Ihr beiden, Bettina und Linchen, DANKE. Für jeden Gedanken, für die lieben Worte.
Kathi
Ihr beiden, Bettina und Linchen, DANKE. Für jeden Gedanken, für die lieben Worte.
Kathi
Liebe Yvonni, das ist sehr lieb von dir, daß du mir schreibst.
Am Anfang wollte ich sterben. Ich wollte da sein wo Christoph nun war.
Wenn es morgens hell wurde konnte ich das überhaupt nicht realisieren. Die Welt dreht sich weiter und mein Kind ist nicht mehr da.
Es war und ist auch jetzt ganz schwer zu ertragen. Jeder Morgen ist eine Qual.
Die Trauerbegleiterin von den verwaisten Eltern hat mir geholfen. Und die Psychologin wo ich einmal die Woche hingehe. Es wird nie mehr gut und die Traurigkeit ist mein ständiger Begleiter. Ich lebe alleine; das ist auch nicht gut. Im Juni letzten Jahres bin ich in Rente, im August mußte mein Sohn für immer gehen.
Yvonni, ich weiß genau wie verlassen du dich fühlst. Wie hilflos und verzweifelt. Es geht wirklich allen so, die in diesem Forum sind. Bitte gehe jeden Tag nur kleine Schritte. Sie werden irgendwann wieder etwas größer. Hab Geduld und lass die Trauer zu.
Sei gut zu dir.
Liebe Grüße Kathi
Liebe Yvonni,
Ich bin Kathi und trauere jetzt 7 Monate und 4 Tage um meinen einzigen Sohn der mit 38 Jahren gehen mußte. Was ich bis jetzt erleben oder durchleben mußte - wortlos. Was ich dir schreiben kann, ist, es wird ein ganz kleines bißchen leichter. Doch das Loch im Herz, das Heimweh, die vielen Tränen bleiben. Hinzu kommt die Angst vor jedem neuen Tag. Es ist so ein harter und steiniger Weg und keiner geht ihn mit dir mit. Viele liebe Menschen haben mir tröstende Worte geschrieben. Was mir ein winziges Stück geholfen hat war folgendes:
"Ich bin von dir gegangen,
Nur für einen kurzen Augenblick,
Und garnicht weit,
Wenn du dahin kommst,
Wohin ich gegangen bin,
Wirst du dich fragen,
Warum du geweint hast."
Bitte nicht aufgeben.
Kathi
Ja Linchen, fühle sehr mit den Eltern mit. Es ist unvorstellbar. Einfach unvorstellbar.
Kathi
Liebe Jennymaus, ich habe meine lieben Eltern schon lange verloren. Ich trauere so sehr um meinen Sohn. Er ist so alt wie du und es sind jetzt 7 Monate her. Ich kenne all diese Gefühle wie Aggressivität, Neid, "lasst mich in Ruhe", Angst, Heimweh, Seelenschmerz. Es gehört zur Trauer dazu. Man fühlt sich permanent schlecht behandelt. Ich weiß, Jennymaus. Es ist so ein harter Weg. Wer ihn nicht kennt kann ihn nicht mitgehen. Am liebsten bin ich in der Natur, in meinem Wald. Hab jetzt leider Corona und hänge auf der Couch fest. Es wird milder, doch es gibt immer wieder diese Tage, die kaum zu ertragen sind.
Alle die wir hier sind haben im Grund die gleichen Empfindungen. Es ist sehr schwer.
Lieber Gruß, Kathi
Von mir ein ganz liebes Dankeschön fürs 'in den arm nehmen', für die Kerze und für die guten Gedanken an uns alle.
Liebe Jason's Mama, dein Enkelkind freut sich über den Besuch von dir. Sie sieht deine Augenringe nicht.
Lieber Gruß Kathi
Liebe Mama von Jason, deine schlimmen Seelenschmerzen kann ich fühlen. Heute auch besonders. Es ist unsagbar schwer ohne unsere Liebsten weiterleben zu müssen. Was ist das für ein Leben geworden. Deine/eure Freude über euer Baby, als ihr es erfahren habt, daß es auf dem Weg zu euch ist verwandelt sich in kaum auszuhaltende Trauer. Es gibt keine Worte, kein Trost nur ein Aushalten müssen. Ich will es nicht mehr aushalten. Wozu das alles.
Liebe Jason's Mama, meinen Sohn durfte ich 38 Jahre erleben. Er ist mein Einziger und ich würde so gerne bei ihm sein.
Ich weine mit dir.
Kathi
Liebe Elke,
Eine wundervolle und direkt aus dem Herz geborene Idee. Sehr, sehr schön.
Lieber Gruß, Kathi
Ihr beiden, schön euch so zu sehen. Eine Freundschaft ist entstanden. Wunderbar. Und Robin ist dabei. Das ist am besten.
Liebe Grüße Kathi.
Mel, wie schön für deinen Sohn.
Da kannst du wahrlich stolz sein.
Was meinst du, hat Robin vielleicht da ein bißchen"seine Hand im Spiel"?
Lieber Gruß und gute Reise.
