Posts by Dolore

    Ich habe die letzen 10 Jahre vor meiner Erwerbsunfähigkeit, in der häuslichen Krankenpflege gearbeitet.

    Ich war im ländlichen Bereich und egal ob bei Schnee, Eisregen oder Blitzeis .... wir mussten immer zu unseren

    Patienten fahren. Im Winter im Frühdienst ab 5.30 Uhr, schon bevor auch nur das erste Streu- oder Räumfahrzeugfahrzeug

    auf der Straße war. Auch kilometerlange Waldstrecken, auf denen nie ein Streu- oder Räumfahrzeug fuhr.

    Wie oft habe ich in dieser Zeit, Höllenängste ausgestanden. Auch ein Grund, dass ich heute Strecken außerhalb meines

    normalen Bewegungsradius meide, wenn es nicht unbedingt nötig ist.


    Zu meinem Mann in die Klinik, musste ich auch immer knapp 100 km fahren. Die ersten Jahre bin ich mit dem Zug gefahren,

    dann war aber die Verbindung irgendwann so schlecht, dass ich mit dem Auto fahren musste. Ich hab es für meinen Mann

    getan, aus Liebe, damit ich bei ihm sein konnte und obwohl ich die Strecke über Land nicht kannte. Ich hab es geschafft,

    auch ohne Navi. Irgendwann war die lange Strecke zwar Routine, aber angespannt war ich beim Fahren immer.

    Weite und vor allem unbekannte Strecken, bin ich nie gerne gefahren und vermeide es auch jetzt.

    Meine sch .... Ängste, blockieren mich in so vielen Dingen.

    Liebe Kitty,


    herzlich Willkommen hier und mein aufrichtiges, herzliches Beileid :30:.

    Der 20. Februar - der Todestag deines Liebsten, das ist das Geburtsdatum meines verstorbenen Mannes.

    Ich musste erstmal schlucken als ich es las.


    Dass dein Schatz für immer gehen musste, ist erst ein halbes Jahr her. Alles ist doch noch ganz frisch.

    Es ist vollkommen normal dass du noch trauerst, Trauer braucht Zeit, viel Zeit. Bitte hab Geduld mit

    dir. Es ist überhaupt nicht gut wenn man nach ein paar Wochen so tut, als wäre alles irgendwie schon wieder gut,

    nur um den Vorstellungen seines Umfelds Menschen zu entsprechen.

    Wenn man verdrängt .... die Trauer sucht sich irgendwann ihren Weg und wenn es Jahre später ist.


    Und um eine Psychotherapie zu machen, musst du nicht krank sein! Ein Psychotherapeut ist jemand mit dem man

    all das besprechen kann, worüber man mit anderen Menschen nicht sprechen möchte.

    Ich bin auch nicht psychisch krank, aber ich brauchte jemanden mit dem ich über meine Gefühle, meine Sorgen und

    meine Ängste sprechen konnte, ohne dass ich das bedrückende Gefühl haben wollte, jemanden mit dem was mir auf

    der Seele liegt, zu belasten.


    Ich bin froh dass ich meinen Therapeuten habe und dazu noch einen, wo ich überhaupt nicht das Gefühl habe,

    dass ich zur Therapie gehe. Wir reden völlig ungezwungen, es ist, als würde ich regelmäßig einen guten Freund besuchen

    und jedesmal wenn ich dort war, hab ich ein "Päckchen" dort gelassen, was mich belastet hat und fühle mich leichter.


    Bitte versuche nicht alles allein durchzustehen.


    Herzliche Grüße, Kerstin

    Liebe Claudia,

    ein warmes Herzlich Willkommen :30: und mein herzlichstes und aufrichtiges Beileid zum Heimgang deiner lieben Mama.

    Was wäre gewesen wenn .... hätte ich nicht noch etwas tun können, habe ich etwas versäumt ... .

    Genau diese Fragen stellen wir uns alle, doch eine Antwort werden wir hier auf Erden leider nicht bekommen.

    Wenn wir in die Zukunft schauen könnten, was hätten wir doch alles anders gemacht :13:. Aber in die Zukunft schauen

    kann leider niemand.


