Posts by Puzzle

    Ich glaube mein Kopfkino würde heißlaufen und ich weiß nicht, wie ich den Gedanken ertragen könnte.

    Kleiner Nachtrag: genau das, was du beschreibst, war auch für mich ein riesiger Brocken. Zum Glück kenne ich einen Kriminalisten, der Tatorte besichtigt. Ihn bat ich, die Fotos, die es vom Auffinden des Leichnams gibt, und die Wohnung zu besichtigen. Damit konnte ich mir ein ungefähres Bild zusammenbauen.

    Ich habe zusätzlich mit einigen Ärzten gesprochen, um die wahrscheinlichsten Fakten zu ergründen, die zu seinem Tod geführt haben könnten… Ich bat außerdem, mich nicht durch Lügen oder Beschönigungen schonen zu wollen, es ginge mir um die Wahrheit, die ich mit Sicherheit besser verkrafte, als halbherzige wenn auch gut gemeinte Lügen. Monatelang habe ich jeden, von dem ich glaubte, er könne zur Vervollständigung des Gesamtbildes beitragen, mit meinen Fragen konfrontiert. Ich habe viele geduldige Menschen getroffen, die ihr Bestes gaben, mir Antworten zu liefern…


    Alles, was ich ergründen konnte, ist möglich, manches ist wahrscheinlicher als anderes, doch nichts davon ist eine Tatsache…. Ich dachte, wenn ich es schaffe, auf alle Fragen die bestmögliche Antwort zu finden, würde mir das helfen… und habe mich geirrt… keine Antwort hilft.


    Doch die Hoffnung, Antworten zu finden würde helfen, trug mich über die schwerste Zeit. Ich bin froh über diese Hoffnung. Sie hat geholfen, nicht die Antworten… Falls die Erkenntnis, dass Antworten nicht helfen, notwendig ist, kommt sie für jeden zum richtigen Zeitpunkt.


    Deshalb, liebe Lilifee, lass uns hoffen…. was auch immer es zu hoffen gibt… solange es Hoffnung gibt, ist nichts verloren…


    Genug für heute…. :24:
    Puzzle

    Liebe Lilifee!


    Alles in Ordnung! Ich freu mich, wenn du antwortest und verstehe, wenn das gerade nicht möglich ist.


    Ja, meine Umgebung ist immer ein wichtiger Teil von mir. Geht es ihnen gut, geht es mir gut. Umgekehrt geht es aber meiner Umgebung gut, wenn es mir gut geht. Manchmal kann ich nicht mehr zum Wohlbefinden meiner Umgebung beitragen, als dafür zu sorgen, dass es mir gut geht… das wirkt oft egoistisch, aber wenn man den Mechanismus erstmal verstanden hat, kann man ihn auch nutzen.
    Viele Menschen opfern sich auf, richten sich selbst damit zugrunde und verstehen nicht, warum sie andere damit nicht glücklich machen. Wie aber soll der andere glücklich sein, wenn das, was wir für ihn tun, uns „zerstört“? Das möchte doch niemand!

    Wenn es mir gut geht, wenn ich lache und glücklich bin, sehe ich im Gesicht meines Vater, wie seine Sorge um mich verblasst. Dann kann er sich anderen Dingen widmen, die ihm Freude machen…
    Umgekehrt ist es mir wichtig, dass er auf sich schaut und für sich tut, was ihm weiterhilft. Ich kann aktiv kaum etwas für ihn tun, er möchte das auch gar nicht, also tut er mir den größten Gefallen, wenn er auf sich selbst achtet… und ich tu ihm den Gefallen und achte auf mich…. So machen wir das in der Familie. Nach der aktiven Hilfe und Unterstützung gibt es nicht mehr füreinander zu tun, als auf sich selbst zu achten.


