Beiträge von Kathi57

    Liebe Christine,

    Guten Morgen.

    Ja, es sind 2 Jahre und fast 2 Monate her, seit Christoph gehen musste.

    Wirklich sagen wie sie vergangen sind, kann ich nicht. Meine Erinnerungen sind alle von "davor". Als mein Leben einen Sinn hatte und ich gerne gelebt hab. "Danach" wurde es dunkel in mir und das ist so geblieben. Wenn es jeden Tag wieder morgen wird und dieser Weltuntergang kommt jedesmal aufs Neue in meinen Kopf, würde ich am liebsten gehen....

    Geholfen hat mir, wenn man überhaupt von Hilfe sprechen kann, die Natur und Menschen, die das Gleiche erleben mussten.

    Ich lebe sehr zurückgezogen.

    Und ich mag es auch so.

    Mein Sohn lebt weiter in mir. Er ist immer um mich und ich rede gerne mit ihm. Diese Parallelwelt musste ich mir erschaffen, sonst wäre ich verrückt geworden. Christoph ist mein Einziger. Ich war immer alleinerziehend und unsere Verbindung ist sehr tief.

    Du wirst erkennen das es ein anderes Leben ist, ohne dein Kind. Ein ganz anderes.

    Man kann es schlecht beschreiben. Mir ist so vieles unbedeutend geworden.

    Es wird nicht wieder "gut".

    Das wird es in diesem Leben nicht mehr. Es ist eher ein Warten um dahin zu kommen wo meine geliebte Familie ist.

    Viele Grüße, Kathi

    Liebe Moni,

    auch ich bin eine verwaiste Mama.

    Seit dem 16. August 2022 ist aus meinem Dasein ein ungeliebtes Leben geworden.

    Mein Christoph, mein Ein- und Alles musste auf die andere Seite des Universums wechseln. Auch er wurde in ein künstliches Koma versetzt. Sepsis, Organversagen. Es passierte an einem Dienstag, morgens um 10.30 Uhr.

    Mehr kann ich gerade nicht schreiben.

    Es ist ein Weltuntergang für uns.

    Ich weiß wie du fühlst.

    Kathi

    Oh wie gut ich dich verstehe.

    Man ist machtlos, hilflos....ind verstummt.

    Niemals hab ich einen Gedanken daran verschwendet, daß mein Sohn vor mir gehen muß. Jetzt lebe ich 2 Jahre, 2 Monate mit meinem persönlichen Horror.

    💔

    Liebe Nebelschleier,

    Mein Christoph lacht auch in mir.

    Sie lachen uns nicht aus. Ganz sicher nicht. Vielleicht schmunzeln sie mal, wenn uns (bei mir recht oft) wieder mal etwas dummes passiert...

    Wer von uns hat kein krankes, zerbrochenes Herz? Wer kann solche Weltuntergänge ertragen, ohne mitzusterben. Ich kenne niemand.

    Es erschreckt mich auch was du schreibst, liebe Nebelschleier. Seit neuestem bin ich sehr kurzatmig. Ende des Monats muß ich zum Kardiologen.

    Bitte sei gut zu dir. Deine Kleinen brauchen dich so sehr.

    Verstehen kann ich deine Gedanken total. Sie gehen auch oft durch meinen Kopf.

    Bitte schreib uns wie es dir ergeht.

    Eine liebevolle Umarmung schicke ich dir.

    Kathi

    Liebe Carmen, nach allem was du die letzte Zeit durchleben musstest, ist verständlicherweise dein Immunsystem sehr angeschlagen. Wenn es morgen nicht wesentlich besser ist, bleib bitte zuhause. Es geht nur um dich, du Liebe.

    Pass gut auf dich auf. Das tut Lars auch.🤍

    Liebe Gute Besserungsgrüße, Kathi

    Lieber Robin, dein Geburtstag auf der anderen Seite. GANZ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH von Christoph und von mir.

    Ihr fehlt uns so sehr hier.

    Ach ja, das Buch von deiner Mama ist einfach toll. Du bist sicher ganz stolz.🩷❤️‍🩹

    Liebe Carmen, Lars hat hinter den Vorhang geschaut. Ganz sicher. Er hat keine Angst mit seinem Motorrad zu fahren. Er ist so groß und stark. Es schmerzt ihn die tiefe Trauer seiner Lieben.

    Und bei dir ist er immer. Ihr habt so ein liebevolles Verhältnis zueinander. Da gibt es nichts was das zerstören kann. Bei mir und Christoph ist es genauso. Sie sind durch uns gekommen. In uns ist soviel von unseren Kindern.

    Nur die Sehnsucht nach der Realität mit ihnen bleibt.

    Bleibt bis zum Wiedersehen.

    Liebe Carmen, es ist einfach nur unfassbar. Glaub mir, ich fühle mit dir.

    Lars gehört zu den Menschen, die weit über den "Tellerrand" schauen können.

    ....Das beste kommt noch.

    Es hilft uns nicht, hier in der so besch.. Realität. Doch an seine Worte denke ich fast täglich.

    Die beiden Kleinen, ja es zerreißt einem. Ich hab leider keine Enkelkinder. Doch unsere Kinder waren auch mal Enkelkinder und meine Mutter hat so sehr an meinem Christoph gehangen.

    Ich umarme dich

    Kathi

    Liebe Iris,

    Erst einmal ein liebes Dankeschön für deine Worte.

