Beiträge von corny909

    Hallo ihr Lieben,
    ich war schon lange nicht mehr hier.. man oh man.. es ist tatsächlich so einiges passiert in letzter Zeit. könnte sein, dass es jetzt ein wenig länger wird.. muss einfach mal wieder was los werden.


    Mein Opa ist am 26.09 gestorben. Der Opa der bei uns auf dem Hof auch gewohnt hat, der wegen dem ich früher nicht in den Urlaub fahren konnte, weil da Opa braucht mich ja. Bin totales Opa, Oma Kind, hab auch oben meine halbe Kindheit verbracht. Die Ironie an allem, ich hab mich immer `beschwert`, dass alle immer in einem Monat Geburtstag haben, im September war ich immer allein - jetzt nicht mehr. Unsere Gartenzwerge haben ich und Opa früher immer gemeinsam mit meinem Bruder angestrichen. Seit einigen Jahren nicht mehr.. Natürlich auch weil mein Bruder ja auch schon verstorben ist. Heuer hatte ich nach meinem Abi einfach Lust dazu und hab sie innerhalb von 2 3 Tagen angestrichen und neu zum Glänzen gebracht. Da Opa ist an den Tagen sicher 4 5 mal rausgekommen und hat nachgschaut, wie weit ich schon bin und hat sich einfach auch drüber gfreut, dass ich des mach. Jedes Mal auf der Bank vor der Haustür hat er sie betrachtet und sich daran erfreut, wie schön sie denn sind. Sein letzter Sommer und er durfte die frisch angestrichenen Gartenzwerge nochmal bewundern. Heute hat meine Oma ihren 80. Geburtstag und einige Nachbarn warn da und es is halt auch viel ums Älter werden, sterben gegangen... So wies halt oft ist:) Im Grunde, nach Opas Schlaganfall, wo er doch einiges pflegebedürftiger wurde, meine Oma ihn gepflegt hat. Eine davon hat gsagt, wir hams gut umebracht. So würd ma bei uns sagen in Bayern. Meine Oma hat ihn als letzten Dienst gepflegt und sich um ihn gesorgt und ich seh meinen Dienst eben in den Gartenzwergen. Den ganzen Sommer habe ich ihm so eine Freude gemacht. Was mich jetzt im Nachhinein einfach so rührt. Ich sag immer, es sind die kleinen Dinge im Leben - genauso wie diese Gartenzwerge, für andere eine Lapalie für mich ganz ganz wichtig.

    Was total egoistisch ist, aber was für mich ganz ganz schlimm war und ist. Wie mein Opa gestorben ist,m der Anruf kam um 01.17 Uhr morgens aus dem Krankenhaus. In solch einem Moment wär mein erster Reflex Andreas, dem Notfallseelsorger zu schreiben. Ich weiß auch, dass er grundsätzlich jederzeit ein offenes Ohr für mich hat. Doch genau ein zwei Tage vorher hat er ein Kind bekommen, das größte Geschenk Gottes. Und ich gönns ihm aus vollen Zügen. Nur in diesem Moment war ich extrem verzweifelt, weil ich nicht wusste, wohin mit mir. Ich konnte und wollte ihm nicht schreiben wusste aber gleichzeitig nicht wohin ich mich wenden soll. Er war immer mein Ansprechpartner, in meinen Verzweiflungszuständen und da hatte ich keinen Ansprechpartner. Hab dann sogar bei der Telefonseelsorge angerufen, hatte ich noch nie und hatte ich auch nie vor. War nicht schlecht, wir haben fast ne Stunde telefoniert, aber wie ich bekanntlich ja über mich weiß, ist reden ja nicht meine Stärke. Und doch war ich in dem Moment einfach nicht allein.

    Was mich weiter beschäftigt. Ich hab die Sache mit meinem Opa noch nicht angefangen zu verarbeiten. Ich denke, das hier ist der erste Schritt dazu. Weil mir eben auch der Kontakt zu Andreas fehlt. Ich denke, ich sollte mir einfach endlich einen Therapieplatz suchen. Bin noch total in Verdrängung, schlaf nur mit Hörbüchern ein, weil ich sonst sNachdenken anfange, was ich nicht möchte. Muss mich immer mit Musik, Videos irgendwas beschallen, damit ich nicht an schlechte Sachen denke, überhaupt mal wieder über mich nachdenke. Hört sich bescheuert an, ich weiß.

