Beiträge von 3-Sternenkinder

    Ich benötige eure Gedanken, euer Feedback, um in mir selbst etwas in Ordnung bringen zu können. Ich mache meine Arbeit ehrenamtlich, im Sinne von Selbsthilfegruppen (also ohne wirtschaftliche Hintergedanken).
    ich fand folgende Wahrnehmungen der Angehörigen (verstorbener Kinder):
    Der ORF hat darüber im Jahr 2006 mehrfach berichtet über das Leid, das viele Angehörige nicht ihr verstorbenes Kind selbst beerdigen konnten, selbst nicht wissen, ob und wo durch Dritte (dem zuständigen Gesundheitsamt) eine Bestattung ihres Kindes in Auftrag gegeben wurde - dem entsprechen klagen viele Angehörige über die Tatsache, das sie grundsätzlich nicht wissen das und wo der Leichnam ihres Kindes beerdigt wurde. der ORF bericht kann heute noch eingesehen werden unter: www.beepworld.de/members/wiener-babygrabfeld/medienberichte.htm ,


    Dr. Helmut Zilk hat in der Wiener Kronenzeitung am 20.2.2008 darüber berichtet: www.sonnenstrahl.org/cms/uploads/media/2008_Krone_totgeb.pdf


    Ergänzend erwähnt sei noch ein Projekt Bubu (im Brief an die Eltern befindet sich der folgende Link: http://www.sonnenstrahl.org/cm…erschaftsverlusten_01.pdf
    weil mir damals noch nicht die Information vorlag, das Geo.. von Netz geht. Mittlerweile sind die Inhalte gesichert und auf sonnenstrahl - selbstverständlich kostenfrei - übertragen, was die Kindesmutter Simone Oppenheimer sehr dankbar annahm, denn so geht ihre wertvolle Arbeit nicht verloren (und ich ärgere mich, weil so viel verlinkt ist. Wenn Technik mir einen Streich spielt, befinde ich mich rasch an meinen Grenzen) :cursing:

    Hallo, liebe Maki,
    ich bin neu in der Runde und kenne daher deine persönliche Geschichte nicht - weiß also nicht wie lange der Tod deines Kindes her ist. Trotzdem: herzliches Beileid zum Tod deines Kindes!
    zum Grabstein setzen: das Grab muss fertig sich abgesetzt haben - ein Prozeß, der (sagt man) 12 Monate dauert. Wichtig ist vor allem, den ersten Winter und das Auftauen der Erde im Frühjahr abzuwarten.
    Im Grunde genommen geht es auch darum, wie ein Grabstein beabsichtigt ist, zu befestigen: Ich kenne viele Kindergräber, wo der Stein auf die Erde aufgelegt wurde, aber nicht fix zementiert wurde - hier kann der Grabstein also immer wieder weggenommen werden, um Erde auf zu schütten (um das Grab gerade zu richten).
    Ich kann folgendem Gedanken auch positives abgewinnen: ich kenne Eltern verstorbener Kinder, die haben von zu Hause (dort wo ihre oder seine Wurzel liegen) einen besonders schönen Findling (gefunden Stein) mitgebracht und diesen auf das Grab ihrer Kinder (Zwillinge) gelegt. Ihren Kindern konnten Sie die Heimat nicht zeigen, so kam der Gedanke auf: dann bringen wir eben ein Stück Heimat zum Grab unserer Kinder.
    Ich für meinen Teil habe mich bewußt gegen einen Grabstein mich entschieden, weil ich auf meinem Kind nichts schweres drauflegen wollte (das hätte mein Sohn dann zu tragen - zusätzlich zu ohnehin schweren Bürde (der Umstände seines Todes). Aus dem Grund habe ich ein Grab gesucht, das an der Friedhofsmauer liegt, so konnte dort die Tafel angebracht werden....
    LG
    Gunnhild Fenia

    Die MA 40 hat mir gegenüber zum Thema Übernahme von Bestattungskosten folgende Mitteilung gemacht, welche ich hier gerne wiedergeben möchte.
    Die Beerdigungskosten von Mathias hat die öffentliche Hand übernommen, obwohl die Mutter selbst den Beerdigungsauftrag tätigen "mußte".
    Ursache: Ärzte haben die wirtschaftlich arme Wiener Mutter und ihr ungeborenes Kind in das Kompetenzzentrum nach OÖ überwiesen, wo das Kind starb und der Leichnam den mütterlichen Leib verließ. Diese Mutter wollte nicht ohne den (nicht kremierten) Leichnam ihres Kindes nach Hause kommen.
    Die Zuständigkeit eines Friedhofes leitet sich ab von Hauptwohnsitz des Verstorbenen, bei still geborenen Kindern durch den Hauptwohnsitz der Schwangeren, wobei Wien nicht kleinkariert ist: hier besteht grundsätzlich die freie Friedhofswahl. Wien hat ca 30 Friedhöfe, nicht alle werden durch folgende Verwaltung betreut, siehe http://www.friedhoefewien.at


    Kinderleichen in Wien mit einem Leichengewicht von über 500 Gramm werden in Wien keiner Kremierung zugeführt, wenn diese im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes beerdigt werden. Der Volksanwalt Dr. Peter Kostelka hat sich für die Übernahme der Beerdigungskosten bei Mathias erfolgreich eingesetzt, nachdem die MA 40 nicht innerhalb der für OÖ geltenden Beerdigungsfrist den Antrag auf Übernahme gestellt hat. Wenn die Kindesmutter nicht selbst den Bestattungsauftrag gestellt hätte, wäre der Leichnam ihres Kind in OÖ kremiert und einem Gemeinschaftsgrab am St. Barbara-Friedhof in Linz- Urfahr zugeführt worden, erklärte die Linzer Klinikseelsorgerin Maria Merzinger, was die Kindesmutter nicht wollte.


    Bei diesem Kind geht es um ein dzt laufendes Klärungsverfahren, eingeleitet von Volksanwalt Dr. Peter Kostelka - angeregt durch mich im Auftrag der Angehörigen. Es geht um die Abklärung der Frage, ob wirtschaftlich arme Familien ihr Recht (selbst die Beerdigung in Auftrag geben zu können) abgeben müssen, gerade so, als seinen Angehörige nicht dazu fähig, dem Gesetz entsprechend ein einfaches Begräbnis ihres verstorbenen Familienmitgliedes selbst in Auftrag geben zu können. Hintergrund ist u.a. die Ansage durch die MA 40, dass erst das Nachlassgericht zu klären hat, ob der Verstorbene selbst, eine ( z.B. Vorsorge-) versicherung (und/oder seine erwachsenen Angehörigen) für die Kostenübernahme zu verpflichten sind. Den überlebenden erwachsenen Angehörigen muss das Lebensexistenzminimum bleiben, minderjährige Angehörige können nicht belangt werden, steht im Gesetz und gilt voraussichtlich Österreichweit. Nebenwirkung: müssen wirtschaftlich arme Familien die Kremierung ihrer unter 500 Gramm schweren Kinderleiche in Kauf nehmen, obwohl sie persönlich die Kremierung z.B. aus Glaubensgründen - ablehnen?


    Aus meiner Sicht sage ich, das zunehmend mehr Kinderleichen im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes kremiert werden, weil das kostengünstiger für Angehörige als auch dem zuständigen Gesundheitsamts angeboten werden. Beispiel um Überführungskosten zu reduzieren: wie Ausgaben gespart werden: So können kremierte Leichen in einer Urne von Bestatter zu Bestatter (Von Friedhofserhalter zu Friedhofserhalter?), aber nicht an private Adresse mit der Post versandt werden.


    Beispiel, wie die Beerdigung im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes organisiert, verrechnet und in der Gruppe 35b am Wiener Zentralfriedhof dzt durchgeführt wird: die Beerdigung mit Sarg in einem einfachen Einzelgrab wirft höhere Kosten ab, wird aber für Kinderleichen über 500 Gramm angeboten.


    Kinderleichen unter 500 Gramm werden dzt gesammelt, deren gemeinsamen Kremierung von ca 20 - 30 Kinderleichen auf einmal in einem großen Holzsarg pro Sarg verrechnet, der Sammlung der Asche in einer Urne, der gemeinsamen Bestattung von z.B. 100 Kindern in einer Urne bei einer gemeinsamen stillen Verabschiedung, bekannt als Sammelbeerdigung in der Gruppe 35b.


