Ich kann nicht ohne dich

  • Ach du arme Steffi


    das tut mir so leid ,ich würde dir gerne helfen ,aber ich weiß leider keinen Rat für dich


    Hörst oder oder fühlst du deinen Mann .Ich tut das weiß aber auch das es nicht bei allen so ist


    Hat du jemand mit dem du sprechen kannst ,mach mal hilft das.


    ich kann dir nur alles Liebe ,eine dicke Umarmung:24: schicken

    Das Leben ist leider hart aber ungerecht .


    Alles Liebe Traurige Birgit

  • Liebe Steffi,


    das passiert in der ersten Zeit gerne, das Gehirn sucht die Antworten weil es mit dem Herz nicht zusammenarbeiten kann.

    Es geht immer wieder diese Fragen durch das ist wie ein Karussell oder Kopfkino nenne ich es gern.


    Es lässt aber auch wieder nach und nach viel viel viel Zeit hört es auch ganz auf.


    Vlg. Linchen :24:

  • Ihr Lieben,

    danke für die lieben Worte.

    Ich glaube der größte Auslöser für meinen Rückschlag sind die ständigen Urlaubsberichte im Bekanntenkreis. Sie machen mir schmerzlich bewußt was ich nie mehr haben kann. Ich habe ja gerade Urlaub doch bei mir ist nur Einsamkeit. Ja ich treff mich mit Freunden und Familie. Aber zu Hause wartet nur die leere Wohnung. Amigo ist durch mein weinen verunsichert und zieht sich zurück ( er tut mir dann leid aber ich kann nicht aus meiner Haut )

  • Liebe Steffi,


    ja das schmerzt, hab heute mit einer lieben Freundin der Familie gesprochen sie ist weit über 80 und hat Ihren Mann sehr früh verloren....kürzlich war sie 1 Woche in der Schweiz mit einem Bus Unternehmen und dann an einem Berg sie ist im Bus sitzen geblieben, weil sie dort mit Ihren Mann war und das konnte sie nicht weil das einfach weh tut. Nach so vielen Jahrzehnten.


    Es ist einfach so.....ich kann auch gewisse Dinge nicht oder an gewisse Orte weil ich da mit Mama war zu viele schmerzhafte Erinnerungen.


    Deine Fellnase kennt Dich so warscheinlich nicht und spürt Deinen Schmerz und weiß nicht was er machen soll....da ist jede Fellnase oder Samtpfote anders.

    Mein großer kommt kuscheln und will mich trösten, die kleine haut auch ab wenn ich so bin.


    Vlg. Linchen :24:

  • Zur Zeit ist es wieder schwerer die Tage und Nächte zu ertragen.

    Es ist zu still.

    Über WhatsApp kommen nur Urlaubsfotos von glücklichen Paaren. Deren Leben ist im Lot und das ist auch gut so.

    Mir aber brennt das Herz bei dem Gedanken------- nie wieder Joachim.

  • Liebe Steffi


    Ja die dunkel zeit ist schrecklich ,vor einem Jahr hat meine Tochter noch gelebt .


    Nun bin ich allein und diese Nacht habe ich schlecht geschlafen und dann noch Böse

    geträumt ,das ich Angst bekam


    und keiner da:(

    Es ist alles schrecklich

    Ich wünsche dir viel Kraft

    Traurige Birgit

  • Liebe Birgit,

    ich hoffe das der böse Traum nur ein Einzelfall bleibt und du wieder besser schlafen kannst. Ich versuche es jetzt mit Lavendelöl. Tropfe ich auf mein Kopfkissen und hoffe das es hilft.


    Zur Zeit fühle ich mich nur leer. " Arbeite " mein Tagespensum ab und fertig. Es fühlt sich an als sei ich unter einer Glocke gefangen. Um mich herum sind gefühlt nur glückliche Menschen. Wie soll ich je wieder dazu gehören. Bin kein Teil eines Paares mehr nur noch der Rest. Familie, Freunde und Bekannte nehmen sich Zeit für mich und dafür liebe ich sie. Danach gehen sie in ihre heile Welt und ich bleibe einsam zurück. Ich glaube fest daran dass Joachim in meiner Nähe ist und doch fühle ich mich alleine. den Rest meines Lebens so zu existieren macht mir Angst.

