Meine Mutter war nicht nur eine Mutter sondern auch meine beste Freundin,Ratgeberin und alles weitere

  • [IMG:https://finestwords.de/wp-content/uploads/2019/09/Trauerspr%C3%BCche-mutter1.jpg]
    Hallo meine lieben mitleser, ich wünsche euch erstmal einen schönen Sonntag und habt ein entspanntes Wochenende.Ich bin auf diesem Forum gestoßen und hab es jetzt für richtig gehalten dies zu schreiben um irgendwie was los zu werden in mein Kopf. Es wird ein langer Text ich versuche es so kurz wie möglich zu halten, Es ist so als ob ich so eine Last im Rücken haben seit dem meine Mutter gestorben ist im November 2020.

    Meine Mutter wurde nur 40 Jahre alt ihr Geburtstag hätte sie Ende Dezember gehabt und Ich bin 19 Jahre alt.


    als allererstes meine Mutter ist nicht plötzlich gestorben sondern an der Krankheit Krebs. Sie erlitt die letzten zwei Wochen die Hölle in ihren Körper bis sie eingeschlafen ist.
    Jetzt denke ich an die Zeit zurück wo meine Mutter noch am Leben war, meine Mutter wollte unbedingt eine Tochter haben und hat sie auch eine bekommen Ende 2016 und Sommer 2017 bekam sie die scheiss Diagnose Krebs, erstmal war es ein Schock für alle in der Familie aber der Arzt meint das wir sehr sehr gute Chancen hätte weil alles in der Lunge entfernt wurde.
    wir waren erleichtert die 2 Jahre kam immer eine metastase aber die verschwand durch die Therapie was auch richtig gut war, außer im Sommer 2020, auf einmal waren 7 metastasen in der Leber und 2 im Kopf.

    Die Ärzte verschwiegen es meiner Mutter da mein Vater zu den meint, dass sie es nicht sagen sollte , dass sie nur noch paar Monate zum Leben hätte. Meine Mutter konnte nicht so gut die deutsche Sprache beherrschen deswegen konnte sie auch nicht nachfragen und mein Vater ließ es nicht zu.

    Ich wusste es leider auch nicht deswegen bin ich sehr sehr sehr sauer auf mein Vater.

    Er hatte meine Mutter im Ausland für 2 Wochen geschickt damit die Familie sie noch zum letzen Mal sehen kann, was alle nicht wussten dass es ihr letztes Mal ist.
    Meine Mutter merkte auch die Schmerzen wurden jedes Mal unerträglich für sie und wollte unbedingt eine Klarheit haben aber mein Vater hat es ihr nicht gesagt obwohl meine Mutter es eh erahnt hatte das sie sterben wird, weil wir alle so komisch drauf waren.

    Das problem ist jetzt, ich komme einfach nicht klar mit den Tod meiner Mutter es ist so als ob einfach ein Teil unserer Familie zerbrochen ist meine Mutter war nicht nur eine Mutter sondern wie meine beste Freundin wir gingen überall hin wo es uns Spaß machte, meine Mutter war wie eine junge Person mit der man alles unternehmen konnte, sie wollte nie das schlechte für einen. Ich verstehe es einfach nicht wieso mein Leben so scheisse geworden ist ohne sie.

    Meine Mutter war ein lebensfroher Mensch, mir tut meine kleine Schwester leid dass sie ohne eine richtige Mama wachsen muss unser Leben war doch so schön voller Pläne und allem.

    Das problem ist auch ich komme nicht klar mit der neuen von mein Vater er hatte noch ein Mal neu geheiratet im Februar und es ist so komisch jetzt im Haus. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, sie ist auch sehr jung meine Stiefmutter.

    Ich hab einfach keine Person mit der ich meine Sorgen teilen kann ich hab jedes Mal sofort meine Mutter anrufen und um einen Rat gebeten, sie wusste direkt was für einen das richtige und falsche ist.

