Wie geht es dir im Moment Katja ?
So eine Familiengeschichte ist schwierig.
Ich musste dabei auch etwas an meine denken.
Meine Ururgrossmutter wurde als Hausangestellte von ihrem Hausherrn in Litauen vergewaltigt.
Daraus entstammt mein Urgrossvater.
Als ledige Frau mit unehelichem Kind hatte es meine Ururgrossmutter gewiss nicht einfach.
Sie hat später geheiratet, bekam noch weitere Kinder.
Mein Urgrossvater selber hat keine Schule besucht; wurde später Korbflechter.
Später war auch Nachtwächter.
Ein sanfter Mensch; meine Mutter hat gute Erinnerungen an ihn.
Er hat mit seiner Frau seine Tochter (meine Oma) mit Familie nach dem Krieg aufgenommen und unterstützt.
Auch ein eigenem Feld bewirtschaftet in dem er Gemüse etc. gepflanzt und geerntet hat.
Und kein Kind kann etwas für die Art der Zeugung - wie du auch nicht.
Auch meine Mutter wurde vergewaltigt.
Mit 17 Jahren. Von einem Unbekannten. Es war ihr "erstes" Mal.
Was gewiss anders in Erinnerung sein sollte.
Sie ist dadurch aber nicht schwanger geworden.
Die Scham war so gross dass sie nicht mal ihren Eltern was davon erzählt hat...
Aber so eine (Familien-)Geschichte stelle ich mir wie gesagt schwierig vor.
Noch verknüpft mit Gefühlen ausgestossen, nicht angenommen etc. zu sein.
Hast du eigentlich je auch eine Therapie gemacht oder machst du eine (wenn ich fragen darf) ?
Oder ist das kein Thema bzw. kommt nicht in Frage ?
LG
King