Unsere Esther ist aus ihrem Leben gerissen worden

  • Liebe Genna,


    gute Frage kaum, nur mit viel Hilfe und unglaublich viel Zeit.

    Ich denke hier sind ganz viele Mamas die werden Dir bestimmt helfen können.


    Ich glaube das unsere Lieben in der geistigen Welt auch Aufgaben haben das wäre ja sonst langweilig auf Dauer....ich denke schon das sie ums Vermissen aber ich denke auch das Gefühle andere sind als hier uns Zeit und Raum haben dort keine Bedeutung was für uns lang ist, ist für sie nur ein Wimpernschlag....jedenfalls glaub ich das.


    Du musst und wirst Deinen eigenen Weg finden.

    Jeder Weg ist anders, auch wenn sie sich ähneln.


    Vlg. Linchen

  • Ganz ehrlich……. Keine Ahnung wie ich das überstanden habe …. Inmer noch überstehe

    Ein Schritt nach den anderen….. ein Tag nach dem anderen

    Und noch immer ist es so das ein Tag zwar ganz gut starten kann und dann lauert irgendwo so ein verdammter Trigger ….

    Luan er braucht mich….. zusammen mit ihm überstehe ich das …. Überstehen wir das

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz
  • Linchen1 schreibt:

    Ich glaube das unsere Lieben in der geistigen Welt auch Aufgaben haben das wäre ja sonst langweilig auf Dauer....ich denke schon das sie ums Vermissen aber ich denke auch das Gefühle andere sind als hier uns Zeit und Raum haben dort keine Bedeutung was für uns lang ist, ist für sie nur ein Wimpernschlag....jedenfalls glaub ich das……….


    genau so glaube ich das auch…. Und Robin hat mir das bei einem JK auch so „erzählt“

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz
  • Liebe Genna,

    Ein unbeschreiblicher Schmerz den man aus deinen Zeilen liest, es tut mir so leid,

    dass deine Tochter nicht mehr bei dir ist.


    Du gibst dein Bestes, und mehr geht einfach nicht. Habt ihr mal über eine Familientrauerbegleitung nachgedacht?


    Du schreibst, du hast Sorge, dass sie traurig sein könnte- dass ist jetzt zwar mein ganz persönlicher Glaube, aber ich denke, das es dort

    wo unsere Liebsten sind so etwas wie Trauer nicht gibt. Aber das ist halt etwas von mir persönlich. Ich hoffe du findest auch etwas,

    dass dir ein wenig Hoffnung schenkt.


    Bei aller Trauer finde ich es sehr schön, dass ihr so einen starken Familienzusammenhalt habt.


    Alles Liebe und fühl dich willkommen <3

    Isabel

  • Liebe Genna,

    es gibt einfach keine Worte die dir den Schmerz nehmen würden. Es ist wie Mel021099 schreibt. Schritt für Schritt, Tag für Tag.

    Trauerarbeit ist der härteste Job den wir erfüllen müssen. Wir sind nicht gefragt worden.

  • Es ist schon so eine Qual...aber warum müssen mich diese extrasystolen und palpitationen so zusätzlich quälen? Durchgehend ohne Pause dieses poltern und diese "stromschläge" in der brust, gegen die rippen in den Hals hinein. Es nimmt mir die Luft und die Kraft. Ausserdem das Gefühl als stände jemand auf meinen thorax. Drei kardiologen haben mich gesehen...alle sagen es seien zwar sehr viele stolperer aber komplett harmlos...ich kann es kaum glauben...Habe angst plötzlich umzufallen, und dann stehen die Kinder vor der nächsten Katastrophe... meine therapeutin sagt ich müsse mich intensiv mit der trauer und mit dem verarbeiten befassen, dann würden die symtome besser...aber das problem ist, sobald ich mich intensiv in das Gefühl oder in Erinnerungen fallen lasse bzw von ihnen überwältigt werde, werden meine kardiologischen symptome so stark und unerträglich...dass ich schnell versuche mich abzulenken, bzw ich vor Angst eine panickattacke bekomme...und dann muss ich wieder eine von den sch...beruhigungstabletten nehmen um runter zu kommen. Ich hole zwar nur maximal 0,25 mg xanax bei Bedarf, nicht mehr als 1 pro tag, aber trotzdem. Nie wollte ich sowas schlucken, weiss ja dass man abhängig werden kann. Die ersten Monate brauchte ich es auch nie...warum jetzt nach 7 Monaten, warum wird es jetzt so schlimm?...hoffentlich gewöhne ich mich nicht an die xanax. Eine Freundin von mir meint, ich soll die jetzt mal 2 Wochen am Stück nehmen um mal den Teufelskreis panik- herzrhythmusstörungen zu durchbrechen, aber ich trau mich nicht. Hatte jemand von euch ab und zu beruhigungstabletten gebraucht und sie trotzdem danach gut absetzen können?

