Mein Herzens- und Seelenmensch ist gegangen

  • Liebe Shiva,Liebe Ange!

    Man gönnt sich ja sonst nichts.Ich würde auch gerne abends mal etwas Wein oder etwas anderes

    trinken,aber es macht mir einfach keinen Spaß,aber wer weiß vielleicht kommt das nochmal,

    dann kann ich sicher besser schlafen,das habe ich schon gemerkt,als ich mal etwas getrunken hatte.

    Ja Rückenprobleme sind echt sch,,,,,,,,,,,,,,.Liebe Ange ich bekomme auch nicht mehr,aber kann gut

    damit leben,was brauche ich noch großartig?Liebe Grüße Helga

  • liebe Shiva, liebe Ange, liebe Helga,


    ich trinke im grunde auch zuviel.....


    es ist zu einem ritual geworden, abends, mit der ersten "echten" kippe, da gehört inzwischen halt ein glas rotwein dazu.....


    früher trank ich am wo-ende mal meinen rotwein, inzwischen jeden abend..... ich weiss - nicht gut....


    aber solange ich nicht schon morgens das bedürfnis danach habe, ist es mir egal...


    wir haben uns diese krücke ans bein gebunden (du nicht, liebe Helga) und irgendwann werden wir sie auch wieder abwerfen....


    liebe umarmung von Bine

  • Liebe Bine,


    danke. Bei mir ist es Weißwein. Von Rotwein werde ich sentimental. Nicht gut. Da werde ich zum heulenden Elend...


    Ja, irgendwann werfen wir sie wieder ab, diese Krücke. Ich habe gesehen, wo und wie es enden kann... dahin möchte ich nicht.


    Eine ganz liebe Umarmung zurück.

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Bine, liebe Shiva,


    nein, diese Krücken habt Ihr Euch nicht selbst ans Bein gebunden, dann hättet Ihr ja auch an der ganzen Situation die Schuld, und das habt Ihr nicht.


    Für mich wäre es egal, ob Weiß- oder Rotwein. Mir genügen schon ein paar Fotos, ein Geruch, Musik oder einfach nur eine meist traurige Geschichte, die ich hier im Forum lese, und schon steigt das Wasser und lässt sich so schnell nicht abstellen!


    Einen lieben Gruß

    Luse (und Ich)

  • Ihr Lieben!

    Ich trinke gerne Radler auch manchmal Wein,einen Riesling,aber es stimmt egal.Ja wenn wir schon morgens

    aufstehen würden und Verlangen danach hätten,dann wäre es schlecht,aber so ,was gönnt man sich sonst schon.

    Dazu fällt mir ein,das es mal eine Zeit gab,wo viel Werbung am Telefon war,da wollte mir auch mal jemand Wein

    andrehen und ich habe gesagt,das ich trockener Alkoholiker wäre und die haben nie mehr angerufen.

    Laßt euch alle das Glas am Abend schmecken,werde heute auch mal ein Radler trinken,dann schlafe ich

    auch besser.Liebe Grüße Helga

  • Liebe Helga,


    ich habe das Glück, dass ich - warum auch immer - keinerlei Werbeanrufe bekomme, dafür aber meine beste Freundin. Ihr will man meistens irgendwelche Lotto- oder andere Gewinnspiele verkaufen.


    Der Tipp, mit dem man Weinverkäufer los wird, ist hervorragend. Den geb ich bei Bedarf weiter.


    Ansonsten bleibt mir nur "Prost" zum Radler zu sagen. Ach ja und schlaf danach gut.

    Liebe Grüße

    Luse (und Ich)

  • Liebe Luse!

    Werde ich versuchen gut zu schlafen,aber irgendwann klappt das auch wieder.

