Posts by Pewie

    Hallo Petra,

    danke für deine verständnisvollen Worte. Mein geliebter Mann starb am 20.10. Schon seit dem ersten Tag führe ich ein Tagebuch, in dem ich meinen Mann direkt anspreche, also eher ein täglich benutztes Briefbuch ?. Aber es hat mir bisher sehr geholfen. Vielleicht wäre es auch was für dich?

    Trotzdem spreche ich auch mit ihm, nur seine Fotos kann ich nicht ansehen.

    Freunde gibt es, ich möchte sie aber nicht ständig mit meiner Trauer nerven, denn sie haben ihr eigenes Leben. Der Schock über den Tod meines Mannes sitzt bei einigen noch sehr tief.

    Übrigens sitze ich gerade wieder am Esstisch, schreibe an dich und träume aus dem Fenster.

    Viel Kraft wünsche ich dir

    LG Petra

    Hallo Miriam,

    Willkommen hier und ganz viel Beileid auch von mir. Mein Mann starb am 20.10.18 und es tut noch weh wie am ersten Tag. Lediglich die Tränen werden etwas weniger, die Produktion der Flüssigkeit ist wohl überfordert.

    Auch ich schreie manchmal und schimpfe, es muss einfach raus. Doch dann sehe ich das Gesicht meines Mannes, wie er den Kopf schüttelt und liebevoll lacht, und dann ist mein Anfall auch wieder vorbei.

    Nicht jeder Tag ist gleich. Heute war ich bei unserem Baum im Friedwald. Der Wald gibt mir viel Kraft und Frieden. Danach bin ich in dem Ort einen Weg gegangen, den wir zusammen noch im Sommer gegangen sind, das ging garnicht. Die Erinnerungen waren zu groß ...

    Vielleicht findest du ja auch einen Ort des Friedens für dich, um aufzuatmen und Kraft zu tanken, das wünsche ich dir.

    LG Pewie

    Hallo Thomas,

    Vielen Dank für deine lieben Worte. Manchmal ist man wirklich kraftlos, aber irgendwie gehts dann wieder weiter. Dank solcher lieben Menschen in diesem Forum.


    Ich habe gerade deine Geschichte gelesen und muss dir sagen, wie leid mir das tut. Das Leben kann so grausam sein. Auch ich habe mir oft Vorwürfe gemacht, hätte noch mehr CT verlangen müssen, ein weiteres Krankenhaus um Zweitmeinung bitten müssen, andere Ärzte usw.


    Schön, dass du einen lieben Sohn hast. Der gibt dir viel Halt und Kraft.


    Die Trauer kann uns keiner nehmen, aber das ist auch gut so. Sie und unsere Liebe sind die einzige Verbindung zu unseren verstorben Partnern und deshalb auch so wichtig.


    Viel Kraft zur Bewältigung deiner Trauermomente wünsche ich dir und uns allen.


    LG Pewie

    Liebe Tigerlily,


    stimmt, du hast ähnliche Erfahrungen und den gleichen Weg eingeschlagen, den ich noch vor mir habe. Mehr zu unternehmen. Dummerweise haben wir jetzt die dunkle Jahreszeit, da fällt alles ein wenig schwerer. Und Weihnachtsmärkte kann ich noch nicht ertragen. Vielleicht im nächsten Jahr.


    Das alles irgendwann besser wird, daran glaube ich auch fest. Das hat nichts mit loslassen oder vergessen zu tun. Es muss zweigleisig laufen, die Trauer und unser weiteres Leben ohne ihn.


    Hört sich alles so einfach an, ich weiß. Trotzdem wünsche ich uns allen, dass es klappt. Du bist ja der beste Beweis, dass es funktionieren kann.


    Viel Kraft weiterhin

    LG Pewie

    Liebe Ingrid,

    ich verstehe dich nur zu gut, aber du hast Enkelkinder, die dich ablenken und auf andere Gedanken bringen können. Das ist doch schon Viel. Klar, sobald man wieder Zuhause ist, gehts von vorne los. Die Trauer lässt uns wohl niemals los, aber sie könnte mal ein wenig locker lassen, findest du nicht auch?;)

    LG Pewie

    Hallo Petra, ich heiße übrigens auch Petra.


    Du hast recht, manche Wochenenden sind erträglicher als andere. Woran es liegt, kann ich nicht sagen. Aber ich merke auch, dass es häufiger bessere Tage als schlimme gibt. Ist das vielleicht schon ein Weg in die richtige Richtung?


    Mein Mann wäre froh, wenn diese ständige ‚ :13: Heulerei ;) mal aufhören würde.

    Ich wäre über weniger schon froh.


    Mehr unternehmen werde ich in Zukunft auch, aber gerade am Wochenende möchte man niemanden stören.


    Heute geht es mir leidlich gut, immerhin. Das wenigstens wünsche ich dir auch.


    LG Petra

    Hallo Astrid, mit verarbeiten meine ich die schlimmen Tage der Krankheit, das Zusehen beim Sterben, die Beisetzung, all diese schrecklichen Eindrücke.

    Mein Mann ist in meinen Gedanken immer bei mir. Und das hilft mir sehr.