  • Liebe Steffi, ich denke es tut uns im Moment einfach nicht gut, uns mit glücklichen Paaren zu umgeben. Ich jedenfalls fühle mich viel wohler mit anderen verwitweten Menschen oder solchen, die aus anderen Gründen auch die Schmerzensseite des Lebens kennen. Die gibt es ja, nicht nur hier im Forum, sondern auch im wirklichen Leben, wir müssen uns nur finden.

  • Hallo Steffi


    Danke der nachfrage .Ich nehme jetzt zur zeit ein leichtes Schlafmittel ,das hat schon mein Mann gekommen und mein Doc

    hat mir es neue aufgeschrieben ,dann kommen keine Träume und man kann gut schlafen


    Ich bin mir auch nicht sicher ob es ein Zeichen sein sollte ,es war so eine Art zwei Hände .

    Aber da ich allein in unsere Wohnung bin habe ich mich einfach sehr erschrocken .


    aber ansonsten geht es mir wie dir .ich mache was ich machen muss ,obwohl mach mal frage ich

    mich wofür räume ich auf ,ist doch keine da und kommt auch keiner .

    sicher hin und wieder treffe ich mich mal mit jemand ,aber es ist halt selten .ich habe gestern zu meiner

    Trauerbebleitung gesagt ,ich hatte über 40 Jahre eine Familie und nun sind sie weg

    geblieben ist nur die leere .Gott sei dank höre und fühle ich leider nur meinen Mann ,besser als nicht


    Aber dir Tagen sind wie bei dir jeden Tag leer ,Traurig ,einsam :33:


    Lg.Traurige Birgit

  • Ja Birgit wofür machen wir das alles?

    Ich hoffe das wir alle hier am Ende unseres Weges ein Leben finden das es sich zu leben lohnt.


    Ich lese ja viel über das Leben nach dem Tod und was immer wieder berichtet wird ist das es unseren Lieben im Jenseits gut geht. Da schleicht sich bei mir immer wieder kurz der Gedanke ein warum wir uns hier so quälen und nicht auch ins Jenseits wechseln. Es ist immer nur ein kurzer Gedanke und ich werde ihn nicht umsetzen. Die Berichte von Nahtoderfahrungen und den Kontakten durch ein Medium zufolge fühlen die Verstorbenen keine Trauer über ihren Tod. Ich jedoch quäle mich von Tag zu Tag mit der Einsamkeit ohne meinen Mann leben zu müssen.

    Sorry ist halt mein Kopfkino------- lässt sich nicht abstellen

  • Ja Steffi

    da hast du wohl recht ,ich habe auch gehört ,das unsere Lieben wollen das wir unsere Leben

    hier leben so lange es geht .


    wie das sein soll das sagt uns keiner ,ein glückliches Leben bekommen wir wohl nicht mehr

    Ich kann es mir auch nicht vorstellen ,ohne Helmut und Nadja


    Traurige Birgit

  • Ich ertrage keine schlechten Nachrichten. Muß bei allem mitweinen.

    In der Zeitung war die Todesanzeige einer 20 jährigen ( sie hatte einen Autounfall ) eine Freundin meiner Nichte

    und die Todesanzeige einer 52 jährigen ( Krebs ) ihr Ehemann war in unserer Jugendclique.

    Es ist traurig das sie starben aber ich denke wie grausam es nun für die Hinterbliebenen ist, welche Schmerzen sie nun ertragen müssen.