    Ja Gewinnspiele wollen die einem auch manchmal anbieten(,aber das hört sich

    jetzt schlimm an)da habe ich als Ralf auch noch da war immer gesagt,das ich einen

    Trauerfall in der Familie hätte und da kamen lange keine Anrufe mehr.Aber das es

    dann mal Wirklichkeit werden würde,das hätte ich nie gedacht.Damals haben wir

    immer darüber gelacht,wenn ich es am Telefon gesagt habe und wir endlich Ruhe

    hatten.So ist das Leben.Wünsche dir auch noch einen schönen Abend.

    LG Helga

  • Liebe Helga,


    da fällt mir eine Eigenart meines Schatzes ein. Oft war es so, dass wenn das Telefon schellte, er den Hörer abnahm und bevor er sich melden konnte, der Anrufer ihn sofort mit "Hallo Luse" begrüßte. Das hatte zur Folge, dass er entweder gar nicht ans Telefon ging, wenn es schellte, oder er abnahm und sich mit "Nördliche Trauerhalle" meldete. Die Reaktion des Anrufers:"Entschuldigung, da muss ich mich wohl verwählt haben.". Schlimm war das Ganze nur, als eine Freundin von uns anrief, deren 98 Jahre alter Vater verstorben war und die ihren kleinen Sohn während der Trauerfeier bei uns lassen wollte. Sie war uns deshalb nicht böse und hat ihr Söhnchen bei uns "geparkt".


    Heute sieht man solche Späße natürlich von einer ganz anderen Warte.


    Einen lieben Gruß zurück

    Luse (und Ich)

  • liebe Helga

    Musste gerade mal lachen und es ist mir direkt die lustige Sache mit Ernst eingefallen :) Bei uns riefen sie immer von der Zeitung an und wollten diese verkaufen. Ernst hat es sich geduldig angehört und dann gesagt! Wissen sie junge Frau, es ja alles sehr nett, aber ich kann gar nicht lesen :8: haben uns anschließend halb kaputt gelacht:)

    Ach ja, wie vermisse ich seine Scherze.

    Liebe Grüße petronella

  • Ach Ihr Lieben, man findet hier nicht nur immer jemanden, der einem zuhört und zu trösten versucht, sondern lernt auch noch was fürs Leben.


    Einen lieben Gutenacht-Gruß

    Luse (und Ich)

  • Ich habe inzwischen eines gelernt: wenn man “im wahren Leben“, außerhalb des Forums, zu ehrlich ist, sind plötzlich alle verschwunden. Nix mehr mit: ich bin für dich da, du kannst dich auf mich verlassen. Ja, danke dafür.


    Ich versuche, irgendwie zu leben, aber irgendwie scheint man Angst vor mir zu haben und mich zu meiden. Oder mich ohne Hinweis zu blocken.


    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich darüber lachen.


    Darauf noch ein Glas Wein. Prost. Ich mag meine Mitmenschen.


    Wer die Ironie findet, darf sie gerne behalten. :4:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva!

    Ja leider ist das so.Die anderen wissen nicht wie sioe mit einem umgehen sollen,wollen immer alle helfen

    aber dann sind sie weg nach kurzer zeit,man hört kaum noch etwas.Vielleicht fragen die sich auch,stör

    ich mit den Anrufen,ist die Person lieber allein.Ich habe das nur mal von der anderen Seite gesehen.Ich

    würde auch Hilfe anbieten,auch anrufen,aber überlegen ob ich öfter anrufen soll,oder nicht so oft,

    denn jeder tauert anders .Und einer möchte gar keinen Kontakt,ein anderer vielleicht viel andere

    möchten auch nicht mal reden darüber.Es ist nicht so leicht den richtigen Weg zu finden.Gut das es das Forum gibt.

