Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

  • Liebe Renate

    Die Trauer fordert ihren Tribut, wie Spatz es schon geschrieben hat, überfordere dich nicht. Ich schicke Dir eine von Herzen<3 kommende Trostumarmung:24::24:und ein großes Kraftpaket.

    Liebe Grüße Petronella

  • Liebe Renate,


    das ist zur Zeit einfach zu viel für dich... du trauerst und dadurch ist dein Immunsystem stark geschwächt. Bitte denke an dich und arbeite nicht tagelang ohne genügend Schlaf und Abschalten.


    Das will bestimmt dein Liebster nicht.

    Er wäre besorgt und würde dich stoppen.


    LG von einer Luise, die an dich denkt.

  • danke für eure Unterstützung, tut gut zu wissen, das man jemanden noch wichtig ist. Wurschten ist gut gelungen, hatte mehr Helfer als gedacht. Momentan stecken wir mitten in der Weinlese, und Heurigen haben wir auch noch.

    Ich bin es gewohnt, viel und schwer zu arbeiten, das stört mich nicht, sicher manchmal wird es zu viel, ...stören tut mich die Einsamkeit, die Sinnlosigkeit, der immer da , Schmerz, und die Traurigkeit, die mein ständiger Begleiter ist.

    Ich werde schon wieder so behandelt, als wehre gar nichts geschehen, ich spiele das Spiel mit, weil es mir zuwider ist, mich ständig rechtfertigen zu müssen.

    Ja ich bin noch traurig, sehr traurig und allein. Es ist so, warum verstehen sie das nicht.

    Ich will ihn zurück haben, sonst nix.

    Alles andere kann mich nicht glücklich machen, wie soll ich denn weiter leben ohne Liebe, Zärtlichkeit, Geborgenheit... ihn halt...

    Jetzt kommt Die Zeit wo ich seit Jahren schon , immer depressiv werde, die kalte, nasse , grau in grau Zeit, ich hab und hatte da ernsthaft immer Probleme, was wird das jetzt erst werden... ich hab Angst davor. Und vorm alleine sein, auch, das war immer unsere Zeit, kein weingarten, kein Heurigen, Herbst und Winter hatten wir Zeit für uns, Therme, Ausflüge, Besuche, kuscheln Zweisamkeit...was um Gottes Willen soll ich nur machen , in dieser Zeit, ohne ihn...

    Und mein rundherum, .... alle weg...

    Ich bin so feinfühlig geworden, heute zb, hab ich gehört, wie ein Mann sagte, ....heut muss mich meine Frau ein cremen, mir schmerzt mein Rücken....nix aufregendes,... ich war plötzlich so traurig, ...ich hab das nicht mehr.

    Das was andere ganz einfach nur so erzählen, schmerzt mich so .

    Lass es dir gut gehen...wie bitte...

    Nichts giebt es, wo ich irgendwie das Gefühl hätte, das tut mir jetzt gut...und ich habs echt versucht...

  • Liebe Renate,

    Herbst, Melancholie, Nässe, Kälte, Einsamkeit, Dunkelheit , Angst, Schmerz, Trauer, Dunkelheit. Es fühlt sich so an, als würde das für immer bleiben. Aber das wird nicht so sein, auch wenn wir das jetzt noch nicht sehen können. Ich schicke Dir eine feste Umarmung und einen Psalm aus der Bibel. Sei gewiss, Dein lieber Mann begleitet Dich.


    Und das Licht scheint in der Finsternis

    und die Finsternis hat's nicht ergriffen

    Johannes 1:5


    Gott segne Dich

  • danke Sommermond, denkst du wir werden irgendwann wieder nur annähernd froh, von glücklich sprechen ich gar nicht. Alles so weit weg, alles so fern. Und leer und einsam, kalt und ohne Wertigkeit.

    Ja es geht Schritt für Schritt weiter, aber wozu...

  • Liebe Renate,

    Glück ist ein großes Wort. Wir werden nie mehr unser altes Leben zurück bekommen. Aber es wird versöhnlicher, ruhiger und es wird auch Freude haben. Mit jedem Tag, der vergeht, sind wir ein Stück näher bei unseren Liebsten, das ist etwas, das mich manchmal tröstet, es gibt Hoffnung. Ich spreche ein Gebet für Dich.

