für mich ist der Vermieter das SCH...N, der auch noch weiss, in welcher Lage sich sein Mieter befindet !!!


    Ich sehe nur einen kaltherzigen Vermieter.


    Und natürlich stelle ich das Wort "Fachkraft" in Frage, wenn man nicht auf Stauden und blühende Zwiebel-Pflanzen achtet.


    Mehr möchte ich nicht dazu sagen.


    Früher war ich auch in solchen Gärten, mit Erinnerungen.


    Ich hatte meinen Auftrag vom Vermieter, beschnitt aber die Gehölze mit dem Betroffenen.


    Ich habe immer darauf geschi..en, wenn mich der Anruf erreichte: "Wir hatten doch Radikal-Schnitt vereinbart !!!"


    Sollten die Auftraggeber doch meine Rechnung zusammenstreichen, mir ging es innerlich aber gut.


    Basta !!!!


    Liebe Grüße,

    Uwe.

  • Ihr Lieben,

    ganz, ganz herzlichen Dank für Eure Anteilnahme.

    Damit Ihr eine Vorstellung habt ein Beispiel für vorher und nachher.... so sieht jetzt der ganze Garten aus.

    Ich schaffe es gerade nicht mehr in den Garten zu gehen... ich weiß, dass das kindisch ist.

    Denn es ist auch lächerlich, dass es mich so aufregt.

    Seit zwei Tagen sage ich mir den Satz:

    Das Schlimmste in meinem Leben ist am 27.8.2018 passiert.

    Alles was jetzt noch kommen kann ist eigentlich nicht schlimm.

    Aber irgendwie tut es trotzdem weh. Auch zu merken, dass es Menschen gibt die meine Situation der Schwäche ausnutzen.

    Manchmal wäre auch gerne tot.

    Andererseits steht mir Selbstmitleid nicht zu.


    Ich wünsche uns allen Kraft, Mut und ein bisschen Frieden im Herzen für den kommenden Sonntag,

    herzlichst,

    Tereschkowa




    forum.aspetos.com/attachment/4454/


    forum.aspetos.com/attachment/4455/

  • Liebe Tereschkowa,


    es ist weder kindisch noch lächerlich sich aufzuregen, es tu einfach weh dass der geliebte Garten

    so verunstaltet wurde.

    Als der Gärtner gegangen war, musste weinen, man sah seine klobigen Fussabdrücke überall.

    Die geliebten Schneeglöckchen meines Mannes waren alle zertrampelt, das tat emotional

    so weh dass ich in Tränen ausbrach..


    alles Liebe Maike

  • Liebe Tery,


    „es ist lächerlich, dass es mich so aufregt.“


    Genau das sage ich mir so oft.
    Das Schlimmste in unserem Leben ist uns passiert - und trotzdem bringt uns vieles so schnell aus der Bahn. Ist es nicht gerade genau deswegen so?


    Mich bringen Vorkommnisse aus der Bahn, die ich früher mit einem Achselzucken abgetan hätte...


    Oft geht es dabei gerade um Veränderungen des direkten Umfelds (das gemeinsame Zuhause aufrecht erhalten). Mir ist das so wichtig - und möchte da nichts verändert haben. Tut doch weh!


    Deine Trauer über den Verlust Deines / Euren Gartens, wie er vertraut war, kann ich sehr gut verstehen und es tut mir sehr leid! Was für ein brutaler Eingriff!


    Liebe Grüße,
    Leo

  • Ja, mir tut es auch weh, daß ich so gut wie keine Erinnerungen von Dingen hab an meinen Jürgen, ich hoffte, wenigstens eine Haarbürste oder seinnen Rasierer. Nichts ist mehr übriggeblieben, eben weil ich zu spät dran bin. Ange

  • Denn es ist auch lächerlich, dass es mich so aufregt.

    Liebe Tereschkowa,


    ja, wahrscheinlich ist es verglichen damit, was euch am 27.8.2019 passierte, eine "Kleinigkeit", aber was du erzählst empfinde ich weder als lächerlich noch kindisch, sondern als brutalen, skrupellosen, rüden Eingriff in euer Zuhause und es fällt mir schwer zu entscheiden, wessen Verhalten mich mehr schockiert. Das des "Fachmannes", der vor allem im Sinne der Natur und mit Rücksicht auf die Natur arbeiten sollte und nicht ausschließlich für seinen Geldbeutel, oder das der Vermieter, die um deine Situation wissen und das für ihre Zwecke gnaden- und gewissenlos ausgenützt haben. Wahrscheinlich vor allem letzteres.


    Vor ein paar Wochen waren Familienmitglieder, die einen Ersatzschlüssel für Notfälle hatten, in unserer Wohnung, als ich nicht da war (- absichtlich, als ich nicht da war). Dabei wurde, anders als bei euch, zwar nichts kaputt gemacht, aber verändert. Ich empfand das als einen ganz, ganz, ganz schlimmen Übergriff und dieses ungewollte Eindringen in unsere Privats- und Intimsphäre, in unser Zuhause macht mich jetzt, Wochen später, noch immer sprachlos vor Wut und anderen Gefühlen, obwohl deren Absichten eigentlich gut waren. Und wie gesagt: es ging nichts kaputt, das ist mein großes Glück. Daher finde ich deine Gefühle keinesfalls lächerlich oder kindisch. Es tut mir wahnsinnig leid für dich und für euren Garten und eure armen Pflanzen.