    Ja dann Prost Liebe Grüße Helga

  • Mein Schatz,


    ich bin heute traurig. Wenn Corona nicht wäre, liefe hier seit Freitag das "Stadtfest". Ich bin froh, dass es nicht stattfindet... Bis gestern Abend konnte ich das irgendwie ausblenden. Aber als ich gestern heim kam, war bei einem der Nachbarn Party. Lachende Leute und laute Musik im Garten... Alles gut, dürfen Sie. Mich hat es zwei Jahre zurückversetzt. Wie wir Samstag den Umzug angesehen haben, uns mitten auf der Straße umarmt und geküsst haben... und dann noch auf dem Marktplatz gesessen sind. Es war warm. Wir haben spätabends noch ein Eis gegessen. Gestern haben wir den Umzug angesehen, es war heiß. Danach waren wir noch auf dem Berg und sind durch die Buden geschlendert. Heute haben wir auch den Umzug angesehen. Und grillen mittags bei Deinen Eltern.


    Weißt Du, wie glücklich wir waren? Und weißt Du, wie unglücklich ich heute bin? Weil Du mir fehlst. Weil ich mich ohne Dich heimatlos fühle. Weil ich ohne Dich heimatlos bin...


    Ich vermisse Dich so sehr. <3

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Habe gerade in einem anderen Thread einen Satz gelesen...


    Außer DIR fehlt nichts.


    Und doch fehlt ohne DICH alles.


    <3

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva,


    ich fühle mich deinen Gefühlen und dir gerade sehr verbunden und es tut mir leid, dass es dir geht, wie es dir geht. Andererseits: wie sollte es auch anders sein? Allein und heimatlos. Ja.


    Ja. Auch dazu.


    Gestern schrieb Maike in einen Thread - ich glaube, bei Uwe - dass ihre Trauer immer schlimmer wird.


    Das bemerke ich an mir auch. Vielleicht wird es zwar anders und mit der Zeit eine grausame Art von Normalität, aber besser werden die Sehnsucht und die Traurigkeit nicht. Wie sollen sie auch, wenn es mit jedem neuen Tag mehr Zeit ist, die wir bereits ohne den geliebten Menschen leben mussten? Man ist mit jedem Tag länger voneinander getrennt und da sind noch so viele Tage die kommen sollen. Das Leben geht weiter, überall geht es weiter. Jetzt ist Sommer, bald wieder Herbst, dann Winter. Kinder werden geboren und wachsen, in der Stadt und in der Welt passiert so vieles, ständig verändert sich etwas. Und unsere Menschen sind nicht mehr da. Wir sind es noch, aber ohne sie sind wir nicht ganz, nicht richtig, nicht wir.


    Dass du froh über das abgesagte Stadtfest bist, kann ich sehr, sehr gut verstehen. Wir haben den Sommer in unserer Stadt auch immer so genossen, waren abends oft draußen, es gab hier immer viele Konzerte in Parks oder auf Plätzen, wir trafen uns mit Freunden in Cafés oder am Wasser um zu picknicken, es war so eine helle, leichte Zeit. Davon ist nichts mehr übrig und ich verstehe es noch immer nicht richtig.


    Ich hoffe, du kommst so gut wie möglich durch den Tag!

    Liebe Grüße, Sturm

  • Ach wären all unsere Lieben wieder da,

    ich fände das so wunderbar.

    Dann bekäme unser aller Leben wieder Sinn,

    ein vertrauter, alter Neubeginn.

    Das Herz würde wieder freudig schlagen,

    und wieder von ganzem Herzen durch atmen.

    Die Freude würde aufgehn, wie ein Hefeteig,

    ja, vielleicht passiert es, vielleicht.

    Aber so leben wir in Trauer und Schmerz,

    Die Sehnsucht nagt täglich an unserem Herz.

    Was uns geblieben ist, ist nur dieser Schmerz allein,

    und ein - nie wieder - glücklich sein.

    Über das -tot sein - hat man sicher früher keine Gedanken gemacht,

    man hörte es, las es in der Zeitung und danach auch schon wieder gelacht.

    Wir wussten nicht, was es heißt, einen geliebten Menschen zu verlieren,

    man konnte es nie testen oder gar ausprobieren.

