Mein Herzens- und Seelenmensch ist gegangen

  • Max Giesinger: Sommer


    Ich geh' nicht ans Telefon

    Der Fernseher ohne Ton

    Geschlossene Jalousien

    Weiß nicht mal, welchen Tag wir haben

    Sitz' müde auf'm Bett

    Trink' Kaffee, der nicht schmeckt

    Und alles lässt mich kalt

    Will nur noch Stille um mich haben


    Und draußen ist der Sommer

    Die beste Zeit im Jahr

    Die Straßen voller Menschen,
    ein Himmel wie gemalt

    Alles so, wie’s sein soll,

    nur du bist nicht mehr da

    Draußen ist es Sommer

    Und draußen ist es Sommer


    Gedanken drehen sich

    Wie wild im Kreis, und ich

    Drehe laut die Lieder auf

    Sie sonst immer geholfen haben

    Pack' jeden, der was will

    Ich und mein Spiegelbild

    Wir kommen hier schon klar

    Muss niemand anders um mich haben


    Und draußen ist der Sommer

    Die beste Zeit im Jahr

    Die Parks sind voller Menschen,

    ein Himmel wie gemalt

    Alles so, wie's sein soll,…

    nur du bist nicht mehr da

    Draußen ist es Sommer,

    und draußen ist es Sommer


    Draußen ist der Sommer, das war immer unsre Zeit

    Es war, als wenn die Sonne nur für uns beide scheint

    Jetzt ist nichts mehr, wie es sein soll, denn du bist nicht mehr da

    Draußen ist es Sommer

    Draußen ist es Sommer

    Draußen ist es Sommer

    Draußen ist es Sommer

    Draußen ist es Sommer



    Bin zu blöd, das Lied hier einzustellen... Draußen ist es Sommer... wie sagte Josh mal: Trauer - der Permafrost der Seele...

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Karin,


    genau dieses Lied meine ich. Danke Dir! (Ich muss das noch üben mit dem Lieder einstellen)

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Kornblume,


    Ihr habt beide Recht, Du mit Deinem wunderschönen Gedicht und Max Giesinger mit seinem traurigen Text.


    Auch zu Max Giesinger fällt mir eine kleine Anekdote ein. Whatsapp hat eine Funktion, die selbstständig Wörter vorschlägt. Ich will sie nicht und habe sie abgestellt. Eine Freundin von mir hat das aber nicht. Sie suchte ein Lied von Max Giesinger und bat mich es zu suchen. Die Whatsapp-Funktion "Wörtervorschlag" setzte statt "Giesinger" das Wort "Grießbrei" ein. Jetzt heißt er bei ihr und mir nur noch "Max Grießbrei". Aber ob Giesinger oder Grießbrei, die Texte sind einfach schön.


    Einen lieben sonnige Gruß

    Luse (und Ich)

  • Mein Schatz,


    ich war Mittwoch Abend noch bei Deinen Eltern im Garten. Hab zuerst ne Weile mit Rex gespielt, bevor Deine Eltern überhaupt gemerkt haben, dass ich da bin. Bei mir schlägt er ja nicht an, wenn ich komm. ;) Immer, wenn ich dort bin, kommt mir Deine eine WhatsApp in den Kopf: "Meine Heimat", zusammen mit ein paar Fotos... Deine Tochter hat wunderschöne Fotos von Deinen Eltern und Rex gemacht. Hab ein Bild von Rex bekommen. Da sieht er aus, als könne ihn kein Wässerchen trüben. Ich muss jetzt dringend mal ein paar Fotorahmen kaufen gehen.


    Was soll ich sagen... dass ich mein Leben oberflächlich betrachtet im Griff habe? Das stimmt nicht. Ich hab gar nix mehr im Griff. Nächste Woche hab ich Urlaub, ich muss meinen Saustall, der sich Büro schimpft, mal angehen...


    Bin heute wieder traurig. Heute vor 2 Jahren waren wir auf dem Hundeplatz, haben gegrillt. Du wurdest geschimpft, als Du mit irgendeinem Brandbeschleuniger am Grill hantiert hast. Später werden wir, Arm in Arm, das Feuerwerk ansehen... ich hoffe, dass das heute wegen Corona ausfällt.


    Warum durften wir nicht noch ein paar Jahre glücklich sein? Warum durfte es nur so kurz sein? :95:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva,


    lass Dich einfach nur in den Arm nehmen. Die Frage nach dem "warum" kann uns niemand beantworten. Dass es "irgendwann wieder gut wird" stimmt nicht und das wissen wir, aber dass wir unser Leben wieder in den Griff bekommen, das wünsche ich Dir und uns allen, und wenn man Glück hat vielleicht noch ein wenig Zufriedenheit und dankbare schöne Erinnerungen.


