Beiträge von M22

    Liebe Sverja, ich danke Dir sehr für Deine Antwort. Ja, bisher habe ich wohl einfach nur funktioniert und musste mich in den zwei Jahren um meinen Vater kümmern. Es blieb keine Zeit um viel nachzudenken. Um meinen Vater kann ich nach 5 Monaten noch immer nicht richtig trauern. Vielleicht auch weil es für ihn Erlösung war und ich schon vorher über viele, viele Monate Abschied nehmen musste von dem Mensch der er einmal war.


    Elster vielen Dank für deine Worte. Ich brauche für alles ziemlich lange die Wohnung meiner Eltern ist erst zum Teil ausgeräumt, da ich überlegt habe dort einzuziehen. Bin mir immer noch nicht sicher ob die Idee gut ist oder ob mich das auf lange Sicht nur belasten wird.

    An der Diagnose Zweifel ich nicht oder anders gesagt ist es mir egal wie man es bezeichnet. Ich habe seit fast drei Jahren Panikattacken und bin mit allem möglichen schnell überfordert. Will aber über meine Gesundheit hier so öffentlich nicht viel schreiben.

    Der Termin ist schon in wenigen Tagen.

    Ich habe ziemlich Angst was mich da erwartet und welche Folgen das noch nachsichzieht. Ich hätte meine eigene Gesundheit nicht so vernachlässigen dürfen aber irgendwie war da nie Zeit.


    Grüße an alle die mitlesen.

    Vielen Dank für die Kommentare. Ich weiß das wirklich zu schätzen auch wenn mir nicht immer eine passende Antwort einfällt.

    Ich schreibe hier weiter weil ich manchmal die Gedanken irgendwo loswerden muss. Seit meine Eltern beide nicht mehr da sind, ist die Welt ein leerer Ort, gefühlt für mich. Ob das noch Trauer ist? Ich bin mir nicht sicher vielleicht ist es ein Symptom der PTBS. Aktuell geht es mir nicht gut und ich mache mir viel Sorgen um meine eigene Gesundheit. Nächste Woche muss ich zu einer OP und hoffe nur das ich dies überstehe. Dunkle Gedanken sagen mir das es eigentlich alles egal ist.

    Ich danke euch beiden für die Antworten und netten Zeilen.

    Nein es gibt wohl wirklich keine Worte. Oft finde ich selbst keine Worte für meine Situation und wie es mir geht.

    Hallo Mama, wir haben jemanden für den Garten gefunden. Ich bin traurig das ich den Garten hergeben muss aber allein war das nicht mehr zu schaffen. Ich bin dankbar das ich alle Pflanzen lassen durfte und ihm auch die Katze nicht stört.

    Jetzt muss ich noch die Probleme mit der Wohnung klären. Ich versuche Zeichen zu deuten aber ich glaube das mach ich oft falsch. Deine ehemalige Freundin ist ziemlich seltsam geworden. Sie redet ziemlich viel Blödsinn. Bitte ihr da oben, passt auf mich auf. Ihr fehlt mir alle so sehr. Ich hasse mein Leben.

    Mama, ich hab heute oft überlegt was du jetzt in dieser Situation tun würdest. Wärst du weggezogen? Ich würde gern mit dir reden. Ich finde für die vielen Probleme keine Lösung. Hilfe von deiner Verwandtschaft und deiner ehemals guten Freundin gibt es nicht. Keiner von denen versteht meine psychische Krankheit, was man nicht sieht gibt es nicht.

    Ach Mama, ich hab das Leben satt. Wenn ich jetzt noch aus der Wohnung raus muss, weiß ich ehrlich nicht was dann wird. :13: C. redet viel wie immer, was mir aber nicht weiterhilft.

    Lebens Chaos aufräumen ist seit Monaten meine Aufgabe. Zum Glück jetzt wieder mit psychologischer Unterstützung. Trotzdem geht alles langsam, ich bin viel zu müde und kraftlos um Anrufe zu erledigen und Entscheidungen zu treffen.

    Ich verstehe dich gut. Meine Mama ist jetzt seit über zwei Jahren nicht mehr da und ich komme immer noch nicht damit klar. Das Umfeld erwartet Normalität, man soll wieder funktionieren wie gewohnt. Das gibt es aber für mich nicht mehr, es gibt nur noch mein Leben mit PTBS und das ist nunmal anders als vorher.

    Liebe Elster,

    vielen Dank für deine Antwort. Nein ich bin nicht in Bayern, trotzdem tausend dank für das Angebot. Der Kriesendienst war schon einen Tag da, für den Moment war das gut aber die haben mich wieder an meine Psychologin verwiesen. Nächste Woche kommt jemand von einer sozialen Einrichtung, die arbeiten ehrenamtlich, hoffentlich ist das hilfreich.

    Theoretisch gibt es Verwandte meine Cousine und Cousin mit Familien, die waren diese Woche mit zur Beerdigung, nur helfen wird von denen keiner. Angeblich sind sie alle krank. Meine Eltern waren immer für alle da und haben geholfen, umgekehrt hält das nun keiner für nötig.

