Posts by RalfsHeidemarie

    Mit Schuld würde ich dieses schuldig nicht vergleichen wollen. Aber mein Gedanke ist, daß Ralf zu mir sagt: " hey Heidi, Du lebst doch noch. Ich würde auch gern noch leben. Du hast etwas, was ich nicht mehr habe.

    Deine 2.Chance auch ohne 2. Staffel ist, daß Leben auszukosten, zu leben, nicht zu verharren in Trauer und Entsetzen.

    Denn Du hast an meinem Beispiel gesehen, wie schnell und unvorhersehbar der Tod kommen kann. Also nimm Dein Leben in Deine beiden Hände und lebe Deine Träume. Ich begleite Dich von hier aus."

    Beim 2. Bild ist es wirklich wichtig zu erkennen, welche Gedanken man sich macht. Und ob die Gedanken uns runterziehen, wenn wir immer wieder wünschen und denken ohne ihn ist Alles Nichts.

    Ich möchte nur das Wort Problem anders haben. Denn mein Trauern ist für mich kein Problem. Es ist ein Bedürfnis.

    Das Steuern meiner Gedanken.... Das ist ein wirklich guter Hinweis.

    Ich will versuchen meine Gedanken zu lenken, weg vom Unglück und Ängsten hin zu den Sonnenstrahlen in meiner Seele.

    Und ein wichtiger Sonnenstrahl ist die Tatsache, daß ich 6 Jahre mit Ralf sein durfte. Das unser WIR mich geadelt hat.

    Und in Richtung Sonnenstrahlen möchte ich in Zukunft meine Gedanken lenken. :

    Es wird bald wieder warm. Die Sommerfarben werden kommen.

    Der Himmel wird in wunderbarem van-gogh-blau erstrahlen.......

    Ralfsheidemarie

    Ach Sommermond!

    Irgendwie hast Du ja recht.

    Es ist ein schwacher Trost.

    Aber ich will ja gar nicht tot sein mit ihm sondern leben mit ihm. Hier und jetzt. Ich will leben. Er soll leben. Ich will mit ihm leben. Ich hätte gerne eine 2. CHANCE. Jetzt, wo ich weiß, wie es ist wenn er gestorben ist, jetzt würde ich es doch niemals mehr als selbstverständlich ansehen, daß er da sitzt. Seine Stimme zu hören. In Seine Augen zu sehen.....

    Ralfsheidemarie

    Mein Leben, sein Leben,

    UNSER LEBEN.


    ..... Und die Veränderungen.

    Ja das kenne ich auch. Sehr oft sehe ich etwas, was sich verändert hat seit seinem Todestag. Nicht so etwas wichtiges und bedeutendes wie ein Baby aber so alltägliche Kleinigkeiten.

    Und ich möchte es ihm erzählen. In Gedanken tue ich das auch. Ich denke darüber nach Ihm regelmäßiger Briefe zu schreiben um ihm von den Veränderungen zu berichten. Damit sein Wissensstand auf meinem ist. ( gefühlt )

    Ein WIR und ein UNSER gibt es nur noch in meinem Inneren.

    Wahrscheinlich muß ich es irgendwann realisieren, daß wir jeder ein Einzelner waren und sind. Und mit seinem Tod bin ich nicht tot. Das ist der klareste Beweis für das Einzelnsein.

    Das WIR ist nicht ganz mit ihm gestorben es schwebt irgendwie zwischen uns.

    Aber in vielen realen Situationen werde ich immer mehr ein ICH.

    Auch wenn ich es nicht will.

    Dabei weiß ich gar nicht ob ich es möchte oder nicht. Beides.

    Ich möchte wieder ein "normales" ICH werden, dann ist das Trauern wahrscheinlich auch weiter weg. Und dann lebe ich wieder. ( kein Überleben, kein übrigbleiben ) Und andererseits will ich es nicht sein.

    Das Trauern hat meinen Liebsten ersetzt. Ersetzte ich jetzt das Trauern mit meinem ICH, dann lebe ich wieder - aber ohne ihn.

    Liest sich sicher kompliziert. Ist es auch.


