Mein Herzens- und Seelenmensch ist gegangen

  • Liebe Shiva,


    :30:


    ... das hilft zwar auch nicht, aber es tröstet vielleicht, dass jemand an einen denkt. Mein Schatz ist einen Monat vor Deinem gegangen. Und auch nach fast 21 Monaten ist die Sehnsucht nicht kleiner geworden. Trotz allem darf man die Hoffnung, dass es eines Tages am Himmel einmal wieder etwas heller wird, nicht aufgeben.


    Einen lieben Gruß

    Luse (und Ich)

  • Liebe Shiva,


    was du hier schreibst

    Quote

    Abgeschnitten von sich selbst. Vom eigenen Leben. Von der gesamten Außenwelt. Ich empfinde dieses Dasein seither immer noch als "unreal", irgendwie. Ich tue Dinge, die irgendwie nicht ich tue. Weil ich das nicht (mehr) bin. Und somit kann ich Dinge tun und tue leider auch Dinge, die "mein früheres Ich" nie getan hätte, weil Ich ja nicht mehr Ich bin... Klingt total wirr...


    Schlimmer kann es nicht werden. Das ist es bereits. Und ja, dadurch, dass es nicht schlimmer geht, ist alles andere unwichtig.

    empfinde ich annähernd genauso. Für mich klingt es daher wirr und zugleich nicht wirr. Mir kommt das alles so bekannt vor, ich kenne das von mir selbst, nenne es für mich u. a. "Fremdkörpergefühl" weil mir alles so seltsam, unwirklich und fremd erscheint. Gleichzeitig vermute ich zu wissen, was du mit "wirr" meinst. Teil dieses Fremdheitsgefühls ist bei mir nämlich auch, dass einem die eigene Gedanken- und Gefühlswelt fremd und teilweise unnachvollziehbar geworden ist und das ist total komisch, weil einem doch eigentlich nichts näher ist als das, was man denkt und fühlt. Ohje, jetzt schreibe ich wirr, sorry.


    Es ist gut und wahnsinnig wertvoll, dass du einen Freund hast, der auf dich achtet und aufpasst, aber nicht urteilt und wertet. Denn das wäre das letzte, was noch gefehlt hat. Ich bin froh, dass du ihn in deinem Leben hast. Das macht sicher einen großen Unterschied, auch wenn es nichts daran ändert.

    Quote

    Vielleicht ist mein Problem, dass ich dieses Leben so nicht akzeptieren kann. Und nicht will. Ich arbeite, ich gehe einkaufen, ich treffe Bekannte, ich kann auch wieder Witze machen und flirten... aber ganz tief in mir drin weiß ich, dass es nicht das ist, was ich will. Was ich brauche. Was fehlt... Ich kann und will nicht.

    Ja, hundertmal ja. Einerseits spüre ich immer wieder meine Grenzen und ein sehr reales "Ich kann nicht mehr.", aber letztendlich hat auch das "Ich will es nicht. So will ich dieses Leben einfach nicht." einen großen Anteil, vielleicht auch den größten. So kann ich das Leben auch nicht akzeptieren.

    Ich weiß nicht, wie es dir damit geht, aber ich denke oft darüber nach, worum ich das so empfinde und welchen Einfluss dieses Gefühl auf dieses komische, leere Weiterleben hat. Ein paar Mal wurde mir im Laufe des letzten Jahres schon gesagt, ich wäre bockig oder würde darauf beharren traurig zu sein und wollte gar nicht getröstet werden. Für mich sind diese Einschätzungen absurd und grotesk, weil sich seit dem Tod von H. alles einfach total außer Kontrolle anfühlt und es ja wirklich nichts gibt, was trösten könnte. So als wäre mir seitdem alles - oder zumindest vieles - einfach aus der Hand genommen worden und so als würde nicht ich das Leben leben, sondern das Leben mich.

    Aber vermutlich hat man schon die Chance, aus dem Scherbenhaufen "etwas" zu machen oder auch nicht. Vielleicht ist es bockig wenn man daraus nichts machen will oder nicht weiß was. Für mich stellt sich einfach die Frage, ob man sich irgendwann weniger fremd und wieder mehr wie man selbst fühlt, wenn man versucht das alles zu akzeptieren. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie man das jemals akzeptieren könnte, aber womöglich macht Akzeptanz das alles etwas einfacher und leichter?