    Frühverstorbene Kinder könn(t)en inkl Totenkleidung für die Allerkleinsten schon in der Klinik in Anwesenheit der Angehörigen in einem Sarg aus Karton gebettet werden. Für die Kremierung in Verbindung mit der Sammelbeerdigung reicht es, wenn die angelieferten Kinderleichen einzeln in einem Sarg aus Karton liegen, wobei Mehrlinge in einem Sarg zu liegen kommen können, sagte der Leiter der Feuerhalle Wien Simmering. Ungeklärt ist für mich dzt der Wunsch der Angehörigen ebenso wie die Sichtweise der Bestatter/Friedhofserhalter, ob auch im Sarg aus Karton Erdbestattet werden kann. Mehr dazu unter folgendem Link. Was sind Eure Gedanken dazu?
    MFG
    Gunnhild Fenia

    Mich hat etwas erstaunt, was ich zum Thema Verabschieden noch dazu fügen möchte:
    gesetzlich betrachten: mit dem Tod fällt der Datenschutz!
    Jeder hat das Recht, Gräber zu fotografieren - auch dann, wenn nicht die eigenen Familienangehörigen darinnen liegen, auch dann - wenn die Mindestruhezeit noch nicht abgelaufen ist.....
    Jeder hat das Recht, bei einem Begräbnis dabei zu sein - auch wenn der Tote oder die Familienangehörigen dies nicht vorgesehen haben oder gewünscht haben!
    betrifft das zu Ende gegangen Diskriminierende Verhalten vom "Kreuz mit dem Kreuz ":
    Ich tat mich menschlich als auch moralisch schwer, Fotos von Kindergräbern zu machen,

    • da dort nicht der Leichnam meines Kindes drinnen lag,
    • ich nicht die Einverständniserklärung der Angehörigen einholen konnte (die Wiener Friedhofsverwaltung hatte nicht die Kontaktdaten der Angehörigen, es handelte sich im Kinderleichen, welche in der Gruppe 35 b im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes am Wiener Zentralfriedhof beerdigt worden waren. Die Angehörigen hatten sicherlich keinen christlichen Hintergrund) Als die Veränderungen Durchgeboxt war, nahm ich ein Foto von einem Grab, dessen Bewohnerin ich persönlich gekannt habe und die zu Lebzeiten einverstanden war mit meiner Arbeit/meinem Vorhaben.
    • da von der Wiener Gesundheitsbehörde kein Entscheidungsträger je zur Gruppe 35b kommen und sich persönlich das große Leid der Angehörigen ansehen würde, habe ich lange überlegt und schließlich "im Auftrag der verstorbenen Kinder" gehandelt...Fotos von ihren Gräbern gemacht...um mit deren Hilfe und Unterstützung gezielt bewußt ich Veränderungen in Gang bringen will, wobei vielfach Bestatter genau zu Opfer werden wie die Angehörigen verstorbener Kinder, wenn ich z.B. an die klinikinterne Verursachung von Fehlermeldungen denke, warum Klinikintern lebend geborene Kinder als still geboren gemeldet werden, obwohl es nicht der Erlebniswelt der Angehörigen entspricht. Am Grab ihres Kindes haben 7 Familien darüber berichtet, deren Kind im Jahr 2001 und 2002 in Wien starb und in der Gruppe 35b im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes beerdigt wurde. Hintergrund ist die grausame Tatsache, das Klinikintern neugeborene Kinder keine Patienten um ihrer selbst Willen sind, sondern z.B. ihre Krankengeschichte ein Bestandteil der mütterlichen Krankenakte ist. Erst nachdem das lebend geborene Kind versicherungstechnisch lebend die Klinik verlassen hat...erst daran anschließend wird ein Kind als Lebend geboren und später gestorben dem Pathologen, Standesamt und der Bestattung ec durch die Klinik gemeldet. Davor werden - gemessen am österreichweit einheitlich gültigen Klinikintern Masstab - auch lebend geborene Kinder gemäß Leichengewicht als Fehl- (weil unter 500 Gramm) oder Totgeburt (weil über 500 Gramm) gemeldet - nur: weil sie ihren Geburtsort (Klinik) versicherungstechnisch nicht wenigstens einmal lebend verlassen haben. Das ganze Beinhaltet bzw löst einen Vielschichtigen Betrug an den Angehörigen und ihren Kindern aus.
    • Angehörige fühlen, das ihre Wahrnehmung nicht durch jene Hebammen/ Ärzte bestätigt (sondern im Gegenteil: verleugnet) werden, welche die kostbare Zeit des gemeinsamen Erlebens mit dem Kind erlebt haben.
    • Lebend geborenen Kinder steht Geburts-und Sterbeurkunde sowie Familienbeihilfe zu (das alles kann auch zu einem späteren Zeitpunkt berichtigt werden, indem Angehörige zum Standesamt (Geburts- und Sterbeurkunde) bzw Finanzamt (Familienbeihilfe) gehen. Gesetzlich geregelt: der Standesbeamte hat den Angehörigen Glauben zu schenken in der Aussage, das ihr Kind lebend zu Welt kam...
    • In vielen Religionen werden still geboren Kinder mit einem anderen Ritus beerdigt als lebend geborene Kinder - doch was nutzt diese Information, wenn die wirkliche Wahrheit erst nach dem Begräbnis dem Bestatter und/oder den Eltern bekannt wird, - weil der Befund der Totenbeschauung Tage nach dem Begräbnis bei den Angehörigen eintraf und darin z.B. steht, das ihr Kind außerhalb des Mutterleibes 3 Stunden lang gelebt hat - ohne das Klinikintern die Angehörigen diese kostbaren Stunden zusammen mit ihrem lebend geborenen Kind erleben durften....dann sind sehr viele Gefühle - zusätzlich zum nicht veränderbaren Tod ihres Kindes - den Angehörigen zugefügt. Muss das auch in Zukunft so sein ?( kann da nicht Verändert werden, etwa, das man erst nach Zusendung des schriftlichen Befundes vom Ergebnis der Totenbeschauung sich den Termin für das Begräbnis mit dem Bestatter seiner Wahl ausmacht. :!:

    Hallo an alle....
    herzliches Beileid wünsche ich jedem einzelnen, nicht nur jenen welche in jungen Jahren ein Kind verloren haben...
    Ich war beim Tod meines ersten Kindes selbst auch 16 Jahre alt.....
    aber - und das dürfte ein Unterschied sein: ich wußte lange Zeit bevor mein Kind starb, das ich schwanger war.


    Als Frau nicht selbst wahrgenommen zu haben das man schwanger ist und plötzlich mit dem Tod seines Kindes konfrontiert bzu sein....das ist wahrscheinlich der größere Hammer, weil man zweifel in sich und seine eigenen Körperwahrnehmungen hat im Sinne von: warum habe ich nicht bei meinem eigenen Körper begriffen, das mein Körper in anderen Umständen ist?


    Dem versuchten zahlreiche Schreiberlinge bewußt, berechtigt entgegenzustellen die Tatsache, das es weltweit, kulturunabhängig, alters unabhängig gar nicht so wenige Frauen gibt, die erst sehr spät realisieren (die Wahrnehmung haben und auch annehmen können) das ihr Körper/ihre Seele schwanger auf ein Kind ist.


