Was ist los mit mir?

  • ich weiß bloß nicht wie das geht, aber vielleicht kann mir jemand behilflich sein.

    Liebe Monika,

    Dein Verlust tut mir sehr leid. Traurige Speedy hatte den Link schon reingestellt. Danke!

    Im Forum gibt es verschiedene Untergruppen. Unter "Verlust des Partners" kannst du dich mit gleichgesinnten austauschen.


    Unter "Neues Thema" wählst du eine für dich passende Überschrift. So hast du deinen eigenen Raum <3

  • Liebe Bettina,

    ich möchte Dir von Herzen mein tiefstes Mitgefühl und Beileid aussprächen zum Verlust deines Ehemannes. Ich weiß wie man sich fühlt und die zeit danach ist. Ich selbst habe auch 5 Menschen verloren und weiß das jede Trauer eine ganz besondere Trauer ist. Auch war für mich heilend zu wissen das es nicht notwendig ist gleich wieder funktionieren zu müssen. Gebe Dir die Zeit die Du brauchst und finde deine ganz persönliche Art damit umzugehen und Heilung für Dich zu finden.

    Gerne helfen wir dir vom Forums Team wenn Du fragen hast.


    Wie ich gesehen und gelesen habe liebe Bettina hast Du schon stärkende und stützende Nachrichten von der lieben vollen Gemeinschaft bekommen und erhalten. Es tut sehr gut mit Menschen zu schreiben die ähnliche Arten des Verlustes und der Trauer erlebt haben. Auch haben wir hier im Forum Bereiche mit schönen und inspirierenden Gedichten, Lieder und Bilder die einem immer etwas gewinnbringendes mit geben. Fühl Dich Herzlich Willkommen bei uns.


    Eine mitfühlende Umarmung für Dich

    Maik


    Bettyna

  • Danke, wie lieb, Maik.Holmer !


    Heute war der 86igste Tag...

    Ich bin froh, daß ich bei euch im Forum gelandet bin.

    Auch, weil ich meine Gefühle und das ganze Durcheinandersein besser einordnen kann.

    Ich wusste ja gar nicht, wie mir geschah...

    Man lernt sowas nicht in einer Schule, oder so.

    Was Trauer ist, was es bedeutet. Nein, ich wusste es nicht....


    Ich habe seit einigen Tagen das Gefühl, das Uwe 'weiter weg' ist.

    Rückblickend muss ich sagen, war er doch erst mehr in meinem nähren Umfeld.

    Auch seh ich ihn nicht mehr auf dem Vordach des Gartenhauses sitzen.


    Ich bin sehr empfindlich und weine schnell. Ich zitterte auch sehr schnell, wenn etwas schief läuft oder Meinungsverschiedenheiten im Raum stehen.


    Meine Kusinen zbsp wissen gar nicht, wie es mir geht. Sie denken, dass ich erleichtert leben kann, jetzt da Uwe gegangen ist...

    Freunde verstehen mich au h nicht ruchtig. Ich kann dann auch nicht offen mit ihnen darüber reden. Ich spüre solch Unverständnis.

    Meine Mutter kann mit meinen Gefühlen gar nichts anfangen. Sie versteht es nicht. Sie sagt zwar, daß sie mich versteht, aber es ist nicht so. Ich spüre das.


    Wenn es mir schlecht geht , dann fühlt es sich an, als hätte ich eine ganz feste Haube über und um meinem Kopf. Ich merke regelrecht, daß das Denken eingeschränkt ist.

    Dann 'rauscht' auch alles so an mir vorbei..

    Neulich hörte ich mich selbst sagen, daß ich tot sein möchte. Und, ich meinte es zu dem Zeitpunkt auch so.

    Oder ich weine und schluchze wie in Kindertagen...mit dicken heißen Tränen...

    Auf dem Fried musste ich neulich so doll weinen... Schlimm.


    Ich hatte jetzt 2 relativ gute Tage.

    Gut heißt, dass ich relativ gut bei Kräften bin, wenig weine und mich einigermaßen 'im Griff' hab.

    Aber die Wohnung sieht schlimm aus! Ich hab ja hier bei Euch gelernt, dass es nichts Schlimmes ist! Drum lass ich sie so!