    Ich stecke in einem Loch fest. Sehe keine Fortschritte. Alles alleine machen oder auf Hilfe angewiesen zu sein macht es noch schwerer. Das Team

    Joachim/Steffi gibt es nicht mehr. Alles was wir noch vorhatten----- gecancelt. Das Haus wirkt von Tag zu Tag leerer und belastet mich. Meine Mutter zeigt weder Interesse noch Mitgefühl aber wenigstens lässt sie mich in Ruhe.

    Immer wieder kommt der Gedanke : "Das kann Joachim nicht mehr erleben" und dann laufen die Tränen.

    Ich finde immer wieder Federn ( sehe das als Zeichen das Joachim in meiner Nähe ist ) doch es tröstet mich nicht. Ich vermisse seine körperliche Nähe, seine Stimme, seinen Geruch.

    Der Sommer ist vorbei----- der erste ohne Joachim.

    Mir graut es vor der dunklen Jahreszeit----- war noch nie meins und schon garnicht alleine. Aber es ist wie es ist und ich wurde nicht gefragt.

  • Liebe Steffi,


    oh wie gut verstehe ich Dich...meine Zeit war das auch nie immer schlimm schon als Kind, aber Mama war ja da und zusammen haben wir es geschafft meistens mit der Vorfreude auf Weihnachten.

    Nun ich habe es das erste mal schon hinter mir und es war extrem hart....viel zu hart und jetzt steht es das zweite mal vor der Tür oh man.:13::24:


    Wir schaffen das zusammen,:24: alle hier und ruckzuck ist dann wieder Frühling und es wird wieder heller.


    Vlg. Linchen

  • Was ich brauche


    Ich brauche meine Trauer, muß sie manchmal verdrängen und manchmal aussprechen,

    lernen zu akzeptieren, dass sie so ist wie sie ist.


    Ich brauche meine Tränen, mein Schweigen oder Reden,

    meine Ratlosigkeit, meine Wut, meinen Rückzug, meine Dunkelheit.

    Glücklichsein müsste ich spielen, noch kann ich es nicht sein.


    Tut mir leid, ich muß mich vergraben, wenn du mich aus meiner Trauer heraus reißen willst , weil sie dir Angst macht


    Ich muß mich wehren gegen dich, wenn du mir sagst, was ich fühlen darf und was nicht.

    Du allzu gut weißt, was ich tun muß.

    Rede mir das Nachdenken über Schuld nicht aus, versuche zu verstehen, warum ich das tue.

    Achte all das was ich mache als ein Wunsch zu überleben.


    Verurteile mich nicht wegen meines Schattendaseins, dräng mich nicht nach vorne zu schauen.

    Das ist zu weit weg.

    Lass die wohl gemeinten Phrasen, sie verletzen mich nur noch mehr.


    Verlange nicht dass ich wieder die Alte werde.

    Das kann ich nicht.

    Was ich hoffe ist , dass ich neu heil werden kann und du mir die Zeit lässt, die ich brauche.


    Trauern ist schwer

    Bitte mach es mir nicht noch schwerer indem du mich ändern willst.

    Das schaffe ich schon selbst.


    Bleib einfach bei mir und halte mich so aus wie ich im Moment bin


    ( Tabitha Oehler )

  • Ich habe das Gefühl ich laufe rückwärts. Die Vorstellung viele Jahre ohne Joachim weiter zu leben macht mir Angst.

    Auf der einen Seite macht mir das Alleinsein zu schaffen und auf der anderen Seite ertrage ich zu viel Trubel nicht.

    Heute bin ich im Tierpark spazieren gegangen. Dort waren wir schon mit unserem Sohn und dann mit den Enkeln.

    Nach der Hälfte des Strecke konnte ich nur noch daran denken nie wieder mit Joachim dort lang zu gehen. Hab die Tränen bis im Auto zurückgehalten.


    So möchte ich nicht alt werden. Ich kann mir nicht vorstellen irgendwann dieses Alleinsein als für mich gut empfinden kann.

