Posts by Astrid.

    Ihr Lieben ALLE hier,

    jetzt ist es so weit und ich möchte euch sagen:


    LEBE WOHL


    auch wenn das vielleicht wie ein Hohn klingen mag.

    Doch ich meine mit wohl nicht überschwänglich und happy-peppy

    sondern so, dass es auch Momente gibt in denen es dir


    WOHL ergeht. Du dich von der Trauer ein bisschen erholen kannst

    und du Kraft sammeln kannst, um den Weg weiter zu gehen.


    Und ich kann euch zusichern, dass es wieder ein lebenswertes Leben

    geben kann. Irgendwann, dann wenn du die Trauer in deinem Leben als

    Bestandteil angenommen hast und die Trauer den Stachel des Schmerzes

    verloren hat.


    Ich war sehr gerne hier und habe mit euch geschrieben. Wir haben uns

    kennen gelernt und einander vertraut. Ihr habt mir einen Einblick in euer

    Leben, die Trauer, den Schmerz und in euch gegeben.


    Darum kann ich nur sagen DANKE, es war mir eine EHRE,

    so viele besondere, einzigartige und grandiose Menschen zu treffen, wie euch.


    DANKE, dass ich ein Stück der unterschiedlichen Wege mitgehen durfte.


    DANKE und LEBE WOHL


    Astrid.


    Ps. Wer gar nicht auf mich verzichten mag, darf mich gerne auf Facebook "verfolgen"

    https://www.facebook.com/lebenskreise/

    Habe gerade meine Vorstellung gelöscht und gehe die letzten Schritte in diesem Forum.

    Noch ein Abschiedswunsch und dann heißt es Adieu sagen.


    Vielleicht schau ich hin und wieder mal rein, wie ihr es so habt.


    Bis dann.

    Liebe Astrid, immer wenn wir Ruhe haben und uns einen schönen Nachmittag machen wollen, verhält sich meine Tochter mir gegenüber schrecklich gemein. Somit wird aus dem Plan einen schönen Tag zu verbringen, hinfällig.

    Liebe Liesel,

    wie wäre es, wenn du ihre Bosheiten als das abtust, was sie wahrscheinlich sind: Sie vermisst den Papa, der ihr so fehlt wie dir.

    Und ihr macht das Schöne TROTZDEM, weil sie dann merkt, dass sie auch mit dir schöne Zeiten haben kann.


    Und sprich sie offen darauf an:

    Ich weiß, dass dir dein Papa so sehr fehlt. Mir fehlt er genau so. Und das tut uns beiden weh. Und wenn du dann auch noch zu mir

    gemein bist, dann tut mir das noch mehr weh. Erzähl mir doch lieber, was dir genau fehlt.


    Vielleicht antwortet sie dann: Der Papa


    Ja, das weiß ich. Doch was an ihm vermisst du jetzt gerade besonders?


    Und du kannst ihr erzählen, was du besonders vermisst.


    So kommt ihr miteinander ins Gespräch.


    Das ist nicht leicht und auf jeden Fall rate ich dir eine Familientrauerbegleitung an. Schreib mir in der Konversation, woher du kommst und ich höre mich um.


    Ich wünsche euch einen feinen Nachmittag heute und dass ihr euch dieses Wochenende wohl tut.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Ange,

    du bist und bleibst wichtig und wertvoll hier.


    Und ich bin mir sicher, dass Isabel eben so herzlich ist wie ich und auch wenn sie bestimmt manches anders machen wird, das Forum sehr passend moderieren wird.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Gabi,

    deine ausführliche Antwort ist ein wunderschönes Geschenk für mich.

    Du hast dich geöffnet für meine Worte und sie in dir wiederhallen lassen.

    Und in dir für den Moment deine Antworten gefunden.


    Auch dir wünsche ich Gesundheit und dass das Glück in kurzen Momenten bei dir sein darf.

    Mit Mäuschen und Loner und deiner Mama und .... dann, wenn es anklopft auch eintreten darf.


    Alles Liebe und trage dein halbes Herz mit Achtung und Würde, denn darin verbirgt sich

    dein mutiges Herz, dein liebevolles Herz und dein schönes Herz.


    (Und nein, die Wunde heilt nicht, auch wenn Aaron ganz in meinem Herzen ist, tut es immer noch

    hin und wieder weh, dass er nicht real da ist. Das ist nicht mehr der Schmerz der ersten Jahre, doch

    eine starke Sehnsucht und die große Frage, was wäre heute wenn...)


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Blaumeise,

    das freut mich sehr!