  • Liebe genna

    Ja, Trauern ist Schwerstarbeit...

    Deine Panikattacken, das Herzstolpern usw. - ja auch das ist ein Stück weit "normal"... Es nimmt einem die Luft, den Atem...

    Beruhigungsmittel - ok... aber trotzdem denke ich solltest du nochmal zum Arzt um evtl. das Herz zu stärken... Oder besser zu einem guten Heilpraktiker??? Das muss man ganzheitlich angehen...

    Was mir in den Momenten am meisten half: ATMEN... ruhig und tief atmen... ganz bewusst... Und laufen. Laufen laufen laufen... im Wald, alleine... laufen und atmen... innehalten... laufen und atmen... Tage, Wochen habe ich das gemacht... Und ich habe zugelassen was kommt. Hab versucht es "anzuschauen" und meinen Schmerz anzunehmen. Anfangs dachte ich, mein Herz zerreißt, bleibt stehen, ich kollabiere weil ich keine Luft mehr bekomme...

    Und ich hab dann einige pflanzliche Mittelchen genommen - auch das half...

    Bin kein Freund von "harten" Medis wenn es nicht unbedingt sein muss... ich bin dann so "neben mir" und das mag ich nicht...

    Ich denke, bei dir hat sich alles angestaut und kommt nun so stark raus... das ist bei jedem ganz unterschiedlich.

    Es gibt ruhigere Phasen und sehr aktive und schwere...

    Versuche ien wenig Druck raus zu nehmen. Horch in dich hinein...

    Wünsche dir ganz viel Kraft...

    Sei umarmt!

    Mirachen

  • Liebe Genna!


    Es tut mir von Herzen leid, dass ihr eure Esther verloren habt. Ich kann ein wenig erahnen, wie es dir gehen muss. Meine kleine Tochter starb im Sommer 2019 im Alter von knapp drei Jahren.

    meine therapeutin sagt ich müsse mich intensiv mit der trauer und mit dem verarbeiten befassen, dann würden die symtome besser...

    Fühlst du dich bei deiner Therapeutin wohl und gut aufgehoben? Helfen dir die Termine bei ihr?


    Wenn beides der Fall ist, ist das schon mal viel wert und ich möchte mich jetzt auch gar nicht wie ein Geier auf die von dir genannte Aussage der Therapeutin stürzen, denn so isoliert kann man sie wahrscheinlich gar nicht fair beurteilen. Dennoch finde ich ihren Rat etwas fragwürdig und schwierig, zumindest meiner eigenen Erfahrung nach.

    Dein Körper zeigt dir bereits jetzt sehr deutlich, dass alles viel zu viel ist. Dein Kopf, Herz, Körper stecken bereits intensiv in Schmerz und Trauer. Ich weiß nicht, ob es da hilfreich ist, sich zusätzlich noch intensiver zu konfrontieren.


    warum jetzt nach 7 Monaten, warum wird es jetzt so schlimm?

    Vielleicht weil der erste Schock langsam nachlässt. Er schützt den Verstand in der ersten Zeit vor dem Begreifen.


    Hatte jemand von euch ab und zu beruhigungstabletten gebraucht und sie trotzdem danach gut absetzen können?

    Ja, bzw. als Notfallmedikation für die Einzeleinnahme noch immer (wobei ich versuche, es wirklich auf absolute Notfälle zu beschränken).

