Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

  • Hallo Renate 1967,

    finde es schön das du Mitarbeiter hast die 100 % hinter dir stehen , das ist eine grosse Hilfe nicht nur bezogen auf die Arbeit die anfällt. Ich weiß wovon ich rede denn bei mir ist es leider nicht so und das macht Alles um ein vielfaches schwieriger und bringt zusätzlichen Schmerz...dabei haben wir eh schon so viel davon .


    Das mit dem Aufwachen geht mir genauso. Ich schlafe mit den Tabletten die ich nehme sehr gut. Wache ausgeruht auf und für einen klitzekleinen Moment ist meine Welt in Ordnung , dann aber die Erkenntnis das ich mich auch weiterhin in einem neuen Leben befinde das ich nicht will.


    Das ist ein tolles und liebevolles Zeichen von deinem Walter. Sie wissen das es für uns , die zurückgeblieben sind , eine schwierige Zeit ist , möchten das unsere Aufgaben hier noch erfüllen, unsere Erfahrungen machen und versuchen uns zu unterstützen wo sie können.

    Das bei Dir zu lesen gibt mir Kraft und Mut. Danke das du das hier mit uns teilst.

  • Ich glaube, ganz fest daran, das meine Liebe , meine Wege von dort oben etwas lenkt, und immer bei mir ist, ich weiß schon , das klingt wahrscheinlich, bescheuert, aber das ist das einzige, das mir die Kraft gibt, jeden Morgen aufzustehen.

    Liebe Renate,

    Das klingt gar nicht verrückt. Ich bin überzeugt, das wir Unterstützung bekommen und geführt sind <3

  • Liebe Renate,

    ich erkenne mich sehr gut in Deinen Gefühlen wieder!

    Auch mir wurde mein Schatz nach sehr kurzer schwerer Krankheit, mir nichts dir nichts, einfach so genommen (54) das ist das Schlimmste, was einem passieren kann... ich habe 5 Enkelkinder und das sechste kommt nächste Woche.

    Du wirst sehen, so ein Kindchen lenkt wunderbar ab, aber dann sitzt man wieder alleine zu Hause!

    Diese alles verzehrende Sehnsucht ist so grausam, meine Tochter lädt mich auch immer ein, so nett, sie weint viel um ihren Papa und mein Sohn ist untröstliches! Beide haben drei Kinder.
    Seit einem halben Jahr lebe ich von Tag zu Tag... nichts macht richtig Spaß !

    So gerne möchte ich Dich trösten... mir fällt nichts passendes ein.

    Du trauerst, ich trauere und alle anderen hier genauso!

    Bleib trotzdem Standhaft! Auch ich wollte nicht mehr... das ist normal!


    Coco, die Dir einfach nur wünscht, es möge besser werden ( irgendwann) 💕

  • so nun gut, soviel zu Mitarbeiter...morgen öffnen wir unseren Heurigen, und gestern haben zwei von der Küche, und eine vom Service, mir mitgeteilt, das sie nicht mehr kommen.

    Hab ich mich wohl in manchen getäuscht.

    Noch dazu sind wir mitten in der Weinlese, und heute war der Pfarrer da, und hat in Walter seinen Papa, der mir so lieb ist, den letzten Segen gegeben, er liegt im sterben.... alles scheiße, deine Emma..

  • Liebe Renate,

    die Erfahrung, Menschen zu verlieren, gerade wenn man sie am nötigsten braucht, haben leider viele Mittrauernde machen müssen. Das ist deshalb so schmerzlich, weil wir schon genug verloren haben. Es tut mir sehr leid für Dich.

    Es ist so traurig, dass der Vater Deines lieben Walter nun vielleicht auch gehen wird.

    Ich kann gut verstehen, dass Du verzweifelt bist. Leider kann ich Dir nichts geben, ausser ein Gebet für Dich zu sprechen.

    Sei tröstend umarmt

    Sommermond

  • ja irgendwie geht's weiter, irgendwie geht's immer, aber ohne Sinn, und ohne Wert. Und genau da liegt das Problem, soviel Menschen die keine Ahnung haben, aber sich bemüßigt fühlen, mitzureden. Ich bin nur mehr still, Stille umgibt mich und Einsamkeit.

    Es wird täglich schwieriger, und in mir brodelt es, aber ich weiß, sie wissen eben nicht, was sie da für Blödsinn reden.

    Ich mag nicht leben, in dieser Welt, mit diesen Menschen, mit diesen ich bezogenen Leuten. Ich will Ruhe, Geborgenheit, Liebe...all das ist mir verwehrt. Ich will endlich wieder glücklich sein, zufrieden , und daheim. Daheim...wo ist mein daheim... daheim ist wo deine Liebe wohnt...meine Liebe ist heim gegangen, ohne mich, ich bin alleine......