    LG Pewie

    Das Wochenende ist immer besonders schlimm, finde ich. Die Familien sitzen heute Nachmittag zusammen, und wir Trauernden möchten lieber allein sein mit unserer Trauer.

    Ob das jemals wieder anders wird ?

    Hallo Hummelchen,

    eure Geschichte ist wirklich tragisch. Du warst sehr tapfer und wirst auch weiterhin die Kraft haben, alles zu überstehen.

    Wir alle hier haben ähnlich schlimmes erlebt und versuchen das Erlebte irgendwie zu verarbeiten. Mein Mann wurde vor 3 Wochen beigesetzt in aller Stille. Das wollte er so, nur der engste Familien- und Freundeskreis . Es gab keinen Trauerredner, das hätte ich nicht geschafft. Nach der Beisetzung haben wir alle zusammen gesessen und liebevoll und freundschaftlich über ihn gesprochen, sogar manchmal gelacht. Das hätte ihm sehr gefallen.

    Zwei Wochen nach seinem Tod habe ich auch Zeichen von ihm erhalten. Das war keine Einbildung. Seit er weiß, dass ich mittlerweile irgendwie klar komme ohne ihn, gibt es keine Zeichen mehr.

    Für mich der Beweis, dass er jetzt beruhigt ist.

    Die Trauer wird nie aufhören, aber die Liebe auch nicht. Und das gibt Kraft, weiter zu machen.

    Meine Gedanken sind am Freitag bei dir.

    LG Pewie


    Guten Morgen, am Wochenende ist es besonders schlimm finde ich. Liebe Ingrid, ich kann dich verstehen. Man mag manchmal nicht mehr ... Aber das ist nicht die Lösung. Unsere Männer wollen, dass wir irgendwann mit ihrem nichtmehrdasein leben können. Für sie ist es schlimm zu sehen, wie wir leiden. Also bemühen wir uns weiter, irgendwann alles verarbeiten zu können. Das ist jetzt unsere Aufgabe...

    Ach liebe Ingrid, es ist so schrecklich, wenn man das Leid eines geliebten Menschen mit ansehen muss und nicht helfen kann. Deshalb war der Tod für unsere Männer auch eine Erlösung und darüber sollten wir froh sein.

    Für uns Hinterbliebene geht das Leiden jetzt erst richtig los. Die unendliche Trauer...

    Liebe Ingrid, glaube mir, es wird irgendwann besser. Das weinen wird langsam immer weniger.

    Die Trauer nicht, das ist auch gut so, wenn man sich so sehr geliebt hat.

    Versuche dich tagsüber irgendwie abzulenken und versuche Dinge zu tun, die angenehm für dich sind. Es dauert eine Weile das richtige zu finden, man muss Geduld haben.

    Auch ich habe oft schlimme Stunden oder Tage, das hat wohl jeder hier. Das muss man akzeptieren.

    Schlimm sind für mich die Bilder von seiner Krankheit, wie du auch schreibst, die Luftnot.

    Ich sehe sie immer wieder vor mir. Wie er sich gequält hat. Wie man diese Bilder aus dem Kopf kriegt, weiß ich auch noch nicht.

    Sei tapfer Ingrid, du schaffst mehr als du jetzt ahnst.

    Dir eine gute Nacht möglichst ohne Tränen

    LG Pewie

    Hallo zusammen,

    nach 18 Monaten kämpfen, hoffen und bangen ist meine große Liebe friedlich eingeschlafen. Für ihn eine Erlösung, für mich die Fortsetzung dieser schrecklichen Wahrheit. Wir hatten gerade unseren 10. Hochzeitstag (wir kennen uns viel länger) mit Freunden gefeiert. Es ging ihm da schon nicht mehr gut, aber er wollte es unbedingt und hat es auch genossen.

    Dann kam die Kontroll-CT: Das Lungenkarzinom war in kurzer Zeit enorm gewachsen, dazu wieder Metastasen im Kopf. Chemotherapie und Bestrahlungen hätten keine Besserung mehr gebracht. Er wäre auch zu schwach gewesen. Man behielt ihn gleich da. Ich bat noch um Prüfung einer Immuntherapie, aber auch das kam für ihn nicht in Frage. Das war für ihn der Moment zur Aufgabe. Nach 11 Tagen Klinik wollte man ihn entlassen, da man nichts mehr für ihn tun könnte. So kam er mit Krankentransport nach Hause. Alles nötige war organisiert. Ich war jede Minute bei ihm, auch nachts. Meine Schwester (Krankenschwester von Beruf)

    riet mir dann, ihn ins Hospiz bringen zu lassen. Ich wollte nicht. Aber sie hat sich durchgesetzt und im Nachhinein war es die einzig richtige Entscheidung. Nach zwei Tagen liebevoller kompetenter Pflege starb er in meinem Beisein.

    Richtig begriffen habe ich alles erst, als ich wieder alleine zuhause war. Bisher hatte ich funktioniert, jetzt kam das Erwachen.