    Andererseits steht mir Selbstmitleid nicht zu.

    Warum eigentlich nicht, falls ich das fragen darf? Es ist sehr intim, wobei die Frage sich gar nicht explizit an dich richtet, denn ich habe sie mir schon oft allgemein gestellt, weil ich auch oft so denke: "Hör auf in Selbstmitleid zu versinken!" oder "Du hast kein Recht auf Selbstmitleid", etc.pp.

    Manchmal frage ich mich, wo das Leid, das wir jeden Tag zu tragen haben aufhört, und Selbstmitleid, was offenbar nicht nur in meinem Kopf irgendwie verpönt und falsch empfunden wird, anfängt. Jedenfalls ist es sehr intim und dein Thread vielleicht auch gar nicht der Rahmen für so eine Frage. Dann kann ich sie löschen oder du lässt sie einfach so stehen. Ganz wie du magst.


    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe Tereschkowa

    Ich kann mit dir fühlen und es tut mir im Herzen weh fü dich.

    Als bei uns ein Baum gefällt wurde, angeblich weil er krank war, in Wirklichkeit weil er die Sicht der Nachbarn gestört hat, musste ich aus dem Haus.

    Der Baum fehlt mir heute noch. Es sassen immer sehr viele Vögel drauf, die wir gerne beobachteten.

    LG Brija

  • Warum eigentlich nicht, falls ich das fragen darf? Es ist sehr intim, wobei die Frage sich gar nicht explizit an dich richtet, denn ich habe sie mir schon oft allgemein gestellt, weil ich auch oft so denke: "Hör auf in Selbstmitleid zu versinken!" oder "Du hast kein Recht auf Selbstmitleid", etc.pp.

    Manchmal frage ich mich, wo das Leid, das wir jeden Tag zu tragen haben aufhört, und Selbstmitleid, was offenbar nicht nur in meinem Kopf irgendwie verpönt und falsch empfunden wird, anfängt. Jedenfalls ist es sehr intim und dein Thread vielleicht auch gar nicht der Rahmen für so eine Frage. Dann kann ich sie löschen oder du lässt sie einfach so stehen.

    Liebe Sturm,

    danke für Deine Anteilnahme.

    Ohne Ankündigung Eure Wohnung zu betreten ist immer eine Grenzüberschreitung, aber in unserer Situation

    ist es ein Desaster.

    Ich verstehe Dich sehr gut.

    Denn gerade in Moment des absoluten Kontrollverlusts über das eigene Leben ( das ist der Tod eines geliebten Menschen für den Trauernden fürwahr) ist man meiner Einschätzung nach darauf bedacht zumindest über alles was von diesem Menschen und dem gemeinsamen

    Leben blieb die Kontrolle zu behalten.

    Bei mir macht sich das durch einen regelrechten neurotischen Kontrollzwang bemerkbar.

    Ich fasse nach wie vor so gut wie nichts an. Lasse niemanden ins Haus, außer die notwendigen Überprüfungen.

    (Den Gasableser verfolge ich wie einen Einbrecher bei jedem Schritt.....)

    Das "gönne" ich mir, denn der plötzliche und unerwartete Tod meines Geliebten hat meine Psyche in eine nachvollziehbare Ohnmacht gestürzt,

    dass jede Form der erfolgreichen Kontrolle über Teilbereiche des eigenen Lebens nur heilsam wirken kann, um diesen Schock

    zu überwinden.


    "Selbstmitleid"

    Natürlich ist die Frage sehr intim - aber das ist fast alles worüber wir schreiben. Lass es daher ruhig stehen.

    Für mich persönlich - und deshalb schrieb ich es gestern - hat es damit zu tun, dass ich mich für den Tod meines Geliebten verantwortlich

    fühle. (Das schaffe ich heute wirklich nicht im Detail zu schreiben - dann das ist zusätzlich zur Trauer um den Verlust wirklich das Schlimmste für mich.)

    Bei mir gibt es daher diese Rückkopplung - so bald es richtig weh tut, denke ich selbstverantwortlich zu sein, weil ich mein Glück zerstört habe.


    Ganz grundsätzlich ist die Frage nach Selbstmitleid eine spannende Frage:

    Die meisten Menschen reden über Selbstmitleid in Form einer Floskel vor sich hin ( auch ich gestern in meiner Aufgelöstheit)

    und statt von Mitleid zu sprechen ist es immer besser von Mitgefühl zu sprechen.


    Für mich ist Selbstmitleid bzw. Mitgefühl mit sich selbst nicht verpönt - schon gar nicht bei Menschen, die trauern.

    Denn wenn der Tod eines geliebten Menschen kein Grund ist für "Selbstmitleid" ist, dann weiß ich es auch nicht...


