Beiträge von Herzschmerz

    Liebe Kimmy,

    Ich finde es schade, dass Du das Gefühl hast, dass hier zu viele Konflikte herrschen, die Du als belastend empfindest, sodass Du den Aufenthalt im Forum als mehr belastend denn unterstützend empfindest. Ich finde es wichtig, da auf sein Gefühl zu hören, egal was andere denken, fühlen, meinen. Schade finde ich es aber dennoch, die Intention ist ja nun eine ganz andere!

    Ich wünsche Dir alles alles Gute für Deinem weiteren Weg.

    Lg Herzschmerz

    Lieber Deti,

    es ist gut, von Dir zu hören…..

    Ach, lieber Deti, Dein Verlust ist ja gerade mal ein bischen mehr als ein halbes Jahr her. Es ist ganz normal, dass Du das fühlst, was Du fühlst. Das erste Jahr ist das schwierigste, insbesondere die ersten Monate. Mit der Zeit lernt man, einigermaßen mit dem Verlust zu leben. Bei mir ist der Verlust jetzt fast 1,5 Jahre her. Zu Beginn dachte ich, das überlebe ich nicht und heute wundere ich mich manchmal, wo die Zeit geblieben ist. Du kannst Dir das jetzt noch nicht vorstellen (das konnte ich auch nicht) dass Du irgendwann auch wieder in Deinem Leben funktionieren kannst und irgendwann auch wieder mal etwas genießen kannst. Glaub mir, das geht wohl jedem so. Mit der Zeit kann man den Verlust lernen, anzunehmen, Stück für Stück. Ich vermisse meinen Schatz immer noch jeden Tag und denke an ihn. Aber ich kann bei den Erinnerungen auch schon lächeln und dankbar sein. Die Trauer wird mit der Zeit weicher, man ist nicht mehr täglich abgrundtief verzweifelt. Aber das dauert seine Zeit, nimm sie Dir…..

    Das mit der Trauergruppe ist sicher hilfreich, man kann reden und die anderen verstehen einen auch ohne viele Worte, schön, wenn Dir das gut tut….

    Gib nicht auf, halte durch…… und fühle Dich lieb in den Arm genommen….🫂.

    Lg Cathrin

    Liebes Bettinalein,

    ich bin echt entsetzt, was ist das denn für eine Art, mit Dir umzugehen? Und warum? Du lieber Himmel…. Mensch, das tut mir echt leid, das braucht kein Mensch….. Ich verstehe solche Menschen nicht, warum verhält man sich so? Aus persönlichem Frust oder wie oder was? Nein, sorry, so behandelt man Menschen nicht, das ist einfacher nicht korrekt…

    Es tut mir leid für Dich, zum Glück ist es ja für Dich gut ausgegangen. Schön, dass zumindest Deine Schüler*innen Dich toll finden, das entlohnt für vieles….

    Lg Herzschmerz

    Liebe Luise,

    ich glaube auch, dass es Dir Ruhe geben könnte, das zu regeln, was Dir wichtig ist. Es ist immer ein gutes Gefühl, „alles“ geregelt zu haben. Ich habe das schon frühzeitig angefangen und nach dem plötzlichen Verlust meines Mannes ganz konsequent zu Ende gebracht hat. Mir gibt das tatsächlich Ruhe, für mich selbst aber auch das Gefühl, alles gut für die, die mir wichtig sind, geregelt zu haben.
    Elster hat Recht, wir sind hier auf der Durchreise und niemand weiß, wann „es“ für einen soweit ist.
    Ich setze mich still zu Dir und möchte Dir Kraft senden. Es wäre so schön, wenn sie bei Dir ankäme und Dir ein bischen gut täte…..

    Lg Herzschmerz🫂🫂🫂

    Liebe Christine,

    ich denke morgen an Dich, das wird ein schwerer Gang.

    Aber vielleicht hilft es Dir ein bischen zu wissen, dass hier viele in Gedanken morgen bei Dir sind.