    Ja, heute heißt es Abschied nehmen und diese Party versüßt es mir.


    Vor allem, weil auch Isabel eingeladen und begrüßt und gefeiert wird.


    Hmm Kaffee und Kuchen und zum Abschluss ein Glas Sekt. DANKE!


    Auch ich bringe euch allen noch was mit. Musste schwer tragen, es her zu bringen.

    Es ist ein Notfallkoffer und für alle genügend drinnen:


    Tee

    verschiedene Badesalze

    eine leicht duftende Lotion zum sanften Eincremen

    ein Buch mit leeren Seiten für deine Gedanken

    Kerzen in unterschiedlichen Ausführungen, Farben und Formen

    Taschentücher

    Federn

    Bohnen für die Bohnengeschichte

    ein Schmeichelstein für die Felsbrockengeschichte

    Ein dickes Buch mit meinen Erinnerungen an euch und eure Liebsten

    Farben zum Malen und dickes Papier dazu

    Briefpapier für die Briefe an eure Liebsten

    Musiksammlung für DEINE Momente

    Hundeleckerlis und Katzenleckerlis

    Ein Plüschherz für die Herzgeschichte

    Ein Handschuh für die Handschuhgeschichte

    Ein riesiges OHR für das was du zu sagen hast

    eine liegende Sanduhr für das, was du beschweigen willst

    und ein Herzkissen mit langen Armen, das dich umarmen kann.


    Unten findest du die Geschichten :)


    Verabschieden werde ich mich bei Organisatorisches gegen Mittag.

    Seid lieb gegrüßt und danke für die Feier, die du organisiert hast, liebe

    Blaumeise und die wir alle hier feiern werden.


    Lg. Astrid.



    DIE BOHNENGESCHICHTE
    Es war einmal eine sehr alte, weise Frau. Sie hatte ein recht
    beschwerliches Leben.
    Jeden Morgen, bevor sie ihr Tagwerk begann, legte sie sich eine
    Kittelschürze um. Dann ging sie in ihre Speisekammer und nahm
    eine Handvoll Bohnen aus einem Sack. Diese steckte sie sich in die
    rechte Tasche ihrer Schürze.
    Wann immer ihr im Laufe des Tages etwas Schönes begegnete – das
    Lächeln eines Kindes, der Gesang eines Vogels, der Klang einer
    Klangschale, ein Mitmensch, der ihr eine Freundlichkeit erwies, der
    Duft einer schönen Tasse Kaffee, ein Sonnenstrahl, der ihr Gesicht
    traf oder ein schattiger Platz in der Mittagshitze – kurz gesagt, für
    alles, was ihr Herz und ihre Sinne erfreute, ließ sie eine Bohne von
    der rechten in die linke Schürzentasche wandern.
    Am Abend, bevor sie sich schlafen legte, nahm sie die Bohnen aus der
    linken Tasche ihrer Kittelschürze. So betrachtete sie, was ihr an
    diesem Tage Schönes widerfahren war. Bei jeder einzelnen Bohne
    wusste sie noch ganz genau, was ihre Freude ausgelöst hatte.
    Und wenn sich auch nur ein einziges Böhnchen in ihrer linken
    Schürzentasche fand, dann war es für sie ein Tag, an dem es sich
    gelohnt hatte, zu leben.

    ==========================


    Trauer ist wie ein großer Felsbrocken, wegrollen kann man ihn nicht.

    Zuerst versucht man darunter nicht zu ersticken.

    Dann hackt man ihn Stück für Stück kleiner.

    Den letzten Brocken behält man bei sich und trägt ihn ein Leben lang

    in der Hosentasche wie einen Schmeichelstein mit sich herum.


    ===========================


    Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.


    Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.


    Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken...Genau gesagt, waren an einigen Stellen tiefe Furchen, in denen ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an und dachten: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner?


    Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er, "dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."


    "Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau passen, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"


    Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen.

    Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.


    Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen fort, Seite an Seite.


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    Hier findest du in Teil 1 etwa bei Minute 8 die

    HANDSCHUHGESCHICHTE

    https://www.lebenskreise.at/tabufrei-folge-4-kindertrauer/


    Liebe Liesel,

    nach dem schweren Aufwachen, wünsche ich dir für heute einen Moment in dem du mit deiner Tochter etwas Schönes erleben darfst.

    Auch wenn dadurch der Schmerz nicht weggeht, es kann dir einen Moment Auszeit geben. Das wünsche ich dir.


    Lg. Astrid.

