Posts by Dolore

    Liebe Sabine,


    mein aufrichtiges Mitgefühl zum Verlust deines geliebten Mannes.


    Deine Worte berühren mich, sind sie doch mal so ganz anders, wie die Empfindungen der Meisten Trauernden hier.

    Das ist aber keinesfalls negativ gemeint !!! Jeder hat eben seine ganz eigene Sicht auf bestimmte Dinge, die auch mit dem

    zu tun haben, was ein Mensch im Laufe seines Lebens erlebt und mit den Erfahrungen die er in seinem Leben sammeln

    konnte oder musste.

    So hat eben dann auch jeder seine ganz individuelle Sichtweise und einen ganz individuellen Umgang mit den Themen

    rund um Krankheit, Sterben und Tod und über die eventuelle Existenz einer Geistigen Welt, in der es für die Seelen, ein

    Weiterleben gibt.


    Ich finde deinen Umgang mit dem Thema bewundernswert, gibt er dir doch jetzt die Kraft, in dem was DIR wiederfahren

    ist, auch eine Art Sinn für dich zu sehen. Und dennoch trauerst du auch, denn auch du hast den schmerzlichen Verlust

    deines geliebten Mannes zu verarbeiten und das tut nun mal weh, egal woran man glaubt. Wir müssen alle irgendwie

    lernen, ohne unseren geliebten Menschen zu leben.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass deine Kopfschmerzen bald besser werden :24:.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Amelie,


    ich danke dir für deine Zeilen.

    Ich möchte dir zuerst mein aufrichtiges Beileid, zum Verlust deines lieben Mannes ausdrücken.

    Es ist so schlimm. dass du ihn gehen lassen musstest und es tut mir aus tiefstem Herzen leid.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für alles, was nun vor dir liegt :30:.


    Auf deine Frage wegen der Zeichen die ich von meinem Schatz bekommen habe, schreibe ich dir über

    Konversation, weil ich zu diesen Dingen schon mal ausführlich berichtet hatte.


    Herzlichst, Kerstin















    Liebe Sommermond,

    ich war auch wenig hier in den letzten Tagen, weil es mir auch nicht gut geht. Auch ich bin wieder ins Trauerloch

    gerutscht.

    Morgen sind es genau 11 Monate, dass mein Schatz nicht mehr bei mir ist und genau der Tag, an dem seine

    Abwärtsspirale unaufhaltsam in Richtung Jenseitswelt trudelte ;(.


    Ich durchlebe jetzt fast jeden seiner letzten Tage, gerade nochmal und das zerreißt mich fast.

    Komm, wir nehmen uns gemeinsam in den Arm :30:, einfach ohne viele Worte und wir lassen unsere Tränen einfach

    mal laufen.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Steffi :30:, dein Text könnte auch von mir sein :(.

    Alle um uns herum haben ihr Leben .... nur unseres, das ist weg, weg mit dem Liebsten was wir hatten.

    Mich erdrückt die Stille und die Einsamkeit in unserem Haus auch :(.


    Ich setze mich mal zu dir und halte dich :24:.

    Herzlichst, Kerstin

    Ach Steffi, ich verstehe dich. Mir geht es auch so. Wie gerne haben wir am Abend auf der Terrasse gesessen, haben draußen

    Abendbrot gegessen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

    Jetzt ohne meinen Schatz, kann ich das einfach nicht mehr, es tut zu weh und es ist eben nicht mehr dasselbe.

    Immer alleine sein und miterleben, wie die Menschen rund um uns herum fröhlich sind, es tut so verdammt weh.


    Ich musste vorhin wieder im Garten alles gießen. Ich sehe die vielen blühenden Rosen, die Pfingstrosen sind dieses Jahr sehr

    spät dran, sie sind jetzt erst voller Blüten. Aber ich kann mich alleine, nicht mehr darüber freuen. Alles was ich im Garten tue,

    mache ich weil es gemacht werden muss, wie mechanisch, ohne jede Emotion.


    Ob für uns irgendwann wieder ein Leben möglich sein wird, an dem wir Freude haben ? Ich kann es mir nicht vorstellen.


    Herzliche Grüße, Kerstin

    Oh Nessi das ist gut, dass ihr an dieser Gedenkfeier teilnehmen wollt. Vielleicht lernst du dort eine Mama kennen,

    mit der du dich austauschen kannst. Niemand kann deine Trauer so gut verstehen wie jemand, der dasselbe Schicksal teilt.

    Ich wünsche dir das von ganzem Herzen :30:.


    Herzlichst, Kerstin

    Oh Mel, der Schmetterling <3<3<3, das war dein Robin, er kam um dich - seine Mami - fühlen und berühren zu können.

