Beiträge von Maike

    Liebe Ruth,



    die Endgültigkeit des Todes, macht den den Verlust noch unerträglicher.

    Als Max verstorben war, hatte ich eine Phase der Depression und Trauer,

    ich wollte auch nicht mehr leben.

    Nachts lief ich durchs Haus, bekam Panikattacken, fühlte mich unsagbar alleine.

    Ich funktionierte, aber ohne Motivation, schob gewisse Tätigkeiten, wie Behörden

    kontaktieren tagelang vor mir her, hatte auch jegliches Interesse am Weltgeschehen

    verloren.

    In meinem Leben heute, bin ich gleichgültiger und auch ungeduldiger geworden.

    Ich verstehe dich voll ganz Ruth


    L. G.

    Maike

    Liebe RoundAn,


    auch von mir ein trauriges Willkommen im Forum.

    Mein Mann ist an einem Aortenaneurysma verstorben. Nach 3 Monaten

    im Koma hat sein Körper aufgegeben.

    Das tragische ist, dass wir nicht wissen warum sie perforiert ist, bei der OP

    stellte sich raus, dass seine Aorta weder verkalkt, noch sonst wie erkrankt

    war. Der Professor sagte mir, das dieses ganz selten sei, mein Mann war der erste Fall den

    er sehe, er kenne es nur aus der Literatur.

    Da fragt man sich, warum wir.



    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Danaflute,


    herzliches Beileid zu deinem Verlust und ein liebes Willkommen im Forum.

    Auch du hast leider die Erfahrung müssen, dass viele unserer ach so lieben Kollegen/innen, Freunde,

    sich nicht einmal bemühen, nachzufragen wie es uns geht.

    Hilfe habe ich von Leuten bekommen, die ich zum großen Teil nicht so gut kannte. Sie haben

    angerufen, haben mich eingeladenen, haben mir Essen gebracht, wofür ich bis heute dankbar bin.

    Ich denke, viele von uns im Forum haben das erleben müssen.


    liebe Grüße

    Maike

    Hallo ihr Lieben,


    mit der Bank meines Mannes hatte ich großes Glück, denn auch wir hatten keine Verfügungsberechtigungen,

    und dazu kam, dass wir verschiedene Banken hatten

    Als ich Maximilians Konto auflöste, bekam ich mitten in der Bank einen Weinkrampf.

    Die Sachbearbeiterin nahm mich mit in ihr Büro, bot mir Kaffee und Wasser an.

    Sie ließ mich einfach weinen, nahm mich kurz in den Arm und wartete, bis ich mich beruhigt hatte.

    Sie erfasste meine Stimmungslage sofort, mir tat das unglaublich gut


    Maike

    Liebe turicum,


    ganz herzliches Beileid zu deinen schrecklichen Verlust,


    Mit Verrückt sein hat das nichts zu tun. "Mit Toten zu sprechen ist völlig normal. Wir haben ja so viel

    Liebe und Sehnsucht in uns. Ich persönlich verabschiede mich täglich von Max, auch begrüße ich ihn,

    wenn ich wieder da bin.

    Denke jetzt an dich, und mache das, was dir gut tut.

    Bei mir hatten sich viele ,angeblichen Freunde, in der schwierigsten Phase aus meinem Leben geschlichen.

    Es tut weh, aber im Nachhinein fühlte ich mich besser. Andere wiederum, Leute die ich nicht so gut kannte,

    haben sich rührend um mich gekümmert.


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Sigrid 404,


    ich hoffe sehr, dass Schmerzen und körperliches Leiden "gemildert" werden können.

    Die Liebe, Dankbarkeit und die Erinnerung, kann dir niemand nehmen, ich hoffe mit dir, dass

    er sich meldet. 🌈🌟


    eine stille Umarmung

    Maike

    Liebe Ruth,


    vielleicht ist es wirklich besser, dass du dich krank schreiben lässt.

    Das Allerschlimmste für mich war,Maximilians Konten aufzulösen. Mitten

    in der Bank brach ich in in Tränen aus.

    Die sehr emphatische Sachbearbeiterin, ging mit mir in ihr Büro ,

    gab mir einen Kaffe, nahm mich kurz in den Arm und strich mir über den Rücken.

    Gesagt hat sie nichts, aber ihre Geste war unglaublich tröstend, Worte spielten keine Rolle

    mehr.

    Das war der Abschluss, mein Mann gab es nicht mehr.

    ich ging zum Arzt und habe mich krank schreiben lassen.


    Maike

    Liebe TVirus,


    du schreibst du musst stark sein, nein liebe TVirus, das brauchst du nicht. Um stark zu sein, mußt du

    erst einmal Schwäche zulassen

    Dieses Gefühl von Schwäche, Trauer, Wut, Enttäuschung, Hilflosigkeit, Angst, Verzweiflung, Ohnmacht.

    Dein Leben ist zerbrochen, du solltest die Gefühle und Emotionen zulassen, damit es dir besser geht.

    Ich weiß, diese Trauer frisst uns auf, sie ist immer bei uns, begleitet uns, Tag und Nacht.


    Liebe Grüße

    Maike

    Liebe Ruth,


    auch mich hatte die Angst fest im Griff, konnte nicht Einkaufen gehen, konnte nicht schlafen,

    konnte kaum essen, konnte noch nicht einmal telefonieren.

    Jeder neue Tag war eine neue Qual, selbst heute, nach 3 Trauerjahren, habe ich noch Trauerwellen die mich

    erstarren lassen.

