Liebe adi, liebe Karo,
auch ich habe das gleiche Empfinden, wenn ich wach werde, liegt keiner neben mir ,ich stelle mir dann vor, wie es war, als er noch hier war . Meine Sehnsucht nach ihm wird immer größer, ich vermisse ihn unendlich, ich liebe ihn. Oft denke ich, ich kann so nicht mehr Leben, Ich sehe mir seine Sachen an, streichle sie, vergrabe
mein Gesicht in sein Hemd das er zuletzt als gesunder Mensch getragen hat. Ich habe es nicht gewaschen, es ist in Folie verpackt.
Sein Arbeitszimmer ist unverändert, auf dem Schreibtisch liegen seine Sachen so, wie er sie verlassen hat. Selbst seine Packung Taschentücher
liegt noch vor der Tastatur.Er könnte sofort weiter arbeiten.
Ich gehe zur Arbeit, dort muß ich mich so einigermaßen beherrschen, breche aber auch dort manchmal in Tränen aus. Gut, dass die Kollegen tolerant sind.
Fähigkeiten habe ich zur Zeit keine mehr, ich bin nicht in der Lage Zeitung zu lesen, TV läuft, aber ich habe keine Konzentration zuzuhören.
Ich kann auch keine CD hören , die wir beide gemocht haben und das sind eine Menge, sofort fange ich an zu weinen.
Ich habe das Gefühl dass es mir schlechter geht. Ich warte, ich warte auf den nächsten Tag, ich warte auf die nächste Nacht. Ich lebe in einem Alptraum.
Manchmal nimmt die Trauer mir den Atem, ich erinnere mich an seine Umarmung und weine und weine, ich möchte dass er wiederkommt.
Mein Darling liegt in seinem kleinen Grab, ich stehe davor und weine, Das Leben zieht draußen vorbei, ich bin erstarrt in meinen Kummer.
Alles Liebe Maike