Kathi
Liebe Elster,
Nach dem 1. Jahreswechsel ohne Christoph ging es mir sehr mies. Dann gab es eine Zeit wo es erträglicher war und jetzt fühle ich wieder dieses schreckliche Vermissen. Ach du. Jeden Tag, jede Nacht verlieren Mütter ihre Kinder. Wenn ich darüber nachdenke fühle ich nur Hilflosigkeit. Warum kann man diese Schicksale nicht aufhalten? Warum erschießt niemand Putin und Co. zum Beispiel? Es gibt so viele von diesen schlechten Menschen auf der Welt.
Schlaf schön,
Kathi.
Liebe Linchen , schön das du geschrieben hast. Ich weiß das es dir schwer fällt mit den trauernden Mamas.
Schlaf auch gut
Kathi
Meine Beste, ja ich bin wieder gut zu Hause. Es war die richtige Entscheidung, diese Reha abzubrechen. Die waren dort überhaupt nicht auf Trauerbewältiging ausgerichtet. Außerdem war die Klinik sehr abgewohnt und ziemlich dreckig. Hab mehr Wollmäuse gesehen als Therapeuten.
Fühlst du dich etwas besser?
Ich weiß um diese schlimmen Herzschmerzen und dieses unbeschreibliche Heimweh nach unseren Liebsten. Gedanken werden zu Pfeilen und treffen uns überall
Du hast mir mit deinen Worten sehr geholfen. Ich hab oft an dich gedacht.
Fühl dich herzlich gedrückt.
Genauso so ist
Christoph hat den Sommer geliebt und Kroatien.
Ich hasse den Sommer seit letztem Jahr. Diese schrecklich, verfluchte,heiße Sonne. Jeden Tag brannte sie wie Feuer auf dem Weg zum Krankenhaus.
Liebe Mel, die Bilder von Robin hab ich oft schon angeschaut. Man sieht ihm an, das er so ist wie du ihn beschreibst. Lieb, hilfsbereit, ja einfach zu gut für das harte Leben. Eine Mama mit einem halben Herz. So fühl ich das. Niemand kennt das, der es nicht erlebt hat. Genauso eine liebevolle Umarmung für dich.
Elster, DANKE.
Ja, dein Mädchen mußte auch im letzten Sommer gehen. 2 Monate vor meinem Sohn. Ich finde deine Worte sehr berührend schön. Obwohl wir ins nicht persönlich kennen bist du mir nah. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Wir halten uns so gut es geht.
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Ihr Lieben, es tut so gut eure Worte zu lesen. Was soll ich bloß tun? Ständig habe ich die Bilder seiner letzten Tage vor mir. Wie du schreibst, liebe Elster, alles tut weh. Der erste Schnee, jetzt die ersten Schneeglöckchen auf seinem Grab. Vor dem Sommer hab ich die meiste Angst. Am 16. August im letzten Jahr ist meine Welt untergegangen. Seit der Zeit quäle ich mich von Tag zu Tag aufs neue. Ich hätte Christoph so gerne geschrieben das es mir etwas besser geht. Er hat sich immer Sorgen gemacht wenn ich krank war oder es mir nicht gut ging. Ich konnte wirklich seinen Arm um mich spüren als ich deine Zeilen las, liebe Elster.
Ja Pia, diese psychosomatische Klinik hier ist, ich bin mal vorsichtig, sehr in die Jahre gekommen. Mein Keller zuhause ist schöner als dieses dunkle Zimmer..... Als Ausblick hab ich da Gras, Bienchen und meinen geliebten Wald. Hier habe ich eine kaputte Schuhsohle vor dem Fenster liegen auf schmutzigem, grünen Kies. Als Aussicht hab ich die Glaskuppeln vom Speisesaal vor mir. Ja doch, den Himmel seh ich.
Ihr beiden, herzliche Grüße, bald wieder aus dem Westerwald. Kathi.
Lieber Christoph, ich sitze hier in Bad Dürkheim in der psychosomatischen Reha in meinem schrecklich dunklen Zimmer. Die Reha hab ich aus Liebe zu dir angetreten, weil ich weiß, daß du möchtest das es mir besser geht. Hier fühle ich mich grenzenlos alleine und einsam. Du weißt ja, ich bin gestern angekommen. Am Donnerstag fahre ich zurück. Kann die vielen Menschen und ihr dummes Gerede einfach nicht ertragen. Ich möchte in mein Wohnzimmer wo überall deine Bilder sind. Es ist sicher zu früh für eine Reha Maßnahme. Es tut mir leid, mein Schatz. Ach, du fehlst mir so unendlich.
Mama.
Auch meine Gedanken sind heute und morgen bei dir. Sei glücklich über deine beiden Engel.
Kathi
Liebe Linchen,
Deine Gefühle kann ich gut verstehen. Deine Bilder sind so berührend. Ich denke oft, so muß es da sein wo unsere Liebsten auf uns warten. Dein Bild macht mein Herzenszimmer für Christoph schöner.
DANKE.
Kathi.
Liebe Nebelschleier,
Wie es dir heute geht kann ich nur erahnen.
Es sind noch knapp 1 Stunde und 30 Minuten. Gut, daß du nicht alleine bist.
Ach du.
Keine Worte, nur große Traurigkeit.
Kathi