    Aber ich bin mir sicher, dass unsere Liebsten immer gespürt haben, dass wir sie von ganzem Herzen lieben und das war und ist

    das Wichtigste im Leben und auch nach dem Tod.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe wobistdu,

    ich möchte dir von ganzem Herzen mein aufrichtiges und herzliches Beileid aussprechen :30:.

    Willkommen bei uns, hier wirst du immer Menschen treffen, die dich verstehen, weil jeder hier einen

    geliebten Menschen verloren hat und diesen unfassbar vermisst.


    Deine Mama hat ganz sicher noch gespürt, dass du in ihren letzten Sekunden bei ihr warst.

    Ich glaube, dass die Seelen nicht gleich gehen, sie müssen sicher auch erst begreifen was passiert ist.


    Ob man in der Lage ist, den Tod eine geliebten Menschen als Erlösung anzusehen wenn er sehr krank war

    und so furchtbar leiden musste, dass hängt wohl von einem ganz alleine ab.

    Und ganz sicher auch davon, wie der geliebte Mensch es vieleicht selbst gesehen hat.

    Mein Mann hatte viele Jahre Krebs, aber er hat gekämpft wie ein Löwe, hat alles so tapfer ertragen, nie geklagt.

    Aber auch wenn er selbst gespürt hat, dass sein Zustand sicher immer weiter verschlechtert hat, sterben war für

    ihn keine Option. Er hat mich immer wieder aufgefangen, wenn ich aus Angst um ihn so verzweifelt war, er hat mir

    immer wieder neue Hoffnung gegeben mit seinem unerschütterlichen Glauben daran, dass er wieder gesund wird.

    Er wollte nicht sterben und hat sich bis zuletzt gegen das Unvermeidliche gewehrt.


    Sicher, er muss jetzt nicht mehr leiden, das ist tröstlich. Aber eine Erlösung kann ich in seinem Tod nicht sehen.


    Ich schicke dir eine liebe Umarmung :24:,

    herzlichst, Kerstin

    Liebe Bettinalein,

    ich glaube auch, dass unsere lieben Verstorbenen uns anfangs noch sehr nahe sind. Aber so wie wir im Leben hier auf der

    Erde weitergehen, uns weiterentwickeln .... wird es in der jenseitigen Welt wohl auch sein.

    Ich glaube auch an Reinkarnation und wer weiß, wieviele unserer verstorbenen Liebsten, die schon viele Jahre nicht mehr hier sind,

    jetzt auf der Erde schon ein neues Leben begonnen haben <3<3<3.

    Danke liebe Heidi für deine ausführliche, liebe Erklärung.

    Ich fahre seit 1993 Auto, auch mal in eine andere Stadt hier in unserer Nähe. Aber ich fahre grundsätzlich

    auf der Landstraße. Ich wohne in der Grenznähe zu Polen und die Autobahn hier, ist deshalb immer gerappelt voll

    mit großen Sattelschleppern. Wenn man auf die AB auffahren will, muss man auf dem eigentlichen Beschleunigungsstreifen

    in der Regel stehen bleiben und warten, bis man mal eine größere Lücke erwischt und schon das ist ein Problem, weil man

    beim Anfahren einfach nicht schnell genug ist.


    Wenn wir mit meinem Mann früher weiter weggefahren sind, ist immer Mario gefahren. Er war ja beim Rettungsdienst und

    war das schnelle Fahren gewohnt. Wir hatten auf der AB schon so viele extreme Gefahrensituationen .... wenn Mario da nicht gefahren

    und immer sofort so versiert gehandelt hätte, hätten wir das mehrfach nicht überlebt. Ich würde bei sowas in Panik geraten und

    genau das ist auch der Grund, warum ich mich nicht alleine auf der AB zu fahren traue.

    Natürlich könnte ich auch Sonntags fahren, aber ich glaube das ist wirklich nichts für mich. Angst ist kein guter Beifahrer.

    Das mit dem speziellen Geruch, das hatte ich nach dem Tod meines Cousins immer wieder.

    Beim ersten Mal dachte ich noch, ich bilde mir das ein, aber als ich es immer wieder mal wahrnahm wusste ich,

    dass er mich in diesem Moment immer besucht. Ich habe ihm dann immer gesagt dass ich mich so sehr freue,

    dass er nach mir schaut.