    Vorstellen kann ich es mir nicht so recht. Andererseits habe ich es in meinem nächsten Umfeld so ähnlich erlebt. Mein Vater starb als ich wenige Monate alt war mehr oder weniger unvorhergesehen und ebenso wenige Monate später zog bereits ein neuer Mann bei meiner Mutter ein. Gedenken an oder Trauer um ihren ersten Mann habe ich bei meiner Mutter nie miterlebt. Das soll nicht heißen, dass es sie nicht gab, ich will mir nicht anmaßen, meiner Mutter Gefühle oder ihr Fehlen zu unterstellen, dafür weiß ich viel zu wenig über ihr Innenleben und habe auch seit Jahren viel zu wenig Kontakt. Dennoch ist es für mich heute, nachdem ich selbst den mir nächsten Menschen verloren habe, irgendwie noch unbegreiflicher und noch weniger nachvollziehbar als früher geworden, wie sie das sieht. "Warum soll ich mich ewig über etwas ärgern (- ja, sie sprach in dem Zusammenhang immer von "ärgern", nicht von traurig sein oder ähnlichem), was ich nicht ändern kann." und "Zusammenreißen und nach vorne schauen, alles andere hilft ja nichts." sind Sätze, die ich als Kind zig tausende Mal gehört und schon damals nicht richtig verstanden habe. Jetzt noch viel weniger, wohlwissend, dass H.s und meine Beziehung und unsere Liebe bestimmt eine ganz andere Ebene hatte, als die Beziehungen meiner Mutter.

    Trotzdem bleibt mir das alles unverständlich. Denn natürlich "hilft" es nichts, gedanklich und emotional an dem zu hängen, was war - aber wie soll es gehen, sich zusammenzureißen und einfach nach vorne zu schauen? Das ist doch nichts, was man entscheiden kann oder doch? Und "vorne", wo ist das überhaupt? Ich will kein "Vorne", keine Zukunft, ich kann mir derzeit keine Art von Zukunft vorstellen. Würde es helfen, wenn man das könnte? Vermutlich. Aber wie kann man können? Das sind Fragen, die ich mir oft stelle.

    (Und damit möchte ich auf keinen Fall ausdrücken, dass ich nicht nachvollziehen kann, wenn jemand nach dem Verlust seiner Liebe lernt, die Situation zu akzeptieren und einen neuen, positiven Zugang zum Leben findet (und vielleicht sogar einen neuen Menschen an seiner Seite). Das würde ich niemals pauschal verurteilen oder negativ sehen. Das Beispiel mit meiner Mutter ist sicher auch sehr subjektiv von unserer schlechten Beziehung geprägt und daher unfair.)


    Shiva, tut mir leid, dass meine Antwort so lange wurde. Wenn du möchtest, kann ich vor allem den letzten Teil auch zu mir rüber schieben.


    Ich hoffe, du hast ein ruhiges (oder lautes) Wochenende - je nachdem, was grade besser für dich ist!

    Liebe Grüße, Sturm

  • Liebe Sturm,


    danke für Deine Antwort. Lass sie bitte hier stehen. Ich werde auch antworten...



    aber gerade muss ich mich über meinen "Gastkater" aufregen... Ich wohne Erdgeschoss, der Gastkater kommt nun schon seit mehr als 1 Jahr morgens und abends zum futtern zu mir. Soweit auch kein Problem, ich liebe Katzen. Aber heute morgen hätte ich ihm das Fell abziehen und zu einem Rheumakissen verarbeiten können...


    Obwohl ich mitten in der Stadt wohne, scheinen meine Vermieter auf "naturnahes Wohnen" zu stehen (meine Vermieter wohnen im Haus gleich nebenan). Sprich, in "meinem" Vorgarten wuchern Rosen, Gestrüpp und in meinen Augen "Unkraut". Nix mit Rasen... Ich werde da nun aber sicher nicht anfangen, die Hecken zu schneiden. Das, was mir auf dem Weg zur Haustüre in den Weg hängt, schneide ich ab, den Rest natürlich nicht. Lange Rede, kurzer Sinn: dieser ganze Urwald und das Flüsschen in der Nähe ziehen natürlich auch "Ungeziefer" an. Mit den Igeln kann ich gut leben. Mit den Mäusen ja auch noch, mit nachts vorbeihuschenden Ratten so semigut… Allerdings kann ich nicht damit leben, wenn Kakerlaken zum geöffneten Badfenster reinkommen, mit den Spinnen hab ich mich ja schon arrangiert... Ich also gestern in mühevoller Handarbeit ein Fliegennetz angebracht. Heut morgen beim Zähneputzen Fenster auf, Kater springt von außen auf den Fenstersims. Zieht sich einmal an besagtem Fliegennetz hoch. Und reißt mir in einer Ecke oben das Netz zusammen mit dem Klebestreifen ab. Danke auch dafür, Kater... :4:

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Tja, mein Ex hatte es mir schon prophezeit, dass das passieren wird, weil "wir" früher auch mal so ein billiges angeklebtes Fliegengitter hatten und uns nur darüber geärgert haben...


    Dass der Herr Kater das allerdings gleich am ersten Tag kaputt kriegt, hätte auch mir klar sein sollen... nach dem Motto: was ist denn das? Das ist neu. Ich will da in die Wohnung rein. Weg damit... ^^


    Kater und ich testen jetzt aus, wer den längeren Atem hat. Ich werde heute Abend neue Klebestreifen kaufen gehen... ;)

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Mein Schatz,


    es sind heute 20 Monate... und es ist immer noch surreal. Mein "Leben" seither ist surreal. Du hättest mit Sicherheit wenig bis nichts davon gutgeheißen, was ich seither so getan habe, um irgendwie zu (über)leben.


    Aber letztendlich glaube ich, dass Du es verstehst... weil Du genauso gehandelt hast. Vielleicht nicht exakt so... und vielleicht doch zu parallel.


    Ohne Dich ist dieses Leben leer... es "sinnvoll" zu füllen, oder es überhaupt zu füllen, gelingt mir nicht. Weil ich nichts sinnvolles mehr finde. Das einzig sinnvolle, so erscheint es mir, sind meine Katzen. Hab grad wieder 3 Babys vom Bauernhof nebenan... alle schwarz. 2 sind noch schüchtern, eines weicht einem kaum von der Seite. 2 davon mit Rotznase, aber alle mit gutem Hunger... Du hättest gefragt: hast Du nicht schon genug? Gib sie ins Tierheim... Und wusstest doch, dass ich es nicht könnte. Mich gabs nur mit Katzen, Dich nur mit Hund... wie oft hast Du mir beim füttern zugesehen... auch wenn Du mit Katzen nicht so viel anfangen konntest, Du bist Hundemensch.


    Du fehlst mir ganz schrecklich, mein Schatz. Alles an Dir fehlt mir. Alles - weißt Du?


    Mir fehlt es, Dich zu sehen. Zu hören. Zu berühren. Zu riechen...

    Mir fehlt der Diktator. Und der weiche Mensch, der beim Autofahren weint.

    Mir fehlen beide Teile Deines ICHs. Beide Teile zusammen ergeben Rainer.


    Es ist ohne Dich so einsam, auch wenn um mich rum das Leben tobt.


    Kommenden Samstag hast Du Geburtstag... 51 Jahre... was bleibt mir? Eine Kerze zu kaufen und Dich zu besuchen. Vor 2 Jahren haben wir gefeiert. Fif hat gegrillt. Einige Arbeitskollegen, einige Freunde, einige Familienmitglieder waren da. Es war ein warmer Abend. Wir hatten den Pavillion aufgebaut.


    Ich kann immer noch nicht an "nie mehr" denken. Es ist un-fass-bar, dieses nie mehr. Und es erzeugt Angst. Wie lange nie mehr noch dauern könnte...


    Ich bin dieses Lebens so müde. Aber ich kann es nicht ändern, weil Du nicht mehr da bist.


    Bella, ich liebe Dich <3

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva,


    unsere Liebsten mussten kurz nacheinander gehen. Ich weiß, wie Du Dich fühlst. Es ist so etwas endgültiges und schwer zu begreifen. Lass uns einfach an die schönsten Momente denken, die wir mit ihnen erleben durften. Auch wenn es dann noch mehr schmerzt, aber es ist trotzdem ein einzigartiges Gefühl der Verbundenheit mit ihnen.


    :30:


    Luse (und Ich)

  • Liebe Sturm,


    ja, für M. bin ich wahnsinnig dankbar. Auch wenn er erst 26 ist, ist er verständiger und empathischer als alle, die sonst im realen Leben um mich rum sind...