  • Liebe Renate,

    jedes Deiner Worte kann ich nur voll unterstreichen.

    Daheim? Ja wo ist das? Geht mir genauso. Klar ich hab unser Zuhause und ich bin gern hier und auch wieder nicht. Denn in unserem Zuhause fehlt etwas das für uns ganz wichtig war....unser liebster Mensch.

    Liebe, Geborgenheit,Ruhe...wo ist das alles hin....das hat mein liebster Mensch mitgenommen und auch wenn mein 16 jähriger noch bei mir ist fühl ich mich trotzdem allein. Die wenigen Menschen die mir hier direkt zur Seite gestanden hätten eben auch in meiner Trauer und meinem Schmerz, auf die ich mich zu 100 % hätte verlassen können sind alle schon viele Jahre auf der anderen Seite. Geblieben ...außer meinen Kindern ....ist mir an Menschen in meinem Alter nichts. Seit mein Mann tot ist sind ausnahmslos alle weg. Menschen für die wir immer da waren Schreiben mir....melde dich Wenn's dir besser geht!!!

    So macht wohl jeder seine Erfahrungen.

    Der einzige Trost ist hier das Forum. Das Medium welches ich kontaktiert habe und die auch Trauerbegleitung macht erzählte mir das ausnahmslos alle Klienten die zu ihr kommen genau diese Erfahrung machen. Das hat mich zb etwas getröstet...einfach der Gedanke damit nicht allein zu sein.

    Der Sinn und Wert unseres Lebens, ja den Suche ich auch noch und es soll keiner glauben nur weil man Kinder hat wie ich stellt sich automatisch ein Sinn ein. Dem ist nicht so.

    Ich denk an Dich mit all dem Mitgefühl und der Liebe die ich habe.

    Anja

  • Liebe Renate, liebe Anja, liebe Coco,

    ich lese nur noch sporadisch in diesem Forum mit.

    Aber ich fühle mit euch!!

    Ende Oktober jährt sich der Tod meines Mannes zum ersten Mal.

    An manchen Tagen kommt es mir wie gestern vor. Er ist noch so präsent und ich vermisse ihn nach wie vor ganz furchtbar, Tag für Tag.

    Ich vermisse seine Anwesenheit, seine Stimme, unsere wundervollen Gespräche, seine Umarmung, seinen Kuss und auch seine Marotten...

    Ich trauere um die Zukunft, um alles, was wir nun nicht mehr gemeinsam erleben können.

    Oh ja, wir hatten noch so viel vor!

    Aber der Schmerz wird mit der Zeit erträglicher, ist nicht mehr so beißend und überwältigend wie in den ersten Wochen und Monaten.

    Es gibt sogar Zeiten, wo ich einen Anflug von Zufriedenheit und Glück spüre, obwohl ich nun alleine bin.

    Sie sind selten, aber sie geben mir die Hoffnung, dass ein Leben ohne meinen geliebten Mann wieder ein bisschen schön werden kann, nur anders schön als früher.

    Mein Mann wird immer zu mir gehören und ich werde ihn vermissen, bis auch ich sterbe.

    Meine Psychotherapeutin sagt, dieser furchtbare und anstrengende Weg durch die Trauer muss sein, man kann ihn nicht abkürzen, man muss ihn Stück für Stück gehen und den Schmerz aushalten, um seelisch gesunden zu können.


    Ich wünsche euch ganz viel Kraft, Trost und Unterstützung auf diesem Weg!
    Liebe Grüße
    Sabine

  • Wie das dies hier ein Ort ist wo alle einen verstehen....ich wüsste nicht wie es mich stünde wenn ich nicht dieses Forum gefunden hätte.


    Kohlrabenschwarz

    Deine Therapeutin beschreibt es treffend ....dieser furchtbare und anstrengende Weg.... ja das ist er.

    Und dieses ganze vermissen....im Moment sehe ich keine Zukunft...da ist nichts nur leerer Raum. An die kommende Zeit wie Weihnachten, unser Hochzeitstag, sein Geburtstag....da mag ich noch garnicht dran denken ...liegt noch alles in den nächsten Monaten vor mir.

    Eine Therapeutin sollte ich auch haben....hab bis jetzt keineweil ich auch darum wieder kämpfen muss und das ist mir im Moment eigentlich alles zuviel.

  • Liebe Anja,

    auch ich fürchte mich, in der Vergangenheit vor Weihnachten, Silvester, seinem Geburtstag, unserem Hochzeitstag und jetzt vor seinem Sterbetag.

