Posts by Astrid.

    Liebe Bowie,


    Deine Mama kann dich nicht abholen. Und das tut mir so leid. Und das tut auch ihr sicher sehr leid.

    Ich bin mir 100% sicher, dass sie dich abholen würde, wenn sie könnte.


    Ich wünsche dir, dass ein lieber Mensch dich abholen kommt und dir Sicherheit geben kann.

    Wahrscheinlich nicht so viel wie deine Mama doch bitte 80% davon, das wünsche ich mir für dich.

    Dass du wieder jemanden hast, dem du vertrauen kannst, der dir dein Essen so zubereitet, wie du es

    magst und dich so nimmt wie du bist.


    Du bist so einzigartig und besonders. Du bist wertvoll und liebenswert. Du bist unsere Bowie hier im Forum,

    die wir alle lieb gewonnen haben.


    Ich wünsche dir, dass es besser wird. Auch wenn ich weiß, dass der Schmerz gerade sehr groß ist. Kannst

    du ihn in Zahlen ausdrücken? Auf einer Skala von 1-10 (1 = ganz wenig und 10 = fast nicht zu ertragen)


    Der Satz: Meine Mama ist tot. Bitte nicht.


    Hat mich sehr berührt. Weil es der Satz aller Menschen ist, die um einen geliebten Menschen trauern.

    Es ist natürlich zu rufen oder zu schreien: BITTE NICHT!

    Und ich weiß, dass es so unwahrscheinlich weh tut, dass sie nicht mehr da ist.


    Für heute wünsche ich dir, dass jemand bei dir ist, der BEI dir ist in deinem LEID und dir ein bisschen wohl tut.

    Auch wenn dadurch deine Mama nicht zurückkommt.


    Ich denke ganz oft an dich.


    Ach ja, dein Rat mit dem Spiel hat toll funktioniert. Die Tante kann das Spiel mittlerweile sehr gut spielen und übt fleißig.

    Und das Mädchen spielt es gerne. Noch lieber hat sie den Zauberwürfel.

    DANKE DIR FÜR DEINEN RAT.


    Sei lieb gegrüßt.

    Astrid.

    Hat Sam eigentlich damit nicht erreicht was Sie wollte ?

    Sie/Er hat jetzt vollste Aufmerksamkeit.

    Wie man hätte anders reagieren können ,weiß ich auch nicht.

    Nein, sie hat geschafft, dass ihr sehr nahe zusammen gerückt seid und:


    Das Forumsdorf hat seine Festung erfolgreich vor einer Unterwanderung geschützt. Ich gratuliere uns.

    IHR SEID WUNDERBAR!!!

    Liebe Tereschkowa,


    entschuldige, doch jetzt musste ich lachen.


    Ich las:


    Warum Erich Fried?


    und dann kam dies Liebeserklärung an Erich Fried.


    Es tut mir leid, doch das wollte ich dir jetzt einfach schreiben, dass du ungewollt meine Lachmuskulatur in Bewegung gesetzt hast. Und das hat gerade gut getan.


    Das Gedicht kenne ich und es gefällt mir sehr gut. Und wird mich ab heute sicher auch an dich erinnern.


    DU liebevolle und einfühlsame Kosmonautin.

    Du barsche und klare Gesprächspartnerin.

    Du - wie du bist.


    Lg. Astrid.

    Liebe Tara,

    schön, dass du jetzt auch hier schreibst und nicht nur mit liest.


    Das Ende des Trauerjahres heißt nicht, dass es leichter wird oder sich wesentlich verändert. Es ist nur das Jahr vorbei, in dem alles ein erstes Mal war.

    Und immer der Gedanke: Letztes Jahr war ... noch bei mir. Letztes Jahr war die Welt noch in Ordnung.


    Das hat ein Ende.


    Bei Zugehörigen, nach einem Suizid stellen sich auch manche Fragen erst nach dem ersten Jahr. Manche werden erst später an sich herangelassen. Das ist auch in anderen Trauersituationen erfahrbar. Doch noch Suizid oft noch drängender.


    Lass dir Zeit. Es wird leichter. Nicht heute und nicht morgen, doch es wird wieder leichter.


    Und für heute wünsche ich dir, dass du ein ganz kleines bisschen dieses "leichter" spüren darfst.


    Lg. Astrid.

    Wow!!! Da ging es ja rund.