    Ich sende Dir für morgen ein dickes Kraftpaket!

    Lg Herzschmerz

    Hallo zusammen,

    ja, das stimmt so, liebe Elster. Auch wir als Angehörige eines Psychoseerkrankten sind oft an unsere Grenzen gekommen und tun es noch. Immer wieder. Trotzdem ich einen wirklich guten Kontakt zu der Betreuerin meines Bruders habe, die zudem noch sehr engagiert ist, sind uns allen (auch ihr) oft von Gesetz wegen die Hände gebunden. Auch die Bürokratie macht es einem schwer….
    Oh ja, oft haben die Erkrankten das Gefühl, es bliebe der Suizid für eine Erlösung aus Lebensumständen, die man sich als gesunder Mensch nicht vorstellen kann und (vermutlich) auch nicht will. Viel Not und Verzweiflung….

    Und ja, auch ich finde, dass der Verlust eines Kindes das Schlimmste ist, was man sich im Leben nur vorstellen kann…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Elster,


    es ist gut, dass Du Dich nicht durch solche Einstufungen angesprochen fühlst….. Du hast völlig recht, es hilft tatsächlich Betroffenen überhaupt nicht, wenn nun „trendige“ Einstufungen vorgenommen werden, die das Krankheitsbild der Psychosen „verwässern“ oder „bagatellisieren“. Ganz und gar nicht hilfreich und zwar für niemanden.

    Leider verkennen oft sogar Psychologen (deren Fachgebiet es nicht ist), dass Trauersymptome zwar denen einer Depression ähneln können (bei Depressionen wohl aber ohne konkret zuzuordnenden Auslöser, das ist bei Trauer ja ganz anders), Trauer aber KEINE Depression ist. Es könnte sich wohl ggfs. eine daraus entwickeln. Daher helfen Reha Maßnahmen aus der Depressionstherapie wohl in der Regel auch nicht. Leider gibt es auch nicht viele auf Trauer spezialisierte Reha Einrichtungen. So, als gäbe es das Thema in der Gesellschaft nicht. Dabei betrifft es früher oder später jeden (ob man will oder nicht).


    Ich fühle und sehe das so wie Du und auch Eyla, die die Trauer sehr schön beschrieben hat….


    Lg Herzschmerz

    Liebe Elster,


    mein jüngster Bruder leidet seit 20 Jahren unter einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis. Auslöser war ein zu früher Drogenkonsum, der dann mit Mitte 20 (lehrbuchmässig) diese Psychose ausgelöst hat. Bei einem akuten Schub leidet er auch unter Halluzinationen und Angstzuständen. Nichts davon entspricht auch nur entfernt realistischen Bedrohungen (Verfolgungswahn ohne konkrete Bedrohung, diese wird aber als lebensbedrohlich wahrgenommen). Teilweise (wenn es sehr schlimm ist) ist er in einem katatonischen Zustand (keine Wahrnehmung, nicht ansprechbar). Er kann nicht dauerhaft alleine leben und ist immer in diversen Einrichtungen. Ohne schwere Antipsychotika (die regelmäßig gespritzt werden) geht nichts.
    Ich darf Dir versichern, dass man Wahnvorstellungen direkt bemerkt, denn da reagiert jemand völlig unnachvollziehbar auf eine nicht vorhandene Gefahrenlage und ist auch nicht zu beruhigen oder überzeugen.