    Das Absetzen nach längerer, regelmäßiger Einnahme war anstrengend und langwierig, aber machbar. Rückblickend betrachtet weiß ich nicht, ob ich die Zeit ohne Medikation überstanden hätte.

    Deine Bedenken teile ich vollkommen, deswegen ist enger, guter Kontakt mit deinem Arzt sicher wichtig, um sich gut abzusprechen.

  • Vielen Dank mirarchen...da liegt bei mir das Problem...vorher ging ich jden tag in den Wald, nicht laufen aber täglich 4km mit den Hunden spazieren. Seit dieser herzsymptomatik verschlechtert sich das Vertrauen in meinen Körper. Nach und nach wurde meine Angst immer größer, dass ich der Wanderung umfalle, bekomme plötzlich gerade dann Angst, gehe nur noch wenn in Begleitung oder bin so erstarrt, dass ich mich garnicht traue. Vorher brauchte ich das immer.. aber es ist auch so, dass gerade Esther und ich die beiden "wanderer" in der Familie waren...wir machten immer neue Touren, suchten uns gemeinsame Strecken aus.. sie liebte so den Wald,wie ich...und jetzt trau ich mich kaum noch vor die Tür...was ist nur aus mir geworden?

  • Das kann ich gut verstehen... gerade wenn ihr die "Wanderinnen" wart...

    Genna, dir wurde das Wichtigste genommen... Ein TEIL von dir... Da soll man kein Herzrasen bekommen??? Das ist doch total verständlich... Ein Teil deines Herzens ist herausgerissen... Du brauchst Zeit... Viel Zeit...

    Es wird sich irgendwann ganz langsam wandeln... irgendwann wirst du wieder im Wald stehen... mit deiner Esther im Herzen!

    Gib dir Zeit. Gib euch Zeit. Deine Esther ist bei dir! Immer. Solange DU lebst... Es ist furchtbar was ihr - und euch! - widerfahren ist... aus dem Leben herausgerissen... von einem Augenblick auf den anderen ist die Welt eine komplett andere!

    Genna... das muss ein Mamaherz erst einmal verkraften...

    Du fragst, was aus dir geworden ist? Eine zutiefst verletzte Mama, eine Mama deren Herz zusammengepresst und zerrissen wurde.

    Genna, gib dir Zeit!

    Ich wünsche dir Menschen, die dich halten und begleiten...

    Die brauchst du. Alleine musst du das nicht schaffen...

  • Liebe Genna!

    es tut mir im herzen weh,deine Geschichte zu lesen. Fast kann man deinen Herzschmerz mitspüren und glaube mir,es ist okay,wie du dich fühlst. Dein Kind wurde dir entrissen,wie solltest du dich sonst fühlen? Mutter und Kind haben eine soooo enge verbindung und wenn die durch den Tod getrennt wird ,wirkt sich das auch körperlich aus. Meine Mama,die vor 4 Tagen starb,hat auch ein Kind verloren vor 21 Jahren. Sie hatte lange Zeit körperliche Schmerzen durch die trauer. versuche dir diezeit zu geben,die deine Seele und dein körper brauchen um Heilung zu erfahren. Fühle dich ganz arg umarmt!! ich denke an dich !:24::24:

  • Du bist absolut normal….. ❤️

    Ich bin nicht weg.... nur schon mal voraus gegangen...


    • "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können." Robins Lieblings Zitat aus der kleine Prinz
  • liebe Genna<3


    es so viel Gutes,Wichtiges und in etwa ähnliches an Schmerz und Trauer erlebendes geschrieben worden...

    Sehr finde ich mich in Miraliese21  <3 wieder und in gewisser Weise in West  <3 ws sie dir jetzt geschrieben haben.

    Ich hoffe du verstehst das richtig. "Danke " das du so viel von dir erzählst weil dann die Verbindung sehr schnell tiefer wird,,,

    Ich habe weder Xanax noch ein anderes Mittel genommen . Nur Beruhigungs- und Schlaftees und habe auch wie Miraliese21 sehr, sehr viele Spaziergänge und Wanderungen in die Natur gemacht und mache dies bis heute

    und

    was mir sehr speziell geholfen hat weil ich aber schon lange einen soirituellen Weg gehe ...Meditationen...