    Sei umarmt.

    Liebe Grüße


    Sommermond

  • Gerade denke ich, ist es so , wenn denn irgendwann die Trauer leichter werden sollte, nicht Verrat...wisst ihr was ich meine... verrat meiner Liebe gegenüber, .... ja schon möchte ich wieder Freude empfinden, Geborgenheit, und Wärme, einen Sinn eben haben. Aber vergesse ich ihn dann nicht ? Vergesse die Liebe meines Lebens???

    Der Schmerz ist so groß, mein Herz brennt, und auch meine Augen, vom ständigen weinen. Ich merke das ich mich nicht mehr konzentrieren kann, mache meine Arbeit nicht mehr gründlich, bin einfach voll daneben. Tageweise geht es so gut, und dann wieder ist Tag eins da. Ein Samstag, wie heute, um 12 Uhr 58..

    Vor 24 Wochen...

    Das warum , das wozu, das wo bist du, das du fehlst mir so .... alles immer noch tag täglich da....

    Ich kann mir nicht vorstellen, so wie ich es hier oft lese, das es leichter wird, ...wie soll das gehen, ein Leben ohne ihm...

    Ist es dann nich Verrat??

  • oder ist Verrat das falsche Wort, vergessen vielleicht das richtige... wirre Gedanken kreisen in meinen Kopf... ich bin müde, und überfordert... mit allen zur Zeit, die Wein lese nimmt mich schon ordentlich mit, es ist sehr viel , und schwere Arbeit, körperliche schwere Arbeit, Männer Arbeit die ich da leisten muss, .... weil ich keinen Mann mehr habe....

    Schrecklich.... grad wieder wird es mir bewusst... bitte, wo bist du....

  • Liebe Renate,

    das Gefühl des Verrates, wenn ich mich für einen Moment wohl fühle, ist mir auch vertraut, aber ich weiß durch medialen Kontakt zu meinem Mann, durch Träume und Zeichen, dass das genau das Gegenteil davon ist, was mein Hannes sich wünscht.

    Er hat mir zu verstehen gegeben, dass er sowieso nicht weg ist, sondern mein Leben begleitet und dass es ihn freut und Stolz macht, wenn ich mein Leben mit Fröhlichkeit meistere.

    Das ist nicht einfach für mich, auch nach zwei Jahren, aber in diesen zwei Jahren nach seinem Tod habe ich mich soweit gefangen, dass ich es wenigstens versuchen kann.

    Ihm zuliebe, aber auch mir zuliebe.

    Ich weiß, dass du dir das noch nicht vorstellen kannst, das könnte ich damals auch nicht, dafür ist es noch viel zu früh.

    Gib dir die Zeit zum Trauern, hab Geduld und denke immer daran, er ist nicht weg, die Liebe bleibt.

  • Liebe Renate,

    Du bist vielleicht viel zu gestresst, um ein solches Zeichen wahrzunehmen, oder Deine Vorstellung davon ist evtl. zu "plastisch".

    Ich erzähle Dir mal eines von meinen Zeichen. Im Frühjahr war der Garten voller Unkraut und ich hatte starke Rückenschmerzen. Aber irgendwie hab ich mich dann doch rangetraut. Als ich dann glaubte nicht weiter zu können, fand ich einen Stein, der aussah wie ein Herz. Das war für mich ein Zeichen. Du hättest es vielleicht gar nicht beachtet. Du brauchst aber auch Ruhe um soetwas wahrzunehmen, mir hilft mein Gottvertrauen.

    Liebe Grüße

    Sommermond

  • ja warscheinlich bin ich eben noch nicht so weit , das ich ihn irgendwie wahrnehme, ich weiß das er da ist, spühr es, klingt doof , aber so ist es. Ich rede auch mit ihm, täglich, frage ob das so stimmt, wie ich das machen soll, ob er genau so viel Sehnsucht hat, so viel Verlust Schmerz.

    Klar bekomm ich keine Antwort, aber fühlt sich vertrauter an.

    Heute denke ich schon den ganzen Tag an ihm, er fehlt mir schrecklich. Ich zwinge mich zu essen, hab schon sehr viel abgenommen. Nichts schmeckt, keinen guster auf etwas, keine Lust...