    Weil ich davon ausging, dass der 31.10. mein letzter Tag im Forum sein würde und ich danach schon länger ein ganz freies Wochenende geplant hatte, war ich nicht da. Es tut mir leid, dass ich euch das nicht geschrieben habe.


    So zuerst:


    Ich freue mich, wie ihr von so schlimmen und vagen Beschuldigungen, die ihr gemeinsam für euch geändert habt in: "Hier ist es gut für mich" bis hin zum Kaffeetreffen gekommen seid. Ihr seid einfach eine besondere und tolle zusammengewürfelte Gruppe und wenn mein Ärger zu Beginn des Lesens (es waren immerhin 7 Seiten) immer größer wurde und ich ab Seite 2 Angst vor den nächsten 5 bekam, so wandelte er sich in unermessliche Freude und ich habe mit einem sehr warmen Herzen die letzten Seiten gelesen. IHR SEID WUNDERBAR!


    Jetzt zu Sam/Siggi

    Ja, sie ist mit mir in Kontakt, einmal hat sie mir geschrieben. Ich habe ihr darauf geantwortet. Und das war es. Es ist also KEINESWEGS so, dass sie mich sehr involviert. Was jedoch geschehen ist, dass nicht nur eine Person mir gegenüber Ängste bezüglich Sam geäußert hat.


    Die Aussage in einem Seniorenbeirat zu sein und in einem Flüchtlingsheim zu arbeiten machen mich stutzig.

    Was mich jedoch absolut verärgert ist es, dass anscheinend THERAPEUTEN sagen würden, dass über Suizidgedanken nicht gesprochen oder geschrieben werden soll. Was dann tun damit? In Fachkreisen ist es selbstverständlich, dass diese Gedanken ausgedrückt werden müssen und dass es NIE um Aufmerksamkeitsheischen geht sondern IMMER von einer Möglichkeit ausgegangen werden muss.


    Gerade letzten Monat war in unserer Tageszeitung ein Beitrag, dass sich die Suizidrate reduziert hat. Damit im engen Zusammenhang stehen die Enttabuisierung, die größere Offenheit und das Ernst nehmen.


    Vieles was hier im Forum geäußert wird, sind keine Suizidgedanken, sondern Nachfolgewünsche. Die sind ganz normal und führen nicht in den Suizid. Wenn klare Suizidgedanken geäußert werden, dann gehen wir hier achtsam damit um.


    Ja, liebe sam ich bin bald nicht mehr hier im Forum und du hast mir fas ein unschlagbares Abschiedsgeschenk gemacht. Nach dem Motto: "Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse" hast du diesen Thread eröffnet. Ich habe mir zuvor, nach den Anfragen die ich in der Konversation bekam, überlegt was ich tun soll.


    Du machst es mir leicht, nachdem du selber geschrieben hast, hier nicht mehr Mitglied sein zu wollen, werde ich die folgenden Schritte einleiten:


    Sofortige Verwarnung


    Du kannst die Chance des aufgeschobenen Ausschlusses noch für versöhnliche Worte nutzen, wenn du das magst.

    Wenn ich nur eine Situation sehe - und das ist der erste Thread, den ich nach meinem Wochenende lese (es kann also auch in den nächsten Minuten oder Stunden sein) - in der du anklagend oder vorwurfsvoll über Mitglieder schreibst ohne konkrete Situationen zu benennen, wirst du SOFORT GESPERRT-


    WIR ALLE HIER - und das zeigt mir das, was als Antworten und auch als "Ausklang" zu lesen war - LASSEN UNS DAS FORUM NICHT KAPUTT MACHEN!!


    Ach ja, da war ja noch was:


    Zur Klärung: Ja, ich verdiene Geld mit meiner Arbeit. Mein Ausstieg bei Aspetos hat NICHTS damit zu tun, ob ich in meiner Selbständigkeit mehr verdiene, sondern damit, dass ich diese neue Herausforderung annehme. Und JA, auch in meiner Selbstständigkeit verdiene ich Geld mit meiner Arbeit als Trauerbegleiterin.



    So und jetzt weiter:


    Ich hole mir jetzt einen Kaffee, gefrühstückt habe ich schon. Doch den Kaffee möchte ich gerne mit euch trinken. Wer hat Lust?


    Lg. Astrid.