    Ich war es gewohnt, alles mit ihm zu teilen. Das Freudige, das Erlittene. Die Veränderungen, die Träume, die Pläne, meine Ideen und Gedanken, die Witze, die Angst, daß Schlimme, daß Schöne, die Sorgen, den Kummer, die Hoffnungen, die Wünsche ... und.... eben alles was in meinem Kopf und Herzen ist.

    Jetzt bleibe ich stumm.

    Und das Schlimme ist größer und schlimmer,

    das Freudige ist kleiner und weniger freudig

    meine Alpträume bleiben unerzählt,

    meine Pläne und Hoffnungen divus in mir drin, nicht besprochen, nicht ausformuliert.

    Er hat das Positive vergrößert und

    das Negative verkleinert.

    Er fehlt.

    Ich rede gerne über meinen Schatz. Ich erzähle gern über ihn, von ihm.

    Wenn das Chaos um mich herum und in mir aufgeräumter ist, möchte ich ein Fotobuch von ihm machen. Mit Texten und ich möchte alles festhalten was ich weiß.

    Wenn ich einen Enkel hätte, dem ich von ihm erzählen will, könnte ich Geschichten erfinden über den Kleinen und dem Opa.

    Renate, ich weiß nicht was ich Dir wünschen könnte. Vielleicht: in Deinem Leben nicht mehr so unglücklich sein zu müssen ohne dabei die Liebe zu verlieren. Die Fähigkeit Dein Leben zu leben und den Liebsten mit Zärtlichkeit im Herzen zu tragen. Ohne zu leiden.

    Ralfsheidemarie

    No

    Ich habe die Selbstbehandlungsmethode PEP Michael Bohne angesehen und vieles gefunden. Ich habe es ausprobiert und ich fine es einen guten Ansatz.

    Gegen Angst, gegen Verzweiflung..... Das Bild oben habe ich zusammengestellt. Es ist ein Tectvorschlag, den man beim Klopfen sagen kann.

    Wen ihr Euch interessiert, fragt nochmal bei mir nach.

    Und oder schaut bei youtube.

    Jedenfalls könnte man da alle unsere Schwierigkeiten versuchen zu mildern indem man genau zu dem Text klopft, der gerade passt.

    Z. B. " auch wenn ich im Kühlschrank noch Lebensmittel aufbewahrte, die für meine/ meinen Liebsten angeschafft wurden..... Und ich sie nicht wegwerfen oder essen kann weil es so schwer ist zu begreifen, daß sie/ er nicht wiederkommt...... Akzeptiere ich mich so wie ich bin und hab mich lieb.


    Z. B. Auch wenn ich mir jetzt nicht vorstellen kann wie es weitergeht....

    ......... Will ich versuchen auch Positives in mein Leben zu lassen

    Ralfsheidemarie

    Das was Deine Mutti Dir sagen würde. Das ist für jeden von uns richtig.

    Ich habe es gern gelesen und versuche es mir zu eigen zu machen.

    OK, die Tränen müssen geweint werden, aber das Lebenkann auch wieder gelebt werden. Zwischen den Tränen und nach den Tränen. Vor den Tränen usw.

    Jeder Tag ist lebenswert selbst wenn er dafür genutzt werden muß die Katastrophe zu überleben um dann irgendwann wieder das ÜBER zu streichen und zu LEBEN.

    RALFSHEIDEMARIE

    Es ist mitten in der Nacht. Das ist jetzt meine letzte Tätigkeit bevor ich mich zurück lehne und schlafe.

    Heute ist der Tag vor dem Du Angst hattest und hast. Ich sende Dir ein bißchen Reiki und wünsche Dir einen Himmel voll Sterne, einen starken Kaffee und liebevolle Begleiter für den heutigen Tag.

    Ralfsheidemarie, in Gedanken bei Dir und Walter

    Es ist mitten in der Nacht. Das ist jetzt meine letzte Tätigkeit bevor ich mich zurück lehne und schlafe.