    Mit mein Vater kann ich nicht darüber reden er ist eher voll die kalte Person und ihn interessiert es nicht was ich mache oder sage, als Beispiel ich hatte ein neuen Job und wollte es ihn erzählen da ich es ja keinen anderen erzählen konnte, meint er ja schön was soll ich machen ist ja für dich der Job und nicht für mich, ab da habe ich gemerkt ok der interessiert sich nicht so herzlich für mich, und seit dem meine Mutter gestorben ist wurden wir nicht enger sondern weiter weg eher, wir reden nur wenn wir was brauchen miteinander mehr auch nicht.


    ich weiß einfach nicht wie ich es beschreiben soll diese Last im inneren ich hoffe ihr versteht wie ich es mein, meine Mutter wusste nicht, dass sie sofort stirbt vielleicht wollte sie mir noch was sagen?
    die letzten Bilder im Kopf sind einfach wie sie ein schiefes Gesicht hat wegen eines Schlaganfalls und ohne Haare, sie wusste nicht mehr wer wir sind und sie war glaub ich auch blind sie konnte nichts mehr sehen , das verfolgt mich sehr und ich war zu dem Zeitpunkt wo sie gestorben ist mit im Zimmer, sie hat sehr geschwitzt, und war sehr nass, es ist so ich hab nie einen Menschen gesehen der gestorben ist in meine Familie,

    Ich hab leider auch keine Großeltern die sind alle vor meiner Geburt gestorben oder wo ich noch sehr klein war.

    Hab einfach niemanden mit dem ich reden kann.

    Wenn jemand das gleiche fühlt würde mich freuen wie es ihm geht und was man dagegen machen kann. ||

    Ich hab extra Geld gespart und wollte es einer Organisation überweisen wo die einen Brunnen brauen für die Menschen in Afrika und die schreiben auch den Namen meiner verstorbenen Mutter, so wäre es auch eine Erleichterung für mich.


    Mit freundlichen Grüßen

    Bleibt gesund

  • Hallo Cartoon45,


    ich habe diese Woche meine Mutter verloren, sie ist 49 Jahre alt geworden. Sie hatte eine Hirnblutung und später mehrere Hirninfarkte. Zum Glück ist sie friedlich eingeschlafen.

    Wie sich dein Vater dir gegenüber verhält, ist für dich nicht hilfreich. Er trauert wahrscheinlich nur tief in seinem Innersten und will am besten so schnell wie möglich darüber hinwegkommen. Vielleicht hat er auch Angst, mit dir zu reden, weil er nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Habt ihr früher viel miteinander gesprochen?

    Was mir gerade sehr hilft: morgens und abends eine Kerze anzünden neben dem Bild meiner Mutter, ihr Briefe schreiben und meine Gedanken mit ihr teilen.

    Und sich einfach alles gönnen, was man möchte: das Lieblingsessen, eine neue Jacke oder einfach nur einen Tag lang rumliegen. Und vor allem: immer weinen, egal wo, egal wann.

    Vielleicht ist es für dich auch hilfreich, einen Psychologen aufzusuchen. Aus so einer Situation kommt man manchmal nicht alleine raus - vor allem, wenn man niemanden zum Reden hat.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.


    Liebe Grüße, Jennifer

  • jenn

    "Was mir gerade sehr hilft: morgens und abends eine Kerze anzünden neben dem Bild meiner Mutter, ihr Briefe schreiben und meine Gedanken mit ihr teilen.

    Und sich einfach alles gönnen, was man möchte: das Lieblingsessen, eine neue Jacke oder einfach nur einen Tag lang rumliegen. Und vor allem: immer weinen, egal wo, egal wann.

    Vielleicht ist es für dich auch hilfreich, einen Psychologen aufzusuchen. Aus so einer Situation kommt man manchmal nicht alleine raus - vor allem, wenn man niemanden zum Reden hat."

    Besser hätte ich deine Worte nicht formulieren können!

    Danke, lg

  • Liebe Cartoon,

    Willkommen im Forum und mein Mitgefühl zu deinem Verlust. Jeder Mensch trauert anders, und auch dein Vater hat seine ganz eigene, spezielle Art zu trauern.

    Es tut mir leid das er dich so zurückweist. Gibt es noch jemand anderen mit dem du sprechen kannst?

    Hier kannst du auf jeden Fall immer schreiben.