    Liebe Shiva,

    ich wünsche dir für dein neues Lebensjahrzehnt, dass es wieder ein bisschen Leichtigkeit bekommt und du "dein Herz" ganz und gar in deinem Herzen tragen wirst. Ganz ohne Schmerz, mit einer süßen Sehnsucht und dem Wissen und Fühlen: Dich werde ich nie mehr verlieren. Du bist bei mir.


    Und aus diesem Gefühl darf wieder Leichtigkeit wachsen. Ich glaube das neue Jahrzehnt darf das Jahrzehnt dafür werden. Den Verlust beweinen, betrauern, anschreien, verzweifelt sein, ohnmächtig fühlen - all das, was zu der Trauer um deinen schrecklichen Verlust gehört. Und auch die Erinnerungen wieder als schön empfinden zu dürfen, das Wissen, dass dieser besondere Mann in deinem Leben sein durfte und Teil davon wurde - für immer Teil davon wurde. Denn eure Liebe wird niemals enden. Diese Liebe wird dich wachsen lassen und dir die Leichtigkeit ein bisschen zurück geben wird.


    Ohne Glückwünsche zum Tag und doch mit ein paar Wünschen für das neue Jahrzehnt in das du mit deinem Schatz, deiner Trauer und deinen Erinnerungen gehst.


    Lg. Astrid.

    Es wäre auch seltsam, wenn du so ganz gefestigt wärst.


    Das Wanken und kleinste Schrittchen wagen, das ist vollkommen normal.

    Und du trägst ein Vertrauen in dir:

    Ich bin schon durch andere Verluste gegangen,ich gab den Kopf wieder hoch bekommen.

    Ich bin von meinem Mann sehr geliebt worden,dieses Gefühl habe ich immer noch.

    Meine Erinnerungen begleiten mich tagtäglich,sie sind willkommen,sie gehören zu mir.

    Mir hilft,neue Erinnerungen zu schaffen(meine Busreisen ).

    Ich wünsche dir, dass du noch viele neue Erinnerungen schaffen wirst und dass die alten Erinnerungen ganz selbstverständlich ihren Platz haben dürfen.


    Lg. Astrid

    Ihr Lieben,

    den Namen in "Stein gemeißelt" oder auf einer Wand mit all den anderen Verstorbenen, das gibt wieder ein Stück der schrecklichen Realität frei. Es ist doch kein Irrtum, es ist doch kein Albtraum-aus dem ich wieder aufwachen werde,...


    Ich wünsche euch für heute einen der leichteren Tage. Vielleicht ein Blatt, dass auf deiner Nasenspitze landet oder dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Oder Regentropfen, die einen bestimmten Rhythmus für dich klopfen. Etwas, das einen Moment ein bisschen leichter erscheinen lässt.


    Lg. Astrid.

    Jetzt bin ich in der Gegenwart.

    Sie fragt nicht,ob sie mir gefällt.

    Niemand fragt, helfen Dir deine Erfahrungen.

    Niemand fragt, helfen Dir deine Gefühle.

    Niemand fragt ,helfen Dir deine Erinnerungen.



    Liebe Karin,

    helfen dir deine Erfahrungen?


    Helfen dir deine Gefühle?


    Helfen dir deine Erinnerungen?



    Ja, das sind wichtige Fragen einer Trauerbegleitung. Und die sind mir auch immer ganz wichtig zu erfragen.

    Darum frage ich dich hier und heute und ganz ernsthaft:


    helfen dir deine Erfahrungen?


    Helfen dir deine Gefühle?


    Helfen dir deine Erinnerungen?


    Was hilft dir?


    Lg. Astrid.

    Lieber Uwe,

    jetzt habe ich Zitate gespeichert und mir Argumente überlegt ...


    doch sie sind nicht mehr nötig und das freut mich.


    DANKE allen, die hier geschrieben haben und

    DANKE dir lieber Uwe, dass du uns eingeweiht hast und die

    Antworten gelesen und ernst genommen hast.


    Jetzt habe ich mal ganz eine seltsame Frage.

    Ich weiß, du steigst in keine fliegende Kiste.

    Früher gab es doch auch keine fliegenden Kisten, sondern schwimmende Kisten und auf Gleisen fahrenden Kisten.

    Die Reise dauerte wesentlich länger. Der Vorteil war, dass die Seele die Möglichkeit hatte, mit zukommen.