    Das ist so .... ich finde einfach keine Worte für soetwas Schönes.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Steffi,


    man sagt, die Seelen brauchen in der Regel erst eine gewisse Zeit um selbst zu verstehen und zu begreifen,

    was ihnen passiert ist. Und da sie sich nicht mehr so bemerkbar machen können wie in der Zeit ihres Erdenlebens,

    müssen sie es auch erst erlernen, uns Zeichen oder Botschaften zu schicken, die wir dann als solche wahrnehmen können.

    Und da sich in unserer Trauer und unserem Schmerz, aber auch noch unsere eigene Wahrnehmung verändert, weil wir so sehr

    mit uns und unseren Gefühlen beschäftigt sind, nehmen wir Zeichen die wir bekommen, oft auch nicht gleich wahr.


    Ich hatte meinen ersten, ganz intensiven Zeichen aus der jenseitigen Welt bekommen, als 1994 meine beste Freundin verstarb.

    Wir hatten ein ganz inniges, tiefes Verhältnis zueinander.

    Ihre Seele war bereits während ihres Sterbeprozesses bei mir ..... was ich aber erst einige Stunden später erkannte, als ich den Anruf

    von ihrer Schwester bekam, dass und wie sie verstorben ist. Ich habe ihren Todeskampf unbewusst (obwohl sie 600 km von mir entfernt war),

    miterlebt und das war keine schöne, sondern eine für mich und meinen Mann, sehr beängstigende Erfahrung. Auch die ersten 6 Wochen

    nach ihrem Tod, war sie ganz oft bei mir und ich habe es auch ganz intensiv gespürt (übrigens auch unser Hund den wir damals hatten).


    Als mein Mario starb dachte ich, das ich vielleicht dieselben Erfahrungen wieder mache .... aber bei ihm war es ganz anders.

    In den ersten 3 Monaten habe ich garkeine Zeichen bemerkt oder keine bekommen, ich weiß es nicht.

    Aber dann bekam ich ein erstes, sehr deutliches Zeichen (das ich auch erst nicht einordnen konnte) und in der Folge dann regelmäßig.


    Jede verstorbenen Seele hat seine ganz eigene Art sich zu melden. Du wirst von deinen Schatz irgendwann Zeichen bekommen.



    Herzlichst, Kerstin

    ich dachte auch immer, bis zum Tod ist das schlimmste durchgestanden.....aber es kam noch schlimmer und es endet nicht...

    Ja Nasch ..... bis zum schlimmsten Tag hatten wir auch noch einen kleinen Funken in uns - den man Hoffnung nennt.

    Dieser Funke ist nun auf immer verglüht ;(.

    Das geht mir ganz genauso Steffi :(. Wenn ich beim Einkauf Paare sehe oder auf dem Friedhof ..... ich ertrage es nicht.

    Warum Steffi, warum dürfen wir das nicht mehr ?

    Liebe Steffi,


    ein leises Willkommen hier bei uns :30: und mein aufrichtiges Mitgefühl zu deinem schmerzlichen Verlust.

    Gut dass du zu uns gefunden hast, denn verstehen und von Herzen mitfühlen, das können tatsächlich nur Menschen,

    die wissen, wie sich das anfühlt und was mit einem macht.

    Du wirst hier liebevoll aufgenommen und findest immer ein offenes Ohr.


    L.G. Kerstin

    Liebe Karin,


    ich freue mich, wenn dir mein Beitrag ein wenig geholfen hat.

    Genau das ist es, was dieses Forum so wervoll macht ... dass man durch das Lesen der Beiträge anderer

    Trauernder, zu Sichtweisen und Erkenntnissen gelangt, die einem vermutlich verschlossen geblieben wären

    wenn man verucht hätte, alles irgendwie alleine durchzustehen.

    Ich habe hier beim Lesen ganz oft sogenannte Aha- Effekte und jeder noch so kleine Tipp ist so wertvoll und

    hilft mir ein bisschen weiter.


    Herzliche Grüße, Kerstin

    Liebe Rienchen,


    es tut mir so leid, dass du jetzt auch noch Angst um deine Mama haben musst. Ich kann dich gerade vielleicht besonders gut

    verstehen, da meine Mama (82) im Moment auch gerade im Krankenhaus liegt. In meinem Wohnzimmer hatte ich über das

    Unglück am Pfingstmontag geschrieben.

    Höre auf dein Herz Rienchen, was es dir sagt. Vergangenes kann man nicht mehr ändern, aber man kann versuchen,

    für das Jetzt, das Beste zu machen.


    Ich hatte bis mein Papa 2011 verstarb, auch ein sehr schwieriges Verhältnis zu meiner Mama. Ich bin meine ersten 4 Lebensjahre,

    zum größten Teil bei meiner Omi aufgewachsen. Meine Mama arbeitete in Vollzeit als Krankenschwester im Schichtdienst, mein Papa

    ging auch Vollzeit arbeiten und ich war wegen Ernährungsstörungen, nicht Kita- tauglich. So kam ich dann zu meiner Omi und war in meinen

    ersten Lebensjahren, immer nur mal tageweise bei meinen Eltern.