    Mir scheint der Begriff "Selbstmitleid" nach einer sehr einfachen Formel wahrgenommen zu werden:

    - wer mit sich selbst Mitleid hat, der braucht kein Mitleid von anderen mehr

    - wer mit sich selbst Mitleid hat, ist nicht in der Lage Mitleid mit anderen zu haben

    - wer mit sich selbst Mitleid hat, tut nichts anderes als Mitleid mit sich selbst zu haben und ist daher gelähmt


    Das sind die Assoziationen mit denen wir zumindest in unserer Gesellschaft zu diesem Begriff konditioniert

    und sozialisiert wurden.


    Alle drei Sätze sind insofern falsch, da es keinen beweisbaren kausalen Zusammenhang mit der Empfindung

    und der Folgeaussage gibt. Natürlich können Menschen die mit sich selbst Mitleid haben auch gelähmt sein, kein Mitleid

    mit anderen haben und unempfänglich für Mitleid von anderen sein.

    Aber nicht WEIL sie Selbstmitleid haben ... das ist eine mutwillige Verknüpfung von Ursache und Wirkung.


    Dies sind aber drei Verknüpfungen, die - zumindest unbewusst - mit Selbstmitleid (ohne tatsächlichen Beweis) in Verbindung gebracht werden und die negative Besetzung dieser Empfindung erklären.


    Ich habe mir angewöhnt in meiner persönlichen Situation, wenn ich gezielt nachdenke - nicht wie gestern - statt über "Selbstmitleid" über den Begriff "Gnade mit sich selbst" nachzudenken.

    Denn bei allen gerechtfertigten und auch ungerechtfertigten Vorwürfen und Schuldgefühlen,

    die sich nach dem Tod eines geliebten Menschen einstellen muss man sehr aufpassen, dass man nicht im "Tunnel der (Selbst)Rechtfertigungen"

    landet.

    Tunnel auch deshalb, weil dadurch ganz leicht passiert, dass man u.U. die ganze Beziehung, die Liebe zu dem Verstorbenen, den Verstorbenen und sich selbst einer nachträglichen von der Trauer verzerrten "Umbewertung" unterzieht....

    Das Begriff und die Empfindung der "Gnade" scheint mir persönlich im Zusammenhang mit dem Tod daher angebrachter zu sein.

    Zumindest um das "Ziel" zu erreichen, das ich mir gesteckt habe:

    Wieder "Frieden in meinem Herzen und Kopf" finden zu dürfen.

    Auch das klingt zunächst kindisch und kitschig nach einem Allgemeinplatz...

    doch für mich ist das der Wunsch und vielleicht die einzige Motivation, die mich jeden Tag auf den Beinen hält.


    Herzlichst,

    Tereschkowa

  • Selbstmitleid ist in meinen Ohren eine Anklage, leider auch eine, die ich manchmal an mich selbst stelle, wenn ich mich gerade wieder frage, warum ich keine Freude mehr empfinden kann, warum mich nichts mehr wirklich interessiert, warum ich am Leben an sich nun noch weniger interessiert bin als vorher schon.

    Und warum es ein so riesiges Tabu in unserer menschlichen Gesellschaft ist, nicht leben zu wollen?


    Diesen Frieden im Herzen und im Kopf, von dem du schreibst, suche ich auch so verzweifelt, wie ich noch nie in meinem Leben war.

    Denn auch wenn ich immer schon ein eher melancholischer, nach innen gekehrter Mensch war, so war ich doch im Frieden mit mir selbst.

    Und diese Herzensqual, die mich nach dem Tod meines Mannes nicht mehr loslässt, sodass es mir manchmal am liebsten wäre, ich würde einfach tot umfallen und danach käme gar nichts mehr (wie die Materialisten alle behaupten).

    Nur um endlich nichts mehr fühlen zu müssen.

    Es geht soweit, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie glücklich und geborgen funktioniert.

    Ist das Selbstmitleid?

    Ich weiß es wirklich nicht.

    Ich weiß nur, dass es mir inzwischen gelingt, zeitweilig meine Gefühle zu unterdrücken und einfach weiterzuleben.

    Mit nach vorne schauen, das Leben wieder zu genießen und dergleichen mehr, hat das nichts zu tun.

    Allerdings habe ich mein Leben im Griff.

    Ich rede nicht mehr so viel von meinen düsteren Gedanken und deswegen sind alle froh, dass es mir wieder gut geht und ich lass sie gerne in dme Glauben, weil Diskussionen sowieso nichts nützen.

    Ich habe begriffen, dass ich mit mir selbst ganz alleine fertig werden muss und welche Mittel ich verwende entscheide ich auch ganz alleine und sonst niemand.


    Ich habe keinen Garten mehr, gottseidank und in meine Wohnung kommt auch niemand.

    Eigentlich ist sie ein Museum.

    ein Museum unseres alten Lebens, das ich sauber halte, in dem ich schlafe, aber das ist dann auch schon alles.


    Es tut mir wirklich leid für deinen Garten, liebe Terry, sei froh, dass du noch wütend sein kannst, sogar dieses Gefühl ist mir irgendwie abhanden gekommen.