    Heute ist der Tag vor dem Du Angst hattest und hast. Ich sende Dir ein bißchen Reiki und wünsche Dir einen Himmel voll Sterne, einen starken Kaffee und liebevolle Begleiter für den heutigen Tag.

    Ralfsheidemarie, in Gedanken bei Dir und Walter

    Ja, das ist eine schöne Vorstellung. Schatz, da bin ich endlich.

    Das werde ich sagen, wenn ich ihn wiedertreffe. Und dann werden wahrscheinlich meine/unsere Hunde bei ihm sein.

    Und so werde ich keine Angst haben zu sterben, im Gegenteil : ich werde mich freuen.

    Aber nochmal zum Thema nach Hause kommen:

    Ich habe immer gerufen" wir sind wieder da!! Und meinte mich und die Hunde. Manchmal, wenn ich abends kam, habe ich gerufen: "Prosecco time". Und dann kam mein Ralf-Schatz und hat mir geholfen den Einkauf rein zu tragen. Und dann haben wir einen getrunken. Manchmal habe ich eine Flasche Grappa mitgebracht. Und wenn ich heute eine solche Flasche gekauft habe rufe ich: Ralf, möchtest Du auch einen Grappa? Natürlich wollte er. / will er. Und so schütte ich heute 2 Gläser ein und trinke erst eins und dann das zweite, im Rollenspiel. Und manchmal sagt Ralf: auf einem Bein kann man nicht stehen, und dann trinke ich noch einen für mich und einen für ihn. Und dann bin ich hinüber.

    🥂

    Aber ich habe ein gutes Gefühl. Auch schon bevor ich hinüber bin.

    Ralfheidemarie

    Oh Nasch, wenn es nicht weit ist, komme ich zum Friedhof. Das wäre schön.

    Ja, mit jemanden über den Liebsten reden, daß tut gut. Ich kenne nur wenige Menschen, die ihn auch kannten. Wir haben sehr zurück gezogen gelebt. Und er war manchmal nicht Menschenkompatibel. Hatte eine Sozialphobie.

    Aber ich würde gern mal mit jemanden reden, der ihn kannte. 😍

    Ralfsheidemarie

    Du bist nicht alleine.

    Wir sind da. Ich bin da.

    Eigentlich alle im Forum wissen wovon Du sprichst. Fühlen was Du fühlst.

    Sind im Leid und im Schmerz,

    in ihrer Sehnsucht und der Liebe auf Deiner Seite. Auf Eurer Seite.

    Ablenkung ist eben Ablenkung.

    Sie lenkt ab für Momente

    vom Schmerz, vom Vermissen.

    Aber sie kann diese Gefühle nicht weg machen. Sie macht kleine Pausen.

    Es bleibt uns nichts anderes übrig als zu weinen, zu vermissen, Sehnsucht zu haben, es nicht zu begreifen, es nicht begreifen zu wollen, verzweifelt zu sein, usw usw.

    Und manchmal werden die Pausen etwas länger zwischen den exzessiven Gefühlen. Manchmal kann man auch zärtlich und dankbar fühlen.

    Und immer wieder sind dann die Tränen, das Hadern und immer wieder diese

    unstillbare Sehnsucht.

    Es braucht Zeit. Es braucht Tage, Wochen, Monate, wahrscheinlich Jahre.

    Die Ablenkung macht nichts besser.

    Sie schiebt ein bißchen auf.

    Die Hoffnung auf schmerzlos und vergessen ist unrealistisch.

    Jeder von uns wird ein Anderer, eine Andere werden.

    Nicht nur die oder der Liebste ist nicht mehr da. Auch wir sind nie wieder so wie wir waren.

    Wir gehören jetzt zu den Wissenden.

    Zu Denen, die wissen was Trauer bedeutet, wie Trauer sich anfühlt, wie Trauer schmeckt. Dieser schmerzhafte Cocktail der extremen Gefühle.

    Es gibt nur die Hoffnung, da# man oder frau irgendwann dazu in der Lage sein wird zu leben und nicht nur zu überleben.

    Dabei wird er oder sie die Liebe im Gepäck haben. Denn die wird bleiben.

    Immer. Ewig.

    Ralfheidemarie