    Mein Treffen mit Mario war...ja, wie soll ichs beschreiben.... tränenreich am Anfang. Er hat mich in den Arm genommen und der liebe Mogli hat mich ans Bein gestuppst, als wollte er sagen "halt mich lieb". Wir haben dann im Klostergarten in Marienstatt, einem wunderschönen Ort, einen Kaffee zusammen getrunken und "der Kleine" , so hat Christoph seinen Hund immer genannt, ging nicht von meiner Seite. Hinterher bin ich noch zu meinem Sohn und hab dann dort meinen Kummer an sein Grab gebracht. Wie so oft.

    Ja so war das.

    Ich denke auch oft an dich.

    5 Jahre ohne deinen Flori...

    Wer oder was hilft einem in dieser Zeit das Unfassbare zu leben. Ich weiß es wirklich nicht.

    Lieber Gruß aus dem Westerwald

    Kathi

    Liebe Iris,

    Wir haben schon lange nicht mehr geschrieben. Am Anfang....als ich nicht wußte wohin, bin ich in deinem Wohnzimmer gelandet.

    5 Jahre ist dein Flori in der anderen Welt. Unfassbare 5 Jahre.

    Auch ich habe noch sehr oft tränenreiche Zeiten. Die werden bleiben. Unsere Jungs sind alle Tränen wert. Ich hab schon einige Male geschrieben, daß mein Sohn immer neben mir ist. Das hilft mir zu überleben. Heute treffe ich mich seit langer Zeit mit seinem Lebensgefährten. Ich hab Angst vor dem Gedanken....er ist da und Christoph.....

    Mein Leben ist nur noch ein halbes.

    2 oder 3 Menschen sind mir geblieben.

    Liebe Iris, es tut gut von dir zu lesen.

    <3 Kathi

    Ach Carmen, manchmal weiß ich garnicht was ich schreiben kann. Es ist soviel und oft fehlt mir einfach die Kraft. Doch dir eine schöne Reise wünschen - das ist mir wichtig. Du wirst alles mit Fred's Augen und auch mit den Augen von Lars sehen. Sie sind immer da. Mir ging es an der Ostsee auch so. Es erschüttert mich immer wenn ich an diesen furchtbaren Unfall von deinem Sohn denke. Worte gibt es keine.

    Hoffentlich kannst du alles genießen.

    Ganz lieber Gruß, Kathi

    Liebe Christine,

    Ich hab dir noch nicht geschrieben.

    Mein hherzlichst Beileid.

    Es ist vollkommen unverständlich, daß ein Kind vor seinen Eltern gehen muß. Egal wie alt, egal wie "groß". Diese so leidvolle Erfahrung teilen wir hier alle. Mein Christoph mußte mit 38 Jahren gehen. Das sind genau heute 25 Monate her. Er ist mein Einziger. Diese unglaublichen Seelenqualen überrennen mich heute noch. Es ist nicht mehr so oft wie am Anfang. Doch dieses "wwehe"ist nie weit weg. Oft reicht ein dummer Satz von einem dummen Menschen. Liebe Christine, es tut mir sehr, sehr leid das du diesen Alptraum erleben musst. Ich kann mir vorstellen, daß dein Leben viele Höhen und Tiefen bereit gehalten hat. Und jetzt mußt du das Schlimmste aushalten, was es im Leben gibt.

    Man verliert seinen Glauben, kann überhaupt nicht mit allem umgehen.

    Bitte schreib dir dein so großes Leid ein wenig von deiner Seele. Es ist alles noch so unendlich frisch.

    In liebevollen Verstehen, Kathi

    Liebe Sabine,

    auch ich bin eine verwaiste Mama, seit nunmehr 2 Jahren.

    Der Schmerz bleibt, daß Vermissen bleibt, das Heimweh genauso. Doch es bleibt auch die ganz große Liebe für unsere Kinder.

    Mein Sohn ist mein Einziger, er mußte mit 38 Jahren gehen. Es kam soviel auf einmal. Zum Schluß Koma, Sepsis, Organversagen. Innerhalb von 3 Wochen ist das alles passiert.

    Die ersten Wochen/Monate hab ich nur im abgedunkelten Wohnzimmer auf der Couch verbracht. Ich lebe alleine. Familie hab ich leider keine. Mein Sohn ist mein Ein- und Alles. Für ihn hab ich gelebt.

    Irgendwie lebe ich nun in einer Welt in der er immer um mich ist. Er ist da für mich, er ist nicht weg. Wenn man das jemand erzählt, der diesen Alptraum nicht kennt, denkt vermutlich das man verrückt ist. Doch mir hilft es zu überleben. Alle Menschen, die mir nicht gut tun halte ich auf Abstand. Die Natur hilft mir; im Wald kann ich meinen Schmerz den Bäumen geben. Und Tiere mag ich. Mein Leben ist ein anderes geworden. Und ja, auch heute kommt der Gedanke an ein " zu ihm und meinen Eltern gehen wollen" noch immer

    Ach, ich wünsche dir......das du im Moment nur einen Pfad findest, der dich weitergehen lässt. Bis du einen Weg findest, der nur für dich bestimmt ist.

    Kathi

    Liebe Carmen,

    es tut nach 2 Jahren noch immer so weh wie ganz am Anfang. Nicht jeden Tag gleich. Das hält man nicht aus. Mein Weg mit diesem Unfassbaren einigermaßen umgehen zu können, ist, daß mein Christoph immer um mich ist. Ich kann es schlecht erklären. Alles was schön ist, schickt er mir. Einen Heuschreck auf der Sonnenblume, einen schönen Schmetterling, oder einen lieben Hund, der sich streicheln lässt. Ohne diesen Gedanken das er noch da ist, würde ich durchdrehen.

    Trotzdem ist es so, wie Mel schreibt. Eine große Scheiße und verstehen kann man es sein ganzes Leben nicht.

    Lasst dich ganz lieb umarmen

    Kathi 💕