    Ich könnte Seiten füllen was ich gehabt habe und zum Teil habe...

    Doch je länger ich trauere umso besser wurde tatsächlich mein Herzbefund . Ich habe eine Pulmonalvenenisolation vor 5 Jahren gehabt und es half und hilft bis heute das mein Herz mit permanenter Schulmedizin gut arbeitet.


    Ich empfehle dir ....

    und bitte sehe es wirklich nur als eine Empfehlung an <3:!: 

    das du vielleicht dennoch dich in einem Herzzentrum untersuchen lässt, vielleicht , wenn du es auch garnicht gemacht hast , NICHTS von deiner Trauer erzählst ? damit du nicht in "ein Raster gesteckt" wirst??

    Ich denke auch das du einesteils durch den Schock und auch deine Arbeit nichts nehmen musstest ...

    Jetzt ist es dir einfach bitter klar geworden .

    Immer wieder kann ich nur schreiben das du so viele wertvolle Möglichkeiten hier geschrieben bekommst<3


    Was hier im eigentlich von der Natur her " wilden Schweden" ein absolutes muss ist bei kleinen und grösseren Wanderungen ist ein funktionierendes handy damit du notfalls einen Notruf senden kanst oder eben mit einem Menschen kommunizierst.

    Das empfehle ich dir wenn du hoffentlich wieder schnell in die Natur mit deinem Hund kommst...


    Ich kenne nur eine Frau die von einem AD völlig weggekommen sind...


    Wir wollen ja alle nicht Trauer bewerten ...

    Doch eines ist so schön und doch so traurig bitter klar... die Kinder von uns und die Eltern von uns allen , auch wenn man Schwirigkeiten hatte sind einfach einmalig in ihrer Verbundenheit,,, von der ersten Zellteilung an ist manentweder in der Mama gewachsen oder unsere Kinder sind in uns gewachsen...

    Das ist eine sehr, sehr tiefe Verbindungsebene...


    Meine Schwägerin und mein Bruder trauern seit 23 Jahren um eine Tochter . Sie waren 2 Jahre kontinuierlich in psychotherapeutischer Behandlung neben der Arbeit .

    Meine Nichte ist auch durch ein Unfall ums Leben gekommen. An diesem Tag war sie gerade in der Kunsthochschule in Perth, western Australia angenommen worden und hatte mit einer Freundin auch gerade die Zusage von einer gemeinsamen Wohnung...


    Ich schreibe das weil es dich hoffentlich nicht zu sehr belastet ???? sondern um dir aufzuzeigen das die Trauer durchaus bleibt aber dennoch kann ich dir schreiben , das meine Schwägerin und mein Bruder und der Sohn ein Leben jetzt führen was durchaus auch genossen wird trotz auch leider einigen chronischen Erkrankungen.


    Ich wünsche dir die leider sehr , sehr, sehr sehr langsame unendlich langsame Akzeptanz dass Esther einen sanften "warmen " , liebevollen Platz in deinem Herzen bekommt was hoffentlich dann langsam und rhytmisch schlägt.

    die Essenz vielleicht von meinem Geschriebenen ?

    Noch einmal in dich hineinhorchen ob du dich wohl bei deiner Therapeutin fühlst ?

    und ... dennoch , ja ich würde dir ein Herzzentrum empfehlen zur Abklärung...

    und

    dennoch mit handy in den Wald ... Heulen und weinen hilft ... das ist meine Erfahrung ...

    alles , alles LIEBE<3 deine Sverja

  • Liebe Genna,

    All das was du beschreibst ist ( leider ) Teil der Trauer und somit Teil deiner Lebensgeschichte.

    Das es nach einer " guten " Zeit wieder eine Talfahrt gibt werden dir hier viele die schon länger trauern bestätigen.

    Oftmals ist es so das der Druck zum " normalen " Leben zurück zu kehren von außen kommt. Leider ist die Genna die du vor dem Tod von Esther warst nicht mehr existent und wird es auch nicht mehr sein.