    Joachim ist bei mir und doch hat er mich allein zurück gelassen. Unsere gemeinsame Lebensplanung sah anders aus. Warum haben sich unsere Seelen für solch eine Qual entschieden und nicht für ein gemeinsames Altwerden

  • Liebe Steffie


    Denke nicht daran das es noch Jahre dauert ,das tut nur weh ,ich versuche es auch nicht ,klappt natürlich

    nicht immer. .Mir geht es so wie dir ,ich möchte immer gerne unter Menschen ,bin ich es aber dann

    kommt es vor das ich nach einer weile wieder gehen muss ,weil ich es nicht aushalte

    und komme ich dann nach Hause ,breche ich in Tränen aus weil keiner da ist dem ich mein erlebtes

    erzählen kann .Die Hinterbliebe zu sein ist einfach käse .


    Ich stelle mir auch nicht vor wie es ist alt zu werden ,ganz allein ,meine Trauerbegleiterin

    hat gesagt nicht daran denken einfach Leben


    Leichter gesagt als getan


    Lg Traurige Birgit

  • Hallo, Ihr lieben Mittrauernden da draußen,


    ich bin auch seit langen Monaten in diesem Forum mal mehr, mal weniger aktiv.

    Ich kann euch so gut verstehen. All diesen Phasen der Trauer habe ich auch durchlebt. Mein geliebter Mann ist seit nunmehr 19 Monaten

    nicht mehr bei mir. Eines kann ich euch mit Gewissheit sagen, es wird anders und auch leichter. Die Phasen zwischen den Traueranfällen werden länger.

    Aber auch ich habe Zeiten, da vermisse ich meinen Schatz so sehr. Dann wünsche ich mir nichts mehr, als dass er wieder zu mir kommt. Es reicht eine Musik, eine Filmszene oder irgendein Trigger und dann überfällt mich diese

    Trauer, manchmal aus dem Nichts heraus. Und dann fließen die Tränen. Auch mir fehlen unsere gemeinsamen Aktivitäten. Wir sind viel gereist, mit dem Cabrio, dem Schiff oder auf Rundreisen. Da kommen schon viele tausend Erinnerungen auf. Ich habe seit der Frühphase meiner Trauer eine sehr kompetente Trauerbegleitung. Mit ihrer Hilfe habe ich viele Dinge entdeckt, die mir bei der Verarbeitung meiner Trauer geholfen haben. Ich habe eine Collage zur Trauer gemacht. Von meinem Schatz ein Fotobuch. Unseren Whatsappchat habe ich einem Buch verewigen lassen. Und für unsere geliebtes Cabrio habe ich ein Fotoalbum erstellt. Also habe ich mich sehr intensiv mit allem, was die Trauer lebendig gemacht hat, beschäftigt. Da ich über die 10 Monate der Krankheit meines Mannes ein Tagebuch geführt habe, habe ich diese 10 Monate nochmal durchlebt. Ich habe es gelesen, die innerlichen Bilder gesehen. Diese Art der Verarbeitung ist sicherlich nicht für Jeden geeignet. Mir hat es sehr geholfen. Seit etwa einem halben Jahr, habe ich angefangen, mein Leben neu zu sortieren. Ich habe mir ein neues Auto gekauft. im November werde ich umziehen. Die neue Wohnung wird m e i n e neue Wohnung. Aber mein geliebter Schatz geht mit. Er wird wieder seine Stellen in der Wohnung erhalten, so wie er sie auch hier hat. Ich habe ihn ständig um mich. Fotos, Kissen Blumen und Kerzen.

    Im August habe ich es sogar geschafft, eine Woche ganz alleine in Urlaub zu fahren. Ich war auf Mallorca und habe es tatsächlich genossen. Trotzdem habe ich meinen Schatz vermisst. Natürlich ist es sehr viel schöner, alles zu zweit zu machen.

    Ich möchte euch sehr gerne ein bisschen Hoffnung und Mut mitgeben. Es ist ein langer harter Weg, aber ihr könnt es schaffen.

    Ganz liebe Grüße

    "Kleine Frau" Angela