    Danke, dass ich euch schreiben darf, und auch für alles, was zurückkommt. Es tut gut, danke

    Hallo ihr Lieben:)


    Ich schreib mitn handy also bitte groß und kleinschreibung nicht beachten:)


    Ich sitz gerad im auto, hatte um 19 Uhr arbeit aus und sollte jetzt nach hause fahrn. Hab aber echt Angst, hemmungen was auch immer.


    Ich hab heut Geburtstag, und eigentlich ja ein grund zur freude. Für mich ist es tatsächlich eine extrem emotional schwierige zeit im jahr, besonders seit meinem 17. Gestern Nacht hab ich ganz viel geweint, wegen zwei sachen.


    Einerseits bin ich seit dem 4.9.2019 älter als mein bruder, am 9.9.17 dann 17 geworden, wär ich mein Bruder wär ich am 4.9 gestorben und am 9.9 begraben worden.

    Ich fühl mich unwohl, falsch dabei, älter als mein Bruder zu werden. Hab da richtig einen Kloß im Hals. Der gedanke daran macht mich feertig


    Und dann der Gedanke, 19 Jahre, erwachsen sein, auf sich alleine gestellt (auch wenn ich weiß, dass meine eltern mich immer unterstützen werden), das Gefühl allein klarkommen zu müssen, auch ein wenig Einsamkeit dabei, alles hinbekommen und richtig machen zu müssen

    Dazu kommt natürlich das übliche, dass ich meinen bruder einfach vermisse und schon wieder ein lebensjahr ohne ihn beginnt


    Ich möchte nicht nach Hause, weils mir schwer fällt, weils sichs falsch anfühlt doch die aufmerksamkeit zu bekommen, die sich nicht richtig und unfair anfühlt.

    Und trotzdem werd ich jetzt fahren, da ich meine Gedanken jetzt runterschreiben konnte.. danke für euer offenes Ohr


    Eure Conny

    Liebe Linchen1 ,


    ein sehr schöner Gedanke. Danke dir <3


    Ich gebe dir total recht. Es tut gut so etwas zu hören. Natürlich weiß man das ja, aber trotzdem hat man diese Ansprüche an sich selbst und der Zuspruch gibt Kraft. Freue mich sehr, von dir zu hören :5:

    Hallo ihr Lieben,


    hatte gerade den Moment, dass mir einfach vieles im Kopf rumschwirrt und ich ewig nachgedacht habe, bei wem ich mich melde, was mir jetzt helfen könnte - bis mir der Gedanke an Euch und dieses Forum kam. Danke.


    Hier einen "Rückzugsort" zu finden, einen Ort, an dem sich andere deine Gedanken durchlesen und antworten. Es tut mir soo GUT. Es gibt mir ganz ganz viel zurück.



    Heute hatte ich meine zweite Covid-Impfung. Mir hats vor 5 Jahren schonmal ein wenig den Kreislauf runtergehauen, bei einer anderen Impfung. Seit dem aber nie wieder und auch bei der ersten hat mir nichts gefehlt. Aber heute..


    Sofort nach dem die Nadel drin war, sind mir einfach die Tränen runtergelaufen. Und ich habe begonnen, zu hyperventilieren. Haben mir dann gleich ein Wasser gebracht und ich konnte kurz durchatmen. Dann hab ich mich in den Wartebereich gesetzt, in dem man bei uns - zum Glück - noch 15 min warten muss, bis man dann nach Hause gehen darf.


    Da wurds dann schlimmer. Ich hab einfach Angst vor Spritzen und bei mir kommt dann sowas immer danach. Mich erinnerts sehr an meine Panikattaken, die ich zum Glück schon lange nicht mehr hatte. Aber war ganz ähnlich.

    Ein Sanitäter kam dann auch zu mir und hat mich mitgenommen, dass ich mich hinlegen konnte. Ich war am hyperventilieren, hatte eis- wirklich eiskalte und schwitzige Hände und Füße, durch die Atmung dann auch Kribbelgefühle in Finger und Kinn und hab dann auch angefangen, am ganzen Körper zu zittern. Wahrscheinlich durch die Angst hat mir einfach der Kreislauf versagt. Reine Kopfsache - hab mich dann einfach extrem reingesteigert. Mich erinnerts halt total an Panikattaken.


