Posts by Miri4551

    Liebe Linchen, das stimmt. Keine Mama lässt ihr Kind im Stich. Kurz nach Mamas Tod habe ich von ihr geträumt und sie sagte mir: "Wie kannst du denken, dass ich dich nicht liebe? Ich hab dich sehr lieb" komisch ist, zu dem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl im Stich gelassen zu sein noch nicht...Ja, etwas Ablenkung kann gut tun und wenn man nicht alleine ist, finde ich auch hilfreich. Ich habe später Musik gehört. Hoffentlich wird der Tag morgen für uns "besser"! Liebe Grüße

    Danke dir Isabel! Hatte wieder eine schlaflose Nacht. Während der Arbeit habe ich einmal zum Himmel geschaut "Mama" und musste weinen . Normalerweise hätte sie mich trösten müssen, aber sie ist nicht da. Die Worte, die sie mir zuletzt sagte als ich sie über den Verlust von Papa trösten wollte, habe ich dann wiederholt. Sie sagte" Er ist gegangen und hat mich alleine gelassen" und ich heute" du bist gegangen und hast mich alleine gelassen" Ich bin ein echtes Mamakind. Um Papa trauere ich auch, aber bei Mama habe ich das Gefühl, als hätte sie mich im Stich gelassen. So fühlt es sich zumindest an.

    Liebe JenK293!


    Ich fühle mit dir! Auch ich habe meine Eltern ( Am 4. Advent)innerhalb von 3 Tagen verloren. Im Ausland/ Übersee. Ich bin für 1 Woche hingeflogen. Es musste in der kurzen Zeit vieles geregelt werden (Testament Eröffnung, Immobilien etc...), da wir Geschwister alle "zerstreut" leben. Wir haben uns kleine Ziele gesetzt und regeln jetzt alles etappenweise. Angefangen haben wir -klingt banal- mit einer Whatsapp Gruppe. Darüber wird nur über das sachliche kommuniziert. Das Gefühl zu funktionieren kenne ich gut. Es gelingt mir manchmal kurz zu reseten, damit ich trauern kann. Der Schmerz, die Leere sitz tief:13:Ich bin dankbar den Weg hier im Forum gefunden zu haben, denn hier fühle ich mich verstanden. Liebe JenK293 ich wünsche dir ganz viel Kraft! Seelisch und körperlich.

    Stille Umarmung:30:

    Miri4551

    Oh, ja das stimmt Linchen. Das habe ich festgestellt. Hier im Forum kann ich in meiner Trauer ICH sein. Alle hier haben einen gemeinsamen " Nenner". Mitgenommen Isabel habe ich hier einiges. Ich erkenne mich in vielen Situationen und Erlebnissen hier wieder. Es hilft mir manchmal auch etwas, indem ich mich hier im Forum einfach durchlese.

    Liebe Jasmin! Die Dimension der Trauer vom Papa und deine sind unterschiedlich. Ich kann mir vorstellen, dass er sich auch um dich, "sein Mädchen", sorgen macht, denn er weiß, dass du physisch nur noch ein Elternteil hast. Ich rede mir manchmal ein, dass Mama es nicht gewollt hätte das ich nur noch traurig bin, aber dieses Gefühl der Leere und diese Traurigkeit kann einfach nicht abgestellt werden. Ich habe schon versucht manchmal einfach laut in Form eines Selbstgespräch mit Mama zu sprechen - kurzzeitig -hat es mir geholfen. Wünsche dir/euch ganz viel seelische und körperliche Kraft:30:

    Liebe Jasmin! Ich fühle mit dir. Diese Panik nachts habe ich auch. Meine Mama habe ich vor 4 Wochen verloren und 3 Tage zuvor verstarb mein Papa. Du hast geschrieben, dass du gläubig bist. Ich bin mir sicher, durch dein Gebet hast du deine Mama im Himmel begleitet und bis ihr euch wieder sehen wird, wird Gott deine Mama fest in seine Hand halten. Es schmerzt so sehr und es ist schrecklich zu realisieren, dass diese geliebte Stimme nun für immer schweigt. Ich wünsche dir, liebe Jasmin, sehr viel Kraft. Möge ein Engel des Trostes bei dir sein.


