Posts by 1000malDuMama

    Hallo,


    mir geht es genauso. Meine Mutter war mein ein und alles. Seit Wochen ist es für mich unerträglich. Ich habe alles erledigt nach ihrem Tod. Und ist nur noch Leere. Ich weiß nicht was ich tun soll.

    Mein herzliches Beileid. Ja ich verstehe Dich so sehr. Ich weiß was Du durchmachst. Ich laufe auch nur ziellos von einem Ort zum nächsten. Ich stehe unter Schock, da der Tod so unverhofft kam. Ich hoffe, das wir unsere Mütter im Traum wiedertreffen.

    Leider ist COPD eine tödlich verlaufende, unheilbare Krankheit die leider oft sehr unterschätzt wird weil es viele Betroffene gibt die mit ihr noch ein langes ausgefülltes Leben nach der Diagnose - wenn auch mit zunehmenden Einschränkungen - leben können. Das hat meist zur Folge das be-

    sonders die Angehöhrigen die Ernsthaftigkeit der Krankheit nicht wirklich wahrnehmen und verinnerlichen, bis das Endstadium erreicht ist mit recht bald darauf folgendem Tod.

    Ivch habe meine Mutter (82) wahrscheinlich auch an COPD oder Lungenentzündung verloren. Ich habe nie gewusst was das für eine Krankheit ist, somit habe ich sie nie zu einem Arzt gedrängt. Sie wollte auch nicht. Dann bekam sie eine Influenza und Lungenentzündung. Auf der Intensivstation haben sie alle Medikamente gegeben, sie hatte 2 Reanimationen, 2 Krampfanfälle, wahrscheinlich aufgrund des Sauerstoffmangels, sie bekam Sauerstoff und Nicht-Invasive Beatmung. Jedesmal wenn sie aus der CO2 Narkose zu sich kam, entfernte sie die Maske. Das interpretierten die Ärzte, das sie das ablehnt. Sie hat leider in ihrem Zustand nicht wirklich verstanden, das die Beatmungstherapie evtl. ihr Leben retten kann. Allerdings war die Lunge schon in einem Endzustand, wo sie das CO2 nicht mehr alleine abatmen konnte. Sie brächte eine Intubation und müsste dann in eine Beatmungszentrum.


    Ich mache mir nun große Vorwürfe. Hätte ich sie zu einem Lungenfacharzt generell gedrängt, hätte ich diesen schlimmen Verlauf verhindern können und meine Mutter wäre noch am Leben ?

    Versteht mich nicht falsch, ich habe keine Suizidgedanken, aber ich frage mich doch, wie man ohne seine Mutter weiterleben soll. Wie man diesen großen Verlust verarbeitet und wie und wann das Leben wieder erträglicher und vielleicht sogar schöner wird.


    Fü mich ist diese Sehnsucht einfach gerade unerträglich. Kaum auszuhalten.

    <3

    Das verstehe ich. Ich frage mich auch, wie lange halte ich das noch aus ? Wie kann man ohne Mama weiterleben, die immer da war, die Kraft, der Ruhepol. Die einen akzeptiert und liebt so wie man ist. Bedingungslose Liebe und echte Freundschaft.

    Mein herzliches Beileid für Deinen Verlust. Wie du Deinen Verlust beschreibst, passt so sehr auf mich. Habe meine Mama auch kürzlich verloren. Dein Bericht zeigt mir, das es anderen auch so geht. Alles Gute dir und viel Kraft für die nächste Zeit. LG Micha

    Auch dir mein herzliches Beileid zu deinem Verlust. Es ist bei dir auch noch nicht lange her.


    Vielen Dank, du sprichst mir aus der Seele. Genauso geht es mir. Weinen tue ich auch jeden Tag.


