Posts by Yoda


    Diesen Song singen Passenger für uns.


    Ich habe versucht, alles zu dekorieren, wie Du es in der Vorweihnachtszeit gemacht hast, aber es ist nicht dasselbe. Du fehlst immer noch so sehr, auch wenn vieles erträglicher geworden ist, und auch wenn ich weiß, dass Du überall da bist, wo ich bin.

    Liebe Karin,


    danke für den Einblick in Deine Art mit dem Unbegreiflichen umzugehen, ein Beispiel dafür, wie man es schaffen kann, eine neue, andere Sichtweise zu bekommen. Damit wirst Du vielen Mut machen.


    Einen lieben Gruß

    Yoda

    Danke Linchen, danke Puzzle,


    ob es besser wäre, wenn man einige Dinge vorher wüsste ? Wir wünschen uns das wahrscheinlich, weil wir den Menschen, die uns verlassen mussten, gern noch einmal gesagt hätten wir sehr wir sie lieben. Allein, wenn wir gewusst hätten, was passieren würde, wären wir dann noch in der Lage dazu gewesen ? Wir müssen es einfach akzeptieren. Das ist manchmal sehr sehr schwer, und manchmal gelingt es uns etwas besser. Ja Puzzle, auch wir wissen nicht, was einmal mit uns passieren wird, wenn wir gehen. Ich bekam vor ein paar Tagen von einer lieben Freundin einen Text, der die Gefühle beschreibt, die uns begleiten.


    Sag mir nicht, dass ich es überstehen soll,

    sag mir nicht, dass ich stark sein soll,

    sag mir nicht, die Zeit heilt alle Wunden,

    sag mir nicht, dass ich weitergehen soll.


    Ich brauche meine Zeit zum Trauern,

    ich brauche meine Zeit allein.

    Niemand sonst kann das für mich übernehmen,

    ich muss das mit mir allein tun.


    Ja, es mag eine Weile dauern,

    ja, es könnte Jahre dauern,

    ja, ich könnte kreischen und schreien

    und unendlich viele Tränen vergießen.


    Aber erst, wenn ich bereit bin und nicht,

    weil Du mir sagst, wann die Zeit gekommen ist,

    dann werde ich derjenige sein, der weiß,

    dass es soweit ist.


    (Verfasser : unbekannt)


    Für jeden fühlt sich das, was wir erlebt haben, anders an. Ich wünsche uns allen die nötige Kraft und Unterstützung.


    Yoda

    Neidisch auf die Engel

    Ich hatte keine Ahnung, dass es der letzte Tag sein würde, den wir zusammen verbringen
    Oder dass ich mich so schnell von dir verabschieden müsste
    Ich war wie erschlagen, ich hatte keine Gefühle mehr
    Ich betete, dass du einfach durch diese Tür hereinkommst, zurück zu mir
    Und mir sagtest, ich hätte nur geträumt.



    Ich fand eine Geschichte auf der Aikido Weiler-Seite. Ob hier der Autor zu finden ist, ist mir nicht bekannt, aber sie ist wunderschön. Sie hätte genau so von Dir stammen können. Ich weiß, dass Du, nachdem Rosi vorausgegangen war, mit all diesen Besuchern zu kämpfen und dabei sehr liebevolle Unterstützung hattest.


    Ich erzähle diese Geschichte gern in Deinem Wohnzimmer, weil sie zu Dir passt und ich hoffe, dass sie uns allen ein wenig in unserer "neuen" nicht freiwilligen Welt helfen wird.


    Eines Tages klopfte es an meiner Tür

    Ich öffnete und vor mir stand ein kleines, fast durchsichtiges Wesen. "Grüß Dich," sagte es."Ich bin das Vertrauen. Du hast mich so lange nicht beachtet, deshalb bin ich hier, ich will nicht ganz verschwinden. Darf ich herein?" Es wartete meine Antwort nicht ab, kam durch die Tür und blieb wie angewurzelt stehen. "Oh je!", rief es aus, "Das hab ich fast erwartet." Ich sah mich um und war irritiert. Alles war wie immer. Auf der Couch saß wie immer die Enttäuschung, zusammen mit der Hoffnungslosigkeit. Beides keine sehr angenehmen Mitbewohner, die sich zudem im Laufe der Zeit extrem breit gemacht hatten, so dass ich selbst kaum noch Platz hatte.