    An irgendeinem Tag, werd ich einfach anfangen aufzuräumen...😀


    Allen Traurigen da draußen, eine gute Nacht! 😊

  • Liebe Bettyna,

    ja, lass die Wohnung einfach so wie sie ist. Es kommen noch genug Gelegenheiten, aufzuräumen.

    Ich flüchte so oft wie möglich aus meinem Haus, weil ich die Erinnerungen nicht ertragen kann.

    Dementsprechend sieht es aus.

    Die Trauer ist wie sie ist, man muss sie zulassen.

    Alles Gute für dich

    Sabine

  • Liebe Bettyna, ich habe gerade bemerkt, dass ich bei dir noch gar nie geschrieben habe, darum möchte ich dir einfach eine ganz liebe Trostumarmung da lassen! :30: Ich hoffe, du hast heute einen der guten Tage! :24:Liebe Grüße, Andrea

  • liebe bettyna,

    es ist so, dass wir von der umwelt nicht wirklich verstanden werden und wenn mehr zeit verstrichen ist, wird das

    verständnis noch weniger. spätestens nach 1 jahr ist es für andere abgehakt, sie wollen keine probleme hören.


    zum glück kann man hier im forum immer sein herz ausschütten, auf verständnis stoßen, weil alle selbst erlebt

    haben, wie sich trauer anfühlt und was sie aus einem macht. wenn auch hier jeder seinen eigenen trauerweg

    geht.

    es wundert mich nicht, dass du noch nicht bei kraft bist, die wohnung in ordnung zu bringen. auch das ist normal.

    wir haben über viele jahre sehr viel kraft gebraucht, das merke ich heute noch. ich bin längst nicht mehr in der form

    wie ich früher war. die trauer entzieht uns auch sehr viel kraft.


    ich habe mir eine lange liste gemacht, was ich hier abarbeiten sollte und erledige in meinem tempo, je nach tagesform

    davon etwas. aber oft kann ich nur wenig oder nichts tun. es stört ja keinen.

    86 tage sind doch eigentlich"nichts", ich weiß nicht mal, ob ich da mehr hingekriegt habe als zum fenster rausgucken,

    auf dem sofa liegen , mich erst am mittag zu duschen und anzuziehen... gekocht habe ich damals auch nichts, mal eine

    handvoll nüsse reingestopft und viel schokolade.


    geben wir uns die zeit , die wir zu allem brauchen. es ist schön, dass du ins forum gefunden hast!

    liebe grüße

    flora

  • Liebe Bettina,


    • "Da Nachprüfen und Nachdenken so umständlich und schwierig sind, so urteilt man lieber unbeschwert und realisiert nicht, dass man bloß projiziert und somit sich selber zum Opfer eines närrischen Illusionstricks macht."

    C. G. Jung

    dass habe ich auch erlebt, besser man entfernt sich von diesen Menschen.


    alles Liebe

    Maike

  • Hallo Bettyna


    Es ging mir an Anfang genauso wie Dir. Obwohl Ich weiß , das ich alles richtig gemacht habe und Mama erlöst ist , hat es mich umgehauen. Man weiß das der Tod zum Leben gehört und wenn es dann passiert , ist Man nicht vorbereitet. Die Wochen in der sie im Koma lag , der „Kampf „ bei der Ärzten und dann am Ende ihr Geburtstag. An dem Tag hat sie ihre Reise angetreten und ich sie begleitet. Das hat all meine Kraft gekostet. Nebenbei meine berufliche Qualifikation.
    ich hab nur funktioniert. Ich habe ihre Urne von der Kapelle zur Wiese getragen.

    Mehr konnte ich nicht mehr tun. Das hat mich zu viel Kraft gekostet.

    Der Sohn meiner Mutter hat mich mit allem alleine gelassen. Selbst an ihrem Geburtstag ist er vor dem sterben gegangen.

    Der Friedhof hat mich auch immer wieder runtergezogen. Ich habe für mich entschieden, das der Ort für die Trauer nicht wichtig ist. Zumal dort ein Engel gestohlen wurde.

    Ich habe mir ein Schieferherz mit ihren Daten machen lassen. Das habe ich mit Fotos hier zu Hause. Hier ist sie ein Stück bei mir und kann auch mal mit ihren reden😱 ab und zu schimpfe ich mir auch 🧐 dann bin ich alleine und kann es hin u wieder mal raus lassen.


    Es tut gut , hier Menschen zu treffen die die Situation, Gedanken, Gefühle verstehen 🌸