    Die Wohnung ist das Schlimmste. Meine Mama hat immer gesagt, ich kann ihre ganzen Antik Möbel dann verkaufen, da bekomme ich noch Geld dafür. Aber wenn sie gewusst hätte wie sehr es schmerzt die Wohnung aufzulösen, und alles wird immer leerer und die Totenstille in der Wohnung, hätte sie es wohl nie gesagt.


    In der Wohnung bekomme ich nach jedem Schrank den ich ausräume einen Weinanfall. Ich habe Angst das ich daran zerbreche. Aber das Lesen hier hilft etwas. Zu sehen das es anderen genauso geht, beruhigt etwas.


    Liebe Grüße

    Meine Mama ist vor einer Woche auf der Intensivstation in meinen Armen friedlich eingeschlafen. Sie hat die Lungenentzündung und Influenza nicht überlebt, weil sie auch eine Atemtherapie ablehnte. Das aber nur, weil sie in diesem Zustand nicht verstanden hat das eine Atemtherapie die Heilungschancen erhöhen können. Vielleicht wäre sie dann noch hier. Nur noch Leere und Verzweiflung


    Sie ist mein aller größter Schatz, mein Liebling, mein Baby. Ich habe sie gepflegt und betreut. Ich war immer für sie da, da wusste sie.

    Wenn ich mich zurück erinnere, habe ich auch mal geschimpft, das tut mir jetzt so sehr weh.


    Ich hätte auch früher zum Arzt gehen sollen, den sie immer abgelehnt hat, über ihren Willen hinweg entscheiden sollen, vielleicht wäre sie dann noch hier. Ich wollte sie nicht mit Ärzten in dem hohen Alter von 82 Jahren quälen und Rücksicht nehmen.


    Es quälen mich Vorwürfe und vor allem fehlt sie mir. Jetzt muss ich auch noch ihre große Wohnung auflösen. Sie sagte immer, "das kannst du dann alles verkaufen, wenn ich nicht mehr bin". Nur hat sie nie bedacht wie sehr es schmerzt die Wohnung aufzulösen, mich von Dingen trennen zu müssen.


    Sie hat mir immer hinterher gewunken, wenn ich dann abends gegangen bin. Wenn ich jetzt die Wohnung verlasse, ist bei ihr alles dunkel und sie winkt mir nicht mehr zu.

    Es ist so furchtbar in die Wohnung zu gehen, aber ich habe nur 3 Monate Zeit (Kündigungsfrist).


    Ich bin krank geschrieben, ich kann nicht mehr arbeiten. Ich kann es nicht begreifen, nicht wahrhaben, es ist bei mir nicht angekommen.


    Ich bin so unendlich traurig. Sie war immer der wichtigste Mensch in meinem Leben. Vor kurzem wahren wir noch viel unterwegs und nun ist plötzlich ist alles vorbei ? Ich kann es nicht fassen. Es ist nichts mehr wie es war.


    Was mich auch sehr qäult ist, das mich das Krankenhaus angerufen hat, weil meine Mutter gesagt haben soll, "sie stirbt jetzt, und sie sollen ihren Sohn anrufen". Auch wollte sie nach Hause, raus aus dem Krankenhaus. Ich konnte ihr den Wunsch nicht erfüllen.


    Ich wollte sie immer vor dem Unheil bewahren, aber habe es diesmal einfach nicht geschafft. Ich hatte keinen Zugang mehr zu ihr. Sie hat mich manchmal nicht mehr erkannt. Ich war völlig machtlos.


    Manchmal hat sie gedacht, sie sei eine Last für mich, es war nicht immer einfach, ich hatte viel zu tun. Aber sie war niemals eine Last für mich, und ich habe niemals daran gedacht meine Mama aufzugeben und sie in ein Heim zu geben, trotz der vielen Schwierigkeiten.


    Werde ich darüber hinwegkommen, werde ich das bald akzeptieren, keine Vorwürfe mehr, kein Schmerz ? Wie schaffe ich es die Wohnung aufzulösen, mich von Dingen zu trennen ? Die Beisetzung kommt auch noch. Wie kann man das überstehen ?