    Kinderseelen leben ihre eigenen Entscheidungen. So gibt es viele Seelen, dir schon vor ihrer Zeugung "wissen", das ihr Leben hier auf Erden nur von kurzer Dauer sein wird, gerade so, als bräuchten diese Seelen nur einen kurzen Besuch hier auf Erden. Dementsprechend verhalten sich diese Kinder sehr unauffällig: es werden wenig Schwangerschafthormone ausgebildet. Das Kind bewegt sich so, das die Mutter gezielt bewußt wenig mitbekommen soll von der Tatsache, das die Frau soeben einen Untermieter hat. Es wirkt auf mich so, als wollten die Kinder versuchen auf diesem Wege die Mütter zu schützen, denn wenn eine geringe Bindung aufgebaut wird, kann der Schmerz geringer sein - scheinbar denken die Kinder so oder so ähnlich.
    In Erinnerung drängt dazu Fabio, dessen Mutter innerhalb wenigen Stunden "alles (von der Tatsache schwanger zu sein, ein schwer behindertes - außerhalb des Mutterleibes nicht lebensfähiges - Kind auszutragen " erfahren hat - nur nicht die Tatsache, wo letzendlich der Leichnam ihres Kindes beerdigt wurde. Gemeinsam ging ich mit ihr auf Spurensuche und wir fanden den Friedhof, auf dem der Leichnam ihres Kindes einem anderen familienfremden zeitgleich verstorbenen Erwachsenen beigelegt wurde - eine außerhalb von Wien häufig getätigte Bestattungsart, wenn es sich um früh verstorbene Kinder handelt und die Angehörigen fristgerecht keinen Beerdigungsauftrag erstellt haben bei einem Bestatter ihrer Wahl. Situationsbedingt muss ergänzt werden: wenn die Mutter mit keinem Mann verheiratet war, hat der "Vater/Erzeuger" (rechtlich betrachtet) wenig Möglichkeiten, die richtigen Informationen rechtzeitig zu erhalten, sodass er (statt der Kindesmutter) die Beerdigung des soeben verstorbenen Kindes in Auftrag geben kann. Ebenso verhält es sich, wenn eine Frau nicht fristgerecht ihre und/oder seine Eltern/Geschwister von der Schwangerschaft, dem erlebnis mit ihrem sterbenden/toten Kind etwas sagt. So kann es aus gesundheitlichen Gründen der Frau dazu kommen, das sie (wegen der eigenen gesundheitlichen Probleme, immerhin hat sie gerade eine Geburt erlebt) nicht fristgerecht die Beerdigung in Auftrag gegeben kann bei einem Bestatter ihrer Wahl. Das ist einer von vielen Gründen, warum sehr viele früh verstorbene Kinder im Auftrag der zuständigen Gesundheitsamtes beerdigt werden.
    Wegen der unglücklichen Wortwahl habe ich hier einiges zusammengetragen, wobei das meiste der dort angeführten Texte nicht von mir ist. Ich dachte nur, das es Wert hat, aufgehoben zu werden...
    Es ist in meinen Augen als Außenstehender sehr schwer, die "richtigen" Worte zu finden. Fachlich trainierte empatiefähige Menschen lassen z.B. den Patienten erzählen und geben nur Feedback bzw fordern auf, das der natürliche Redefluss des Patienten nicht ins Stocken und schon gar nicht zum versiegen kommt (ausgenommen der Patient wünscht von sich aus das Ende dieses für seine Seele gut tuenden Gespräches). Wichtig ist, das der "Schützling/ Patient" am Reden bleibt über seine Sicht- und Gefühlsweise, unabhängig davon, ob ich in "gleicher" Situation auch so fühlen, empfinden, reagieren würde. Ja, das alles lernt man z.B. als zahnärztliche Assistentin, aber auch als Zahntechnikerin im Umgang mit Patienten/Klienten. Ich blicke auf 27 Jahre Erfahrung in beiden Berufen zurück. Das Angebot ist allerdings auch immer ein Zeitfaktor und eine fragte meiner eigenen Ziele in diesem Moment. Erschreckend ist auch, wie viele inhaltlich emotional einsame Menschen es in allen Gesellschaftsstrukturen gibt, die z.B. zum Zahnarzt/Friseur gehen um mit ihm und seinen Angestellten gute Gespräche zu führen.... ;(
    MFG
    Gunnhild Fenia

    Herzlichen dank für eure liebevollen Rückmeldungen. Diese haben mein Herz auf sehr angenehme Art und Weise berührt.
    Beim nachlesen heute morgen kam ich für mich selbst drauf, das ich eigentlich noch wichtige Perspektiven gestern nicht erwähnt habe, da die erste Aussage doch inhaltlich darum ging, das die heutige Medizin sehr viele Fortschritte gemacht hat...
    Medizinisch gibt es vielfältige Fortschritte. So wird bei zunehmend mehr ungeborenen Kindern bereits lebensrettende Operationen angeboten, aber nicht in allen Fällen von der zuständigen Krankenkasse finanziert. Auch kann man heute früher Faktoren erkennen und dagegen vorgehen, die früher eine vorzeitige Geburt oder das Lebensende eines ungeborenen Kindes zur Folge hatte. Früh geborene Kinder hat man früher wohl zum überleben gebracht, aber durch die zu groben/falschen medizinischen Eingriffe behindert gemacht...Auch das hat sich zunehmend gebessert. Man hat zudem erkannt, dass das Einrichten von diesbezüglichen Kompetenzzentren wesentliche Verbesserungen mit sich bringen. Ich denke dabei z.B. an das Kompetenzzentrum im Wiener AKH für lebend geborene Kinder ab 400 Gramm (und kleiner) oder das Linzer Herzzentrum, wo an ungeborenen Kindern bereits erfolgreiche Operationen durchgeführt wurden. Doch es muss nicht in jedem Fall gut ausgehen, und da stört es sehr, dass das Bestattungsgesetz nur pro Bundesland geregelt ist und nicht für ganz Österreich einheitlich, siehe Mathias.


    Was Vorsorge anbetrifft: Vorsorgend handeln noch lange nicht alle (zukünftigen) Eltern

    • wobei es nicht nur um die wirtschaftliche Vorsorge geht (eigene Berufsausbildung, eigener Arbeitsplatz, genügend große Wohnung, sodass das Kind ein eigenes Kinderzimmer hat, selbstverständlich Kindergarten, Schule und ergänzende Faktoren wie Besuch von Museen und Zoos, Mitgliedschaft z.B. in einem Sportverein, Ballett, das erlernen eines Musikinstrumentes erlebt ... ) Beispiel: Obwohl Schulpflicht besteht, kommen viele Kinder ohne tägliche abwechslungsreiche Jause und ohne ausreichende Ausrüstung in die Schule ....von der Tatsache, das zunehmend weniger Kinder die deutsche Sprache im Kindergartenalter ausreichend gut erlernen, um den Schulstoff ausreichend allumfassend anwenden zu können - rede ich hierbei noch nicht. Logopädiebetreuung, Zahnspangen, Abklärung von Hörraumproblemen, Legastenieförderung, ec würden sehr viel mehr Kinder benötigen ....Mich stört, das die Versorgung von Kindern in unserer Gesellschaft unterschiedlich gewertet wird: eine Kinderdorfmutter/ Tagesmutter erhält für das aufziehen Familienfremder Kinder Gehalt, Pensionsversicherungszeiten, ist Krankenversichert ec. aus meiner Sicht sollte das auch all jenen zustehen, die es sich antun, Kinder selbst aufzuziehen.
    • sondern auch um Vorsorgendes Verhalten (abwechslungsreiche gesunde Ernährung, z.B. ausreichend Eisen- und Folsäure 3 Monate vor Beginn einer Schwangerschaft)
    • gesunde Lebensweise (keine Drogen - wozu auch Alkohol und Zigaretten beider Elternteile zählt; jeden Abend ab 22 Uhr im Bett, 8 Stunden Schlaf)
    • zunehmend bekannter wird auch, das z.B. durch Fabriken produzierte Umweltgifte die Plazentaschranke durchschreiten und so das ungeborene Kind schädigen, was zur Geburt kranker/behindeter Kinder führen kann sowie zur Zunahme von still geborenen Kindern. Vor wenigen Tagen gingen Angehörige von ca 1000 bleivergifteter Kinder in China auf die Strasse. Bei uns sind es z.B. die Müllverbrennungsanlagen, Atommeiler, Zement (produzierenden und - verarbeitenden) Firmen, Papierfabriken, ec. auffallend, das in ihrem Umkreis/ Windrichtung manche Behinderungen/Todesfälle häufiger auftauchen....
    • zunehmend bekannter wird auch der Kreislauf von hormonellen Medikamenten und mit Hormonen versetzte/erzeugte Lebensmittel. Diese nehmen Tiere und Menschen seit deren Erfindung ein, scheiden diese über den Urin aus. So gelangen diese Hormone letzendlich in unsere Flüsse, Meere und wieder in unser Trinkwasser. Die Folge sind eine Fehlbildung der männlichen Geschlechtsorgane (weil man das von außen sieht. Wie es sich im weiblichen Organismus auswirkt, läßt sich schwerer erforschen). Heute erkennt man: Im Tier- als auch Menschenreich kommen zunehmend mehr Buben zur Welt, die selbst keine Kinder mehr zeugen können. Der z.B. seit 1960 verschriebenen Pille zur "Vermeidung" von Nachwuchs sei Dank! Das Wort Vermeidung habe ich bewußt in ".." gesetzt, denn nicht jene Schwangerschaftsverhütende Pille vermeidet die Befruchtung einer Eizelle, sondern zahlreiche Schwangerschaftsverhütende Pille greifen ein in die Tatsache, das eine befruchtete Eizelle sich in den Uterus einnisten will - und der Pille sei dank nicht mehr oder nur erschwert sich einnisten kann. ....
    • mein Trost ist die Tatsache, das Seelen ewig leben und das wir hier auf Erden nur die irdische Hülle umbringen. Zudem wird jeder einmal selbst vor seinem himmlischen Schöpfer stehen und dort Rede und Antwort stehen müssen...unabhängig davon welcher Kultur oder Religion er/ sie hier auf Erden angehört hat. Wirklich jeder ist eigenverantwortlich...aber eben auch zeitgleich ausgeliefert zB jener Gesellschaft, in der er/sie lebt. Was die Gesellschaft zuläßt, befürwortet oder aber erkennt, das dagegen inhaltlich wirklich Gegenmaßnahmen oder Hilfsprojekte angeboten/finanziert werden müssen.
    • Hier standen Hinweise auf die von mir aufgebaute Onlinebibliotek. Von Markus wurde ich gebeten, diesen Absatz zu entfernen.
    • folgendes soll kein Vorwurf sein, sondern zeigt auf, wir schwierig gut funktionierende Kommunikation zu gestalten ist, um Betroffene am Krankenbett /Schicksalsschlag abzuholen: Die in Wien ansässige Selbsthilfegruppe für Eltern von an plötzlichem Kindstod verstorbenen Kindern wurde von einer selbstbetroffenen Mutter aufgebaut, die mittlerweile auch ausgebildetet Therapeutin ist. Beruflich sind mir mehrere verwaiste Eltern bekannt, die beruflich nach dem Tod ihres Kindes sich zu Lebensberaterinnen oder Psychologen haben ausbilden lassen: Mag. Elisabeth Widensky nach 4 toten Kindern, Frau Waltenberger arbeitet im Therapiezentrum Gersthof. Ansprechpartnerin, Hebamme, Mutter eines Sternenkindes ist auch die Lebens- und Trauerbegleiterin Schnabl Karin www.nureinhauchvonleben.at.tt
    • hier findet ihr Links zu priv HP von Angehörigen verstorbener Kinder.
    • LG Gunnhild Fenia

