Posts by Astrid.

    Liebe Andrea,

    ja du trauerst. Und das ist die natürliche Reaktion auf das, was du erleben musst.


    Die Trauer unterscheidet sich aber immer wieder. Es gibt ein wenig leichtere und sehr viel schwerere Tage.

    Und diese schweren Tage bezeichne ich als "traurige oder dunkle Löcher"


    Oder hast du den Eindruck, dass bei dir alle Zeiten gleich dunkel sind?


    Lg. Astrid.

    Dieses Gefühl, es sei alles nur ein schlimmer Albtraum, das haben viele Menschen eine lange Zeit.

    Das immer wieder erkennen müssen, dass es kein Aufwachen gibt, das ist schmerzhaft.

    Ich wünsche euch allen, dass ihr immer wieder etwas findet, das euch trotz dem ein bisschen wohl tun kann.


    Mit liebem Gruß

    Astrid.

    ist das nicht merkwürdig? Woran mag das liegen? Man kennt sich so lange und dann solche Reaktionen.

    ich denke, ich muss meine Freundinnen auf jeden Fall darauf ansprechen.

    Liebe Pauli,

    Ihr kennt euch so lange, doch nie in dieser Zeit ist etwas so lebensveränderndes in so kurzer Zeit geschehen, nehme ich an.

    Für dich ist die Welt nicht mehr, wie sie war. Es hat sich schlagartig alles verändert.

    Und darum hast auch du dich verändert. Vieles, das dir vorher unwichtig war, wurde wertvoll und manches, das wichtig war

    wurde wertlos.

    Du wirst dich auch weiterhin verändern, denn du gehst deinen Weg durch die Trauer und das prägt deine Einstellungen, dein

    Umgang mit schweren und auch leichten Situationen.

    Du bist nicht mehr die, die deine Freundinnen seit 30 Jahren kennen.


    Und genau darum möchte ich dich bestärken, diese langjährige Freundschaft nicht einfach abzuhaken, sondern dich zu erklären.

    Auch wenn es mühsam ist. Deine Freundinnen müssen nicht durch diese Hölle gehen, sehen aber wie du leidest. Ich kann mir

    vorstellen, dass sie meinen, wenn sie dich ablenken und nicht darüber reden, wird es leichter für dich.

    Sag ihnen, was du brauchst, was dir ein bisschen wohl tut und bitte sie, dass sie bei dir sind und ein bisschen mit aushalten, was

    du gerade erleiden musst.


    Als Freundin ist es nicht einfach sehen zu müssen, wie du leidest. Und auch wenn das nur ein minimaler Schmerz im Gegensatz zu

    deinem ist, ist es auch ein Schmerz.


    Ob sie es aushalten und bereit sind, ein Stück des schweren Weges mit dir zu gehen, das findest du nur heraus, wenn du offen und

    ehrlich mit ihnen bist.

    Vielleicht ist dafür ein Gespräch geeignet oder (das fällt mir persönlich immer leichter) ein Brief, den du ihnen schreibst. In diesem Brief

    kannst du beschreiben, wie es dir geht, was du brauchst und was du dir von ihnen wünschst. Und dann könnt ihr euch bei einem

    gemeinsamen Treffen ehrlich unterhalten, ob und was sie bereit sind davon zu geben. Und ob sie die Kraft haben, ihre Freundin in

    ihrem Leid zu begleiten.


    Es ist kein leichter Weg, den ich dir hier schreibe, doch aus meiner Erfahrung der Weg, der am Meisten Klarheit bringt.


    Was meinst du dazu?


    Lg. Astrid.

    Astrid, ich habe NUR von MIR gesprochen - jede/r auf ihre/seine Art und Weise

    wie Du sagst, es ist eine Floskel - für mich - für Dich bedeutet es mehr, habe ich nicht in Frage gestellt

    Liebe Speedy,

    auch ich wollte nicht in Frage stellen, wie es bei dir ankommt oder was es für dich bedeutet.

    Und ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir uns gegenüber stünden und ich dir auf meine Art das Beileid anwünschen würde, du auch merken würdest, wie ich es meine. Der Sinn kommt schlussendlich nicht aus den Worten, sondern aus der Haltung, wie und warum etwas gesagt wird.


    Ich wünsche dir von Herzen, dass du solchen Floskeln nicht mehr begegnen musst.


    Lg. Astrid.

