Beiträge von Lisi82

    Heute in der Nacht hat er aufgehört zu atmen. Sie haben ihn zurück geholt, aber es geht ihm schlecht. Er wird jetzt bald nach Graz überstellt. Vielleicht kann man ihm da helfen. Ich verstehe echt nicht, was das sein soll? Sie finden einfach nichts. Meine Cousine tut mir so leid. Wir machen uns auch Sorgen um meine Oma. Zunächst Opa am 24. Februar und jetzt seit 1. März dieser Kummer mit dem ersten Urenkerl, das schon längst in Kärnten sein soll um Oma zu trösten. Sie hat gesagt, dass sie das mit Opa verarbeiten kann, da er nunmal alt und krank war, aber das mit dem Kind bricht er ihr Herz.....

    Gestern hat er das erste Mal seinen Finger in den Mund gesteckt und daran gesaugt. Vielleicht wirds bald besser. Ich hoffe auch sehr, dass wir bald einfach wissen, um was es sich handelt. Dann können wir weitersehen und die Beste Hilfe suchen.

    Es schaut so aus, als ob der Kleine schwerstbehindert ist. Das alles ist so schlimm, da die Eltern noch nicht wissen, wie sich die Behinderung auswirkt. Ich selbst habe schon mit beeinträchtigten Menschen gearbeitet. Es ist alles erträglich und möglich, solange man mit dem Menschen kommunizieren kann und etwas zurück kommt. Aber genau diese Kommunikation findet noch nicht statt. Ich bete schon die ganze Zeit für sie, doch jeden Tag kommen noch schlimmere Vermutungen. ich hoffe, dass wir bald wissen, was jetzt wirklich los ist.

    Im Moment schaut es gar nicht gut aus. Es könnte sein, dass er autistisch ist. Zumindest haben sie nichts körperliches und geistiges gefunden. Keine Ahnung wie man da dann Gewissheit bekommt. Jedenfalls scheint er keinen Kontakt mit der Mutter aufzunehmen. Wenn man ihn badet schreit er wie am Spieß. Ich hoffe das Beste und bete noch immer für einen guten Ausgang der ganzen Misere.

    für eure Anteilnahme. Meiner Cousine geht es nicht gut. Natürlich auch dem Vater des Kleinen und den Großeltern nicht. Der kleine wurde in den letzten Tagen auf Herz und Nieren geprüft. Bis jetzt ohne Ergebnis. Wir warten noch und hoffen das Beste. Was die Ärzte so zwischendurch von sich geben, sollte man anscheinend nicht so ernst nehmen. Denn sie haben schon vieles gesagt.....

    Hallo, wollte euch berichten, wie es dem Kleinen Buben meiner Cousine geht. Ja, leider nicht gut. Er ist auf der Intensivstation und muss künstlich ernährt werden. Bis jetzt haben sie noch keine Krankheit gefunden. Er kann nicht schlucken und saugen. Anscheinend eine sehr sehr seltene Krankheit. Vielleicht geht aber alles noch gut aus. Wir müssen die Tests aus Graz abwarten und hoffen, dass sie nichts finden und er dann endlich anfängt zu essen. Er ist jetzt seit 1. März auf der Welt und muss schon so viel mitmachen!

    für deine Zeilen. Dann müssen sie es falsch wiedergegeben haben. Denn so sagten sie es. Da der Arme dann aber sowieso noch optuziert wurde, war die Organspende sowieso hinfällig. Es tut auf jeden Fall weh, gerade dass dieser junge Körper noch einmal Leben wollte und kurz atmete. Ich weiß leider nicht genau über Organspende bescheid, aber idch weiß, dass der Verstorbene sehr religiös war und auf jeden Fall wollte, dass sein Tod einen Sinn hat. Leider war das nicht möglich. In dieser Familie gibt es einfach zu viele Schiksale. Die Schwester ist mit 16 an Krebs erkrankt und kämpft auch um ihr Leben. Ich hoffe sehr, dass es die Eltern irgendwann verkraften können. Trost spenden sicher die zwei süßen Enkelkinder der anderen Schwester. Ich wünsche euch eine gute Nacht...