    Vorm Fernseher lümmelten sich die Langeweile und die Phantasielosigkeit und stopfen sich mit Chips voll. Mein Bett hatte die Traurigkeit in Beschlag genommen, weinte die ganze Zeit leise vor sich hin und wurde immer dann so richtig laut, wenn ich schlafen wollte. Überhaupt war der Krach von allen kaum auszuhalten, so dass ich mich immer mehr auf einen kleinen Hocker in der Ecke zurück gezogen hatte.


    "Nein!", rief das Vertrauen laut. "So geht das aber nicht. Schämt ihr euch nicht, soviel Raum einzunehmen. Wo sind denn die Liebe hin und der Mut, die Energie und die Freude!?" Es wurde ganz still. Alle schauten ratlos. "Ich weiß es nicht, ich habe sie lange nicht gesehen. Die Liebe war eh kaum da, aber Energie, Mut und Phantasie waren früher mehr" antwortete ich leise.


    Das Vertrauen sah mich mitfühlend an, kam auf mich zu und nahm mich in die Arme. "Fühlst du das?" fragte es. Obwohl es so zart war, war es, als hätte es mich komplett in eine dicke weiche Decke eingehüllt. Ich fühlte mich wunderbar geborgen und machte die Augen zu. Alles in mir und außen war schlagartig ruhig.


    "Spür jetzt mal in dich", flüsterte das Vertrauen sanft. "Merkst du das Rauschen in dir, fühlst du deinen Herzschlag? Jede deiner Zellen versorgt dich jeden Tag mit Energie, dein Herz klopft in einem steten Rhythmus, wie ein Motor. Dein Blut rauscht durch Dich hindurch und hat immer eine angenehme Temperatur. Du bist als Wunder erschaffen worden, in dem alles tadellos funktioniert. Du bist Liebe, die eine sichtbare Gestalt bekommen hat. Wenn du Dir selbst genug Aufmerksamkeit schenkst merkst Du, Du bist das Wichtigste in Deinem Leben. Hör in Dich. Vertrau Dir."


    Ich öffnete die Augen, wie nach einem langen, wunderschönen Traum und sah mich um. Der Raum um mich war verändert. Alle negativen Gefühle, die ich viel zu lange hier hatte wohnen lassen, waren merklich geschrumpft. Die Energie war auch wieder aufgetaucht und hielt die Phantasie an der Hand, auch die Zufriedenheit versteckte sich schon, noch ein wenig klein, hinter den Beiden. Das Glück hatte sich beschützend hinter allen aufgebaut. Und in der Luft die vorher schal und abgestanden roch, war ein wundervoller Geruch, der alles umgab.


    "Was ist das?", fragte ich das Vertrauen. "Das", lächelte es,"ist die Liebe. Sie war immer da, sie brauchte nur etwas mehr Beachtung. Aber wenn sie die hat, wächst sie extrem schnell. Oh, und wenn Du sie teilst, dann wird sie allumfassend!"



    Ich vermisse Dich, Rosi und meine Frau so sehr, weiß aber, dass ihr immer auch in meiner Nähe seid, geduldig auf mich wartet und wir uns igendwann wieder in die Arme schließen werden.


    Yoda

    Liebe Karin,


    danke, dass Du uns ein Stückchen an Deinem Leben teilnehmen lässt. Für mich ist das der einzig gangbare Weg, mit dem Verlust des liebsten Menschen umzugehen und unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Wie schön, dass du jetzt mit der ganzen Familie darüber sprechen kannst. Auch im empfinde es als schön und tröstlich zu wissen, dass unsere Liebsten immer noch in unserer Mitte sind und wir mit ihnen und über sie sprechen können, sooft wir wollen.


    Der Schmerz wird nie ganz vergehen, aber er wird dadurch erträglicher und lässt uns auch wieder die schönen Dinge, die das Leben bietet, erkennen.


    Einen lieben Gruß

    Yoda