    Ich glaube, dass sich darin mein „aufgegeben wird nur Post“ Gedanke begründet. Ich habe einfach nicht aufzugeben, für meine Lieben und im Endeffekt dann auch für mich….. und wenn ich mir einen Wagenheber baue, der groß genug ist, die Sonne in die Höhe zu heben, damit es wieder hell wird ;)

    :/ was für ein „un-Galilei‘scher“ Gedanke, eigentlich müsste ich die Erde bewegen :/… egal… alles nur metaphorisch ;)


    Zur Krankenhaus-Geschichte: ich hab damals zum Anwalt auch gesagt: Die Anzahl jener, die in meinem Bauch herumgestochert haben und damit die Blutung auslösen hätten können, ist begrenzt…8o

    Doch das gilt nicht!
    Dabei war die NotOP, das Koma, die Intensivstation und sogar die Schmerzen, die auch danach noch erheblich waren, das kleinere Problem, wenn ich mich an den Rest dieses Krankenhausaufenthaltes erinnere. Das zu erzählen, würde jeden Rahmen sprengen. Ich habe erlebt, was Gleichgültigkeit anrichtet, was ausgeliefert sein bedeutet und wie wichtig es ist, Hilflosen wenigstens ihre Würde zu lassen… wenn es richtig mies läuft, dann ist die Lebensgefahr nicht das schwierigste Problem… :cursing: alles nicht mehr wichtig. Ich bin hier…

    Doch eines ist gewiss: es hat mich verändert, mich viel gelehrt… Das Ereignis war im wahrsten Sinne des Wortes lebensverändernd…

    Mit der lapidaren Aussage "Herzversagen" solltest Du wohl beruhigt werden. Aber letztlich tritt der Tod immer durch Herzversagen ein, egal was vorher war. Wenn das Herz nicht mehr schlägt ist man ziemlich tot….

    Ohja, ziemlich… :S (ich musste bei der Formulierung schmunzeln…)


    Seine Lieben auch in ihren letzten Stunden gut versorgt zu wissen, nimmt uns eine große Last. Es macht die Trauer nicht leichter, es lädt uns nur nicht noch ein weiteres Gewicht auf die Schultern. Den Unterschied habe ich zumindest so erlebt. Das ist für andere vermutlich anders, aber für mich ist der Unterschied sehr deutlich…


    Der Arztbesuch war keine Routine, es gibt schon einen Anlass… aber zum Glück nichts, was nicht wieder gut wird… „was Ihnen altersmäßig zusteht…“ sagt meine Ärztin meistens, wenn meine alten Knochen klemmen ;) und lächelt freundlich… ihr Humor ist unschlagbar…


    Ich wünsche dir und allen Lesern einen ruhigen Donnerstag…

    Alles Liebe,

    Puzzle

    Ich finde das auch gar nicht toll mit der Aufhebung ...ganz im Gegenteil.

    Aber es interessiert ja niemanden mehr, das ist das Problem.

    Ich hatte eher den Eindruck, dass es der Druck aus der Wirtschaft war, dass die Quarantäne aufgehoben wurde. Es waren viel zu viele Infizierte, da hätten viele Betriebe sperren müssen. Aber wenn alle angesteckt sind, gehen alle zur Arbeit… was kann dann schon passieren? Man kann sich außerdem auch ja impfen lassen… *bla* *bla* *bla* solchen Schwachsinn hab ich dann und wann gehört…


    Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass alle ihren Schnodder durch die Landschaft husten und niesen….
    Unabhängig von Pandemien: Warum können die Leute nicht ganz allgemein mit ansteckenden Krankheiten daheim bleiben? Es gibt da mehrere unangenehme Viren, auf die ich gerne verzichten würde….

    Achso, das kann natürlich auch sein… die Aussagen waren ja wirklich vage… schwer einzuschätzen, wenn man die Beteiligten nicht kennt…

    Aber einen Plan B zu haben, kann natürlich nicht schaden, für beide Seiten.

    Ich denke, es wird schwierig sein, jemand neuen zu finden zu dieser Jahreszeit… daher… abwarten… auf das Schlimmste vorbereitet zu sein und das Beste hoffen ;-)


    Also lasst uns hoffen, für dich, Bettina :thumbup:

    Es kann auch eine simple Vera... sein und er hält Dich nur hin.

    Entschuldigt bitte, dass ich mich einmische.

    Ich verstehe das grad auch nicht.

    Liebe Ulrike, mit welcher Motivation, aus welchem Grund sollte ihr Chef Bettina hinhalten wollen? Was bringt ihm das, deiner Erfahrung/Meinung nach? Welchen Vorteil sollte er davon haben?

