Posts by Amelie Freitag

    Danke auch dir, lieber Mario, ich bin so dankbar für eure Worte, die keine hohlen Phrasen sind....................

    Ich kann dir kaum Trost spenden wenn ich dir sage das dich das noch lange begleiten wird . Sorry . Aber es gibt wenigstens irgendwann kleine Lichtblicke .

    Wenn auch wie bei mir selbst nach einem halben Jahr nicht von langer Dauer .

    Danke dir, lieber Frank, danke dir so sehr für deine Antwort, mein tiefes Mitgefühl auch für dich, ich verstehe alle hier so gut........

    Da liegt wohl heute etwas in der Luft, liebe Heidemarie, mir geht es genau wie dir heute, diese lähmende Trauer und ich finde, das hat mit Selbstmitleid nichts zu tun. Wir wollen ja nicht bemitleidet werden, wir wollen unsere große Liebe zurück und für sie da sein............

    Ich fühle mich gerade so unendlich traurig, ich dachte, ich könnte damit umgehen, dass meine große Liebe von ihrem Leid erlöst wird.......aber ich kann es nicht. Er fehlt mir gerade so schrecklich, ich habe einen Weinkrampf. Er hat mich dann immer in die Arme genommen und gestreichelt, nun kann er das nicht, aber irgendwie weiß ich, dass Liebe stärker ist als der Tod und mir auf irgendeine Art und Weise beisteht...... aber es fühlt sich gerade so furchtbar an.............ich weiß gerade nciht, wie ich es ohne ihn schaffen soll..............

    Ja, es tut so verdammt weh, das Gießen, die schöne Natur sehen und nicht den Liebsten dabei zu haben, nicht dieses Geliebt sein spüren und man denkt sich, wofür..............?

    Lieber Mario

    eine der mobilen Palliativ-Krankenschwestern, die sehr oft bei uns im Haus waren, meinte, ich soll meinen Mann nachts abholen lassen, damit wir nicht den neugierigen Blicken der Nachbarn ausgeliefert sind.

    Die schlimmsten Verletzungen hab ich von meiner Familie erlebt, folgend von sogenannten Freunden, die sich wenig oder überhaupt nicht bei mir gemeldet haben.

    Wenn es mir irgendwann wieder etwas besser geht, und ich wieder gesellschaftsfähiger bin, werde ich mir ganz langsam einen neuen Freundeskreis aufbauen, aber es eilt nicht, noch bin ich nicht so weit.

    Ich werde nie vergessen, wie mein Schatz und Mama mit dem Leichenwagen (inclusive Innenbeleuchtung) abgeholt wurden. Ihre letzte Fahrt von zuhause weg, für immer......

    Ja, mein Schatz war noch 2 Tage bei mir zu Hause aufgebahrt und dann kamen sie und legten ihn unsanft in den Sarg, Deckel drauf. Meine Kinder und ich zündeten Kerzen an und folgten dem Sarg bis zum Auto, wie eine Prozession. Wir standen mit den Kerzen, bis das Auto nicht mehr zu sehen war, das extra langsam fuhr. Es war so, so schrecklich, zu wissen, jetzt wurde er abgeholt für immer. Ich dachte auch, so lange er so litt zum Schluss, sein Tod wird eine Erlösung sein und es wird irgendetwas besser, aber jetzt ist mir klar, dass der ewige Albtraum erst begann, was würde ich jetzt darum geben, ihn noch pflegen zu dürfen, ihn noch haben zu dürfen, die Zeit mit ihm wiederhaben zu dürfen. ....

    Liebe Kerstin,

    erst einmal auch mein innigstes Mitgefühl zu deinem Verlust, zu Steffis Verlust und zum Verlust all der anderen, die nicht hier in diesem Forum sein wollten, es aber jetzt dringend brauchen. Danke, dass ihr da seid.........

    Darf ich fragen, was du für Zeichen bekommen hast?

    Ich dachte auch immer, ich sei "irgendwie spirituell", ich habe meinen Doktor bis zum Schluss zu Hause gepflegt, meine große Liebe nd dachte, unsere reine Liebe ist so innig, dass ich sicher etwas wahrnehme von seinem Sterbeprozess oder danach, nichts, ich bin so traurig. Aber jetzt habe ich weiße Federn vor der Tür gefunden, die ich sonst nie fand, ich hoffe, das waren Zeichen von ihm. Ich glaube auch, dass er noch bei mir ist und bin so unendlich traurig, dass ich ihn nicht wirklich spüren und wahrnehmen kann, aber vielleicht liegt das daran, wie du sagst, dass es erst 5 Wochen her ist und es noch Zeit braucht, bis ich mit ihm in Kontakt treten kann...............es ist alles so trostlos ohne den geliebten Menschen, es gibt keinen guten Morgen und keinen guten Abend.............

    Ich verstehe dich so gut, mir geht es anz genauso. Ich will keinen anderen, ich will nur bei meinem Geliebten sein.........................

    Liebe Sabine,

    meine allerherzlichste Anteilnahme zum Verlust deines geliebten Mannes. Ich trauere mit dir. Es ist ein wahnsinnig schwerer Weg, den wir gehen müssen und keiner von uns hätte geglaubt, dass es ihm/ihr passiert. Fühl dich umarmt. Du bist nicht allein. Unsere Lieben sind bei uns, nur können wir sie nicht sehen, davon bin ich überzeugt. Möge auch dir das Schreiben hier ein wenig Trost spenden.