    Miri:30:

    Am 15.01 war die Beerdigung meiner Eltern:13:Einfach schrecklich zu wissen, dass es irgendwie physisch"endgültig" ist. Bin letzten Donnerstag zurückgeflogen und jetzt?! Ich fühle mich einfach leer. Ich möchte weinen, sogar dafür fehlt mir seelisch die Kraft. Ich arbeite (Homeoffice), aber habe auch da das Gefühl nur zu funktionieren. Oh, Gott es tut einfach so weh:13:

    Letzte Nacht habe ich mal wieder kein Auge zu bekommen. Die letzte angezeigte Uhrzeit war 6:39 Uhr. Gedanken, Gedanken....und dann fielen mir die Augen zu. Vielleicht habe ich auch halluziniert, aber kurz vorm Einschlafen, meine ich die Stimme von Mama ganz sanft und flüsternd gehört zu haben "schlaf". Ich habe von Mama geträumt. Sie sagte mir:"Wie kommst du darauf zu glauben, dass ich dich nicht lieb habe? Ich lieb dich so sehr" Sie schenkte mir einen tollen Outfit Rock + Oberteil in bordeaux (Mama liebte Mode) und lächelte mich an. Heute habe ich wieder viel geweint;(... Ich habe mir heute ein Buch über Trauer bestellt. Die Leseprobe hat mich sehr angesprochen

    Das ist so ein schreckliches Gefühl. Ich fühle mich gegen dieses Gefühl der Traurigkeit so machtlos. Ich will mich nicht dagegen wehren, weil es zum Verlust dazugehört....Ich fühle mich so entwurzelt;( Morgen würde ich Papa und Mama anrufen oder sie rufen mich an und würden mir ein frohes und gesegnetes neues Jahr wünschen. Nur dieses Telefonat wird nie wieder stattfinden. Bis zur Beerdigung warten, die Mitte Januar erst stattfinden wird macht mich wahnsinnig. Es macht mich fertig und wenn ich Leute sehe, die lachen und glücklich sind, denke ich: "das ist doch nicht normal" Ich fühle mich so schwach. Ich weiß noch nicht einmal, ob das der richtige Ausdruck ist, um zu beschreiben, was ich fühle.

    Vielen lieben Dank! Es baut mich so auf eure Zeilen zu lesen. Dieses Gefühl "hey, man versteht mich", fühlt sich gut an. Diese Tatsache, dass es Menschen gibt, die das ähnliche bzw. gleiche durchgemacht haben, dich "aufnehmen" tut mir gut. Nicht jeder hat ein offenes Ohr zum Thema Trauer. Ich erlebe, dass viele bei mir im Umfeld sogar einen riesigen Bogen um mich machen, da sie (vermute ich) leicht überfordert mit dieser Situation sind. Ich bin dankbar, dass ich hier meine Sorgen/Schmerz/ Leid/ Ängste Raum geben darf.

    Es fühlt sich gut an zu wissen, dass ich hier Menschen "gefunden" habe, die genau wissen, wie man sich fühlt. Dankeschön!!! day2 ich habe das mit dem Brief an Mama gelesen und das hat mich sehr inspiriert. Das hat für mich eine besondere Bedeutung bekommen... Die Beisetzung soll erst in 2 Wochen stattfinden, weil alle Geschwister (mich dazugezählt) nicht vor Ort sind. Die Beisetzung ist im Ausland/ Übersee- Heimatland meiner Eltern (wo sie verstorben sind). Ich wollte von Anfang an die Beisetzung nicht dabei sein. Mama und Papa zu sehen, wie sie in 2 Särge beerdigt werden;(Horror!!! Diese Panik macht mich fertig. Daher wollte ich einen Brief schreiben und das dieser mit denen beerdigt wird. Viele haben mir gesagt:"du musst hinfliegen, sonst findest du nie deinen Frieden" oder " du musst richtig Abschied nehmen. Das bist du denen schuldig","ich, an deiner Stelle würde hinfliegen" usw... Ich habe mir dann gedacht: Was ist, wenn sie alle recht haben? Und ich mir nachher Vorwürfe mache? Was ist falsch und was ist richtig? Mein Göttergatte sagt mir, es ist "deine" Entscheidung und ich unterstütze dich, wie du dich entscheiden wirst. Ich habe mich entschieden zu fliegen. Ob es die richtige Entscheidung ist, weiß ich nicht...Ich wünsche mir bis dahin viel Kraft.

    Dankeschön! Meine bessere Hälfte und der Sohnemann (Grundschulalter) spenden mir Kraft. Die Liebe hat "gesiegt", dass Mama Papa gefolgt ist, aber für uns Hinterbliebenen ist es so schwer. Vor 6,5 J. habe ich bereits meinen Bruder (Mitte 40) verloren. Tagsüber weine ich viel und nachts kann ich nicht schlafen. 75 und 69 J. sind sie geworden, dieses Gefühl trotzdem"Kind" zu sein, fand ich immer so schön. Jetzt schweigen diese Stimmen...und das für immer. Ich hoffe und bete, dass diese Last mir nicht zu schwer zu tragen wird.

    Am 4. Advent verstirbt mein Papa...3 Tage später wacht meine Mama nicht mehr auf. Wie soll man damit umgehen? Ich hoffe seitdem täglich, dass jemand mich wach rüttelt und sagt: "Das war nur 'n Alptraum, alles ist gut" Die Liebe zu meinem Papa war zu groß, dass Mamas Herz es nicht ausgehalten hat. 53 Jahre waren sie verheiratet...diese leere, der Schmerz ist unerträglich. ;(;(