    Ein Bekannter von uns ist gestorben. Ich habe ihn nicht gut gekannt, aber es hat unser Örtchen in Oberösterreich trotzdem sehr geschockt. ER war erst 28 Jahre alt. Nach einem Fortgeher mit einem Freund, wo beide getrunken hatten. Nicht so viel aber zu viel, wollte er zu Fuß nach Hause gehen. Sein Freund sagte, der würde ihn nach Haus führen. Es wäre kaum ein Umweg. Sie fuhren ca. 40km zu schnell und es war Spiegelglatt. Sie rutschten um die Kurfe und in ein Baugerüst. Der Fahrer blieb unverletzt. Meinem Bekannten traf einen Eisenteil mitten im Kopf. Er hatte Gehirnaustritt und war praktisch tot. Dann lag er noch ca. 10 Tage auf der Intensiv. Schließlich beschlossen die Angehörigen, die Maschinen auszuschalten und die Organe zu entnehmen. DA passierte es. Als sie die Maschinen ausschalteten begann er kurz zu atmen, bäumte sich auf und ist dann gestorben. Und das nicht genug. Darauf hin bekamen die Eltern die Leiche nicht. Erst nach einer Woche diesen Samstag konnten sie ihn endlich beerdigen. So unendlich traurig war es einen so jungen Menschen zu beerdigen. Es war nicht zu vergleichen mit dem schönen Begräbnis meines Opas. es war nur noch schrecklch und wie es die Eltern jemald verarbeiten sollen, weiß ich nicht.....

    Sorry, dass ich mich jetzt erst melde. Es war wirklich eine turbulente Zeit. Am 28. Februar war die Beerdigung. Ich hatte nicht gedacht, dass es mir so so schwer fällt.
    Als ich in die Leichenhalle ging, bekam ich weiche Knie. Da war diese Foto von ihm, als es ihm noch gut ging und er nicht krank war. Dann der Kranz von meiner Oma auf dem Sarg wo stand: "In ewiger Liebe - Helga" Das war zuviel und ich bin in Tränen ausgebrochen. Dann musste ich Etappenweise immer wieder weinen, bei den üblichen Momente. Sarg wird heruntergehoben. Sarg wird in die Kirche gebracht. Sarg wird abgesenkt. Dann am offenen Grab die Reden von Jahrgangskollegen und von Chorkollegen und von Lehrerkollegen. Es war echt traurig, aber auch irgendwie schön und sehr sehr würdig. Die ganze Volksschule war da. Das hätte meinem Opa sicher gefreut. Dann habe ich noch etwas Geld geerbt. Damit sollten wir etwas sinnvolles kaufen, hat er zu einer Zeit gesagt, als er es noch wusste. Ich habe es in unser Haus investiert. Mein Lebengefährte und ich renovieren ein Haus. Naja dann kam der Totenschmaus. Auch sehr schön, aber ebenfalls traurig. Opa hat sich gewünscht, dass auf beim Totenschmaus gesungen wird. Da war der ganze Chor der Kärntner Lieder sang. Auch ein Lied war dabei, dass Opa geschrieben hatte. Da haben natürlich alle wieder geheult.
    Am nächsten Tag haben wir dann alles im Haus von Oma um- und ausgeräumt und noch viele private Dinge von Opa gefunden, die uns immer wieder traurig machten.


    Naja zu dem kleinen Baby. Es wurde am 1. März per Kaiserschnitt zur Welt geholt. Leider musste er sofort an die Beantmungsmaschine. Das ist jetzt ok, aber er will nicht essen und kann irgendwie nicht saugen. Jetzt ist meine Cousine daheim und der Kleine noch im LKH. Ich hoffe so sehr, dass der Faulpelz endlich anfängt zu essen. Im Moment haben sie nämlich noch keine medizinische Erklärung.

    Wir haben uns viele Vorwürfe gemacht, dass er weg war. Aber es ist einfach nicht mehr gegangen, denn man muss sich ja 24 Stunden um ihn kümmern.
    Danke das ihr morgen an mich denkt. Ich habe mir Donnerstag und Freitag Sonderurlaub genommen, das heißt, dass wir bis Sonntag in Kärnten sein können. Dann werden wir ihr helfen. Eines muss ich noch erzählen. Meine Cousine ist im 9. Monat schwanger. Sie erwartet in den nächsten Tagen einen kleinen Emil. Meine Oma wird also endlich Uroma. Das gibt ihr unendlich viel Kraft. Meine Cousine wird sie bald mit dem Kleinen besuchen. Und oft scheint es wirklich zu stimmen, das einer geht und bald darauf jemand nachkommt.....
    So jetzt habe ich wieder Tränen in den Augen, aber es tut gut darüber zu schreiben....

    Danke euch!
    Ich werde jetzt ins Bett gehen, morgen um 9 fahren wir los. Ich und meine zwei Geschwister. Wir müssen nämlich 3 Stunden lang nach Villach fahren. Meine Oma ist glaube ich stärker wie ich. Mir fehlt wirklich noch die Lebenserfahrung und mit 26 Jahren habe ich mich damit echt noch nicht auseinandergesetzt.Also hoffe ich nur noch, dass ich morgen Abschied nehmen kann. Irgendwie finde ich den Totenschmaus auch irgendwie eigenartig. Als meine Großmutter vor 15 Jahren gestorben ist, habe ich nur geheult.