    Einen lieben Gruß

    Luse (und Ich)

  • liebe Shiva, liebe Luse,


    nein, nichts wird wieder so gut wie es war....


    aber die hoffnung bleibt, dass es vielleicht irgendwann wieder "anders" gut wird....


    "anders" gut, sodaß wir wieder ein bisschen friede in uns spüren können, dass wir wieder ein bisschen einen schönen sonnigen tag genießen können...


    "anders" gut, sodaß wir mit erträglichem schmerz in zärtlichkeit und liebe an das gute denken können wie es mal war, ja, mit wehmut und sehnsucht und auch den tränen ab und zu.... aber eben so "anders" gut, dass wir mit dem schmerz und der dankbarkeit für alles was war, im ausgewogenen gleichgewicht leben können....


    liebe umarmung von Bine:24:

  • Liebe Sturm,


    ich weiß nicht, ob ich jetzt die Worte finde. Je mehr Zeit vergeht, desto sprachloser werde ich. Es ist “anders“ geworden, als ganz zu Anfang. Aber “besser“ ist nichts geworden. Kann es das? Ich weiß es nicht. Lernt man, mit dieser ungewollten Realität zu leben? Oder ist es nicht eher so, dass man sich gezwungenermaßen damit arrangiert? In dem Wissen, dass das einfach nur alles eine beschissene Realität ist?


    Du hast geschrieben, dass du irgendwo eingebrochen bist. Ich muss sagen, dass ich mit dem Ist-Zustand meines Daseins nicht klarkomme. Ich kann nicht schlafen, wenn ich nichts getrunken habe. Vor einigen Wochen habe ich mich mit Rainers Messer bewusst in den Arm geschnitten. Es tat nicht mal weh. Weil der Schmerz in mir so viel tiefer geht. Es wird eine hässliche Narbe bleiben. Die aber nicht annähernd den Schmerz in meinem Inneren abbildet.


    Ich für mich kann sagen, dass es anders wird. Besser? Eher nicht. Mein Leben geht mir am, sorry, Arsch vorbei. Weil es nicht mehr mein Leben ist. Ich kann nicht nach vorne sehen. Mein Herz und meine Sehnsucht gelten der Vergangenheit.


    Für andere bin ich dadurch ein Psycho. Die mich blocken, wenn ich zu ehrlich bin. Meine Wahrheit ist: wenn ich irgendwann sterbe, sollte das Todesdatum von Rainer auf meinem Grabstein stehen. Weil ich an diesem Tag mit gestorben bin. Die Person, die jetzt noch da ist, die ist mehr tot als lebendig. Und diese Wahrheit kann ich leider nicht ändern.


    Ich :30: dich

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • liebe Shiva,


    lass' dich ganz lieb in den arm nehmen :30:


    ich kann dich gut verstehen.... nein nichts ist besser geworden.... anders als am anfang ist es geworden weil dieses neue leben zur gewohnheit wird... alles wird zur gewohnheit, aber dass, was du verloren hast bleibt als riesiges loch in deinem herzen bestehen.


    die neue realität wurde gezwungener maßen dir aufgedrückt, da hast du recht.... im grunde kann man sagen, dass dieses "arrangieren" mit dem neuen leben ja dieses "lernen" ist, mit dem neuen ungewollten leben weiter zu machen, also damit umgehen zu lernen. ich habe keine ahnung ob du, ich, wir, irgendwann es schaffen, das neue leben "fertig gelernt" zu haben.


    wir lehnen es ab, dieses neue leben, ich selbst hasse es oft genug....


    ich verstehe dich mit dem messer von Rainer.... wenn der tiefe schmerz in dir nicht mehr auszuhalten ist.... mit diesem schnitt wolltest du deinen seelenschmerz überdecken, um endlich, endlich einen anderen schmerz zu spüren, der greifbar ist:30::30::30: aber liebe Shiva, mache bitte, bitte so etwas nicht mehr :!:<3:!:


    ich selbst habe lange zeit meine fingernägel einzeln unter jeweils andere fingernägel geschoben.... es tat weh, aber ich konnte nicht aufhören, weil es ein schmerz war der gleichzeitig gut tat.... es war ein gegenschmerz zu meinem abgrundtiefen seelenschmerz.....


    und doch wurde davon nichts besser..... garnichts....;(


    gerade heute denke ich wieder.... alles hohle worte.... ich versuche immer wieder mir selbst mut zu machen, aber glauben tue ich gerade heute überhaupt nicht an das was ich mir selbst versuche einzugeben.


    im moment kann ich dir nur zustimmen und ebenfalls sagen, ich bin mehr tot als lebendig.....ich fühle mich wie ein trümmerhaufen und kein stein passt mehr auf den anderen....


    alles liebe von Bine<3:24:

  • Ich für mich kann sagen, dass es anders wird. Besser? Eher nicht. Mein Leben geht mir am, sorry, Arsch vorbei. Weil es nicht mehr mein Leben ist. Ich kann nicht nach vorne sehen. Mein Herz und meine Sehnsucht gelten der Vergangenheit.