    Dieses innige Mutter- Kind- Band, das hatte ich mit meiner Omi, aber leider nicht mit meiner Mama und meine Mama leider auch nicht zu mir.

    Meine Schwester (3 1/2 Jahre jünger als ich) wuchs von Geburt an, ganz normal Zuhause auf und die Verbindung zwischen ihr und meiner Mama,

    war schon als wir Kinder und Jugendliche waren, ein ganz anderes. Ich fühlte mich immer wie das 5. Rad am Wagen und habe gefühlt, immer

    um ihre Liebe kämpfen müssen. Mit mir war sie immer streng, oft lieblos und ungerecht, zu meiner Schwester immer gütig und immer nachsichtig,

    Das hat mir sehr, sehr weh getan.


    Als mein Papi dann starb, ist meine Mama ziemlich abgestürzt. Meine Schwester ist ein sehr gefühlsarmer Mensch, achtet immer darauf, dass

    es IHR gut geht und weiß wie sie sich Dinge abwimmelt, die sie nicht möchte oder diemihr zusätzlich Arbeit oder Verpflichtungen einbringen.

    Ich habe das leider nie gelernt - das Nein sagen.

    So war ich es dann, die meine Mama in dieser Zeit aufgefangen hat und die besonders in schweren Zeiten immer für sie da war und wir sind seither,

    viel enger zusammengewachsen.

    Es ist mir auch nicht leicht gefallen, weil in meinem Kopf immer wieder die Situationen von früher auftauchten, wo ich mich ganz alleingelassen

    gefühlt habe. Aber dadurch, dass ich mein Verhalten meiner Mama gegenüber verändert habe, hat sich auch meine Mama positiv verändert.

    Als Mario so krank war, war sie schließlich immer für uns da.

    Meine Investitionen haben sich also gelohnt. Manchmal ist es hilfreich wenn man lernt, über seinen eigenen Schatten zu springen.


    Ich umarme dich lieb,

    herzlichst, Kerstin

    Liebe Birgit,


    jeder einzelne Tag ist eine Herausforderung an uns selbst, wachen wir doch jeden Tag aufs Neue mit dem Bewußtein auf,

    dass - das jetzt - unser Leben ist. Ein Leben ohne unsere Liebsten, mit ihnen nur noch auf Fotos oder in dem Glauben, dass

    sie wohl noch "Irgendwie", aber eben nicht mehr seh- und greifbar, bei uns sind.

    Wir wissen um ihren Verlust und dennoch kann und will man sich nicht vorstellen, dass sie so wie wir sie in unserer

    Erinnerung haben, wie wir sie lächelnd auf den geliebten Fotos sehen. nicht mehr hier auf Erden sehen dürfen.


    Sehnsucht und unbändiges Vermissen quält uns und behindert uns in unserem Leben, verändert unsere Sicht auf die Dinge.

    Ich sehe wohl auch die vielen Rosen und Pfingstrosen in unserem Garten, die jetzt kurz vor der Blüte stehen. Aber das Empfinden

    eben ist nicht mehr dasselbe, weil man die Freude darüber mit seinen Liebsten nicht mehr teilen kann.


    L.G. Kerstin

    Ich finde diese Situation auch unerträglich. In meinem Fall kann ich sagen, dass ich niemandem aus meinem "Freundeskraeis",

    die Ohren vollgeheult habe, weder als mein Schatz so krank war, noch nach seinem Tod. Ich habe dafür seit über 3 Jahren, meinen

    Psychotherapeuten.


    Es geht hier ganz vielen so Alexa.

    Schwere Krankheit oder gar Tod, das sind Umstände, die Menschen in ihrem Leben nicht haben möchten. Sie haben Angst. es könnte

    sie selber treffen, das ist das, was ich denke.

    Bei mir ist das auch so Alexa. Ganz viele aus unserem "Freundeskreis" - heute mag ich das Wort "Freunde" garnicht mehr aussprechen,

    haben sich schon in den 7 Jahren abgeseilt, in denen mein Mann so krank war. Eine Handvoll ist übrig geblieben, bis er starb.

    Diese Handvoll, gibt es inzwischen auch nicht mehr. Zur Beisetzung und ganz kurz danach, gab es sie noch .... dann wurden es immer

    weniger und nun, ist eigentlich garkeiner mehr übrig. Ausreden ..... Stress , Homescooling ..... dies und das wegen Corona ..... .


    Die Krankheit des Partners macht einsam, aber nach dem Tod des Partners, verliert man nicht nur diesen, sondern auch die meisten

    Menschen um einen herum. Es ist, als hätte man einen Stempel auf der Stirn - gezeichnet fürs restliche Leben.