    Hallo, liebe Winkey,


    früher haben die Frauen über still geborene Kinder nicht gesprochen. Es galt als persönliches von Gott gesandtes oder zugelassenes Schicksal/Glaubens- und Vertrauensprüfung, das Gott den Frauen zugemutet hat. Wer Genealogie macht (also alte Familienaufzeichnungen durchforstet) wird hier und da Aufzeichnungen finden über still geborene Kinder.
    Wissenschaftlich betrachtet geht man davon aus, das Frauen vor ca 100 Jahren von ca 10 Kinder auch ca 4 still geboren Kinder erlebt haben, die man einem zeitgleich erwachsenen Verstorbenen im günstigsten Fall auf einem Friedhof beigelegt hat - oder im heimischen Garten meist unter einen Obstbaum begraben hat. Regionsweise wurde unterschiedlichen Obstbäumen der Vorzug gegeben - bei uns in Mitteleuropa Apfel- oder Zwetschenbäume, in Gebieten, da Oliven wachsen, wurden still geborene Kinder im Schatten von Olivenbäumen zur letzten Ruhe gebettet.


    Der sich verändernde Zeitgeist, die feinstofflicher werdende Umwelt brachte es mit sich, das man über geschlagene Frauen öffentlich zu reden begann. Dementsprechend entstanden die ersten Frauenschutzhäuser etwa ab 1970 in D, ab 1975 Österreich. Wenige Jahre später folgten Mutter - Kind - Einrichtungen für obdachlose Frauen und ihre (meist neugeborenen) Kinder ....Zeitgleich begannen Bestatter, Friedhofserhalter, (in D Klinikbetreiber, da dort diese Einrichtungen zur Bestattung von Kinderleichen verpflichtet sind) sensibler mit dem Thema der Beerdigung von Kinderleichen umzugehen.
    In Österreich werden Kinderleichen - welche nicht im Auftrag der Angehörigen beerdigt wurden - im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes beerdigt (meistens in Gemeinschaftsgräbern, Sammelbeerdigungen)


    Hintergrund ist in ganz Österreich die Ansage "wenn die Angehörigen den Bestattungsauftrag nicht binnen Frist rechtsverbindlich in Auftrag gegeben haben". Die Frist lautet in jedem Bundesland anders, da das Bestattungsgesetz nur pro Bundesland gilt. In Tirol ist das Bestattungsrecht im Seuchenschutzgesetz veranktert, in der Steiermark beträgt die Frist 72 Stunden, in Wien 5 werktage - überall ab Ausstellung des Rosa Schein (Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschauung)