    Liebe Shiva,

    ich verstehe dich, ich verstehe jedes deiner Worte. Leider.


    Aber ich halte dich nicht für einen Psycho. Die Wenigsten können verstehen, wie es ist, sein Leben weiterzuleben (oder: weiterleben zu müssen), wenn man es eigentlich verloren hat. Leben ohne Leben, das ist unmöglich, un-un-un-möglich und doch geht es jeden Tag einfach weiter. Wie soll man da nach vorne sehen und weitermachen, als wäre alles in Ordnung? Das geht nicht, ich selbst habe oft das Gefühl über und mit diesem Widerspruch durchzudrehen...jeden Tag aufs Neue in dieser Unmöglichkeit festzustecken. Aber wir sind keine Psychos.


    An der Stelle wollte ich eben spontan "Pass auf dich auf!" schreiben. Aber zugleich verstehe ich zu gut, dass man darin eigentlich keinen Sinn sieht. Zumindest sehe ich oft keinen Sinn darin. Deswegen stattdessen: ich denke an dich in Verbundenheit!


    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe Bine,


    ich kann nicht versprechen, dass ich das mit dem Messer nicht doch nochmal mache... Allerdings habe ich ja gemerkt, dass der körperliche Schmerz im Vergleich zum seelischen quasi inexistent war. Seit dem Tag kann ich das Taschenmesser auch nicht mehr zuklappen, keine Ahnung, wieso es jetzt plötzlich klemmt... So liegt es jetzt als stumme Mahnung vor einem Foto von Rainer...


    M. hat es verstanden. Er hat es als Phase bezeichnet... Ich habe es ihm natürlich geschrieben, weil ich von mir selber geschockt war. Ich hoffe, er behält Recht.


    Ja, dieses ungewollte Leben wird zur Gewohnheit. Was es für mich selber aber nicht besser oder erträglicher macht. Es fühlt sich eher an wie ein kapitulieren, ein Sich-Fügen in etwas, das man nicht will.


    Weil da das Wissen ist, dass es hätte anders sein können. Anders sein müssen.


    Liebe Sturm,


    Du hast Recht. Auf einen selber aufzupassen, wenn man nicht weiß, wozu... Leben ohne Leben. Das passt. Das hier ist nur noch eine Aneinanderreihung von Tagen. Wochen. Monaten. Und das alles kostet so viel Kraft. Wozu?


    Ich kann nicht optimistisch nach vorne sehen. Konnte ich noch nie. Jetzt schon gar nicht mehr. Was soll denn da noch kommen, wo doch alles, was wir gebraucht und geliebt haben, schon hatten?


    Verzeih, aber so empfinde ich das. :30:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Du musst dich nicht entschuldigen, Shiva. Zumindest sehe ich das so. Wo, wenn nicht hier, könnte man frei herausschreiben, was man sonst niemandem erzählen kann?


    Mir steht grundsätzlich kein Urteil zu, aber davon abgesehen: ich verstehe es wirklich gut. Im Winter schnitt ich mich mit einem Messer in die Hand, es war ein langer, klaffender Schnitt, der stark blutete. Es war mir vollkommen egal, natürlich registrierte und spürte ich die Wunde, aber zugleich fühlte ich mich so abgeschnitten von mir selbst und diesem Leben, dass ich einfach nichts getan habe und es vielleicht sogar als Erleichterung empfand. Ein paar Tage später stellte sich heraus, der Schnitt hätte unbedingt genäht werden müssen. Das ging dann nicht mehr und auch das war mir egal. Im Gegenteil, irgendwie wurden mir mit dieser Verletzung zwei Dinge bewusst. Erstens: mir kann nichts mehr passieren, denn das Schlimmste ist bereits passiert und alles andere ist unwichtig. Zweitens: Wenn ich überfordert bin und von all diesen verschiedenen Gefühlen (Schmerz, Trauer, Einsamkeit, Verzweiflung) nur noch ein unerträgliches Druckgefühl im Kopf habe, kann ein Ersatzschmerz für ein paar Sekunden helfen. Wie wenn man Luft aus einem Druckkochtopf entweichen lässt. Es kommt seither nicht oft vor, aber manchmal brauche ich also einen Ersatzschmerz.

    Damit will ich keinesfalls sagen, dass es gut ist, sich selbst Schmerzen oder Verletzungen zuzufügen. Wir sind alle erwachsen und wissen sehr gut, dass es weder gut noch ratsam ist und schon gar nicht gesund. Aber ich will über niemanden urteilen, dem in unserer Situation nichts Gesundes mehr einfällt. Mir geht es manchmal so. Das ist nicht schön, aber es ist eben manchmal so.