    Man kann diese Tage nur auf sich zu kommen lassen, denn sie kommen, ob man will oder nicht.

    Ich habe jetzt eine andere Zeitrechnung. Ich denke immer, letztes Jahr um diese Zeit haben wir dies oder jenes gemacht.

    Zu dieser Zeit waren wir mit meiner Tochter und ihrem Freund in Andalusien. Es war so wunderschön und keiner von uns hat damit gerechnet,

    dass mein Mann 3 Wochen nach dem Urlaub plötzlich sterben würde.

    Die bevorstehende Zeit wird traurig, schwierig und anstrengend sein, aber du wirst sie überstehen.

    Irgendwie überstehen wir alle diese Zeit und irgendwie wird es weitergehen.

    Fühl dich umarmt,

    Sabine

  • Liebe Renate,

    ich schicke dir nur eine Trostumarmung. Dass du das zu deinem Verlust noch ertragen mußt, ist einfach schlimm. Leider bedenken diese Menschen nicht, dass sie mal selbst in so eine Situation kommen können.

    :30:

    Monika

  • Liebe Renate,


    das ist alles für dich so schwer. Kannst du dir nicht Hilfe holen, von Menschen die dich aufbauen und ehrlich zu dir stehen?


    Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe Ansprechpartner ( Innung, Winzervereinigungen) die dir in betrieblichen Problemen helfen können.


    Ich wünsche dir, dass du neben deinem Verlustschmerz nicht noch so viele Sorgen und Nöte hast.


    Alles Liebe.

    Luise

  • Liebe Renate,

    Deine Zeilen haben mich erschütternd. Was ist mit diesen Menschen los? Respekt vor einem Menschen, der Trauer trägt, müsste selbst dann selbstverständlich sein, wenn man sich, warum auch immer, in der Vergangenheit nicht gut verstanden hat. Mein Großvater war Landwirt und für ihn war es ganz normal, zu helfen, wann immer Not war. Wenn über das "Nicht-Helfen" hinaus, auch noch böse Worte fallen, ist jedes Mass überschritten.

    Ich kann nur ahnen, wie schmerzhaft und anstrengend alles für Dich ist.

    Ich glaube nicht, dass Dein Walter will, dass Du aufgibst. Ich denke, er hat das Weingut geliebt und wer sollte es anders weiterführen als seine geliebte Frau? Gibt es einen Menschen, mit dem Du Dich bezüglich des Betriebs wertfrei und neutral austauschen kannst?

    Ich habe Achtung, vor allem, was Du in Deiner Situation leisten musst und würde Dir so gerne mehr geben als eine tröstende Umarmung.

    Liebe Grüße

    Sommermond

  • Liebe Renate,

    erstmal drücke ich Dich ganz fest aus der Ferne. Diese Rücksichtslosigkeit die noch obendraufkommt zu dem Kummer und unerträglichen Schmerz den wir eh schon zu ertragen haben....auch ich frag mich immer ....wie soll man das aushalten? Ich führe ein Trauertagebuch und ich lese hier....einfach um mich immer wieder daran zu erinnern das es in dieser kalten und oft herzlosen Welt noch Menschen gibt die das gleiche durchmachen. Das hilft mir . Auch ich habe immer wieder Einbrüche auch wenn ich unterwegs bin. Auch ich muss arbeiten auch wenn ich garnicht unter normalen Menschen sein möchte zur Zeit. Dann denke ich an dieses Forum und sag mir ....Anja du bist nicht allein damit.

    Es scheint wirklich so zu sein, das die Menschen die nicht davon betroffen sind das so ausblenden das sie uns dann noch zusätzlich Schmerz zufügen.

    Aber....und der Gedanke kam mir heute als ich von meinem Stalljob nachhause gefahren bin ....wie sieht es denn wirklich bei den Menschen um uns herum aus? Warum bekommt man so schlecht einen Termin bei einem Therapeuten? Warum sind die ausgebucht für Monate ? Sagen gleich auf ihrem AB das sie keine Patienten mehr annehmen?

    Weil die Menschen verlernt haben auch mal um sich zu schauen wie es dem anderen geht ....das zieht sich durch alle Kreise, die eigene Familie, Freunde,Bekannte, Menschen allgemein.

    Auch ich muss sagen....wo sind unsere Freunde, wo sind all die Menschen denen wir immer zur Seite standen? Niemand mehr da...in einer Zeit in der man sie dringender dennje bräuchte.

    Ich kann das alles was Du schreibst so schmerzvoll nachempfinden und würdest Du näher dran wohnen würde ich alles stehen lassen und Dir helfen.