    Die Wiener Babygruppe 35b besteht seit Dez. 2000 (erstmals wurde in Wien auch Kinderleichen unter 500 Gramm im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes beerdigt!), wärend vorher "nur" Kinderleichen über 500 Gramm in der Gruppe 37 beerdigt wurden (und davor in einer anderen Gruppe)...Ich möchte damit ausdrücken, das es grundsätzlich in Wien (und Hamburg) schon eine sehr lange Traditionen gibt, Kinderleichen im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes (D: Klinik) zu beerdigen.
    Doch es gibt immer noch viele Probleme - und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
    1. in Wien werden grundsätzlich Klinikintern noch lange nicht alle anfallenden Kinderleichen grundsätzlich zur Beerdigung freigegeben (Vertraut als Schwangerschaftsabbruch/Fristenlösung, Eileiterschwangerschaft, Eierstockschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft und Kürretage bzw. ähnlich medizinische Gründe)
    2. es geht um die Kostenübernahme einer Beerdigung: die MA 40 mißt mit zweierlei Maß. Dementsprechend gelten früh verstorbene Kinder nicht als Familienmitglied! (Antrag haben wir ausgesendet, um diese Diskriminierung aufzuheben)...dementsprechend dürfen in Wien Familien ihre frühverstorbene Kinder auf eigene Kosten beerdigen oder aber sie müssen auf das Ihnen zustehende Begräbnisrecht verzichten (dann wird die Kinderleiche im Auftrag und auf Kosten des Wiener Gesundheitsamtes in der Gruppe 35b beerdigt, mit den Auswirkungen, das den Angehörigen kein Grabnachnutzungsrecht angeboten werden kann - die Angehörigen von sich aus aktiv werden müssen, um in Erfahrung zu bringen, das, wann, ob der Leichnam ihres Kindes beerdigt wird/ wurde ec. Zudem müssen dzt. die Eltern von unter 500 Gramm schweren Kinderleichen in Wien die Kremierung akzeptieren...wenn sie selbst nicht für die Beerdigungslosten aufkommen können! Dabei bricht für eine Frau vielschichter (als für einen Mann) die Zukunftplanung zusammen, denn in der Regel wollte die Frau beim lebenden Kind zu Hause bleiben und Jahre später erst wieder berufstätig werden....
    3. wenn in Wien eine Beerdigung im Auftrag der Angehörigen angesagt ist, kann der Friedhofserhalter nach 10 Jahren (Ablauf der Mindestruhezeit) den Angehörigen das Nachnutzungsrecht wirtschaftlich anbieten (unabhängig davon, wer die Beerdigung bezahlt hat)
    4. da ausnahmslos alle Beerdigungen in der Gruppe 35b im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes getätigt wurden, ist geplant, diese Gräber in der Gruppe 35b nach Ablauf der Mindestruhezeit zu räumen und neu zu belegen. (Manche Familien haben das Gefühl, das sie ihr Kind damit ein zwetes Mal verlieren. Die Grab- bzw Gedenkstätte meiner Kinder besteht seit 1987, und ich kann mir eine Grabauflösung zu meinen Lebzeiten nicht vorstellen)
    5. Da die Kinderbegräbnisse in der Gruppe 35b im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes umgesetzt wurden/werden, kann die Friedhofsverwaltung die Angehörigen nicht personenbezogen verständigen (wir haben das heuer ersatzweise 195 Briefe geschrieben und die zuständigen Kliniken um Aussendung erbeten, denn die Kliniken haben lt. Krankenakte der Mutter die Kontaktdaten der Angehörigen.
    Einem ersten Anruf vom Dokumentationszentrum des Wiener AKH haben diese Mitarbeiterinnen Bedenken wegen der Aussendung (dabei betrifft es hier 105 Begräbnisse zu etwas mehr Kinder, weil Zwillinge/Mehrlinge in einem Grab liegen). "Eltern hätten nicht ihr Einverständinis dafür gegeben, den auf Grund der Krankenakte vorhandenen Datensatz für eine Aussendung - Angeregt durch eine Selbsthilfegruppe - zu verwenden."
    Andere Spitäler (St. Anna, Kaiser - Franz - Joseph - KH waren sofort für die Weiterleitung bereit) und das mit dem datenschutz kann man sehen wie mit einem Wasserglas: halb voll oder halb leer.
    Insgesamt habe ich 195 Briefe gestaltet entsprechend der Begräbnisse in der Gruppe 35b der Begräbnisse 2000, 2001, 2002. Die Angehörigen der genannten Kinder können die Verlegung der Kinderleiche z.B. bei der Verwaltung der Wiener Friedhöfe beantragen ...rechtlich betrachtet: ausschließlich auf eigene Kosten, wobei ich dzt abklären lasse, ob Fötensärge aus Karton zur Beerdigung zur Anwendung kommen dürfen, denn zum zeigen in der Klinik und zum Transport z.B. zur Feuerhalle wurden diese Särge entworfen..... (Anfrage habe ich dieser Tage an den Volksanwalt Dr. Peter Kostelka und an Herrn Tichacek - Verwaltung der Wiener Friedhöfe gesand. Als die Wiener Friedhofsverwaltung noch MA 43 hies, war Herr Tichacek zuständig für Tarife und Recht)
    ein weiteres Problem sind die zahlreichen lebend geborenen Kinder, die versicherungstechnisch die Klinik nicht lebend verlassen haben. Sie wurden zwar lebend geboren und starben einige Tage/Wochen/Monate später...sie wurden von den Kliniken als Totgeburt gemeldet, in dem jenes Datum, an dem diese Kinder lebend den Mutterleib verlassen haben, als Todesdatum eingetragen und so auf dem Totenbeschauschein (Rosa Schein) draufsteht. Die Angehörigen fühlen und wurden /fühlen sich mehrfach betrogen...angefangen bei der Tatsache, das die MA 40 lebend geborene und später verstorbene Kinder sehr wohl als Familienmitglieder anerkennt und dementsprechend ein Begräbnis außerhalb der Gruppe 35b bezahlt hätte, wenn die Eltern den Bestattungsauftrag gegeben hätten. Zudem kommt, das lebend geborene Kinder in vielen Religionen mit einem anderen Ritus beerdigt werden als still geborene Kinder.... Mehr Informationen dazu hier Zudem kommt: das lebend geborenen Kindern Geburts- und Sterbeurkunde sowie Familienbeihilfe zusteht, "unabhängig" von der Tatsache, wie lange diese Kinder außerhalb des Mutterleibes gelebt haben. Beispiele: Ein Kind wird am 31.8. lebend geboren und es stirbt am 6.9.des gleichen Jahres, so stehen diesem Kind für 2 Monate die Familienbeihilfe zu. Ein Kind wird am 1.1. geboren und es stibt am 31.1. des selben Jahres (also innerhalb des gleichen Kalendermonats) so stehen diesem Kind nur für ein Monat die Familienbeihilfe zu (fragt nach bei dem für Dich zuständigen Finanzamt). Familienbeihilfe gibt es meines Wissens dzt. 5 Jahre rückwirkend.
    Ich kann nur die Hinweise (z.B. dass das österr. Opferschutzgesetz auch bei Angehörigen verstorbener Kinder zur Anwendung kommen kann) ins Netz stellen und erklären wie was aus meiner Sicht und gemäß meinen Erfahrungen läuft. Ich gehe davon aus, das manche Angehörige in ihrer Trauerarbeit weiterkommen, weil Sie Antworten auf Ihnen wichtige Fragen erhalten. Andere Angehörige werden aktiv:

    • lassen den Leichnam ihres Kindes verlegen
    • suchen das Gespräch mit uns
    • suchen juristischen Rat bei einem Rechtsanwalt ihrer Wahl (Erstberatung kostenfrei)
    • gehen an einem Di Vormittag (wenn werktag) zum Bezirksgericht und reden dort mit einem Richter (kostenfrei, anonym)

    Ich gehe davon aus, das es grundsätzlich nicht mehr Kinderleichen als vor 100 Jahren gibt, aber man fängt zunehmend deutlicher öffentlich darüber zu reden an - insbesondere, da eine Frau in heutiger Lebensplanung durchschnittlich nur mehr 2 Kinder lebend zur Welt bringen will.... :S .


    LG
    Eine Mutti von 3 Sternenkindern

    Hallo, lieber Martin,
    herzliches Beileid!
    Jedem ist sein persönlich erlebtes Schicksal berechtigt das schlimmste, schmerzhafteste...
    meine Tochter Barbara starb 1976 durch einen gewaltsamen eingriff (ich wollte keinen Schwangerschaftsabbruch, meine Eltern erzwangen einen Schwangerschaftsabbruch) Ich habe davor und danach sehr gelitten. Gesetzlich ist das heute (vielleicht auch in Tirol) nicht mehr möglich. Ich habe die Tiroler als sehr doppelbödig in ihren Moralvorstellungen erlebt. Auch im bewußten weghören und wegsehen war die Dorfbevölkerung inkl Polizei Meister, vielleicht erst recht, weil meine Eltern und ich zugereiste (also Ortsfremde) waren. Da ging es also darum, den Tod meiner Tochter zu verhindern - und es gelang mir nicht.
    Vor etwa einem Jahr las ich, dass das einzige tiroler Frauenhaus für geschlagene Frauen aus Geldmangel geschlossen werden musste - auch das zeigt auf, das die Tiroler dafür kein Verstehen/ Verständnis haben. Wien hat 8 Frauenhäuser und zahlreiche Mutter - Kind - Häuser....


    Die andere Gewaltanwendung erlebte mein 1987 geborener Sohn durch seinen eigenen Vater. Ich werde nie vergessen, was damals sich zutrug. Zuerst die Hiobsbotschaft Tschernobyl (als ich im 3. Monat schwanger war), dann fällt mein Vater mit der Tür in die Wohnung in Verbindung mit den Worten "Weißt du das Großvater tot ist? Übermorgen ist Beerdigung ...700 KM entfernt. das fiel auf einen Samstag. Am Sonntag war Muttertag, jener Tag - an dem mein jüngstes Kind gewaltsam starb durch seines Vaters Hand. Ein Hammer war auch die gerichtliche Sichtweise: zuerst 18 Jahre wegen Mord, im zweiten Verfahren 12 Jahre wegen des gleichen Deliktes. Da der Kindesvater Deutscher war, wurde er nach teilweiser Haftverbüsung nach D überstellt. An der Grenze sagten ihm die Beamten: für das gleiche Delikt hätten Sie in D nur 7 Jahre bekommen. ...
    Der Hammer war ja auch, das der Kindesvater wärend der gesamten Schwangerschaft in seinem Verhalten auffällig war, weswegen ich ihn zu Seelsorger und Psychiater nicht nur einmal, sondern fast wöchentlich schliff. Aber in die Seele eines Menschen kannst Du nicht hineinschauen.
    Ich hatte die Kinder bewußt nicht zur Beerdigung nach Kärnten mitnehmen wollen und daher getrennt bei befreundeten Familien untergebracht. und die eine Frau - der ich Christopher lebend anvertraut habe - die hat hernach fast noch mehr gelitten, denn sie gab dem Kindesvater Christopher zurück...Stunden später war mein Kind tod (und eben nicht nur einfach tot, sonderngezielt bewußt ermordert!). Sie hat richtig gehandelt, denn rechtlich hat die Frau nicht anders handeln können.