    So ein wunderschöner Tag war heute, sonnig, windstill, warm.... wir waren im Weingarten...dort ist er mir so nah. Müde bin ich, ausgelaugt, erschöpft...

    Die leere in mir, macht mich noch verrückt..

  • Liebe Renate,

    ich kann Dich gut verstehen, ich spreche immer wieder mit meiner Schwester, ihre Antworten kenne ich. Das schafft Verbundenheit und Nähe. Den Kampf gegen den Nicht-Hunger kämpfe ich auch heute noch. Wie solltest Du nicht ausgelaugt sein? Ich habe großen Respekt vor Deiner Leistung und hoffe sehr, dass Du bald ein wenig Ruhe hast und die Nähe Deines Liebsten spürst. Schön, dass Du die wunderbare Natur wahrnehmen kannst . Gott möge Dir einen Engel schicken.

    Sei tröstend umarmt.

    Lichte Momente wünscht Dir von <3

    Sommermond

  • danke Sommermond

    Eigentlich fürchte ich mich, von der Zeit wl alles geschafft ist. Kein Heurigen, keine weingarten Arbeit, keine kellerarbeit...in ca drei Wochen ist das dann so, da hab ich alles geschafft für heuer....und dann......was dann??

    Dann wird mich wieder die Sehnsucht und Angst noch stärker quälen, denn dann hab ich Zeit zu denken.

    Lieber arbeite ich bis zum Umfallen. Das war Die Zeit, die wir immer gemeinsam hatten, nur wir beide, schöne Dinge haben wir gemacht, was wird jetzt kommen, außer nix.

    Ja uch habe Angst, schreckliche ...

  • Liebe Renate,

    ich kann Dich gut verstehen, Arbeit ist

    ein probates Medikament. Als ich noch berufstätig war, wurde der Haushalt eher oberflächlich gepflegt. Jetzt nehme ich mir

    Zeit, und mache alles gründlich.

    Ich bete viel. Wenn im Winter die Gartenarbeit entfällt, muss ich mir etwas einfallen lassen. Langfristig würde ich gerne ein Ehrenamt übernehmen, noch schaffe ich es nicht mit fremden Menschen zu sein. Ich denke auch immer noch nur bis zum nächsten Tag und mag nicht in die Zukunft schauen, es reicht, auf das Leid zu schauen, was im aktuellen Augenblick getragen sein will. Niemand weiß, was morgen sein wird. Vielleicht hilft es Dir auch ein wenig, den Blick auf "kurzsichtig" zu stellen. Unabhängig vom Datum, unsere Herzensmenschen begleiten uns, ich spreche immer mehr mit meiner Schwester.

    Lass Dich tröstend umarmen, Du leistungsstarke, sensible Frau.

    Liebe Grüße

    Sommermond

  • Liebe Renate,

    Sich etwas zu gönnen fällt vielen Trauernden schwer. Auch wenn du dir derzeit keine Zeit der Freude vorstellen kannst, irgendwann wird so ein Moment kommen- meist überraschend. Hab kein schlechtes Gewissen- denn neben der Trauer haben noch ganz viele andere Emotionen Platz. Und auch neben der Freude hat Trauer seinen Platz. Wir müssen uns nicht immer für oder gegen etwas entscheiden- alles ist Teil von dir und alles darf sein...


    Unsere Lieben werden wir nie vergessen <3

  • heute war der Tag gut, nicht so wie früher, aber doch gut.

    Ich lerne schön langsam, mit dem allein sein zu leben. Er fehlt mir so sehr, aber wem erzähle ich das, euch sicher auch eure Männer. Ich bin froh, das es diese Möglichkeit zum Austausch hier gibt, es hilft mir sehr. Ist es doch so das in meiner Welt, meinen Jammer, keiner mehr hören will.

    Ich versuche Tag für Tag, etwas schönes in meinem Leben, war zu nehmen, oft seh ich es gar nicht, dabei ist es doch so nah. Und immer denke ich, ist es ein Zeichen meiner Liebe, vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber es fühlt sich so gut an.

    So als ob er noch da wehre...