    Liebe Lilifee,

    Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr du verstehst und das auch ausdrücken kannst. Vielen Dank!


    Ich sah damals vorallem meine Umgebung, die sehr gelitten hat unter meinem wackeligen Zustand. Nach der Notoperation, für die sie mich ja nicht ausreichend stabilisieren konnten (zu wenig Zeit) und die sie trotzdem machen mussten, weil sich mein Zustand nicht wie durch Zauberhand von allein verbessert hatte, haben sich alle riesige Sorgen gemacht. Nichts tun zu können, war vor allem für meine Mutter unerträglich… Nach 24 Stunden Koma bin ich langsam erwacht… ich erinnere mich an vieles nicht. Der erste Besuch meiner Lieben gehört dazu. Dort hätte ich bereits erzählt, was mit mir los war, erzählte man mir später. Wer aber hat mir erzählt, was passiert ist?
    Ich erinnere mich an das Gesicht meiner Mutter beim zweiten Besuch: grau und faltig… ich hab mich regelrecht erschrocken.
    Für mich war der Weg klar. Doch die Hilf- und Machtlosigkeit war für meine Lieben viel schlimmer…


    Der Anwalt meines Vaters erklärte mir, es könne nicht bewiesen werden, ob die Blutung tatsächlich durch einen Fehler des Operateurs entstanden sei. Daher könne man den Arzt nicht belangen. Das wollte ich auch nicht. Die Klinik ist ein Ausbildungsspital für angehende Ärzte. Da passieren Fehler. Das ist menschlich. Es war eine neue Operationsmethode. Ich kenne im Zeitraum von 6 Monaten rund um meine OP 5 Fälle, die das gleiche hatten, dort wurde das Problem früher erkannt und behoben. Mir sagte man, diese Komplikation käme in 1 von 10.000 Fällen vor. Also haben sie im Zeitraum von 6 Monaten 50.000 solche OPs durchgeführt? In welchem Universum? <X Alles Lügen.


    Trotzdem bezog sich meine Wut, die du, Lilifee, auch ausdrückst, nur auf die Krankenschwester, die mich für hysterisch hielt und falsch reagiert hat. Ihre Routine und langjährige Erfahrung hätte mein Vorteil sein sollen, nicht mein Todesurteil. Ich kenne ihre persönliche Situation nicht, ich weiß nicht, ob sie etwas belastet hat, was sie gedacht hat, und ich weiß nicht, ob der wegen ihr vertuschte Vorfall Konsequenzen für sie hatte… Doch egal, was ich mir zusammenreime, es bleibt die Wut: sie hätte die Klingel nicht unerreichbar weit weghängen dürfen… Dieses Fehlverhalten wäre auch das einzige gewesen, das strafrechtliche Relevanz hätte. Da es aber nicht beweisbar ist, bleibt die Sache, wie sie ist: Pech gehabt.


    Zum Thema Schmerzen:
    Als meine Mutter ihr „Aufflackern“ vor ihrem Tod hatte, wurde sie wach. Sie konnte sprechen, sie war klar und orientiert. Sie erkannte uns alle, sie konnte hören (was ich erstaunlich fand, denn eigentlich war sie einseitig taub..). Sie hing an einer ganzen Batterie von Medikamenten, ihre Ärztin versicherte mir, sie hätte keine Schmerzen. Ich habe meine Mutter gefragt, ob sie Schmerzen hätte, sie verneinte.

    Meine Großmutter starb an Altersschwäche. Über drei Wochen hinweg gab ihr Körper langsam auf. Sie jammerte in ihrem verwirrten Zustand kläglich über Schmerzen und bettelte nach ihrer Mutter (die schon Jahrzehnte vorher verstorben war). Sofort wurde ein Arzt zurate gezogen. Meine Großmutter wurde versorgt und litt fortan nicht mehr.


    Jeder Arzt, mit dem ich in diesem Zusammenhang gesprochen habe, versicherte mir: kein Sterbender müsse Schmerzen erleiden. Ich bin also auch sicher, dass dein Andreas keine Schmerzen hatte.