    Warum ich das schreibe? Ha, ich sehe ein riesiges ? über deinem Kopf.


    Wie wäre es mit einer langen Reise zu Nicole?


    Nein, nein, das ist kein Argument! ROSI würde dich sicher nicht alleine reisen lassen, natürlich wäre sie dabei!

    Und ich kann mir vorstellen, dass sie sich freuen würde, wenn ihr miteinander diese Reise zu eurer Tochter macht.


    Ja, ich weiß, sie wird nicht körperlich da sein. Doch das ist sie nirgends mehr.


    Auf einer Reise könntest du dir und Rosi wieder neu begegnen. Eine andere Umgebung, neue Ausblicke und

    wieder ein Ziel vor Augen: Nicole und Manadis.


    Wie klingt das für dich?


    Ja, klar, das muss wohl überlegt sein.


    Vielleicht informierst du dich zuerst einmal, wie lange die Reise dauern würde und unterhältst dich dann mit Rosi?


    Bin schon gespannt, was du von meiner verrückten Idee hältst. Doch die war so schnell und konkret in meinem Kopf,

    vielleicht hat ja Rosi mit mir geflüstert, dass ich dir noch ein Abschiedsgeschenk machen kann?


    Lg. Astrid.

    Hallo ihr Lieben.

    Eigentlich wollte ich erst morgen hier schreiben. Doch ich möchte euch auch nicht mehr im Ungewissen lassen, als nötig ist.


    Aspetos ist auf der Suche nach einer passenden Betreuung für das Forum. Und ich bin zuversichtlich, dass es baldigst weiter betreut wird.

    Bis dahin ist Heinz zuständig. Es wissen aber alle, dass es mehr Betreuung braucht. Und dass diese wichtig für das Forum ist und unumgänglich.


    Ich hatte sowieso vor, heute noch einmal nachzufragen, wie es aussieht und ob die KandidatInnen, die in Frage kommen schon gewählt wurden.


    Sobald ich etwas weiß, schreibe ich es euch.


    Mit liebem Gruß

    Astrid.

    Liebe Claudi,

    es ist erst eine so kurze Zeit her. Der Schmerz hat noch den Stachel mit den ekligen Wiederhaken. Es tut ständig weh und ist kaum zu ertragen.

    Das kenne so viele hier.

    Und so viele hier können dir auch sagen, dass es wieder anders wird. Nie mehr wie es war. Doch wieder anders.


    Deine Suizidgedanken sind für mich schwer zu beurteilen, so aus der Ferne.

    Nachfolge Gedanken (ich möchte wieder bei ihm sein, ihm nachsterben) das haben sehr viele und das ist auch völlig normal.

    Konkrete Suizidgedanken (ich möchte mich auf diese Weise töten, damit ich wieder bei ihm bin) ist etwas anderes und kann sehr gefährlich werden.


    Ich möchte, dass du am Leben bleibst, dass du den Mut findest, diesen schweren Weg zu gehen.


    Hier im Forum bist du nicht alleine und alle kennen diesen Stachel des Schmerzes, mit seinen Wiederhaken. Und manche können auch schon schreiben, wie

    es sich ein kleines bisschen verändert hat.

    Noch niemand ist deinen Weg gegangen, den kannst nur du gehen. Doch viele hier kennen unterschiedliche Passagen auf diesem Weg und können dir erzählen, wie es ihnen damit geht.


    Und schon das Verständnis füreinander, das ist so wertvoll. Zu spüren, dass da jemand ist, der eine Ahnung davon hat, was in mir los ist.


    Wirf dein Leben nicht weg - auch wenn es gerade sinnlos erscheint.


    Und wenn du solche konkreten Selbsttötungs-Gedanken hast, wie ich oben geschrieben habe, dann ist es besser, du lässt dir helfen. Sind es Nachfolge-Gedanken, dann kann der Austausch hier schon manches bringen.


    Ich wünsche dir für heute, dass du ehrlich mit dir selber bist und genau einschätzt, welche Gedanken du hast und dann den Mut, dich damit auseinander zu setzen. Hilfe zu holen und das Ziel IM LEBEN ZU BLEIBEN vor Augen zu haben.


    Lg. Astrid

    Liebe Bulli,

    es ist NICHT "nur" deine süße Maus. Es ist DEINE süße Maus, die gestorben ist. Es tut mir sehr leid.