    Leider wurden die Abstände seiner "Besuche" irgendwann immer größer und nach etwa 10 Jahren hörte es auf.

    Es geht garnicht so sehr ums Verfahren. Ich habe Angst auf der Autobahn, weil ich nicht gern so schnell unterwegs bin.

    Ich fahre ungern über 100 km/h, ich überhole nicht gerne. Dann die vielen LKW`s, die vielen Baustellen mit den engen,

    gelb markierten Fahrspuren, da war mir wenn ich mit meinem Schatz gefahren bin, schon als Beifahrer mulmig, wenn

    neben uns so dicht die Sattelschlepper gefahren sind.

    Vielen Dingen vor denen ich Angst hatte, hab ich mich inzwischen schon gestellt, Aber die Angst vor dem Fahren auf der

    Autobahn, werde ich wohl nicht ablegen können.

    Liebe Heidemarie,


    ich bewundere dich so sehr für deinen Mut, dich mit deinen Hunden einfach in euren Pössel zu setzen und loszufahren,

    dir so schöne Erlebnisse zu verschaffen, wie du sie jetzt erleben durftest.

    So wundervolle Bilder von deinen vielen Orten an denen du warst und sicher auch ganz wunderbare Eindrücke für dich.

    Wie schaffst du das ?


    Ich würde mich so gerne in mein Auto setzen und mit meinen Hunden mal irgendwo hinfahren, zu meinem Sohn, zu

    Freundinnen die weit weg wohnen. Aber ich habe so Angst auf der Autbahn zu fahren oder irgendwo, wo ich noch nie

    war.

    Liebe Sabine,


    mein aufrichtiges Mitgefühl zum Verlust deines geliebten Mannes.


    Deine Worte berühren mich, sind sie doch mal so ganz anders, wie die Empfindungen der Meisten Trauernden hier.

    Das ist aber keinesfalls negativ gemeint !!! Jeder hat eben seine ganz eigene Sicht auf bestimmte Dinge, die auch mit dem

    zu tun haben, was ein Mensch im Laufe seines Lebens erlebt und mit den Erfahrungen die er in seinem Leben sammeln

    konnte oder musste.

    So hat eben dann auch jeder seine ganz individuelle Sichtweise und einen ganz individuellen Umgang mit den Themen

    rund um Krankheit, Sterben und Tod und über die eventuelle Existenz einer Geistigen Welt, in der es für die Seelen, ein

    Weiterleben gibt.


    Ich finde deinen Umgang mit dem Thema bewundernswert, gibt er dir doch jetzt die Kraft, in dem was DIR wiederfahren

    ist, auch eine Art Sinn für dich zu sehen. Und dennoch trauerst du auch, denn auch du hast den schmerzlichen Verlust

    deines geliebten Mannes zu verarbeiten und das tut nun mal weh, egal woran man glaubt. Wir müssen alle irgendwie

    lernen, ohne unseren geliebten Menschen zu leben.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass deine Kopfschmerzen bald besser werden :24:.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Amelie,


    ich danke dir für deine Zeilen.

    Ich möchte dir zuerst mein aufrichtiges Beileid, zum Verlust deines lieben Mannes ausdrücken.

    Es ist so schlimm. dass du ihn gehen lassen musstest und es tut mir aus tiefstem Herzen leid.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für alles, was nun vor dir liegt :30:.


    Auf deine Frage wegen der Zeichen die ich von meinem Schatz bekommen habe, schreibe ich dir über

    Konversation, weil ich zu diesen Dingen schon mal ausführlich berichtet hatte.


    Herzlichst, Kerstin















    Liebe Sommermond,

    ich war auch wenig hier in den letzten Tagen, weil es mir auch nicht gut geht. Auch ich bin wieder ins Trauerloch

    gerutscht.

    Morgen sind es genau 11 Monate, dass mein Schatz nicht mehr bei mir ist und genau der Tag, an dem seine

    Abwärtsspirale unaufhaltsam in Richtung Jenseitswelt trudelte ;(.


    Ich durchlebe jetzt fast jeden seiner letzten Tage, gerade nochmal und das zerreißt mich fast.

    Komm, wir nehmen uns gemeinsam in den Arm :30:, einfach ohne viele Worte und wir lassen unsere Tränen einfach

    mal laufen.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Steffi :30:, dein Text könnte auch von mir sein :(.