    Die Zeit des Todeskampfes meines Kindes habe ich im Herzen mitbekommen, ich war vollkommmen gribbelig und durcheinander, wollte nach Hause (wenistens Anrufen) und das ging nicht, weil kein Telefon...erst am Abend konnte ich anrufen, habe aber niemanden erreicht. Dafür wurde ich am nächsten morgen vom Telefon geweckt. weinend von mein Mann, der mir die Todesbotschaft überbrachte - wobei ich damals noch davon ausging, das unser Kind an seinem angeborenen Herzfehler gestorben ist. Ich rief Freunde an, die alles Organisiert haben: Polizeieinsatz und das meine überlebenden Kinder untergebracht wurden bei Bekannten, bis ich wieder zu Hause war. Das angefügte Foto zeigt mich mit Christopher Marvin, den ich in der Linzer Frauenklinik zur Welt gebracht habe. Heute bin ich davon überzeugt: Wenn das Schicksal es so oder so will...dann kann man auch eine Ermordung nicht verhindern.

    Meine Kinder starben 1976, 1979 und 1987. In meinen Träumen "sah" ich meine Kinder fröhlich tanzend. auch wenn es der zeitlichen Realität nicht übereinstimmt, waren meine 3 Kinder in meinen Träumen etwa im Kindergartenalter, also 3 (der Junge), 4,5 (Johanna) und knapp 6 Jahre (Barbara). Das alle Kinder körperlich wie seelisch gesund wirkten und wohl auch waren, hat mir dieser Traum sehr viel Trost bedeutet.


    Glauben, Fantasie - mir ist es einerlei, wie andere es bewerten. Das es ein Leben nach dem Erdenleben geben dürfte, haben meine 2 überlebenden Kinder mir mitgeteilt.


    Anders gefragt: Können 4 und 7 jährige Kinder lügen? Ich denke: nein. Sie haben von ihrer Traumerlebnissen mir erzählt. Auch diese waren voller Trost, Liebe und ein weiteres Zeichen dafür, das es ein Leben nach dem Tod geben dürfte. Und das "drüben" sich jemand liebevoll um unsere Vorausgegangen gekümmert hatbzw. jetzt noch liebevoll sich kümmert. :)

    Zum Thema Kinderbegräbnisse in Wien habe ich einige wenige wichtige Informationen weiterzugeben:
    Wien hat ca 30 Friedhöfe, daher können Angehörige sich den Friedhof aussuchen, an welchem Sie ihr verstorbenes Familienmitglied beerdigen möchten. Wichtig ist diese freie Friedhofswahl nicht nur wegen der Lage, sondern auch wegen der Preisgestaltung, denn ein Grab auf einem Friedhof hängt von der Lage des Friedhofes sowie (Beispiel Wiener Zentralfriedhof) von der Lage des Grabes am Friedhof selbst ab. Bei der freien Grabwahl hängt auch ab, ob ihr das Nachnutzungsrecht eures Grabes anbeboten bekommen könnt durch die zuständige Friedhofsverwaltung. Die Ausgaben für das Grabnachnutzungsrecht wird zum ersten mal nach Ablauf der Mindestruhezeit (in Wien 10 Jahre) fällig.


    Eine weitere Kostenkomponente ist die Wahl des Sarges.


    http://www.kartonfritze.de bietet Fötensärge aus weißem Karton an in 5 verschiedenen Größen (liefert auch nach Österreich).


    betreffen Sammelbeerdigungen in der Gruppe 35b, einer Gesetzlich geregelten Vorgabe zur Versorgung von unter 500 Gramm schweren Kinderleichen, wenn Angehörige selbst nicht den Auftrag zur Beerdigung ihres verstorbenen Kindes fristgerecht (= in Wien binnen 5 Werktage ab Ausstellung des Rosa Schein, Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschauung) rechtsverbindlich bei einem Bestatter ihrer Wahl in Auftrag gegeben haben.


    Der Leiter der Feuerhalle Wien hat mir gegenüber gesagt, wenn die Kinderleichen zur Sammelbeerdigung in Särgen aus Karton angeliefert werden, hat er nichts dagegen, denn die Kartonsärge werden in einem großen Holzsarg gestapelt und gemeinsam kremiert. Die Asche wird in einer Urne gesammelt. Solcher Art werden 4 mal jährlich ca 100 Kinderleichen auf einmal zu letzten Ruhe in der Gruppe 35b beerdigt an jedem 1. Freitag in den Monaten März, Juni, Sep. und Dez. Beginn der Verabschiedung um 8 Uhr früh in der Halle 3 am Wiener Zentralfriedhof/ Tor 3 (Strassenbahn 6 oder 71) Von Tor 3 hat man ca 1km Fussweg vor sich, um zur Halle 3 zu gelangen. Die Babygruppe 35b befindet sich etwa auf dem halben Weg zur Halle 3 auf der rechten Seite des Weges.


    Kinderleichen über 500 Gramm: wenn Angehörige selbst nicht binnen 5 Wertagefrist selbst die Beerdigung ihres verstorbenen Kindes in Auftrag geben, dann werden diese Kinder im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes ebenfalls in der Gruppe 35b seit Dez. 2000 zur letzten Ruhe gebettet. Leider kann Konzeptbedingt den Angehörigen von in der Gruppe 35b beerdigten Kinder kein Grabnachnutzungsrecht angeboten werden, was zunehmend mehr Familien dazu veranlasst die Leiche ihres Kindes außerhalb der Gruppe 35 b verlegen zu lassen.


    Da alle Kinder in der Gruppe 35b im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes beerdigt werden, hat die Wiener Friedhofsverwaltung keine Namen erfasst von den Angehörigen. Somit kann die Wiener Friedhofsverwaltung die Angehörigen nicht personenbezogen verständigen - etwa von der Tatsache, das demnächst die ersten Kindergräber geräumt und neu belegt werden.
    Geräumt heißt: Blumen und Grabschmuck kommen weg, die Kinderleiche bleibt in der Erde; neu belegt heißt: der Leichnam eines anderen Kindes wird zum Leichnam ihres Kindes dazugelegt.
    Ich habe stellvertretend für ca 200 Kinder - welche 2000 - 2002 in der Gruppe 35b einen Brief verfasst und die zuständigen Kliniken gebeten, die Aussendung vorzunehmen. Manche Kliniken haben meines Wissens die Aussendung umgesetzt. Die Namen der betroffenen Kinder sind auch auf http://www.sternenkind.info veröffentlicht. Ich weiß nicht ob es mir gelingt, die von der Räumung betroffenen Familien rechtzeitig zu erreichen, damit Sie - wenn gewünscht - noch die Verlegung ihrer Kinderleiche beantragen können ...
    Ich möchte das Grab meines 1987 verstorbenen Kindes auch heute noch nicht missen ..... So lange ich lebe, kann ich mir nicht vorstellen, das Grab meines Kindes aufzugeben, insbesondere da die mir angebotenen Grabnachnutzungsgebühr eine wirtschaftlich gut vertretbare Höhe betragen. :rolleyes:

    < < < Bücher und Selbsthilfegruppen nach Todesursache könnt Ihr online finden über die von mir in Netz gestellte Hp. Dank unserer Teilnahme am Amazon - Partnerprogramm kann der Besteller gutes tun, ohne das im Mehrkosten entstehen. Mit jeder Bestellung, welche über die von mir betreute HP abgewickelt wird, wird die Arbeit der Selbsthilfegruppe Sternenkind.info unterstützt. Persönlich liebe ich die Trauerbücher von Elisabeth Kübler Ross. Ergänzend kommt dazu, das ich die Sterbeforscherin auch persönlich kennen lernen durfte. Mittlerweile ist Sie uns allen schon vorausgegangen.