    Meine Psychologin sagt mir, dass ich es unbedingt akzeptieren sollte...🥺

    JA, du musst es akzeptieren. IRGENDWANN und NICHT SOFORT! Da ist bei dir wahrscheinlich noch das Gefühl, dass es ein Albtraum ist und wenn du aufwachst, dann ist alles wieder gut. Jetzt ist die Zeit, in der du durch den Schmerz gehst und das ist so unwahrscheinlich leidvoll. Es ist gut, dass du hier im Forum bist und dir das Leid vom Herzen schreiben kannst.

    Aber tagsüber verhält sie sich auch, als wäre nichts passiert. Damit kann ich nicht richtig umgehen, aber laut Kinderpsychologin ist das wohl normal.

    Da muss ich der Kinderpsyhologin zustimmen. Kinder trauern in Pfützen. Wir Erwachsene in einem uferlosen Ozean. Bei uns verändern sich die Wellen. Kinder müssen noch wachsen, noch so viel Neues lernen, sich entwickeln. Darum kann es sein, dass sie in eine Pfütze hineinspringt, traurig, wütend, ohnmächtig, ... ist (alle Gefühle, die du auch kennst - auch in dieser Intensität) und dann wieder heraushüpft und Kakao will oder spielen... Für Eltern ist da oft nicht nachzukommen. Doch es ist normal.


    Kurz bevor meine Tochter heute eingeschlafen ist, hat sie mir gesagt, dass sie nicht versteht, wo Papa jetzt eigentlich ist, er kann doch jetzt nicht plötzlich unsichtbar sein. Es ist zum schreien!

    Im Video findest du die Handschuhgeschichte. Die ist dafür sehr passend.

    Bei Minute 8:30 im ersten Teil

    https://www.lebenskreise.at/tabufrei-folge-4-kindertrauer/


    Habe ich dich schon gefragt, ob es in deiner Nähe Familientrauerbegleitung gibt? Das ist manchmal passender, als eine Psychologin.

    Wenn du magst, kannst du mir in der Konversation schreiben, woher du kommst, dann kann ich mich bei Kolleginnen mal umhören.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

    nachdem mein Mann seinen Weg in die andere Welt gegangen ist, zieht mir die Trauer den Boden unter den Füßen

    weg und macht mein Leben zur Hölle.

    Liebe Maike, Adi, Karin, Kornblume, Karo, Flora, Ange, .....


    Die Trauer wird auch oft als die Hölle im Leben bezeichnet. Es ist der Schmerz über den Verlust, der diese Hölle ausmacht.

    Die Trauer an sich, ist der Weg durch diese Hölle um wieder in ein Leben zu kommen.


    Auch wenn das für dich vielleicht keinen Unterschied zu machen scheint, so möchte ich dir und euch eine meiner Lieblingsgeschichten hier schenken.

    Vielleicht macht sie euch ein bisschen versöhnlicher mit der Trauer, die ihr jetzt braucht. Denn sie ist die normale Reaktion auf einen Verlust, wie K. Lammer schrieb.


    https://www.youtube.com/watch?v=ZC1_XKbwjIs


    Die Hoffnung, die du noch nicht sehen kannst, die trage ich noch für dich, bis du sie wieder selber haben darfst, weil sie dir nicht mehr so fern und so fremd vorkommt.


    Seid lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Still Crazy,

    ich habe oft an dich gedacht. Und es freut mich sehr, dass es da jemanden gibt der mit dir auf dem Weg ist. Und doch jeder sein Ding machen kann.


    Und es freut mich, dass du diese zwei Prozesse anerkennen kannst. Ja, es ist wichtig, dass sie beide laufen dürfen. Dass sie beide Berechtigung haben.

    Diese neue Liebe, die keimt und vorsichtig sprießt.

    UND die Liebe zu Rudi, die diese neue Liebe beeinflusst und mit prägt.


    Dieser Prozess von dem deine Therapeutin gesprochen hat, ist in meinen Augen ganz klar die Trauer. Trauer darum, dass es damals Verletzungen, Überforderung und Unsicherheit gab. Bei aller Liebe und Fürsorge auch für dich hast du einen Weg beschritten, den du nicht gehen wolltest. So wie es in der Trauer auch ist. Wer will schon durch eine todbringende Krankheit gehen oder sie begleiten, wenn es ein geliebter Mensch ist? Und wer will sich von diesem Menschen für immer auf dieser Welt verabschieden müssen?


    Vielleicht ist es eine ganz andere Trauer, als damals bei deiner Mama. Du hast dich seither verändert, dein Leben ist ein anderes geworden und die Umstände sind andere. Auf jeden Fall würde ich es sehr wohl TRAUER nennen. Auch wenn du das vielleicht nicht lesen magst?