    Irgendwie funktioniere ich auf Autopilot... ich mache meine Arbeit ganz normal. Aber wenn Du mich fragst, was ich vor einer Stunde gearbeitet habe, dann weiß ich das nicht mehr. Weil alles irgendwie nur noch auf Autopilot passiert, ohne dass ich irgendwie dabei bin... Nicht mit dem Kopf und nicht mit dem Herzen. Aber da sich meine Chefs nicht beschweren, scheint das zu passen, was ich "abliefere".


    Es gibt bei mir immer wieder Phasen, vor allem, je weiter es zurück liegt, an denen ich nicht weiß: was ist real, was war real? War das mit Rainer einfach nur ein schöner Wunschtraum, eine Fantasie, eine Illusion? Oder ist das hier jetzt einfach nur ein schlechter Alptraum? Passierte das alles mir? Passiert dieses Leben gerade auch mir? Ich verstehe, wenn Du sagst, Du hast das Gefühl, dass nicht Du das Leben lebst, sondern dass das Leben Dich lebt. Ja, genauso geht es mir auch. Du schreibst im übrigen nicht wirr, ich verstehe es. Ich kann mit diesem Leben nichts mehr anfangen, ich habe den Bezug dazu verloren... Vielleicht, weil ich den Bezug zu mir selbst verloren habe und ich es deshalb nicht als mein Leben empfinde? Ich weiß es nicht, könnte aber eine Erklärung sein...


    Aber es zu akzeptieren... geht das so "einfach"? Dieses ungewollte Leben annehmen, akzeptieren? Zu sagen: "Nun gut, ich habe ja keine andere Wahl, so ist es jetzt halt. Das Leben mit dem Liebsten ist vorbei. Blöd gelaufen." (sehr überspitzt und böse ausgedrückt)


    Genau das kann ich nicht. Ich kann es nicht, weil meine Sehnsucht und meine Liebe Rainer und damit der Vergangenheit gehören. In der Gegenwart ist mir nichts so lieb und wichtig wie es Rainer war/ist. Ergo müsste ich meine Sehnsucht und die Liebe zu Rainer "abstellen", um wieder eine Gegenwart und Zukunft zu haben? Um nicht nur wie ein ferngesteuerter Zombie durch diese Welt zu laufen? Um nicht an etwas zu hängen, was nicht mehr kommt?


    Vielleicht kommt die Akzeptanz mit der Zeit...? Das weiß ich nicht. Die letzten 20 Monate und 3 Tage haben bei mir am Zustand des "Nicht-Akzeptieren-Könnens" und auch "Nicht-Akzeptieren-Wollens" nichts, aber auch gar nichts, geändert. Ich möchte mein Leben zurück! (Wie oft habe ich jetzt in Corona-Zeiten den Satz von verschiedenen Leuten gehört, sie wollen ihr altes Leben vor Corona zurück...? Oft genug. Und dabei dachte ich mir: aha, ihr dürft euch das wünschen, aber ich nicht? Zu mir heißt es: guck nach vorne! Ja, ganz toll aber auch.)


    Ich glaube nicht, dass Du bockig bist oder drauf beharrst, traurig sein zu wollen (dann wäre das bei mir ganz genauso...). Das ist doch Blödsinn und das empfinde ich als übergriffig von diesen Menschen, so etwas zu sagen. Du BIST traurig. Weil der wichtigste und liebste Mensch nicht mehr da ist. Und ja, es gibt nichts, was tröstet... leider. Was soll denn schon trösten?


    So, jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren von dem, was ich noch schreiben wollte...


    Liebe Sturm, ich verstehe Dich. So viele "Ich verstehe Dich" zu Deinem Text von Samstag kann ich gar nicht geben... Ich wünsche Dir ein erträgliches Wochenende... :24:


    Liebe Grüße

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Ergo müsste ich meine Sehnsucht und die Liebe zu Rainer "abstellen", um wieder eine Gegenwart und Zukunft zu haben?

    Liebe Shiva,


    nein, mach das nicht, und das musst Du auch nicht. Du musst auch nicht damit "abschließen". Du wirst nur unendlich viel Zeit brauchen, bis die Dankbarkeit über die wundervolle Zeit, die Ihr miteinander hattet, größer ist als der Trennungsschmerz. Und nein, das habe ich nach 21 Monaten auch noch nicht geschafft. Und ich weiß auch nicht, wie lange es dauern wird. Aber meine Liebe und meine Sehnsucht zu meinem Schatz werden immer an erster Stelle in meinem Herzen sein.