    meine Barbara starb 1976 in der 16. Schwangerschaftswoche in Verbindung mit einem medizinischen Eingriff, den meine Eltern erzwungen haben - das war damals leider noch möglich. Anschließend mußte ich weiter berufstätig sein, sonst wäre meine Lehrstelle in Gefahr gewesen. Diese Medalie hatte zwei Seiten: das arbeiten half, gleichzeitig war ich von Weinkrämpfen geschüttelt. Mir wäre es lieber gewesen, wenn ich damals mein Kind hätte austragen dürfen - und wenn das nicht geht, so wenigstens eine Beerdigung für sie ausrichten dürfen. um anschließend ein Grab für meine Trauer zu haben. Aber Kinder, welche in Verbindung mit einem medizinischen Eingriff den Mutterleib verlassen - wurden damals nicht im beisein der Angehörigen beerdigt. Ein Umstand, der bis heute traurige Wahrheit ist, wenn ich an die Aussage von Leiter der Wiener Feuerhalle denke, der mir vor ca einem Jahr sagte: Kinderleichen aus den Wiener Abtreibungsambulanzen werden bis heute nicht bei ihm angeliefert. Es geht um die Anlieferung von unter 500 Gramm schweren Kinderleichen zur gemeinsamen Kremierung (ein Sarg ist mit ca 20 - 30 Kinderleichen voll), Sammlung der Asche, und der anschließenden Sammelbeerdigung in der Gruppe 35b am Wiener Zentralfriedhof, welche 4 mal jährlich an jedem 1. Freitag in den Monaten März, Juni, Sep. und Dez. stattfindet. Es betrifft schon jetzt ca 100 Kinder pro Beerdigungsvorgang .....ca 100 Kinder, welche nicht im Auftrag der Angehörigen beerdigt wurden! Medizinisch Betrachtet habe ich nach dem Tod meiner Tochter Barbara das volle Programm des PAS erlebt ....und nur schwer Hilfe erhalten, denn wer es nicht selbst erlebt hat, der kann sich nicht vorstellen, was in einem abgeht. Ich wollte 1976, das meine Tochter lebt, aber Tirol hatte noch keine Frauenschutzeinrichtung, keine Mutter - Kind - Einrichtung inkl. Übernachtungsmöglichkeit.
    Johanna starb friedlich in meinem Bauch. 21 Tage später kam sie von selbst zur Welt. ich hatte das Gefühl, nur auf die große Seite zu müssen und ging dementsprechend aufs WC. Als ich merkte das der Druck wo anderst innerhalb meines Körpers ging, war meine Tochter schon geboren. Auf Grund des Erlebnisses mit Barbara meldete ich keinem die Tatsache, das meine Tochter Johanna still meinen mütterlichen Leib verlassen hatte. Im Garten begraben ging nicht, denn ich wußte nicht wie tief begraben. Der Garten lag am Waldrand. Die Vorstellung, das Wildtiere die Leiche meiner Tochter...in meiner Phantasie hatte ein Fuchs die Leiche meiner Tochter zwischen seinen Zähnen - Nein Danke. Dann übergebe ich doch lieber dem Wasser die Leiche meiner Tochter und ich drückte die WC- spülung.
    Christopher Marvin: ich war im 3. Monat schwanger, als Tschernobyl geschah. Auffallend viele Kinder sind in OÖ damals mit einem Herzfehler geboren worden, doch offiziell sprach man über keine Zusammenhänge. Dazu kam, das der Kinderarzt, welcher in der Linzer Frauenklinik seinen Dienst versah, bei meinem Sohn den Herzfehler nicht nur nicht entdeckte, sondern bis zum Schluß dabei blieb, das er keinen Herzfehler bei einem Neugeborenen Kind übersieht. Dem Pathologen, der Damals mich und meinen verstorbenen Sohn betreute bin ich heute noch dankbar, für das, was er tat: er rief mich vor der Obduktion an und fragte mich, welche Fragen ich hätte, was mir abzuklären wichtig wäre. Und ich erzählte ihm, was ich erlebt hatte. Gute 2 Stunden später rief er wieder an und gab mir telefonisch die Ergenisse durch. Darunter: ja mein Sohn war mit einem Herzfehler geboren worden (verdrehte Herzspitze, sodass das Herz sich nicht entfalten konnte). Der Pathologe sagte mir: ohne OP hätte mein Kind max. bis 8. Lebensjahr leben können. Grundsätzlich hätte man operieren können, aber sicherlich nicht auf Kosten der Krankenkasse...ev. auch nicht in Europa....Christopher starb nicht an seinem Herzfehler ...... Er starb, als ich selbst 700 km entfernt gerade meinen Großvater zu Grabe trug. Innerhalb von 7 Wochen hatte ich damals 4 Menschen meiner Familie zu Grabe zu tragen.
    Geholfen hat: das ich fertig gekochtes Essen für meine zwei überlebenden Kinder und mich des öfteren vor unserer Wohnungstüre fand. geholfen hat das Erlebnis, das auch andere ihre Zeichne am Grab meines Sohnes bis heute hinterlassen! Geholfen hat die von Kinder gepflückten Wiesenblumen, welche in einer Alufolie an meiner Wohnungstüre hingen (aus Alufolie war eine Vase geformt worden und Wasser befand sich darin, damit die Blumen nicht verdursten. Geholfen hat, das ich dieses mal ein Begräbnis, Grab ausrichten durfte. Geholfen haben mir Bücher - wobei das folgend beschriebene Erlebnis ein ganz besonders berührendes für mich war: Beim Begräbnis meines Sohnes war eine bislang mir fremde Frau, die vom Sehen auf der Strasse ich kann. Sie hatte Kinder und einen Ehemann, aber wir haben einander höchstens durch nicken gegrüßt. Beim Begräbnis erfuhr, das diese Frau grundsätzlich vin Geburt an nicht hören/ nicht reden konnte...und das durch plötzlichen Kindstod sie eines ihrer Kinder verloren hatte. Sie machte ihre eigene Behinderung mit dafür verantwortlich, dabei ist bei Plötzlichem Kindstod nichts veränderbar. Sie schenket mir ein Buch von Elisabeth Kübler Ross, was ich als Aufhänger nahm und fortan mir sehr viele Bücher von Frau Elisabeth Kübler Ross kaufte oder in einer Bücherei auslieh. Auch durfte ich die Sterbeforscherin persönlich kennenlernen.
    Meine Mutter hat mir den Kontakt zu einem Therapeuten hergestellt (und auch selbst bezahlt), der in Trance seelische Knoten lösen konnte. Das hat mir auch sehr geholfen. Bis heute bin ich ein Fan des Schreibens, denn im Schreiben kann ich all das ausdrücken, was mich bewegt. Nachdem manche Briefe nicht postalisch zugestellt werden können, übergab ich diese an das Feuer (wenn es Briefe an meiner Kinder waren) - oder ich spülte sie im WC runter (wenn es Brief an meinen Ex - mann waren, der für den Tod von Christopher Marvin auch von einem österr. Gericht verantwortlich gemacht und wegen Mordes verurteilt wurde.


    Meinen überlebende Kinder waren beim Tod 4 Jahre bzw 7 Jahre alt (der Jüngere hat einen Tag nach Christopher Tod seinen 4. Geburtstag!) Ihnen hat folgendes geholfen: viel mit ihnen in den Walt, Zoo, Tierpark gehen, bewußt die Tiere erleben und das es jährlich Jungtiere gibt. Und zu Hause gab es viel Zeichenmaterial, z.B. die Rückseiten von Tapeten, damit die Kinder großflächig malen konnten. Am liebsten malten meiner Kinder mit Fingerfarben oder Wasserfarben, gefolgt von Ölkreiden. Als 10 Monate vergangen waren nach Christopher Tod, waren die Bilder nicht mehr ganz so aggresiv, es wurde Buntstifte und kleiner Papierblattformen gewählt. Intuitiv zeichneten meine überlebenden Kinder damals unabhängig voneinander die Tatsache, das Wir als Familie 3 vorausgegangene Kinder haben... und meinem Ältesten war wichtig die Feststellung "Mama, nicht gestorben, nur vorausgegangen"! Ohne meine 2 überlebenden Kinder hätte ich - vermute ich - den Tod meiner 3 Kinder nicht überleben wollen/ seelisch nicht überlebt.
    Das alles habe ich erlebt. Seit meine überlebenden Kinder erwachsen sind und mich daher nicht mehr so brauchen, setze ich mich für bessere Versorgung von Angehörigen und ihren verstorbenen Kindern ein, was auf http://www.sternenkind.info bzw http://www.sonnenstrahl.org jeder User nachvollziehen kann.

