Die Liebe meines Lebens wurde mir aus den Armen gerissen

  • Danke auch dir, lieber Mario, ich bin so dankbar für eure Worte, die keine hohlen Phrasen sind....................

  • Liebe Amelie,


    ich danke dir für deine Zeilen.

    Ich möchte dir zuerst mein aufrichtiges Beileid, zum Verlust deines lieben Mannes ausdrücken.

    Es ist so schlimm. dass du ihn gehen lassen musstest und es tut mir aus tiefstem Herzen leid.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für alles, was nun vor dir liegt :30:.


    Auf deine Frage wegen der Zeichen die ich von meinem Schatz bekommen habe, schreibe ich dir über

    Konversation, weil ich zu diesen Dingen schon mal ausführlich berichtet hatte.


    Herzlichst, Kerstin















    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Liebe Amelie,

    deine Geschichte hat mich zum Weinen gebracht. Ich sende Dir mein allerliebstes/größtes Mitgefühl für die schwere Zeit und das Überwechseln in die Anderwelt Deiner Liebe.

    Der Arzt mußte gepflegt werden,

    der Beschützer mußte beschützt werden. Und das hast Du alles geschafft.

    Gerade wenn man sich Tag und Nacht um den Liebsten gekümmert hat ist der Übergang und die Leere danach unaushaltbar.

    Ich kann Dich so gut verstehen.

    Die Welt dreht sich weiter und man selbst ist stehengeblieben.

    Eine neue Zeitrechnung beginnt. Alles aber auch alles ist bezogen auf diesen Tag.

    Aber ich empfinde es wirklich so, daß die Liebe stärker ist als der Tod.

    Denn meine Liebe ist immer noch da.

    Ich fühle sie ganz stark und deutlich.

    Und ich fühle mich auch weiterhin geliebt von ihm.

    Seine Liebe gibt mir eine Heimat.

    Sein SEIN in der Anderwelt gibt mir weiterhin unser WIR.

    Das WIR ist geblieben. Team WIR.

    Ich bin in meinem Leben verlassen worden weil ich nicht mehr geliebt wurde. Das fühlt sich ganz anders an.

    Ralf hat auch gesagt: mich wirst Du nicht mehr los. Ich bleibe.

    Nun ist er zwar nicht mehr hier in Fleisch und Blut aber in gegenseitiger Liebe fühle ich ihn noch.

    Es ist jetzt 8 Monate her, daß seine körperliche Hülle endete.

    Ich weine nicht mehr jeden Tag.

    Ich habe hier im Forum neue Freunde gefunden und es gibt Ideen und Gedanken nach vorne.

    Wenn auch zaghaft und vorsichtig und mit Angst verbunden.

    Durch das Trauern:

    das Lesen und schreiben,

    das Informieren und

    das Ringen um Akzeptanz der unaushaltbaren Realität

    hat sich mein Leben ein wenig sortiert.

    Es geht langsam voran, aber es geht voran.

    Ralf war der wichtigste Bezugspunkt, das bedeutendste Thema und der Mittelpunkt meines Lebens -

    heute ist das Trauern um ihn das Wichtigste, mein fast einziges Thema:

    die Beschäftigung mit der Trauer in mir und und in Anderen,

    oder allgemein,

    der Austausch mit anderen Trauernden, daß Lesen von Trauerbüchern,

    das Interesse an neurologischen Vorgängen beim Trauernden......,

    die Möglichkeiten zu Trauern oder

    Hilfe zu bekommen,

    therapeutische Methoden als Unterstützung..... Usw.

    Auch wenn man kein Vorankommen spürt, so kann man den Weg doch sehen wenn man zurück schaut. Man kommt vorwärts. Ganz langsam, aber stetig.

    Manchmal fühlt es sich an wie 1 Schritt vor und 2 zurück aber es gibt auch 3 Schritt vor und 1 zurück.

    Lass uns, die wir hier zusammen gehören Hand in Hand gehen. Wir halten uns aneinander fest, wir helfen uns wieder auf, wir sind füreinander da.

    Ralfsheidemarie

  • Liebe Amelie,

    Ich habe von meiner Schwägerin den Rat mich in einem Trauerforum anzumelden bekommen. Sie hat nach dem Tod ihres Sohnes viel Halt dort gefunden ( Sie ist nicht hier im Forum ). Sie sagte zu mir im Forum kannst du weinen und schreiben. Und so ist es. Und der Austausch hier hilft.


    stille Umarmung

    Steffi

  • Hallo Amelie,

    Ich kann so gut nachvollziehen, wie es dir geht. Mein Mann ist letztes Jahr im April gestorben. Ich leide noch genauso wie am ersten Tag. Klar gibt es inzwischen auch bessere Tage, aber wenn ich von anderen auf meinen Mann angesprochen werde, breche ich immer noch in Tränen aus. Ich weiß nicht, wie lange das noch so geht.

    Klar sagt mir mein Verstand, es war besser so. Er muss jetzt nicht mehr leiden. Aber mein Herz versteht es immer noch nicht.

    Ich fühle mit dir.

    Manuela

  • Liebe Amelie,

    auch mein Mann starb an einem großen Bronchialkarzinom. Ende August 2015 bekam er die Diagnose mitgeteilt und im Mai 2016 starb er.Er wollte auch sein Leben früher beenden,weil seine Schmerzen unerträglich wurden.Die Metastasen waren überall im Körper.Er war ein großer Mann,mit einem sehr ausgeprägten Selbstbewußtsein,ließ niemanden an sich heran.Keiner,-nicht einmal der Pflegedienst durfte ihn berühren.Nur ich durfte...Unsere Liebe war einzigartig .Der einst so kraftvolle Mann war kurz vor seinem Tod ein kleines Häufchen,so zart,so kraftlos...Das machte mich unsagbar traurig,ihn so zu sehen.Sein Leben war ausgehaucht...Ich mußte ihn wickeln,Morphium spritzen,so viel...Spritzen und Pflaster für die ständige Übelkeit.Sogar noch 3 Std. vor seinem Tod wollte er aufstehen,obwohl es nicht mehr ging,die Beine versagten,er war nur noch Haut und Knochen...Dann wurde seine Atmung flacher,...Ich sagte ihm; Hase ,du kannst gehen,dorthin wo alles in Liebe gehüllt ist,wo kein Schmerz dich erreichen kann...Wir sind immer verbunden,wo auch immer du bist,die Wärme und das Licht werden dich tragen...Ich liebe dich bis in die Ewigkeit hinein...Bitte gib mir ein Zeichen...Er Antwortete noch,aber ich konnte ihn nicht mehr verstehen.


    Das Zeichen sollte bald kommen und es kam...