    Was jetzt kam, wurde hier bereits von allen Trauernden im Forum beschrieben. Weinen, schreien, tagelang, schlaflose Nächte,

    Totaler Rückzug. Geholfen haben mir zwei Freundinnen, die Ähnliches bereits durchgemacht hatten und genau wussten, was in mir vorging. Die Telefonate mit Ihnen haben mir sehr geholfen.

    Mittlerweile geht es etwas besser, ich strukturiere meinen Tag (bin seit Mai vorzeitig in Rente für meinen Mann) und habe in Haus und Garten meine Ablenkung und Arbeit. Es gibt immer wieder schlechte Momente, die mich verzweifeln lassen, weil er nicht mehr da ist und - viel schlimmer - auch nicht mehr wiederkommt.

    Ich rede mit ihm, ich schreibe eine Art Tagebuch für ihn und habe sein Foto immer in meiner Nähe. Ich habe diesen Weg für mich gefunden und komme damit ganz gut klar. Aber an die Zukunft ohne ihn mag ich nicht denken.

    Lieber Chrono, deine Geschichte hat mich sehr berührt. Bin ich mir doch immer sicher, dass ich es am schlimmsten getroffen habe. Aber es geht immer noch schlimmer. Ich bewundere deine Stärke das alles auszuhalten. Aber du hälst es aus, das ist doch ein sehr positives Zeichen.

    Ich bin auch entsetzt über die zwei, die jetzt als Paar ihr Leben aushalten wollen. Sie tun mir leid. Es wird nicht die Lösung sein für sie.

    Auch ich werde nie wieder einen anderen Partner akzeptieren, so etwas wie meinen Mann gibt es kein zweites Mal. Aber das ist nicht schlimm für mich, unsere Liebe war so stark, dass sie nach seinem Tod weiter lebt. Das macht mich stark mit meiner Trauer irgendwie zu leben.

    Es dauert eine Weile, das eigene Leben nach dem Tod des geliebten Partners so einzurichten, dass man mit ihm weiterleben kann, in Gedanken und im Herzen. Dazu gehört eben auch, dass man bestimmte Dinge nicht wegräumt, Fotos aufstellt usw. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Auch wenn unsere geliebten Menschen nicht mehr da sind, so kann man trotzdem ihre Hand nehmen, ihren Geruch spüren, mit Ihnen reden. Dadurch leben sie für uns weiter mit und in uns.


    Das ist mein Trost in dieser immens schweren Zeit. Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen.


    LG Pewie

    Doch liebe Ingrid, das ist normal. Vor zwei Tagen war es auch so schlimm bei mir, mir hilft Beschäftigung. Seit Mai bin ich in Rente, wollten jetzt soviel machen. Also muss ich mich in Haus und Garten beschäftigen. Dann sind mal wieder zwei einigermaßen gute Tage, dann wieder ein neuer Einbruch. Aber was wollen wir verlangen nach so kurzer Zeit. Nicht zu trauern wäre auch nicht schön. Trauer ist doch der Beweis für eine echte Liebe. Daran musst du immer denken.

    Versuche dich irgendwie abzulenken, und wenn es nur für kurze Zeit ist. Dabei kann man sich erholen und hat dann wieder Kraft für die nächste Trauerphase. Manchmal gelingt es, man kann es üben. So geht es mir jedenfalls. Wenn man später diese Erholungsphasen etwas verlängern kann, ist das doch ein großer Erfolg und eine Hilfe für dich, ohne Weinkrämpfe an deinen Liebsten zu denken und ihm nahe zu sein.

    Vielleicht helfen dir meine Tipps, ich wünsche es dir. Ich kämpfe auch tapfer weiter und er ist immer bei mir.

    LG Pewie

    Liebe Ingrid, wie gut ich dich verstehen kann. Mein Mann starb zwei Tage früher, also am 20.10.18. 1 1/2 Jahre Chemotherapie, Bestrahlungen und Copd. Wir haben wirklich gekämpft und gehofft. Bis zuletzt. Er starb in meinen Armen, es war der schrecklichste Moment in meinem Leben. Fassen kann man es immer noch nicht. Das Herz zerreißt, es tut so weh.

    Es bleiben die Erinnerungen und Fotos. Das ist alles.

    Dir und mir und allen Trauernden wünsche ich viel Kraft. Wir schaffen das - irgendwann ...

    LG Pewie

    Hallo Nanimaus, wie gut ich dich verstehen kann. Auch wir haben gekämpft, gehofft und verloren. Habe meinen geliebten Mann vor zwei Wochen im Friedwald beigesetzt.

    Ich dachte, dann kehrt eine gewisse Ruhe ein. Aber Ruhe bedeutet Zeit zum nachdenken.

    Und wieder weinen ...

    Überall sind Erinnerungen. Sie wegzuräumen wäre der falsche Weg, sie anzusehen tut weh.

    Was man auch tut, man findet keine Ruhe.

    Trauern ist so kräftezehrend ...

    Aber irgendwie gehts weiter, ich wünsche uns allen die Kraft, diese unsagbar schweren Tage, Monate und Jahre, bis wir vielleicht wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels sehen, zu überstehen.

    Für deinen Arbeitsbeginn wünsche ich dir alles Gute ...