    Man wird aus heiterem Himmel damit konfrontiert,

    als dieses schrecklich Unglück ward passiert.

    Der Tod, hat unser aller Leben total auf den Kopf gestellt,

    wir befinden uns nun in der Trauerwelt.

    So schrecklich hat sich das Keiner von uns vorgestellt.l


    Doch nun befinden wir uns mitten drin,

    man fühlt sich wie ein kleines hilfloses Kind.

    Alles in Dir schreit und tut weh,

    - ich möchte meinen geliebten Menschen wieder sehn.-

    Doch nichts passiert, Du bist allein,

    mein Gott, könnte ich schon bei Dir sein.

    Ich halt es hier ohne Dich nicht mehr aus,

    bitte Gott, hol mich da raus.

    Bitte mach, dass all unsere Lieben wieder lebendig werden,

    damit es wieder schön wird hier auf unserer Erden.

    Doch nichts geschieht, und der Schmerz breitet sich aus,

    Dein Körper umhüllt nun ein Trauerhaus.

    Von außen kann man es nicht sehn,

    man muss mit einem Trauernden nach innen gehen.

    Dort lebt dieser nun in seiner Trauerwelt,

    Keinem intressiert es, ob ihm das gefällt.

    Ihr Leben geht ja noch ganz normal weiter,

    und der Trauernde denkt: nie mehr, werde ich wieder heiter.

    Die Zeit vergeht, Jahre zogen ins Land,

    Du hast die Trauer nicht aus Deinem Leben verbannt.

    Du hast diese akzeptiert und gelernt damit zu leben,

    niemand konnte Dir Deinen geliebten Menschen zurück geben.

    All Dein Flehen und Betteln brachten ihn nicht zurück,

    endgültig vorbei, das gemeinsame Glück.

    Du musst Deinen Weg nun alleine weiter gehn,

    Oh Gott, bitte lass irgend ein Wunder geschehn.

    Das hier ist kein Leben, sondern Schmerz pur,

    wo ist die Freude? Wo ist sie nur?

    Doch da ertappst Du Dich bei einem kurzem Lachen,

    Du denkst: vielleicht kann das Leben doch wieder Freude machen.

    Auch Dein Fernseher ist wieder an,

    und Musik, Du langsam wieder hören kannst.

    Doch da ein Bild, wo eine Mutti liegt im Sarg,

    oh Mutti, ich dieses Bild nicht vergessen mag.

    Und da ein Lied, welches ich immer mit Mutti gesungen hab,

    und nun liegt ihr Körper in diesem Grab.

    Ja, die Trauer ist nun ein Teil von mir geworden,

    doch meine Freude wurde nicht ganz verdorben,

    diese ist wieder zu neuem Leben erwacht,

    das hat sich so unser Herrgott ausgedacht.

    Sie lebt in meinem Herzen weiter,

    und ich steige langsam hoch die Himmelsleiter.

    Und eines Tages werde ich vor ihr stehn,

    oh was für ein überwältigendes Wiedersehn.

    Doch bis dahin geht hier mein Leben weiter,

    mal sehr traurig, dann wieder heiter.

    Die Trauer hat nun ihren Platz in meinem Herzen gefunden,

    und ich erlebe auch wieder schöne Stunden.

    Doch tief in mir ist eine Sehnsucht geblieben,

    weil wir uns einfach so sehr lieben.

    Kornblume


    U p s, ist ein bisschen viel geworden und ich befinde mich nicht

    in meinem Wohnzimmer. Sorry, ich kann es auch wieder löschen.

    Alles Liebe

    Kornblume

  • Liebe Sturm,


    ich danke Dir für Deine Worte. Ich werde darauf antworten, wenn ich wieder Worte habe. Für heute habe ich keine mehr.


    Liebe Kornblume,


    nein, nicht löschen. Es ist wunderschön. Danke!

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.