    Alle um uns herum haben ihr Leben .... nur unseres, das ist weg, weg mit dem Liebsten was wir hatten.

    Mich erdrückt die Stille und die Einsamkeit in unserem Haus auch :(.


    Ich setze mich mal zu dir und halte dich :24:.

    Herzlichst, Kerstin

    Ach Steffi, ich verstehe dich. Mir geht es auch so. Wie gerne haben wir am Abend auf der Terrasse gesessen, haben draußen

    Abendbrot gegessen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

    Jetzt ohne meinen Schatz, kann ich das einfach nicht mehr, es tut zu weh und es ist eben nicht mehr dasselbe.

    Immer alleine sein und miterleben, wie die Menschen rund um uns herum fröhlich sind, es tut so verdammt weh.


    Ich musste vorhin wieder im Garten alles gießen. Ich sehe die vielen blühenden Rosen, die Pfingstrosen sind dieses Jahr sehr

    spät dran, sie sind jetzt erst voller Blüten. Aber ich kann mich alleine, nicht mehr darüber freuen. Alles was ich im Garten tue,

    mache ich weil es gemacht werden muss, wie mechanisch, ohne jede Emotion.


    Ob für uns irgendwann wieder ein Leben möglich sein wird, an dem wir Freude haben ? Ich kann es mir nicht vorstellen.


    Herzliche Grüße, Kerstin

    Oh Nessi das ist gut, dass ihr an dieser Gedenkfeier teilnehmen wollt. Vielleicht lernst du dort eine Mama kennen,

    mit der du dich austauschen kannst. Niemand kann deine Trauer so gut verstehen wie jemand, der dasselbe Schicksal teilt.

    Ich wünsche dir das von ganzem Herzen :30:.


    Herzlichst, Kerstin

    Oh Mel, der Schmetterling <3<3<3, das war dein Robin, er kam um dich - seine Mami - fühlen und berühren zu können.

    Das ist so .... ich finde einfach keine Worte für soetwas Schönes.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Steffi,


    man sagt, die Seelen brauchen in der Regel erst eine gewisse Zeit um selbst zu verstehen und zu begreifen,

    was ihnen passiert ist. Und da sie sich nicht mehr so bemerkbar machen können wie in der Zeit ihres Erdenlebens,

    müssen sie es auch erst erlernen, uns Zeichen oder Botschaften zu schicken, die wir dann als solche wahrnehmen können.

    Und da sich in unserer Trauer und unserem Schmerz, aber auch noch unsere eigene Wahrnehmung verändert, weil wir so sehr

    mit uns und unseren Gefühlen beschäftigt sind, nehmen wir Zeichen die wir bekommen, oft auch nicht gleich wahr.


    Ich hatte meinen ersten, ganz intensiven Zeichen aus der jenseitigen Welt bekommen, als 1994 meine beste Freundin verstarb.

    Wir hatten ein ganz inniges, tiefes Verhältnis zueinander.

    Ihre Seele war bereits während ihres Sterbeprozesses bei mir ..... was ich aber erst einige Stunden später erkannte, als ich den Anruf

    von ihrer Schwester bekam, dass und wie sie verstorben ist. Ich habe ihren Todeskampf unbewusst (obwohl sie 600 km von mir entfernt war),

    miterlebt und das war keine schöne, sondern eine für mich und meinen Mann, sehr beängstigende Erfahrung. Auch die ersten 6 Wochen

    nach ihrem Tod, war sie ganz oft bei mir und ich habe es auch ganz intensiv gespürt (übrigens auch unser Hund den wir damals hatten).


    Als mein Mario starb dachte ich, das ich vielleicht dieselben Erfahrungen wieder mache .... aber bei ihm war es ganz anders.

    In den ersten 3 Monaten habe ich garkeine Zeichen bemerkt oder keine bekommen, ich weiß es nicht.

    Aber dann bekam ich ein erstes, sehr deutliches Zeichen (das ich auch erst nicht einordnen konnte) und in der Folge dann regelmäßig.


    Jede verstorbenen Seele hat seine ganz eigene Art sich zu melden. Du wirst von deinen Schatz irgendwann Zeichen bekommen.



    Herzlichst, Kerstin