    Mit den Medikamenten habe ich keine Erfahrung. Wenn du Bedenken hast sprich es beim Arzt an bzw hol dir eine zweite Meinung. Der Vorschlag mit dem Heilpraktiker wäre doch eine Option.

    Da du körperlich zur Zeit so stark unter der Trauer leidest sollte man da nicht von Seitens der Therapeutin schauen was dir etwas Ruhe verschafft. Aber auch da bin ich Laie. Ist nur mein Bauchgefühl

  • Liebe Genna,

    bisher habe ich hier nur mitgelesen. Es tut mir so wahnsinnig leid. Dein Kind...


    Ich stelle mich kurz vor: Ich bin auch eine Mutter. Mein Sohn starb vor 2 Jahren durch plötzlichen Herztod.


    All die vielen Tipps meiner Vorschreiberinnen und von West sind nach meiner Meinung sehr gut.

    Bitte verbiete dir die Tränen nicht. Kommt eine Trauerwelle...Versuche nicht, dieser zu entgehen, indem du dich ablenkst. Lass es zu! Weine. Weine viele Tränen und verstecke diese nicht. Es hilft dir den nächsten Moment zu überstehen und entspannt dich für eine kurze Zeit. Es geht nicht anders. Immer nur kleine Schritte... Jeder Fetzen blauer Himmel, jeder kleine Sonnenstrahl können dir gut tun.


    Sverjas Hinweis mit dem Handy halte ich auch für sehr gut. Vielleicht kannst du mit jemanden verabreden, dass du raus gehst und evtl. kannst du dieser Person deinen Livestandort senden, so dass du unter "Aufsicht" unterwegs bist.

    Manchmal will man einfach nur schreien. Versuch es...draußen...im Wald.


    Alles Liebe

    Iris 💚

  • Hallo, ich hatte den Rat von Freunden erhalten, erfahrungsberichte von betroffenen zu lesen, damit ich mich verstanden fühle. Ich habe mehrere Bücher gelesen, zum beispiel "übersleben" usw. Ich stellte fest, dass umso mehr ich die traurigen Geschichten las, umso weniger hielt ich das aus, immer stärker wurde der Druck in der brust. Auch habe ich das Gefühl, dass diese Eltern es besser hinkriegen als ich. Jeder hatte seine "strategie"oder seinen " glauben" . Ich bin im Moment wie erstarrt, warte die Zeit ab und weiss aber nicht worauf ich warte...kann oft tagelang nicht weinen, bin eingeengt in einem panzer...ich merke, dass ich immer an Esther denke aber die Trauer nicht zulassen kann. Sobald es emotional zu tief geht, zb nach träumen, fängt mein Herz an zu rasen und zu stolpern und eine tiefe Angst kommt in mir hoch...ich habe wirklich das Gefühl, dass ich das nicht überleben kann...

  • Liebe genna,


    ich glaube nicht das diese Eltern am Anfang eine Strategie hatten oder einen Weg.

    Ich denke sie haben genauso wie Du versucht einfach nur zu überleben mit diesem unglaublichen Schmerz.

    Ich denke das es später kommt mit der Zeit.

    Doch selbst mit der Zeit wird dieser Schmerz nie weggehen.


    Aber vielleicht das integrieren, in den Alltag und Du hast eine Familie.

    Ganz viel Kraft wünsche ich Euch.


    Vlg. Linchen

  • Ich verstehe dich sehr gut, liebe Genna.


    Auch das klügste Buch kann uns unsere geliebten Menschen nicht zurückbringen. Am ehesten noch tragen mir die Bücher von Roland Kachler dazu bei, irgendwie ansatzweise zu verstehen, wenn das überhaupt möglich ist.

    Insbesonde dies:


    "Traumatische Verluste Hypnosystemische Beratung und Therapie von traumatisierten Trauernden"


    Kachler ist Betroffener und Psychotherapeut, du kennst ihn wahrscheinlich, drum verzeih meine "Belehrung"


    Eine mitfühlende Umarmung

    *** Niobe