    Irgendein scheiß Nachbar ist gestern über den Zaun geklettert und hat Deko aus dem Garten geklaut. Warum tun Menschen so etwas? Ich habe schon genug Stress und musste heute noch mit der Polizei herum diskutieren. Ich mag nicht mehr.

    Hoffentlich hält meine eigene Gesundheit das alles in den nächsten Wochen und Monaten irgendwie aus.

    Ich weiß auf die Frage wie es mir geht keine Antwort. Stillstand im Leben, schon wieder aber mir bleibt keine Zeit für Pausen. Wohnung und Garten ausräumen, aussortieren, so viel wie möglich verschenken oder verkaufen, wegwerfen fällt mir sehr schwer und eigentlich ist nichts so alt oder kaputt das es weggeworfen werden sollte.

    Insgesamt geht es mir überhaupt nicht gut. Meine Psychologin ist immer noch krank, also kein Termin möglich, gerade jetzt würde ich sie brauchen.

    Ich fände es schön, wenn wir Malin ihren Thread wieder zurückgeben könnten.
    Sie hat es gerade sehr schwer und bräuchte vielleicht etwas mehr persönlichen Zuspruch.

    M22 wie geht es dir heute?

    Danke, ich wäre auch sehr dankbar wenn man mir meinen Raum hier lässt.


    Liebe M22
    es tut mir sehr leid, dass du so viel Leid tragen sollst. Hast du jemanden, der dir hilft, das Chaos ein wenig zu ordnen? Entscheidungen treffen in so einer Situation ist unmenschlich schwer. Da fühle ich mit! Außer einer virtuellen Umarmung kann ich erstmal nichts anbieten. Aber das von Herzen!

    Ich danke dir für deine Worte. So richtig habe ich niemanden, eine Bekannte hat zumindest einige Telefonate und organisatorische Dinge übernommen. Sie kann sich aber nicht in meine Situation hineinversetzen, versteht nicht wie es mir geht.

    Liebe Bille,

    ich weiß nicht wo diese Kraft herkommen soll aber irgendwie muss es gehen. Jedenfalls sagen alle, es muss. Muss es das? Wer entscheidet darüber?

    Ich habe es im ersten Schock mit ablenken versucht, verdrängen nur funktioniert das nicht. Müsste mich um so vieles kümmern und sitze nur rum.

    Ich wünsche dir Zuversicht und Menschen die zuhören und verstehen.

    Vielen Dank für deine Antwort. Ich hoffe das ich irgendwann auch mit allen erlebten umgehen kann aber im Moment glaube ich nicht an eine positive Zukunft. Es ist viel zu viel in den letzten Jahren passiert.

    Sehr lange habe ich hier nicht mehr geschrieben. Der Alltag war ständig voller Stress und Sorgen, keine Zeit zu leben, keine Zeit zu trauern, meinen Vater ging es mal besser, mal schlechter, ständig Pflegedienst, Bereitschaftsdienst, Rettungsdienst, irgendwie weiß ich nicht wie ich die Zeit ausgehalten habe. Und nun? Nun ist er erlöst von Leid. Obwohl ich das so eigentlich auch nicht sagen kann. Es endete tragisch, nicht friedlich. Offensichtlich kann in meiner Familie niemand sterben ohne ein Trauma zu hinterlassen. Ich bin in einem Zustand für den es keine richtigen Worte gibt, stehe vor dem Chaos meines Lebens, kraftlos, mutlos, planlos, allein. Meine Gedanken sind leer, ich fühle nichts. Einen Haushalt auflösen, wie macht man das, wenn die Kraft fehlt? Entscheidungen treffen fällt mir schon so lange schwer, jetzt muss ich, weiß nicht wie.

    Vielen Dank für Eure Antworten,


    auf der einen Seite kann ich mir nicht vorstellen das es Zeichen geben kann und anderseits finde ich für manches keine logische Erklärung. Ich weiß nicht was ich glauben soll.

    Nein der Blumenladen ist nicht in der Nähe vom Friedhof. Wäre das so, wäre es noch erklärbar. Sie hat einfach so angefangen zu erzählen das sie immer mit ihrem Mann spricht.


    Ruhezeiten/ Energiezeiten ist genau das was mir fehlt.

    Ich bemühe mich schon mir weniger Gedanken um meinen Vater zu machen, weil es leider ihm nicht hilft und mich nur komplett überfordert. Mehre Monate lang dachte ich, es gibt Möglichkeiten das er wieder normal und einigermaßen gesund isst. Das wird aber durch die Krankheit nicht mehr passieren. Ich versuche es hinzunehmen, ihm schmecken nur wenige Nahrungsmittel, alles andere bleibt im Kühlschrank bis es schlecht ist. Vieles kennt er nicht mehr und kann sich nicht daran erinnern das jemals gegessen zu haben.

    Leider sind da jede Woche Situation wo ich mir wünsche, meine Mama zu haben.


    Trauer und mit allen Problemen allein zu sein, ist wirklich nicht gut. :13:



    Malin

    Liebe Sverja,


    du findest immer so viele passende Worte.