    Ich danke dir für deine Worte an mich.

    Sie haben mich sehr berührt und zu dem Text oben geführt. (Ich möchte ihr nochmal ein bisschen ausführlicher schreiben)

    Und ich wünsche dir weiterhin solche Worte, die dir hier begegnen.


    Schön, dass du wieder da bist.


    Lg. Astrid.

    Liebe Bea bambus


    DANKE meine LIEBE!

    Schreibe morgen meine Abschiedswünsche und bei aller Freude für die neue Aufgabe, ihr werdet mir schon fehlen.


    Jetzt eine Espresso mit dir - das wäre fein :)


    Lg. Astrid.

    Lieber Bernhard,

    ich bin leider nur noch heute und morgen als Moderatorin hier. Isabel, die neue Moderatorin, wird sich sicher auch bald bei dir melden. Und viele andere auch.


    Trotzdem auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns. Schön, dass du uns gefunden hast.


    Der 24.9. - das sind erst 7 Wochen. Das ist noch so frisch.

    Ich wünsche dir, dass du deine Trauer annehmen kannst, durch den Schmerz gehen kannst - auch wenn es unheimlich weh tut - weil es der einzige Weg aus dem Schmerz heraus ist.


    Es freut mich, dass es schon Momente gibt, in denen du funktionierst. Wie schaut das denn aus? Was kannst du tun, wenn du funktionierst?


    Lg. Astrid.

    Liebe Gabi,

    dein Text hat mich sehr berührt und wenn es für dich in Ordnung ist, greife ich ein paar Sätze auf. Vielleicht kann eines meiner Worte bei dir etwas bewirken. Und wenn es nur ein Aha oder ein Hmm ist.

    mein Herz will nicht begreifen das es wahr ist,er ins Diesseits nicht zurückkehrt.

    Deine Welt ist vor 17 Monaten zusammengebrochen. Nichts ist mehr, wie es war. Und da genügen 17 Monate nicht, um zu begreifen. Dein Verstand weiß es und doch wird es immer noch Momente geben in denen du erschrickst, dass es wirklich wahr ist. Vielleicht ist das Gefühl schon weg, dass du nur aufwachen musst und der Albtraum ist vorbei. Doch die Momente, die dich zusammenzucken lassen, weil er nicht da ist, die gibt es sicher noch. Wie soll da das Herz begreifen, dass es ein NIE WIEDER ist? Und ja, ich weiß, das tut so gemein weh.

    Es gelingt mir nicht dankbar zu sein für die 37 Jahre die ich an seiner Seite sein durfte, eine Liebe erfahren durfte die andere nie erlebt haben , die mir weg gerissen wurde hier, ich fühle mich verraten und verkauft vom Leben, das mich zurück gelassen hat ,ungewollt.

    Gelingt es dir nicht dankbar zu sein oder hast du irgendwie das Gefühl du darfst es nicht, weil du dann etwas verratest? Gibt es da bei dir irgend einen Glaubenssatz? Wenn ich es richtig lese, dann würdest du gerne dankbar sein für die gemeinsamen 37 Jahre?


    Dass du dich verraten und verkauft vom Leben fühlst, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist unfair und gemein und hinterhältig, dass so etwas passieren muss.

    ja ich hatte ein mutiges Herz für ihn ,an seiner Seite, jetzt ist es mutlos , traurig ,halb ,

    Ich sehe dein mutiges Herz in vielen deiner Beiträge. Das mutlose, traurige und halbe Herz lässt immer mal wieder einen Blick auf das mutige Herz zu. Auch wenn das nicht mehr so im Vordergrund schlägt - es ist immer noch da und wird da sein, denn es ist etwas, das dich ausmacht.

    Manchmal gibt es Momente, die mir erscheinen wie ein Wimpernschlag ,in denen ich durchatme,

    DANN ATME GAAAAANZ TIEF

    Mir gelingt es zwar inzwischen in der Welt der wirklich lebenden mit herunter gelassenem Visier zu funktionieren

    Du hast eine Strategie entwickelt, wie du in der Welt bestehen kannst, wie du dich gegen Verletzungen schützt und wie du heil wieder in deine sichere Höhle kommst. Vielleicht kann es Sinn machen hin und wieder, für ganz kurze Momente das Visier ein kleines bisschen zu heben. Um den Wind sanft zu spüren, besser atmen zu können und ein bisschen klarer die Welt zu sehen. NEIN NICHT GANZ WEGMACHEN!! Nur hin und wieder, dann wenn dein mutiges Herz ein paar kräftige Schläge macht und du GAAAAAAANZ TIEF durchgeatmet hast, für ein paar cm oder mm heben.