    Liebe Andrea,

    es tut mir leid, dass du wieder in einem solchen traurigen Loch bist.

    Doch weißt du noch beim Letzten Mal? Da wurde es auch wieder besser und

    du hast mutige Schritte Richtung Leben gesetzt.

    Du hast uns damals versprochen, Benjamin nicht nach zu gehen.


    Kannst du dich über Reha-Maßnahmen informieren? Oder können wir dir dabei helfen?

    Ich fände eine Reha für dich hilfreich.

    Was meinst du?


    Lg. Astrid.

    Dass ich jetzt frei wäre haben mir auch viele gesagt. Ich finde das nicht gut. Klingt ja so wie, zum Glück bist du sie los.

    Liebe Eva,

    wenn du den Satz mit der Freiheit für dich so umdenkst:


    Jetzt ist sie frei von ihrem Leiden und ich frei von der Pflege.

    Jetzt sind wir verbunden durch unsere Liebe und ich kann

    die Zeit wieder freier einteilen.


    Wie klingt das für dich?

    LG. Astrid.

    dieses "herzliche Beileid" is irgendwie nich mein Ding...

    Liebe traurige Speedy,

    leider wird das "herzliche Beileid" als Floskel verwendet.

    Für mich bedeutet es ganz ehrlich:

    Ich bin BEI dir in deinem LEID. Ich verfalle nicht in Mitleid oder nehme dir dein Leid weg - nein, ich bin dabei. Dann wenn es schwer ist und dann wenn es leichter ist.

    Es ist eben eine Floskel geworden, wie die Frage: Wie geht es dir? Auch die hat Berechtigung, wenn sie ehrlich gestellt ist.


    Seid lieb gegrüßt.

    Astrid.

    Vielleicht war es kein Stolperstein, sonder ein Trittstein, um die Tränen, die Erinnerung durch den Geschmack des Getränkes zu spüren.


    Tränen sind erstmal gut.


    Lg. Astrid.

    Ja Matthias,

    das was du erleben musstest und durchleben musst, das ist unwahrscheinlich schwer.

    Doch ich spüre auch eine leichte Wut aufkommen, wenn ich das lese, was du schreibst.


    Sich selber als den Menschen mit dem schwersten "Schicksal" zu sehen, das ist auch normal

    in der Trauer. Und für dich ist es das Schwerste und kaum auszuhalten.


    Und trotzdem ist es mir ein Anliegen dir das Folgende jetzt auch zu schreiben.


    Alle hier durchleben gerade ihre persönliche Katastrophe. Bitte höre auf zu vergleichen.


    Ja, es ist schwer und du spürst deine Schuldgefühle.

    Doch diese Schuldgefühle kennen fast alle hier und deren Schuldgefühle wiegen nicht weniger.


    Ja, der Schmerz ist fast nicht zu ertragen.

    Doch diesen untragbaren Schmerz kenne alle hier und es gibt kein Mehr oder Weniger,

    sondern nur Deines und Meines.


    Lasst uns alle hier anerkennen, dass es schwer ist - zu schwer ist. Und dass jeder Mensch hier

    seinen eigenen Weltuntergang erfahren hat und jetzt die Welt irgendwie wieder versucht

    aufzubauen.


    Alle haben es schwer hier. Auch du.


    Schauen wir nicht darauf, was es für dich schwerer macht, sondern darauf, was ähnlich und was

    anders ist. Nicht mehr und nicht weniger.


    Lg. Astrid.

    Liebe Karin,

    danke für deine berührenden Worte.


    Die Leere bleibt und der Schmerz verändert sich.


    Auch die Leere wird eines Tages weniger werden und es darf auch irgendwann wieder ungetrübte Freude geben,

    ohne danach in ein Loch zu fallen.


    Das kann ich dir zusichern. Und wenn du es noch nicht glauben oder hoffen kannst, dann trage ich diesen Glauben

    und die Hoffnung für dich.


    Lg. Astrid.

    Lieber Matthias,

    da kann ich Kornblume beipflichten.

    Leider gehören zu den meisten Trauerwegen auch Schuldgefühle.

    Du trägst keine reale Schuld,

    du trägst das Gefühl schuldig zu sein.

    Und dieses Gefühl wiegt so unwahrscheinlich schwer.


    Und ich kann dieses Gefühl nur anerkennen. Es ist da - in dir.