    Lass nicht zu, dass dir jemand die Trauer um deine Hundefreundin abspricht.


    Lg. Astrid.

    Wir alle wissen nicht wie und wo

    wir das einordnen sollen.

    Vielleicht in der Angst der Sterblichkeit - dem Tod so nahe gekommen zu sein, das lange Warten auf den Tod ....


    Wenn Menschen dem Tod begegnen und das tun sie, wenn sie einen sterbenden Menschen begleiten, dann kann unterschiedlichstes ausgelöst werden.

    Manche werden demütig und achtsam.

    Andere wollen alles, was damit zu tun hat wegmachen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Realität des Todes aus dem Leben wegmachen und darum auch alle Erfahrungen, die mit dem Tod gemacht werden wegmachen.


    Auch wenn es unverständlich ist, in deiner Situation auch noch die "Probleme" der Freundinnen abzubekommen, so ist es einfach. Und du kannst ihr nur Zeit geben. Vor allem, wenn sie wirklich aus ihrer eigenen Unsicherheit heraus gehandelt hat und handelt.

    Sie war vielleicht auch überfordert. Und ohne sie in Schutz nehmen zu wollen - auch für sie war es ein Zu VIEL.


    Und auch für dich ist gerade alles VIEL zu VIEL! Und ich wünsche dir, dass da noch eine Freundin ist, die DA ist.


    Lg. Astrid.

    Liebe Karin,

    ich gratuliere dir zu 18 Monaten und wünsche dir, dass dein Weg auch immer leichter wird. Und wenn er nur darum leichter wird, weil du ihn immer besser kennenlernst.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

    Liebe Bianca,

    auch von mir zuerst mein aufrichtiges Beileid.

    Deine Kinder sind in sehr unterschiedlichem Alter. Die Reaktion deines 4 jährigen:

    und hat gesagt mein Papa ist gestorben und im gleichen Atemzug und guckt euch meine neue Hose an.

    ist vollkommen normal. Und auch das viele Weinen deines 10 jährigen ist absolut normal.


    Am Anfang ist alles normal und darf sein.


    Gibt es bei dir in der Nähe Familientrauerbegleitung? Dürfen die Kinder den Papa nochmal sehen?

    Weil ich selber Trauerbegleiterin und Familientrauerbegleiterin bin, liegen mir sehr viele Fragen "in den Fingern"


    Auf jeden Fall möchte ich dir schreiben, dass mir auffällt, dass dein Blick auf die Kinder gerichtet ist und auch

    auf dich - so lese ich es in deinem ersten Beitrag heraus (stimmt das?)

    Den Blick auf die Kinder und auf dich zu richten, das ist wichtig. Vergiss neben den Kindern nur nie, den Blick auf

    dich und das, was du brauchst.


    Ich wünsche dir, dass du hier im Forum hilfreiche Begegenungen haben wirst.

    Und dass du im realen Leben Begleitung für deine Familie findest. Wenn du nicht weißt, wo du suchen sollst,

    dann schreibe mir in einer Konversation, von wo du bist. Dann kann ich dir vielleicht jemanden empfehlen oder

    wenigstens einen Kontakt weiter geben.


    Lg. Astrid.