    Ich möchte hier manchmal etwas schreiben, weiß dann aber nicht wie und lass es dann.

    Du hast es diesmal geschafft mich etwas zum lächeln zu bringen, denn tatsächlich habe ich ein Foto von dieser Stelle am Meer, vergrößert an der Wand hängen, es sieht ähnlich aus. Bin jetzt gerade am überlegen ob ich noch zwei ausdrucken soll.

    Falls hier einige mitlesen, glaubt ihr an Zeichen? Besser gesagt kann es wirklich sein das es Zeichen gibt oder ist es einfach nur Zufall?

    Mir ist diese Woche etwas sehr seltsames passiert. Ich will das jetzt inhaltlich nicht so genau schreiben, weil es auch eine fremde Person betrifft der ich begegnet bin. Sie ist etwas älter, hat ihren Mann verloren und mich am Blumenladen angesprochen und einfach mit diesem Thema begonnen. Es war seltsam vom ganzen Inhalt her. 🤔 Ich war ziemlich verwirrt, habe auch nicht so richtig gesagt, was ich hätte sagen müssen. Jedenfalls wohnt sie in der Nähe und ist viel allein.😞

    Sverja, eigentlich hast du recht, die Kraft für einen Umzug habe ich nicht. Andererseits möchte ich aber unbedingt eine ruhige Wohnung haben. Ich würde hier gerne weg wollen, vielleicht ist es auch der Versuch "wegzulaufen" vor Erinnerungen.

    Geschafft habe ich letzten Monat absolut nichts, weder Arzt noch sonstiges.

    Alles blöd. Ich habe oft keine Zeit für meine eigenen Probleme. Mein Vater hatte eine richtig schlechte Phase, gestürzt, irgendwelche fremden Telefonnummern gewählt, ständig war etwas.


    Malin

    Vielen Dank für eure Zeilen und einfach nur fürs da sein.


    Da ist es also dieses neue Jahr. Ich habe den Jahreswechsel sozusagen im Internet verbracht. Hier war es leider schon ziemlich laut aber meine Vierbeiner haben sich früh schnell vom Schrecken erholt.


    Wenn ich lese welche Zustände in Berlin waren wird mir Angst.


    Ich muss mich unbedingt um meine Gesundheit kümmern und das nicht nur psychisch. Kardiologe - Angst, Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde - Todesangst, trotzdem muss ich da zwangsläufig hin.


    Zweites Vorhaben für dieses Jahr, Umzug schaffen obwohl ich mir nicht sicher bin ob das richtig wird. Hier wohnen aber seit Monaten absolute Ruhestörer im Haus. Beschwerden beim Vermieter und Polizei hat nicht viel geändert. Ärgerlich. Ist eigentlich eine ruhige Gegend gewesen, hauptsächlich Rentner und Familien. Alle regen sich nun über den Vermieter auf, keiner will hier unbelehrbare Jugendliche im Haus haben.

    Ich brauche Ruhe, viel Ruhe und hatte aus anderen Gründen schon länger an Umzug gedacht.

    Mir fehlt meine Mama so sehr. Keiner da um gemeinsam eine neue Wohnung zu besichtigen. Ich habe noch nie einen Umzug alleine organisieren müssen. Ja, ich bin wohl ziemlich unselbständig.


    Mama du hattest für dieses Jahr eine Urlaubsreise eingeplant. Ich hatte noch gesagt ihr sollt nicht solange warten, ihr hattet doch Zeit, hättet gleich fahren können. Alles nur traurig.


    Was mache ich mit den drei zusätzlichen Katzen? Mama, du würdest dich aufregen, wenn du wüsstest das die immer noch da sind oder besser gesagt wieder da sind. Diese Situation ist so verfahren wie alles andere auch. Behalte ich sie, bleibt die finanzielle Belastung, der eine sieht nicht nur aus wie Garfield, nein der frisst auch wie Garfield und ist ein ziemlich riesiges Katerchen geworden. Geb ich sie her, fang ich schon bei dem Gedanken gleich wieder an zu heulen.


    Malin

    Danke liebe Sverja für deine Zeilen.


    Ich würde gern vergessen das Silvester ist, geht aber nicht. Seit gestern schon ständig diese blöden Knaller 🎉. Mit Tieren ist das nicht schön. Hoffentlich überstehen das alle 🐈🐈🐈ohne zu verängstigt zu sein.


    Ich hätte gern wenigstens mit meinem Vater abends zusammen gegessen🍢🥪. Doch was wir heute mittag ausgemacht haben, weiß er leider schon nicht mehr. Er kann nicht dafür aber für mich ist das immer wieder schwierig mit dieser Situation umzugehen. Heute hat er ziemlich viel Alkohol getrunken um nicht denken zu müssen. Das macht es für ihn einfacher, für mich nur leider nicht. 😢

    Ich vermisse einen Menschen zum normal unterhalten, jemanden den es nicht egal ist wie es mir geht. Bin mir nicht sicher ob das neue Jahr🎆 besser werden kann.


    Malin