    meine Barbara starb 1976 in der 16. Schwangerschaftswoche in Verbindung mit einem medizinischen Eingriff, den meine Eltern erzwungen haben - das war damals leider noch möglich. Anschließend mußte ich weiter berufstätig sein, sonst wäre meine Lehrstelle in Gefahr gewesen. Diese Medalie hatte zwei Seiten: das arbeiten half, gleichzeitig war ich von Weinkrämpfen geschüttelt. Mir wäre es lieber gewesen, wenn ich damals mein Kind hätte austragen dürfen - und wenn das nicht geht, so wenigstens eine Beerdigung für sie ausrichten dürfen. um anschließend ein Grab für meine Trauer zu haben. Aber Kinder, welche in Verbindung mit einem medizinischen Eingriff den Mutterleib verlassen - wurden damals nicht im beisein der Angehörigen beerdigt. Ein Umstand, der bis heute traurige Wahrheit ist, wenn ich an die Aussage von Leiter der Wiener Feuerhalle denke, der mir vor ca einem Jahr sagte: Kinderleichen aus den Wiener Abtreibungsambulanzen werden bis heute nicht bei ihm angeliefert. Es geht um die Anlieferung von unter 500 Gramm schweren Kinderleichen zur gemeinsamen Kremierung (ein Sarg ist mit ca 20 - 30 Kinderleichen voll), Sammlung der Asche, und der anschließenden Sammelbeerdigung in der Gruppe 35b am Wiener Zentralfriedhof, welche 4 mal jährlich an jedem 1. Freitag in den Monaten März, Juni, Sep. und Dez. stattfindet. Es betrifft schon jetzt ca 100 Kinder pro Beerdigungsvorgang .....ca 100 Kinder, welche nicht im Auftrag der Angehörigen beerdigt wurden! Medizinisch Betrachtet habe ich nach dem Tod meiner Tochter Barbara das volle Programm des PAS erlebt ....und nur schwer Hilfe erhalten, denn wer es nicht selbst erlebt hat, der kann sich nicht vorstellen, was in einem abgeht. Ich wollte 1976, das meine Tochter lebt, aber Tirol hatte noch keine Frauenschutzeinrichtung, keine Mutter - Kind - Einrichtung inkl. Übernachtungsmöglichkeit.
    Johanna starb friedlich in meinem Bauch. 21 Tage später kam sie von selbst zur Welt. ich hatte das Gefühl, nur auf die große Seite zu müssen und ging dementsprechend aufs WC. Als ich merkte das der Druck wo anderst innerhalb meines Körpers ging, war meine Tochter schon geboren. Auf Grund des Erlebnisses mit Barbara meldete ich keinem die Tatsache, das meine Tochter Johanna still meinen mütterlichen Leib verlassen hatte. Im Garten begraben ging nicht, denn ich wußte nicht wie tief begraben. Der Garten lag am Waldrand. Die Vorstellung, das Wildtiere die Leiche meiner Tochter...in meiner Phantasie hatte ein Fuchs die Leiche meiner Tochter zwischen seinen Zähnen - Nein Danke. Dann übergebe ich doch lieber dem Wasser die Leiche meiner Tochter und ich drückte die WC- spülung.
    Christopher Marvin: ich war im 3. Monat schwanger, als Tschernobyl geschah. Auffallend viele Kinder sind in OÖ damals mit einem Herzfehler geboren worden, doch offiziell sprach man über keine Zusammenhänge. Dazu kam, das der Kinderarzt, welcher in der Linzer Frauenklinik seinen Dienst versah, bei meinem Sohn den Herzfehler nicht nur nicht entdeckte, sondern bis zum Schluß dabei blieb, das er keinen Herzfehler bei einem Neugeborenen Kind übersieht. Dem Pathologen, der Damals mich und meinen verstorbenen Sohn betreute bin ich heute noch dankbar, für das, was er tat: er rief mich vor der Obduktion an und fragte mich, welche Fragen ich hätte, was mir abzuklären wichtig wäre. Und ich erzählte ihm, was ich erlebt hatte. Gute 2 Stunden später rief er wieder an und gab mir telefonisch die Ergenisse durch. Darunter: ja mein Sohn war mit einem Herzfehler geboren worden (verdrehte Herzspitze, sodass das Herz sich nicht entfalten konnte). Der Pathologe sagte mir: ohne OP hätte mein Kind max. bis 8. Lebensjahr leben können. Grundsätzlich hätte man operieren können, aber sicherlich nicht auf Kosten der Krankenkasse...ev. auch nicht in Europa....Christopher starb nicht an seinem Herzfehler ...... Er starb, als ich selbst 700 km entfernt gerade meinen Großvater zu Grabe trug. Innerhalb von 7 Wochen hatte ich damals 4 Menschen meiner Familie zu Grabe zu tragen.
    Geholfen hat: das ich fertig gekochtes Essen für meine zwei überlebenden Kinder und mich des öfteren vor unserer Wohnungstüre fand. geholfen hat das Erlebnis, das auch andere ihre Zeichne am Grab meines Sohnes bis heute hinterlassen! Geholfen hat die von Kinder gepflückten Wiesenblumen, welche in einer Alufolie an meiner Wohnungstüre hingen (aus Alufolie war eine Vase geformt worden und Wasser befand sich darin, damit die Blumen nicht verdursten. Geholfen hat, das ich dieses mal ein Begräbnis, Grab ausrichten durfte. Geholfen haben mir Bücher - wobei das folgend beschriebene Erlebnis ein ganz besonders berührendes für mich war: Beim Begräbnis meines Sohnes war eine bislang mir fremde Frau, die vom Sehen auf der Strasse ich kann. Sie hatte Kinder und einen Ehemann, aber wir haben einander höchstens durch nicken gegrüßt. Beim Begräbnis erfuhr, das diese Frau grundsätzlich vin Geburt an nicht hören/ nicht reden konnte...und das durch plötzlichen Kindstod sie eines ihrer Kinder verloren hatte. Sie machte ihre eigene Behinderung mit dafür verantwortlich, dabei ist bei Plötzlichem Kindstod nichts veränderbar. Sie schenket mir ein Buch von Elisabeth Kübler Ross, was ich als Aufhänger nahm und fortan mir sehr viele Bücher von Frau Elisabeth Kübler Ross kaufte oder in einer Bücherei auslieh. Auch durfte ich die Sterbeforscherin persönlich kennenlernen.
    Meine Mutter hat mir den Kontakt zu einem Therapeuten hergestellt (und auch selbst bezahlt), der in Trance seelische Knoten lösen konnte. Das hat mir auch sehr geholfen. Bis heute bin ich ein Fan des Schreibens, denn im Schreiben kann ich all das ausdrücken, was mich bewegt. Nachdem manche Briefe nicht postalisch zugestellt werden können, übergab ich diese an das Feuer (wenn es Briefe an meiner Kinder waren) - oder ich spülte sie im WC runter (wenn es Brief an meinen Ex - mann waren, der für den Tod von Christopher Marvin auch von einem österr. Gericht verantwortlich gemacht und wegen Mordes verurteilt wurde.


    Meinen überlebende Kinder waren beim Tod 4 Jahre bzw 7 Jahre alt (der Jüngere hat einen Tag nach Christopher Tod seinen 4. Geburtstag!) Ihnen hat folgendes geholfen: viel mit ihnen in den Walt, Zoo, Tierpark gehen, bewußt die Tiere erleben und das es jährlich Jungtiere gibt. Und zu Hause gab es viel Zeichenmaterial, z.B. die Rückseiten von Tapeten, damit die Kinder großflächig malen konnten. Am liebsten malten meiner Kinder mit Fingerfarben oder Wasserfarben, gefolgt von Ölkreiden. Als 10 Monate vergangen waren nach Christopher Tod, waren die Bilder nicht mehr ganz so aggresiv, es wurde Buntstifte und kleiner Papierblattformen gewählt. Intuitiv zeichneten meine überlebenden Kinder damals unabhängig voneinander die Tatsache, das Wir als Familie 3 vorausgegangene Kinder haben... und meinem Ältesten war wichtig die Feststellung "Mama, nicht gestorben, nur vorausgegangen"! Ohne meine 2 überlebenden Kinder hätte ich - vermute ich - den Tod meiner 3 Kinder nicht überleben wollen/ seelisch nicht überlebt.
    Das alles habe ich erlebt. Seit meine überlebenden Kinder erwachsen sind und mich daher nicht mehr so brauchen, setze ich mich für bessere Versorgung von Angehörigen und ihren verstorbenen Kindern ein, was auf http://www.sternenkind.info bzw http://www.sonnenstrahl.org jeder User nachvollziehen kann.