    Oma hat ihn so lange gepflegt, wie sie konnte. Am 2.April 2007 ist er in die Alzheimerklinik gekommen. Da alle drei Kinder in Österreich verstreut wohnen, war es auch nicht möglich sie zu unterstützen. Sie war wirklich sehr sehr tapfer, denn sie kann kaum noch gehen. Alles andere war so wie du es gesagt hast. Es war sehr schlimm für ihn, denn er merkte, dass er sich nichts mehr merken konnte. Ein Leben lang hat er sich gebildet, beispielsweise in der deutschen Grammatik auf den neuesten Stand gehalten etc. Das schlimme war, dass er immerzu geweint hat. Und das er in der Klinik jedesmal nach ein Besuch geweint und geschrien hat. ER wollte immer mit nach Hause. Zum Schluß hat er aber dieses zu Hause irgendwie vergessen. Trotzdem hat er ein Jahr lang in Schuhen geschlafen und war immer angezogen, wie wenn er jederzeit fliehen wollte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass war jetzt die einzige Möglichkeit der Flucht. Zur Diskussion stand es schon, ob die Angehörigen über ihn entscheiden sollen und so auf die Magensonde bestehen sollten. Meine Oma hat es sich nicht leicht gemacht, doch hat dann sicher in Liebe gehandelt. Sie hat geweint und nur gesagt, dass es gut ist, dass er nicht mehr alles weiß was er tut, denn das hätte er nicht ausgehalten.

    Danke!
    Naja, genaues weiß man ja bis heute nicht über die Krankheit. Richtig nachweisen kann man sie angeblich erst nach dem Tod. Fakt ist, dass mein Opa seit ca. 3 Jahren Anzeichen dieser Kranheit hatte. Zuerst wurde er schwerhörig. Er bekam einen Hörapparat. Wir dachten, dass sei der einzige Grund gewesen, warum er bei Gesprächen immer weniger mitsprach. Aber dann hat er den Apparat nicht mehr genommen, das Zeitungslesen aufgehört. Dann das Autofahren usw. bis er ganz nichts mehr allein konnte. Für uns war das zu akzeptieren wirklich sehr schwer, denn er war früher Schuldirektor, immer weißbegierig und gab immer Ratschläge. Ein typischer Lehrer eben. Naja, ich versuche ihn so in Erinnerung zu behalten. Bis vor ca. einem Jahr hat er mich eh noch erkannt.
    Mein Oma versucht sehr tapfer zu sein, denn leider gehört es dazu. Trotzdem hat sie das Gefühl, dass auch ihr Sterben jetzt sehr real geworden ist. Mit 85 Jahren natürlich denkbar. Eine gewisse Trauer kommt sich auch daraus, dass einem erst durch den Tod eines Angehörigen bewusst wird, dass man auch selbst endlich ist. Und das kann vielleicht meine Oma akzeptieren, ich jedoch nicht oder (noch) nicht.

    Danke dir!
    Es tut gut, dass zu hören. Vor allem werden wir morgen für meine Oma da sein. Die zwei waren 65Jahre verheiratet und ein Teil von ihr ist mit ihm gestorben.
    Abgesehen von meinem Opa habe ich zum Glück schon seit 15 Jahren niemanden verloren. Ein bischen Trost ist das für mich.

    Hallo ihr Lieben! Am Sonntag habe ich meinen Opa verloren. Er litt seit Jahren an Alzheimer und wollte zuletzt einfach nicht mehr leben. Vor einem Monat war er noch einmal im LKH. Dort wollte sie ihm eine Magensonde verpassen, weil er anscheinend nichts mehr essen wollte. Zum Glück (für ihn) nahm er alle Kraft zusammen und sagte klar "nein" zu den Ärzten. Mein Opa war 86 Jahre alt, hatte ein erfülltes Leben. Denoch bin ich so unendlich traurig. Morgen ist das Begräbnis. Ich hoffe, dass es dann leichter wir.
    So richtig bewusst, dass ich ihn nie wieder sehen werden, ist es mir noch immer nicht.
    Sehr froh bin ich, dass ich ihn letzten Mittwoch noch einmal im Alzheimerzentrum besucht habe. Allerdings erkannte er mich nicht mehr und schaute mich nur mit seinen leeren Augen an. Immer wieder fielen im die Augen zu. Außerdem hatte der ehemal stattliche Mann nur noch ca. 60kg...
    Ich hoffe sehr, dass der Schmerz bald nachlässt.