    Da ich nicht weiß, woran mein Partner gestorben ist („Herzversagen“ hieß es lapidar… was ja in der Natur der Sache liegt, zeig mir einen Verstorbenen, dessen Herz nicht versagt hat :rolleyes: ), weiß ich auch nicht, was er durchgemacht hat. Die Spuren in seiner Wohnung ließen darauf schließen, dass er gelitten haben muss… woran und wie schlimm, das weiß nur Gott und er selbst…. Deshalb laufen im Kopfkino manchmal schlimme Szenen… dabei mag ich doch keine Horrorfilme X/

    Egal, es ist wie es ist…


    Einen ruhigen Dienstag…. Ist heute Dienstag?… ja, ist es. Dann hab ich heute einen Arzttermin. *ups* jetzt aber hurtig in die Dusche…. *wegbin*


    Alles Liebe…
    Puzzle :|

    Das ist allerdings deprimierend. Es gibt ja auch diesen dämlichen Spruch "Wenn das Leben Dir nur Zitronen gibt, mach Limonade draus". Hahaha, das soll wohl aufmunternd sein, aber ohne Zucker keine Limonade. Und wo ist der Zucker wenn es nur Saures gibt???


    Asterix ist gut, :28: und lustig. Das ist besser fürs Gemüt.

    Zitronen sind gesund ;)

    Ich mach das dauernd… aber ich bin eine, die die Ursache finden will, daher frage ich mich dauernd, warum krieg ich Zitronen?

    Und dann frage ich mich, sind es wirklich Zitronen?
    Schau über deinen Tellerrand hinaus, sag ich mir. Und da dämmert es mir, dass das, was ich Zitronen nenne, doch fast schon Erdbeeren sind, gemessen an dem Leid, das andere Menschen erleben müssen…


    Ich mach mir dann mal einen Saft ;) welchen auch immer….
    Puzzle

    Hoffe Du bist gut im Raum der kulinarischen Sehnsüchte angekommen. Natürlich kann ich mir selbst was machen, aber mal was gemacht bekommen wäre auch schön. Oder wenn wenigstens noch jemand da wäre der mit ißt. Werde mit jetzt eure Vorschläge nochmal angucken und mich anregen lassen.

    irgendwo hab ich mal gelesen: Das Leben ist kein Wunschkonzert…. Und keine Generalprobe…. Und kein Zuckerschlecken… ja, fix! Was bleibt denn da noch?
    Das, was wir haben…. Ganz ohne Wunschkonzert, Generalprobe und Zuckerschlecken…. :rolleyes: dafür aber mit selbst koche und allein essen… meistens zumindest….

    Hej, wollt ihr uns die Zähne lang machen? Ein Vorschlag klingt appetitlicher als der andere. Das ist so unfair. Nur darüber lesen zu dürfen.       

    Das ist wahr! Selbst ist die Frau…. Ich kann mir wenigstens Essen richten…. Denke da grad an meinen Vater…. Aus mit den traurigen Gedanken!

    Husch, husch in die Küche, fordere ich mich selbst auf…. Mir verdreht sich schon der Magen….

    ohweh… das tut mir von Herzen leid, für euch beide! :30::30::30:


    Mir geht’s auch nicht gut, deshalb schreibe ich Banales, lenkt mich auch ab ;)


    Helft mir mal: ich hab heute noch nichts gegessen, seit dem Frühstück… was wäre denn das richtige… so spät abends?

    Noch ein Hinweis: einen sehr guten Eindruck, ob eine Lampe (falls du sie gebraucht kaufst) gut funktioniert, vermittelt ein Blick auf den Docht.




    Dieser Docht hat bereits 40 Stunden lang gebrannt und ist nicht verbrannt. Das heißt, hier brennt wirklich nur das Petroleum, nicht der Docht. Die Lampe funktioniert.


    Ich hab eine Lampe hier, die ich nicht zum Brennen bringe… also nicht ordentlich. Bei der verbrennt der Docht… ich hab schon einiges versucht, nichts funktioniert.…. Bin ziemlich ratlos, woran das noch liegen könnte… hab Petroleum und Docht getauscht, alles gereinigt… sie tut einfach nicht.

    So, jetzt bin ich aber wieder still, ist doch nicht interessant für die meisten Leser und gehört nicht zur Trauer… :/