    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe Shiva,

    ich weiß nicht genau, warum - aber ich musste heute ein paar Mal intensiv an dich denken.

    Hoffentlich bist du so okay, wie man eben okay sein kann, wenn eigentlich gar nichts okay ist.


    Liebe Grüße, Sturm

  • :huh:

    Sturm, versuch es mal mit Sport - bis Dir die Lunge rausfliegt und Du einfach nur noch ins Bett fällst .....

    regelmäßig gejoggt kann helfen, auf andere Gedanken zu kommen - Endorphine freizusetzen - Du musst nur den inneren Schweinehund überwinden (was nich einfach is) Der Anfang kostet extrem viel Kraft weil man sich immer wieder nach dem "Wozu" fragt

    aber das ist es Wert

  • Liebe Sturm,


    wollte Dir ein kurzes Lebenszeichen da lassen. Ich bin gerade sprachlos... Wie so oft... Soweit bin ich ganz ok, auch wenn grad die Tränen laufen...


    Wenn ich meine Worte wieder gefunden habe, werde ich Dir auch noch auf Deinen Post von letzter Woche antworten. Weil ich das Bedürfnis habe.


    Bis dahin eine ganz starke :24:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Sturm,


    ich weiß nicht, ob ich heute genügend Worte habe... zumindest möchte ich es versuchen...


    Ich habe sehr viel Glück, dass ich hier im Forum alles schreiben kann. Und dass es zugleich meinen besten Freund M. gibt, bei dem ich genauso offen schreiben kann. Der mich nie verurteilt hat, oder bevormundet, oder egal was, nein. Er hat sich alles angehört. Er weiß das mit dem Alkohol, das mit dem Messer, einfach alles... Aber das ist nicht das Thema...


    Ich empfinde es wie Du. Abgeschnitten von sich selbst. Vom eigenen Leben. Von der gesamten Außenwelt. Ich empfinde dieses Dasein seither immer noch als "unreal", irgendwie. Ich tue Dinge, die irgendwie nicht ich tue. Weil ich das nicht (mehr) bin. Und somit kann ich Dinge tun und tue leider auch Dinge, die "mein früheres Ich" nie getan hätte, weil Ich ja nicht mehr Ich bin... Klingt total wirr...


    Schlimmer kann es nicht werden. Das ist es bereits. Und ja, dadurch, dass es nicht schlimmer geht, ist alles andere unwichtig. Das geht mir ganz genauso. Mir haben diese Schnitte, diese Selbstverletzungen mir gegenüber, nur eines gezeigt: es tut nicht weh... Nicht annähernd so weh, wie der Schmerz innendrin. Ich habe es seither auch nicht wieder gemacht. Die Narbe am Arm bleibt. Das ist halt so. Mir auch wiederum egal. Ich war nur erschrocken über mich selbst, wie weit ich gehe!!! Sich selbst mit einem Messer zu verletzten ist schon eine Hausnummer. Die Selbstverletzungen sind, wie der Alkohol, weder gesund noch ratsam. Da hast Du völlig Recht. Aber ich bin zuversichtlich, dass das nachlassen wird. Ich vertraue M. Er sagte, es sei eine Phase... Gut, wie lange diese Phase geht, ist wohl bei jedem unterschiedlich. Und ob es diese Phasen überhaupt gibt, vermutlich auch...


    Es ist ja nicht so, dass es seither keine "schönen" Momente gab. Aber auch diese sind seither nicht mehr wichtig... wenn Glück früher ein Diamant war, ist es heute nur noch ein stumpfer Glasstein... Das "Innerste" berühren sie nicht. Sie streifen es nicht mal, zumindest nicht dauerhaft.


    Vielleicht ist mein Problem, dass ich dieses Leben so nicht akzeptieren kann. Und nicht will. Ich arbeite, ich gehe einkaufen, ich treffe Bekannte, ich kann auch wieder Witze machen und flirten... aber ganz tief in mir drin weiß ich, dass es nicht das ist, was ich will. Was ich brauche. Was fehlt... Ich kann und will nicht.


    Eigentlich stehe ich immer noch ohnmächtig vor dem 11.12.2018. Und begreife es noch immer nicht. Dienstag werden es 20 Monate. Die einfach irgendwie an mir vorbeigelaufen sind.


    Ich mag weder dieses "Leben" seither noch das ICH, das ich seither bin. Ein fremdes Leben, ein fremdes ICH. Auch wenn ich meiner Umwelt etwas ganz anderes vorspiele.


    Aber ein Mensch fehlt. Und das ist auch nach fast 20 Monaten immer noch genauso. Sein Fehlen ist immer noch genauso präsent, genauso erschütternd, genauso unbegreiflich.


    Liebe Sturm, das ist jetzt etwas lang geworden. Ich denke an Dich. :30:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.