Liebe Theresa, ich habe die letzten Tage oft an dich gedacht, weil du so lange nichts mehr geschrieben hast. Aber manchmal ist es eben einfach so, dass man nicht dazu kommt oder eben mal eine Auszeit braucht Habe dir aber gedanklich viel Kraft gesendet
Das mit deinem Arbeitskollegen tut mir sehr leid Das hatten wir ja hier schon oft in diversen Beiträgen und unterschiedlichen "Wohnzimmern". Ich finde sowas auch sehr schlimm und taktlos. Was sind schon 5 Monate? Oder 5 Jahre? Gefühlt vergeht die Zeit total schnell und nichts wird sich daran ändern, dass wir unsere Liebsten (bei uns eben unsere Mamas) vermissen werden..... Man wird eben gefasster und lernt mit der Trauer umzugehen. Aber auch bei mir kommt es in ruhigen Momenten wieder hoch
Trotzdem gut, dass ihr das klären konntet! Was hat er denn noch dazu gesagt, als du ihm so darauf geantwortet hast? Ich kann zum Glück sagen, dass alle meine Kollegen da wirklich sehr verständnisvoll waren und ich nie mit solchen Aussagen konfrontiert wurden bin. Zumindest auf Arbeit.
Das mit der Taufe tut mir auch sehr leid. Ich kann mir wirklich gut hineinversetzen, dass da vieles wieder aufkommt. Sei es bei der Fürbitte oder eben auch allgemein, wenn deine Oma an die Taufe deiner Mama gedacht hat Ich finde es aber dennoch sehr schön zu lesen, dass es dann trotzdem ein schöner Nachmittag für dich / für euch war
Ich glaube ganz fest daran, dass deine Mama an dem Tag bei euch war. Nur eben anders Ich glaube wir müssen manchmal einfach nur etwas offener sein, um Zeichen wahrnehmen zu können. Gestern war ich z.B. mit meinem Freund unterwegs. Er ist gelaufen und ich habe ihn mit meinen Inliner begleitet. Es war nachmittags und suuuuper heiß. Eigentlich wollten wir 20km unterwegs sein. Hatten auch etwas zu trinken dabei, aber das war eigentlich viel zu wenig. Nach 7km konnte ich schon nicht mehr und plötzlich kam immer mal wieder Schatten. Nicht nur durch Bäume, sondern auch durch Wolken am Himmel. Und Wind setzte manchmal ein, um uns ein wenig zu kühlen. Ich glaube ganz fest daran, dass das meine Mama war. Sie hat gesehen, dass es mir nicht gut ging und hat dazu beigetragen, dass wir sicher wieder zu Hause ankommen. Auch mein Freund war es dann nach 12km zu viel. Er sah ganz schlimm aus. Ganz bleich und hatte Probleme mit dem Kreislauf. Nach 16,5 km waren wir zu Hause. Wir konnten die Runde ein wenig abkürzen. Wenn der Schatten und der Wind nicht da gewesen wäre, hätte ich wirklich Angst gehabt, dass unsere Kreisläufe verrückt gespielt hätten....
Dir auch alles Liebe