    In keinster Weise vergleichbar mit spirituellen Wahrnehmungen. Ich spüre meinen Mann auch und spreche mit ihm. Merke auch, dass er mir aus schwierigen Lagen heraushilft indem sich Lösungen, Menschen, Hilfe anbieten, die ich nutzen kann, um aus der schwierigen Lage herauszukommen. Genau hinschauen muss man nur, wenn jemand (als Verdrängungsmechanismus) in Scheinwelten flüchtet, sich aus der Realität zunehmend zurückzieht und das reale Leben nicht mehr bewältigt bekommt. Auch das ist noch keine Psychose aber behandlungsbedürftig um eine ungünstige Entwicklung zu verhindern. Eine Psychose ist keine psychische Störung (die ein Psychologe mit Gesprächstherapie behandeln kann) sondern eine schwere psychiatrische Erkrankung (eine Persönlichkeitsstörung), die von Psychiatern auch unter Zuhilfenahme von Medikamenten behandelt werden muss. Das alles hat mir mal so der beste Freund meines Mannes erklärt, der Psychiater ist (und zwar ein guter).


    Lasse Dich nicht beirren und/oder verrückt machen. Es ist völlig normal, seine Liebsten zu spüren (wenn man dafür offen ist und entsprechend sensibilisiert). Auch ein Leben nach dem Tod gibt es meiner Meinung nach (muss aber jeder selbst entscheiden, was er/sie glauben will). Mittlerweile gibt es viele Nahtodstudien, die sehr für ein Leben nach dem Tod sprechen. Du schadest niemanden, wenn Du daran glaubst und Kontakt zu Deiner Tochter suchst….. im Gegenteil, ich finde es beruhigend und tröstlich…..


    Ich hoffe, dass Dir meine Meinungsrückmeldung gut tut und Du sie für Dich als hilfreich empfindest.


    lg Herzschmerz

    Lieber Ron,

    ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Dich das mitgenommen hat. Und zwangsläufig stößt es dann auch die eigene Trauer noch mal an……

    Es ist gut, dass es so etwas gibt, es hilft sicher vielen verwaisten Eltern….

    Lg Cathrin

    Liebe Susi,

    ich wünsche Dir alles alles Gute und dass Du einen guten Weg für Dich finden kannst. Schade, dass Du Dich hier nicht wohl fühlst…

    Lg Herzschmerz

    Liebe Luise,

    schön, dass Du Dich meldest und eben mitteilst, was gerade bei Dir los ist. Gut, dass Du die OP jetzt erst mal überstanden hast. Jetzt mal sehen, was das Ergebnis ist. Du bist sicher geschafft von der OP. Ruhe Dich jetzt erst mal aus….
    Fühle Dich lieb in den Arm genommen, wir denken hier an Dich!

    Lg Herzschmerz

    Liebe Carmen,

    ich finde es auch gut, dass Du Weihnachten bei Hanka und den Kindern zugesagt hast. Einfach wird das sicher nicht aber vielleicht doch besser, als zunächst gedacht. Mir passiert das öfter, dass es dann schöner, einfacher, besser ist als gedacht. Das wünsche ich auch Dir von Herzen. Deine Liebsten werden auf jeden Fall bei Dir sein!

    Das Bild von den Kindern ist wunderschön und berührt das Herz. Diese Unschuld und Freude am Leben. Das ist die Fähigkeit der Kinder, das Leben im „jetzt“ anzunehmen. Es tut aber auch weh zu wissen, dass die kleinen Mäuse ihren Vater nicht körperlich an ihrer Seite haben….

    Fühle Dich lieb gedrückt🫂.

    Lg Cathrin

    Liebe Christine,

    ich glaube, dass es das Schlimmste ist, was es gibt, sein Kind zu verlieren….. Ich finde es bewundernswert, wie Du mit der Situation umgehst. Aber fordere Dir nicht zu schnell zu viel ab, denn dann ist es eher verdrängen, die Trauer will aber gelebt werden und sucht sich notfalls auch ihren Weg. Du darfst trauern und Dir dafür auch Zeit nehmen. Ich finde es aber gut, dass Du Ziele hast, nämlich grundsätzlich auch anständig weiterzuleben trotz dieses immensen Verlustes. Diese Entschlossenheit wird Dir sicher zukünftig helfen.
    Fühle Doch lieb in den Arm genommen….
    lg Herzschmerz