    Gib einfach nichts darum, was die Leute reden, die sich gar nicht in eine solche Situation hineinversetzen können. Nimm Dir Zeit, alle Zeit der Welt, die Du brauchst.


    Ich wünsche Dir immer liebevolle Menschen an Deiner Seite

    Luse (und Ich)

  • Mein über alles geliebter Rainer,


    15.08.1969


    Dein Geburtstag. Heute vor 51 Jahren.


    Ich liebe Dich <3

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva,


    lass Dich einfach an einem solchen Tag von mir in den Arm nehmen.


    Ich denke an Dich und Deinen Rainer und wünsche Dir von ganzem Herzen, dass er Dir heute besonders nahe sein möge.


    Einen ganz besonders lieben Gruß

    Luse (und Ich)

  • Liebe Luse (und Ich), liebe Sonne,


    danke Euch. Ich habe den Samstag tatsächlich "gut" überstanden. Ich hatte große Angst vor diesem Tag. Aber tatsächlich war er nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Eher der Freitag Abend war schlimm, bei Aspekte kam was über Tod, da saß ich dann heulend vor dem TV und konnte bis 2 Uhr nicht einschlafen...



    So, Kater und Fliegennetz, die Zweite:


    Da es gestern Abend bei uns gewittert hat und ich die Luft so herrlich fand, habe ich das Badfenster offen gelassen, als ich gegen Mitternacht ins Bett bin. Heute Nacht gegen 5 Uhr bekam ich Besuch. Ich wurde wach, als sich jemand an meinen Rücken gekuschelt und voller Freude im Bett gewälzt hat. (Seltsamerweise bin ich nicht mal erschrocken...) Ich befürchtete schon das Schlimmste (komplett heruntergerissenes Netz). Aber nein, nur unten war das Netz lose, ich frage mich, wie sich dieser Brocken von Kater da durchgezwängt hat. :/


    Kater flog dann mit Hilfe von Leckerlies aus dem Bett und der Wohnung, Badfenster wurde geschlossen. Zukünftig also nur noch bei gekipptem Fenster schlafen! :|

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.

  • Liebe Shiva!

    Da hast du ja netten Besuch gehabt,hast dich nicht mal erschrocken.So gibt es auch manche

    schönen Momente,die ja immer seltener geworden sind.Und es tut gut,das brauchen wir

    alle mal.Liebe Grüße Helga

  • So, wo soll ich anfangen? Seit Samstag geht es mir richtig schlecht. Ich habe mich ja vor ein paar Wochen auf einer Seite angemeldet, bei der man neue Leute kennenlernen kann. Was tut man nicht alles blödsinniges... Bisher habe ich auch ein paar nette Leute kennengelernt.


    Freitag hat mich jemand angeschrieben, es ging erst ein bisschen hin und her. Als die Person dann von mir wissen wollte, weshalb ich eigentlich keine Beziehung mehr möchte und ich dann sagte, dass ich meinen Mann liebe und vermisse und mir deshalb keine Beziehung vorstellen könne, weil derjenige dann nur an 2. Stelle wäre und ich das unfair demjenigen gegenüber finden würde, fing es an.


    Wie ich denn nach nicht mal 1 Jahr Beziehung einen Menschen und eine Beziehung so hochstilisieren und über mich selbst stellen könne? Wie ich nach mehr als 1,5 Jahren noch immer wieder nicht "normal" bin? Dass ich dringend auf die Couch gehöre. Dass in diesem Forum (er kennt es nicht mal!) nur Menschen sind, die sich darin bestärken, an der Vergangenheit festzuhalten und dass er das alles sowieso ganz gruselig findet. Ich habe ihn dann blockiert.


    Seither bin ich sprachlos und schockiert. Bin gestern fast den ganzen Tag nur im Bett gelegen.


    Ich werde künftig meine Einstellung und Gefühle nur mit M. und hier teilen... für alle anderen bin ich wohl ein Psycho...

    So wie es gestern war, wird es nie mehr sein. Und heute kann ich nur ertragen, wenn ich nicht an morgen denke.