    Geb nicht auf....lass den Moment in dem Du glaubst es geht nicht mehr zu...heule alles raus....der Moment kommt und wird auch noch oft kommen, dann ist er da...lass ihn zu....dann geht er wieder und es ebbt ab.

    Alle Verzweiflung, Frust , Kummer und Schmerz kommen immer wieder hoch. An manchen Tagen mal mehr und an manchen leiser.

    Ich wehre mich nicht mehr dagegen ...ich lass es kommen und lass es raus , ich unterdrücke das nicht mehr.

    Ich nehme Dich jetzt ganz fest in den Arm , drücke Dich ganz fest.

    Anja

  • Liebe Renate,

    auch mich erschüttert es, wie mit dir umgegangen wird.

    Es scheint so zu sein, dass viele Menschen bei einer Erbschaft zu Hyänen werden, auch diejenigen, bei denen man es nicht vermutet hätte.

    Wir haben testamentarisch vorgesorgt, weil wir sicherstellen wollten, dass der Überlebende den Kindern ihr Erbteil nicht auszahlen muss.

    Für mich hätte das bedeutet, dass ich mein Haus verkaufen muss, um die Kinder auszuzahlen.

    Wir hätten es unseren Kindern nicht zugetraut, dass sie darauf bestehen, wollten aber sicher sein.

    Es ist unglaublich schwer, was du jetzt alles bewältigen musst.

    Die Trauer ist schlimm genug, da sollte man nicht noch Existenzsorgen durchleiden müssen.

    Ich kann dir nur wünschen, dass du doch hilfreiche Menschen findest, die dich uneigennützig unterstützen und dir zur Seite stehen.

    Ich wünsche dir auch die Kraft, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit du wieder ein bisschen Frieden findest.

    Mich plagen auch viele Zukunftsängste.

    Meine Therapeutin sagte, ich soll mir vorstellen, was schlimmstenfalls passieren kann und wie es dann weitergehen könnte.

    Mir hilft sowas, weil ich immer zu dem Schluss komme, dass es irgendwie weitergeht, ganz gleich, was passiert.

    Es gibt ein altes Buch von Dale Carnegie "Sorge dich nicht, lebe!".

    Vieles darin ist veraltet, aber die Botschaft stimmt immer noch.

    Nicht jeder wird dieses Buch mögen und für die Trauerarbeit ist es nur sehr begrenzt anwendbar, trotzdem habe ich in der Vergangenheit oft hilfreiche Denkansätze darin gefunden.


    Ich schicke dir eine tröstende Umarmung

    Sabine

  • Liebe Renate!

    Das ist sehr herzlos von den Menschen und sie sehen wie du leidest und kämpfst und dann solche

    Sprüche.Ich kann es einfach nicht verstehen und den Sohn schon gar nicht.Ich kenne das mit dem

    Erbe,habe bis jeztzt noch keinen Kontakt mit meinen Geschwistern.Habe so oft versucht Kontakt

    aufzunehmen,aber jetzt mach ich es auch nicht mehr.Meine Eltern hatte uns alle drei zu gleichen

    Teilen ihr Erbe hinterlassen,aber ich war damals so jung und hätte nichts mit einem Haus anfangen

    können und war sehr krank und da mußten mich meine Schwestern auszahlen.Lieber hätte ich

    noch lange Zeit mit meinen Eltern verbracht,denn das Erbe war mir so egal und es ist so schlimm

    das es immer wieder so ist.Ich wünsche dir ganz viel Kraft.Liebe Grüße Helga

  • ja nun, ich danke euch alle, und das ist echt ernst gemeint, denn momentan glaub ich tatsächlich ohne meine Internet Bekanntschaft, ihr eben, könnt ich das alles gar nicht stemmen.

    Wieder die Hölle los bei uns gewesen heute, alles ist mir ausgegangen, muss morgen wieder nach produzieren, Schweinebraten, surbraten geselchtes kümmelbraten, alles weg, nebenbei, noch wurschten, um drei Uhr fang ich die Kessel an zum heizten, damit um sieben Uhr, wenn meine legere Helfer Gemeinschaft kommt, alles zum aufschneiden fertig gekocht hat, schauts mal auf die Uhr, grad bin ich vom Heurigen raus, alles sauber machen richten für morgen, es ist 00 Uhr, das heißt mit schlafen wirds heute nix mehr, sonst werd ich nicht wach.

    Bin jetzt schon erledigt, und das blunzen und presswurst machen das wir eben morgen machen, dauert ca bis 14 Uhr, um 15 Uhr öffnen wir den Heurigen, keiner da , in der Küche, das heißt, weiter geht's.

    Alles ein wahnsinn, ohne meinen Menschen neben mir, der mich versteht, der zu mir steht, der weiß einfach...