    Und es braucht jetzt seinen Platz.

    Das ist nicht leicht und ich habe dir keine wirkliche Idee, wie es

    leichter zu tragen ist.

    Doch ich sehe es und nehme es ernst.


    Vielleicht kann das schon ein bisschen helfen, zu wissen, dass jemand

    da ist, der es ernst nimmt.


    Lg. Astrid.

    Hallo meine Lieben Alle hier,


    am 31.10. ist es an der Zeit, mich aus dem Forum zu verabschieden. Dieser Schritt fällt mir nicht

    leicht. Und es ist wie bei jedem frei gewählten Abschied, dass es ein lachendes und ein tränendes

    Auge gibt.


    Die Zeit bei Aspetos neigt sich dem Ende zu.

    Im Jänner diesen Jahres habe ich mich selbstständig gemacht mit der Firma Lebenskreise.at

    Das war ein wichtiger und großer Schritt für mich. Jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu gehen,

    und mich voll und ganz auf diese Firma zu konzentrieren.


    Deshalb verabschiede ich mich von der Firma Aspetos und somit auch aus dem Forum.


    Bis zum 31.10. werde ich noch hier sein, so wie ihr es gewohnt seid.


    Am 31.10. werde ich hier noch meine Abschiedsgrüße schreiben und mich verabschieden.

    Bis dahin wünsche ich uns noch feine schriftliche Begegnungen.


    Lg. Astrid.

    Ihr Lieben


    DU MUSST - nur eines: Sterben - irgendwann


    Alles andere musst du nicht!


    Es ist zwar ein platter Satz und doch ist er doch wahr.


    Lasst euch nicht unterkriegen von diesen

    RatSCHLÄGEN!


    Und mit einem: Ich muss gar nichts, außer sterben - werden manche Ratschläger auch mundtot gemacht.


    Und dann beginnen manche sogar nachzudenken und ganz wenige sogar nachzufühlen.


    Lg. Astrid.

    Liebe Bowie,

    du BIST GUT GENUG, um hier zu schreiben!

    Ich lese gerne, wenn du hier schreibst.


    Magst du, dass ich die gelöschten Beiträge ganz lösche, so dass auch nicht mehr zu sehen ist, dass da etwas gelöscht wurde?


    Lg. Astrid.

    Liebes Schwesterherz

    ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum.


    Deine Schwester ist gestorben und du bist in einer Ausbildung, hast einen Sohn und lebst jetzt auch mit deiner Trauer.

    Drei Monate, das ist noch keine Zeit. Da war noch nicht einmal die Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie

    fehlt - für immer fehlt.


    Ich wünsche dir all die Kraft, die du für den heutigen Tag brauchst. Dass du Schritt für Schritt gehen kannst, auf diesem

    ungewollten und schweren Weg der Trauer.


    Herzliche Grüße

    Astrid.

    Hallo miteinander,

    dass nach einem Urlaub alles wieder gut ist, das kann gar nicht sein. Vielleicht ein bisschen Kraft und Sonne getankt, doch gut ist es dadurch nicht.

    Trotzdem frage ich auch trauernde Menschen, wie es ihnen nach dem Urlaub geht. Denn es könnte auch sein, dass es durch den Urlaub schwerer oder

    leichter wurde - und da meine ich nicht gut, sondern ein bisschen leichter. Vielleicht kannst du die Fragen nach deinem Ergehen einfach so beantworten:

    "Die Sonne hat mir gut getan. Es tut um so mehr weh, weil ich meinem Mann nicht davon erzählen kann, was ich alles gesehen habe."

    Damit ist die Frage ehrlich beantwortet und die Fragenden können auch etwas damit anfangen und lernen dadurch, dass die Trauer nicht durch einen Urlaub weggeht.


    Ob es nach einem Jahr besser wird ...

    Im ersten Jahr ist noch jeder Tag ein erstes Mal ohne die geliebte Person. Der Gedanke: "Letztes Jahr um diese Zeit ...." führt in eine Zeit zurück, die so ganz anders war, als dieses Jahr.

    Das sind die Dinge, die sich nach dem ersten Jahr verändern. Die ersten Male werden weniger und der Gedanke "Letztes Jahr um diese Zeit ...." führt in eine Zeit zurück, die manchmal noch schwerer war, als dieses Jahr.


    Seid lieb gegrüßt

    Astrid.