    Aus dem Leben von Freddie, dem Blatt

    C:\Users\paterd\Documents\Meditation\Freddie.doc Stand 11.05.1995


    Freddie liebte es, ein Blatt zu sein. er liebte seinen Ast, seine blättrigen
    Freunde seinen Platz hoch im Himmel, den Wind, der ihn herumwirbelte, und
    die Sonnenstrahlen, die ihn wärmten. Freddie war von Hunderten anderer
    Blätter umgeben. Sie alle waren zusammen aufgewachsen. Sie hatten gelernt,
    in den Frühlingswinden zu tanzen, faul in der Sommersonne zu liegen und von
    kühlen Regen gewaschen zu werden.
    Daniel war Freddies bester Freund. Es kam Freddie so vor, als sei Daniel der
    Klügste von ihnen.
    Eines Tages ereignete sich etwas sehr Seltsames. Derselbe Wind, der sie hatte
    tanzen lassen, zerrte und zog nun an ihnen, als ob er ärgerlich wäre. Allen
    Blättern wurde angst und bange. "Was ist los?" fragten sie sich im Flüsterton.
    "Das passiert im Herbst", erzählt ihnen Daniel. "Für die Blätter ist es Zeit, ihr
    Zuhause zu wechseln. Einige Menschen nennen das sterben."
    Müssen wir alle sterben?." fragte Freddie.
    "Ja", antwortete Daniel. "Wir erledigen zuerst unsere Aufgabe. Wir erleben die
    Sonne und den Mond, den Wind und den Regen. Wir lernen zu tanzen und zu
    lachen und dann sterben wir."
    "Ich will nicht sterben", sagte Freddie mit fester Stimme. "Willst du sterben,
    Daniel?"
    "Ja, wenn meine Zeit gekommen ist", antwortete Daniel.
    "Wann ist das?" fragte Freddie.
    "Die meisten Blätter wissen mit Sicherheit nicht den genauen Zeitpunkt ",
    antwortete Daniel.
    "Ich habe Angst zu sterben", sagte Freddie zu Daniel. "Ich weiß nicht, wie es
    da unten ist."
    "Wir alle fürchten das, was wir nicht kennen. Das ist normal", versicherte ihm
    Daniel. "Du hattest auch keine Angst, als der Frühling zum Sommer und der
    Sommer zum Herbst wurde. Das waren auch Veränderungen. Warum solltest
    du vor der Jahreszeit Angst haben, in der du stirbst?"
    "Stirbt der Baum auch?" fragte Freddie.
    "Eines Tages. Aber es gibt etwas Stärkeres als den Baum:Das Leben. Das
    währt immer."
    "Wohin gehen wir, wenn wir sterben?" fragte Freddie.
    "Die meisten Blätter wissen es nicht genau, weil sie vor lauter Angst nicht auf
    die andere Seite des Lebens geschaut haben", antwortete Daniel. "Werden wir im Frühling zurückkehren?" fragte Freddie.
    "Wir nicht, als Freddie und Daniel, aber vielleicht als Fritz und Bernt. Unser
    Bewusstsein kehrt zurück" antwortete Daniel.
    "Werden wir uns nach dem Sterben und im nächsten Leben wieder erkennen?"
    fragte Freddie.
    "Das liegt an uns, wenn wir es möchten, wird es geschehen," antwortete
    Daniel.
    "Was hat das alles dann für einen Sinn?" fragte Freddie. "Warum sind wir
    überhaupt zum Leben erwacht, wenn wir fallen und sterben müssen?"
    Daniel antwortete darauf auf seine sachliche Art:"Wegen der Sonne und dem
    Mond. Wegen der schönen Zeit, die wir zusammen verbracht haben. Wegen
    des Schattens, der alten Menschen und der Kinder. Wegen des frischen Windes
    im Frühling und der Farben im Herbst. Ist das nicht genug an Erfahrungen?"
    An diesem Nachmittag fiel Daniel herab. Er fiel mühelos. Er schien friedlich zu
    lächeln, während er fiel. "Auf Wiedersehen, Freddie", sagte er.


    FÜR SAM :)


    ich leide MIT..... und wegnehmen würde ich auch gerne den schmerz von anderen....

    Dann würden die Menschen, die begleiten und da sein wollen in diesem Leid eben so versinken wie du - und dann könnten sie auch nicht mehr hilfreich sein. Und die, die den Schmerz abnehmen würden daran zerbrechen, weil sie sich immer noch mehr aufladen würden. Würde ich mit allen Menschen, die ich begleite MIT-Leiden, dann könnte ich sie nicht mehr stützen. Müsste ich deren Schmerz tragen, dann würde ich kaputt gehen.


    Der Schmerz in der Trauer ist ein Teil dessen, dass es irgendwann wieder leichter werden kann. Und den muss jeder selber tragen. Es kann unterstützende Menschen geben, bei denen man für kurze Zeit abladen darf. Erzählen und den Schmerz für den Moment teilen. Doch würden diese Menschen ihn mitnehmen, würden sie nicht mehr wiederkommen, weil es zu schwer ist.


    Vielleicht ist das auch ein Problem mit den Menschen im Umfeld: Sie haben Angst davor, von eurem Schmerz überwältigt zu werden, weil sie eben nicht BEI-leiden, sondern MIT-leiden?


    Das ist meine Sicht. Jedem steht natürlich die eigene Sicht offen und manchmal verstehen zwei Menschen unter zwei Worten das Selbe.


    Lg. Astrid.