    Alles Liebe und ganz viel Kraft für dich <3

    Isabel

  • Hallo Cartoon45,

    erst einmal mein herzliches Beileid. Dein Verlust tut mir wirklich sehr leid!
    Mein Vater ist im November 2020 ganz plötzlich verstorben und ich komme auch nicht wirklich damit klar..

    ich habe mir professionelle Hilfe gesucht. Aber jede*r muss für sich entscheiden, was das richtige ist.
    Jeder Mensch trauert anders und alles ist in Ordnung.
    Ich zünde auch jeden Abend eine Kerze an und rede mit meinem Papa. Zudem schreibe ich ganz viel.. über meine Gefühle und Gedanken.
    Hast du noch irgendwelche Tanten oder Onkel auf der Seite deiner Mama? Vielleicht kannst du ja mit denen reden . Mir hilft es sehr mit der Familie meines Vaters zu sprechen.. das gibt mir so ein bisschen das Gefühl, als sei er noch da. Die erzählen ganz viel von ihm, wie er als Kind und Jugendlicher gewesen ist usw. Durch diese neuen Informationen lerne ich meine Papa nochmal neu kennen..

    Vielleicht hast du ja jemanden, mit dem du über deine Mutter reden kannst.
    Zu deinem Vater: vielleicht weiß er auch nicht so wirklich, wie er mit dir umgehen soll. Wenn du willst kannst du es ja mal ansprechen, was du fühlst und was du brauchst.

    Einigen Menschen muss man ganz genau sagen was man braucht.

    Also sagen: ich möchte jetzt mit dir über Mama reden, oder ich möchte dass du mehr für mich da bist.
    Ich kenne deinen Papa nicht, aber wenn du glaubst es würde etwas bringen, würde ich dir das raten.

    Vielleicht ist es ja auch für ihn eine Erleichterung..


    Wünsche dir ganz viel Kraft 🙏🏽

  • Liebe Cartoon45,


    es tut weh zu lesen, daß Du so früh Deine Mutter verloren hast. Ich verstehe gut, wie einsam Du Dich fühlst und wie unverstanden.


    Vielleicht ist das Verhalten Deines Vaters darauf zurückzuführen, daß er mit seiner Trauer nicht umgehen kann und davor flüchten möchte.


    Sei still willkommen in unserem Forum.

    Hier kannst Du Dein Herz ausschütten.

    Alle die hier schreiben haben einen geliebten Menschen verloren.


    Wenn ich darf, nehme ich Dich sanft in den Arm.


    Stille Grüße

    Sommermond

  • Liebe Cartoon45,


    es tut mehr sehr leid, dass du deine Mama schon in so jungen Jahren verloren hast. Dass sie dir gerade jetzt, wo du ja erst

    richtig erwachsen wirst fehlt, das glaube ich dir.

    Dass dein Vater sich so schnell nach dem Tod deiner Mama, mit einer anderen Frau getröstet und sie auch gleich geheiratet

    hat, sie jetzt auch schon bei euch wohnt, dass ist wohl für deinen Vater die einfachste Art seinen Verlust zu kompensieren.


    Für dich allerdings, ist es unter diesen Umständen sicher besonders schwer, den Verlust deiner Mama, zu verarbeiten.

    Das dein Vater dich mit deiner Trauer so alleine lässt, ist sehr unfair. Hast du mit ihm darüber schon mal gesprochen ?

    Hast du sonst irgenjemanden, der dich auffängt ?


    Ich habe meinen Mann im Juli letzten Jahres verloren - er war gerade erst 60 geworden. Auch er hatte Krebs.

    Ich hatte mir schon während seiner Krankheit einen Psychologen gesucht, weil ich so furchtbare Ängste hatte.

    Ich wollte meine Familie und meinen Freundeskreis mit meinen Ängsten nicht ständig belasten, brauchte aber jemanden,

    mit dem ich regelmäßig über alles offen reden konnte. Ich habe diesen Therapeuten noch heute und gehe fast jede Woche

    bei ihm in die Einzeltherapie. Ich hatte wirklich großes Glück, einen so empathischen und verständnisvollen Therapeuten zu finden,

    denn auch mit Trauer, kann bei weitem nicht jeder Therapeut umgehen.

    Mir helfen diese Therapiestunden sehr - es ist immer wie ein Gespräch mit einem guten Freund, wo ich wirklich alles besprechen

    und lassen kann, was mir auf der Seele liegt.


    Vielleicht wäre es auch gut für dich. Sprich doch mal mit deiner Hausärztin darüber.


    <3lichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.