    Glaube mir, liebe Ruth, es wird besser werden.

    Wir alle im Forum haben diesen Weg gehen müssen,

    Ich habe Maximilian jeden Tag einen langen Brief geschrieben, und ihm mitgeteilt, was ich spüre.

    Das hat ein wenig geholfen.


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Verena,

    „Mein herzliches und aufrichtiges Beileid zum zum Tode deines Mannes.

    Es gibt bei einem solchen Abschied kaum einen Trost. Aber es gibt die Erinnerung an die wunderbare Zeit,

    die man miteinander haben durfte.

    Und nein, du bist nicht verrückt, bis heute darf keiner auf Maximilians Lieblingsplatz am

    Esstisch sitzen. ( außer mein Sohn )


    eine liebe Umarmung

    Maike

    Liebe Pudelinediva,


    Herzliches Beileid zum Tode deines Mannes und ein trauriges, leises Willkomm im Forum.

    Trauer ist wohl das Schwierigste, was wir im Leben ertragen müssen, denn der Verlust ist unwiederbringlich

    jedes Gefühl und alle Gedanken, die Du so hast, kennen wir. Trauer, Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Unglaube,

    Wut, Frustration, Angst, Neid und Hass.

    Für mich war es wichtig, die Trauer zuzulassen. ich schrieb täglich einen Brief an Maximilian und führte

    Tagebuch.

    Ich wünsche dir in deinem neuen Leben ganz viel Stärke.


    liebe Grüße

    Maike

    Lieber Robert,


    bei mir sind es 3 Jahre, aber das Wissen über die Endgültigkeit des Verlustes

    belaste mich sehr.

    Ich bin immer noch im inneren Dialog mit Maximilian,

    Als ich mich von ihm am Totenbett verabschiedete, dachte ich: Nun wirst du ihn nie, niemals mehr wiedersehen.

    Meine Welt ist mitsamt ihren Koordinaten untergegangen.



    Liebe Grüße


    Maike

    Liebe Leoncelena,


    auch ich verstehe dich, es ist wie Frasi es sagt, richtig gut wird es nie wieder,

    die Lebensqualität ist eingeschränkt, Worte wie Freude, sich wohlfühlen sind

    in meinem Vakabular nicht mehr vorhanden. Seit dem Tod meines Mannes

    ist alles anders,.ich bin gleichgültig geworden.


    Maike

    Wenn Trauer eine Arbeit ist, so ist derjenige, der daraus hervorgeht, kein fades,

    sondern ein moralisches Wesen, ein wertvolles Subjekt - und kein integriertes.

    Roland Barthes

    Ich fühle schuldlose Trauer, eine, derer ich mich nicht entledigen muss wie eines unangenehmen Gastes,

    sondern eine, die da sein darf, wie alles anderes auch.

    Sie erinnert mich an längst vergessene Gedichte,

    und vielleicht nach einem kleinen Spaziergang. Und in diese samtige Schwärze hinein

    es ist unmöglich, an das zu denken, was wir verloren haben, ohne uns daran zu erinnern,

    was wir dennoch besitzen.

    Unsere Gefühle sind niemals unsere Feinde. Im Herzen jeder Empfindung wohnt

    nichts als Schlichtheit; es geht um Liebe, um Sehnsucht und um Verlassenheit

    Denn glücklich ist nicht der, der keine Trauer kennt, sondern der, der mit ihr umzugehen weiß.

    Und das beginnt, wenn wir anfangen, ihr zuzuhören.


    Maike

    Liebe Sonnenstrahl,


    ja, er, sie soll zurück kommen, das wünschen sich alle Trauernden in dieser Welt.

    Der Tod der Partnerin, des Partners hat viele Facetten, die eigentlich nur jemand ermessen kann,

    der es selbst erlebt hat. Die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir ganz schnell wieder

    funktionieren, keiner möchte mit uns viel zu tun haben, wir sind ja so negativ, so auf uns bezogen,

    und nach 2 Monaten kann man ja wieder normal sein, irgendwann ist die Trauer doch vorbei.

    Aber, wir haben jetzt einen Titel, Und der heißt: Witwe, Witwer. Sind wir damit gemeint???

    für mich ein häßliches Wort.

    Geneviève Ginsburg hat dazu geschrieben

    Das Wort selbst klingt so entsetzlich, dass es kein Synonym dafür gibt, sondern nur

    eine Definition. Es hat eine Farbe: Schwarz und es erzeugt bei jedem unverzüglich die gleiche

    Assoziationen: Trauer Tränen,Einsamkeit, Armut,Panik Schuld und Wut."


    Jeder von uns hat seine eigene Trauergeschichte, wir sind durch die Hölle gegangen, wir haben

    geweint und getobt, manche sind stumm geblieben.

    Der Tod heißt: nie wieder, wir haben eine Zeit davor und eine Zeit danach.

    Manche sagen, es wird wieder schön, für mich gibt es kein es wird wieder schön, es wird anders, ja

    aber nicht schön.

    Ich vermisse meinen Mann unendlich, ich vermisse ihn, am liebsten würde ich bei ihm sein.


    Ich geh nicht weg-Hab meine Frist verlängert-

    Neue Zeitreise - unbekannte Welt - Habt dich sicher - in meiner Seele - Ich trag dich bei mir -

    bis der Vorhang fällt.


    (aus „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer)


    Maike







    Zitat

    Zitat

    Zitat





















    Zitat