    Alles Liebe

    Amelie

    Danke euch, ja, es tut gut, unter Gleichgesinnten zu sein, auch wenn ich wünschte, wir alle hätten einen leichteren Weg.....................Die Trauer ist so grausam, mein Herz ist rausgerissen, meine Hände greifen ins Leere, er ist nicht da, der mich bedingungslos geliebt hat, der mich in seinen Armen gewiegt hat, der alles für mich getan hat und ich für ihn, der mir schrieb; ich gebe dich nie wieder her, ich kann nicht ohne dich sein. Er ist nicht da, die Wände schreien mich an, ich habe eine Collage mit seinen Bildern und seinen SMS an mich gemacht und lese sie immer wieder und streichle sein Bild und manchmal, so scheint es, streichelt er mich zurück und sagt: Ich bin bei dir, Geliebte.

    Ich danke euch sehr für eure verständnisvollen Worte. Es tut wirklich erstmals gut, dass ich mich hier von euch verstanden fühle, weil ihr den super schweren Weg auch geht, den ich jetzt angetreten habe. Was hilft euch? Auf jeden Fall keine Ratschläge, wie heute wieder: Deine große Liebe hätte gewollt, dass du glücklich bist...............da fang ich gleich zu weinen an...................ja, er wollte mit mir glücklich sein.......warum konnte ihn keiner retten? Er hat doch als Notarzt so viele Menschen gerettet, warum musste er so erbärmlich leiden? So früh gehen? Es ist furchtbar. Habe heute viel im Garten gearbeitet, Erbsen geerntet, gegossen, gemäht usw., ich denke mir dann, ich tue es für ihn, weil er noch bei mir ist und es auch sein Traum war das Landleben, aber dann kommt wieder diese Trauer, dieses sich verlassen fühlen. Es fehlt mir so schrecklich, seine Stimme liebevolle Worte zu mir sagen................Danke Tamara, "Babajaga", Alexa, Frank, Steffi, Andrea, Karin, ich bin so froh, euch gefunden zu haben und trauere auch mit euch um eure LIeben.

    Mein Name ist Amelie und ich war seit 2010 überglücklich mit meiner großen Liebe und er mit mir. Er hat mich auf Händen getragen. Er war Notarzt viele Jahre und konnte sich selbst nicht retten, hat so viee Menschen gerettet. Am 29.5.2021 um 21.41 Uhr ist für mich die Zeit stehengeblieben. Ich bin 53, er war 63. Im September 2020 erhielt er die Diagnose großes Bronchialkarzinom. Ich gab ihm auf seinen Wunsch täglich Reiki und glaubte an die Wunderheilung, aber er war zu sehr Schulmediziner, auch wenn er offen war für die geistige Welt. Er hatte so viele Schmerzen und hat so leiden müssen, dieser große starke Mann und Arzt war im April auf einmal so hilflos. Ich habe ihm versprochen, dass er in kein Krannkenhaus muss und zu Hause gehen darf, das konnte ich einhalten. Ich habe ihn gepflegt. Er wollte als Arzt nicht gepflegt werden, seinem Leben selbst ein Ende setzen, aber die Gehirnmetastasen machten ihn im April plötzlich zum Pflegefall und er war die letzten 2 Wochen kaum noch ansprechbar. Er sprach mit den Augen. Er kämpfte um jeden Tag, den er bei mir bleiben konnte. Er hat mir immer gesagt, Baby, du wirst mich nie wieder los, ich werde dich niemals verlassen .......Am 29.5.2021, vor 5 Wochen, er konnte schon eine Woche nicht mehr essen und trinken....abends um halb 10 atmete er plötzlich laut und stoßweise, ich sagte ihm, dass er gehen darf und wie sehr ich ihn für immer liebe und dann war es still, so still, er hatte ausgeatmet bei Musik und Kerzenschein. Ich habe sein Totenbett mit Blumen und Kerzen geschmückt, er war noch 2 Tage bei mir zu Hause. Wir hatten uns vor einem Jahr den Traum vom Landleben mit großem Grundstück erfüllt. Im letzen halben Jahr konnte er nicht mehr arbeiten und wir verbrachten die Zeit in der Natur so gut es ging mit seinen Schmerzen. Sein Leid zu sehen war für mich unerträglich, aber es ist kein Vergleich zu dem Schmerz, den ich jetzt habe...........Die Trauer ist so überwältigend, mir wurde das Herz rausgerissen. Ich will zu ihm, ich weiß nicht, wie ich ohne ihn leben soll, ich halte meinen Alltag aufrecht und arbeite im Garten, aber es ist so sinnlos. Alles schreit, er ist nicht da, er fehlt mir so schrecklich, auh wenn ich weiß, dass seine Seele bei mir ist und mich nie verlässt, aber die Berührung, seine Stimme, sein Geruch...........die Tage ohne ihn kann ich irgendwie überbrücken, aber die Nächte sind am schlimmsten. Ich bin ja hier alleine und manchmal schreie ich vor Schmerz. Wir haben so viel getanzt und gelacht, es war bedingungslose Liebe und Liebe ist stärker als der Tod, sagt man. Trotzdem bin ich gerade so untröstlich und verzweifelt. Diese Woche hatte er Geburtstag............