    Und vielleicht wird es mehr mit der Zeit. Doch der erste Versuch kostet Mut. Und nochmal, du sollst das Visier nicht gleich ganz hochklappen oder wegmachen. Versuch es ein paar mm zu heben, dann wenn der Mut dazu reicht. Was meinst du dazu?

    Jeden Tag tapse ich weiter über verbrannte Erde,

    Verbrannte Erde ist auch fruchtbare Erde und auch wenn du schreibst, dass da nie wieder etwas blühen wird - ohne ihn - so möchte ich dir widersprechen.

    Meine Erfahrung zeigt mir, dass es sehr lange dauert, bis auf verbrannter Erde wieder etwas wächst. Doch dann blüht es mindestens eben so schön, wie vorher. Manche behaupten sogar, noch schöner.

    Das wird dann sein, wenn ER GANZ IN DEIN HERZ EINGEZOGEN IST, dein Herz wieder heiler ist, du den Stachel des Schmerzes los bist und dich auf eine ganz klare und sichere Art verbunden mit ihm fühlen wirst. Weil ihn dir niemand mehr nehmen kann.


    Bei mir hat das auch sehr lange gedauert. Und ich kann dir gar nicht sagen, wann es wirklich so weit war. Ich kann dir nur sagen, dass es ein schleichender Prozess war. Und eines Tages konnte ich aus vollem Herzen sagen: "Aaron kann mir niemand mehr nehmen, den trage ich auf ganz besondere Art in meinem Herzen und er ist immer da. Ich verliere ihn nicht, wenn ich nicht an ihn denke. Ich fühle mich geleitet, auch wenn ich ihn nicht frage. Er ist einfach da." Das habe ich bei meinen anderen drei Kindern nicht. Sie leben mit uns und ich liebe sie genau so, wie ich Aaron liebe, doch diese Verbundenheit habe ich nur mit ihm.


    Ich weiß nicht, ob du heute in deinem Schmerz schon erahnen kannst, was ich damit meine. Doch ich trage die Hoffnung für dich, dass du irgendwann an diese Worte denken wirst und ein Lächeln im Gesicht hast und sagen kannst: "Ja, so geht es mir mit Mick jetzt auch."


    Das ist kein Wunsch, sondern eine Hoffnung - eine Hoffnung, die ich für euch alle hier habe und sie für euch trage, so lange ihr die Kraft dazu noch nicht habt, weil euch diese Hoffnung so fern und so fremd ist.


    Seid lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Bowie,

    Tereschkowa hat vollkommen recht.


    Die Sonderregelungen, die ich mit meinen Chefs getroffen habe kostet nichts. Das Forum ist kostenfrei und ist auch für dich kostenfrei. Zu 100%


    Die Abmachung zwischen dir und mir war, dass du im Forum keine Adresse schreibst und auch deinen richtigen Namen nicht nennst. Und das hast

    du beides eingehalten.


    Es freut mich, dass du in Tereschkowa jemanden gefunden hast, dem du vertrauen kannst.


    Frau Sam wünsche ich auch, dass sie einen Ort findet, an dem es ihr gut geht.


    Und dir wünsche ich, dass du dich hier beim Schreiben und Lesen wohl fühlen kannst.


    Ich grüße dich ganz herzlich

    Astrid. (Die bald nicht mehr die Chefin hier ist. Die neue Chefin heißt Isabel. Und sie weiß über deine Sonderregelung Bescheid)

    Wie wäre es denn, wenn ihr versucht einen Brief an euren geliebten Menschen zu schreiben?


    Dann, wenn ihr ihn geschrieben habt, setzt euch auf den Lieblingsplatz eures Verstorbenen. Lest den Brief in Ruhe durch.

    Und dann schreibt aus seiner Sicht die Antwort.


    Setzt euch wieder auf euren Lieblingsplatz und lest die Antwort.


    Ihr kennt eure Geliebten so gut, dass ihr das könnt. Ich bin bei Jenseitskontakten skeptisch. Es gibt Menschen, bei denen das

    viel bewirkt und andere, die sehr verstört dadurch werdet.


    Ich wünsche euch, dass ihr die Beziehung zu euren Verstorbenen leben könnt. Ob es dazu einen Jenseitskontakt braucht - ich

    weiß es nicht. Ich brauche es nicht.


    Lg. Astrid.