    Und ja. Der Sanitäter war 21, sprich ca. in meinem Alter, und war eigentlich wirklich schön, sich mit ihm zu unterhalten. Bin dann fast 2 h auf dieser Liege gelegen und er hat mich betreut. Haben viel geredet. Auch über den Unfall meines Bruders. Auch über viele banale Dinge, aber halt auch über das.

    Was total schön war - wirklich so schön - er hat genauso reagiert, wie ich es mir von Menschen wünsche, mit denen es im Gespräch zu diesem Thema kommt: Er war ganz offen, nicht eingeschüchtert, hat nicht die Stimme gesenkt, sondern einfach ganz normal mit mir geredet. Ganz normal. Hat gefragt, wies passiert ist. Und einfach total normal reagiert. Ja, über sowas kann ich mich total freuen. Es war echt schön.


    Ich verlange natürlich von keinem, dass er mit mir darüber sprechen muss, mich was fragen oder so - auf keinen Fall, aber einfach daraus kein Tabuthema zu machen, nichts besonderes, ganz normal in der Lage zu sein, darüber zu reden - erst jetzt im Nachhinein wird mir bewusst, wie sehr wertvoll sowas ist.



    Auf der anderen Seite beschäftigt mich einfach diese Situation von heut morgen im Impfzentrum. Ich bin eine Perfektionistin, möchte alles gut machen und nicht auffallen. Und ich fühl mich ungut, wenn ich daran denke, weil ich so verletzlich war und normal immer die Starke bin, sich nichts anmerken lässt und immer einen Top-Eindruch vermittelt. Hab heut tausendmal gesagt zu ihm, dass ich mich normal "nicht so anstelle". Mir wars unangenehm, peinlich. Total doof oder?

    Und der ganze Tag eben diese Gedanken mit den Panikattaken im Kopf, der Tod meines Bruders. Und nie gewusst, wohin mit meinen Gedanken.


    Jetzt stehn sie hier. Jetzt gehts mir besser. Danke an jeden, der sich das hier durchliest und auch antwortet. Ich freue mich einfach so sehr über Antworten. <3

    Hallo ihr Lieben,


    ich mache ja vorm Studium noch die Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten - und Montag gehts los.


    Eigentlich doch ein Grund zur Freude, aber innerlich habe ich ganz ganz viele Ängste, Unsicherheiten Sorgen.

    Komm ich mit dem Team gut klar, stell ich mich allzu blöd an, hoffentlich keine Missgeschicke, Fehltritte - was auch immer.


    Und ganz besonders belastet mich der Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Ein weiterer neuer Lebensabschnitt ohne meinen Bruder. Es macht mich einfach so unfassbar traurig, dass ein neuer Abschnitt beginnt - ohne ihn.

    Ich weiß natürlich, dass ich ihn immer im Herzen bei mir habe, dennoch ist er mein großer Bruder und ist halt nicht da. Die Tränen kullern, Trauer, Vermissen, der Wunsch, ihn nochmal zu sehen. Nochmal umarmen, seine Stimme zu hören, seine Nähe zu spüren. Dieses starke Gefühl des Vermissens, das Gefühl innerlich einfach zu zerbrechen, weil man ihn so stark VERMISST.


    Ein riesen Danke an Euch <3

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe mein bayerisches Abitur endlich in der Tasche und das auch noch mit einem Schnitt von 1,1. Innerlich fällt mir da ganz viel Last ab, dass ich mir keine Sorgen machen brauche, nicht in mein Traumstudium der Veterinärmedizin später zu kommen.


    Andererseits kommt da mein Perfektionist raus und dass ich nie mit mir zufrieden sein kann. Ganz oft hatte ich jetzt den Gedanken, hät ich mich noch mehr reingehangen, hät halt auch eine Null nach dem Komma stehen können. Eigentlich freue ich mich gar nicht so drüber bzw. kann es auch einfach nicht, weil ich noch mehr erwartet hätte und ich immer mehr erwarte als es realistisch möglich ist.
    Da bin ich ganz furchtbar..

    Liebe Kikiro,


    manchmal kommt man an Grenzen, an seine eigenen Grenzen. In diesen Momenten, ist man nicht in der Lage mehr zu tun, zu leisten, als es einen die Grenzen zulassen. Daran hat man aber keine Schuld. Daran hat keiner eine Schuld.


    Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft! Vielleicht kannst du diese Umarmung in Geborgenheit und Mitgefühl annehmen - fühl dich gedrückt.


    Alles alles Liebe

    Conny

    Hallo liebe Aufewigverbunden  

    schön, dass du den Weg hierher gefunden hast, an dem sich viele mit leider ähnlichen Erfahrungen austauschen können.


    Ich bin auch wegen meines Bruders hier. Es ist mittlerweile schon 6 Jahre her (krass, fühlt sich an als wäre es eben grad erst passiert).. Da starb er in einem Motorradunfall - er hatte dabei keinerlei Schuld.

    Zum Thema Schuld: Auch ich denke mir oft, hät ich ihm an dem Morgen noch irgendetwas gefragt oder ihn einfach nur noch 2 Sekunden aufgehalten - dann wäre er jetzt eventuell noch am Leben. Ich mach mir oft Vorwürfe, da wir kein so gutes Verhältnis hatten, als er von uns gegangen ist. War halt die nervige kleine 12-jährige Schwester eines bald 17 Jahre alten großen Bruders. Habe mir immer gewünscht, dass wir uns eines Tages einfach vertragen und gern haben, so wie es eben auch noch vor einigen Jahren war, als die kleine Schwester noch nicht uncool geworden ist. Wenn ich mich an ihn erinnere, kommt mir immer genau ein Bild vor Augen: Wir beide in seinem grünen Zimmer (es war und ist alles grün - seine Lieblingsfarbe) und er umarmt mich. Eine der schönsten Erinnerungen, an denen ich mich festhalte.
    Auf der anderen Seite versuche ich mir diese Schuld so auszureden, indem ich mich frage, was wäre wenn.. wenn ich ihn aufgehalten hätte - wäre er vielleicht jetzt zwar nicht verstorben, wäre aber im Koma, würde leiden und nie mehr aufwachen? So blöd es klingt, aber irgendwo hätte es doch auch schlimmer und noch leidvoller kommen können.

    Was dir auch helfen könnte, eventuell ein paar Vorschläge:
    Wenn du dich dazu bereit fühlst, könntest du einen Brief an deinen Bruder schreiben, mit allem was du ihm sagen möchtest, allen Emotionen. Und wenn du dich damit wohlfühlst, dann beantworte deinen Brief an deinen Bruder selbst, aber aus der Sicht deines Bruders. Was könnte er antworten? Welchen Kosenamen hatte er für dich (ich war immer sein Zwergal)? Was könnte er empfinden, wie würde er mit dir sprechen?

    Eine andere Idee, die ich find, kann auch wirklich heftig sein - mich haben die Emotionen nur so überrannt, selten so geweint. Es gibt auf Youtube Meditationen, um dich mit Verstorbenen zu treffen. Wenn das was für dich ist und du dich gut auf Meditationen einlassen kannst, kann ich dir das sooo sehr empfehlen. Nach 5,5 Jahren habe ich das erste Mal sein Lächeln wieder gesehen, seine Stimme wieder gehört - da kommen mir fast wieder die Tränen. Ich weiß, dass ich hier die Möglichkeit habe, mich mit ihm an unserem Lieblingsspielort als Kinder zu treffen, auf einer Bank, ihn anzusehen, mich an ihn zu lehnen und zu genießen. Und wenn du den Moment länger genießen möchstest, dann drück auf Pause in der Meditation und genieße so lange du möchtest.

    Was ich auch immer gemacht habe: Mir fiel es immer sehr schwer, einzuschlafen. Da hab ich mir seinen grünen Pulli geschnappt, den er an seinem letzten Weihnachten anhatte, mich mit ihm kuschelnd ins Bett gelegt und mir vorgestellt, dass mein Bruder beschützend hinter mir liegt und den Arm um mich legt. Der Geist ist zu vielem im Stande und wirklich, ich habe seine Berührung gespürt und fand ganz ganz viel Ruhe und Frieden darin. Natürlich auch Tränen, aber Tränen die gut taten, sie laufen zu lassen.

    So jetzt höre ich aber auf mit meinem Roman;)

    Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft und viele Nachrichten, die dich auch in deiner Trauer einfach mal zum Lächeln bringen. Fühl dich umarmt, finde Geborgenheit und fühl dich hier gut aufgehoben!

    Alles Liebe
    Conny

    Hallo ihr Lieben <3


    hab mich schon länger nicht mehr gemeldet, wegen meinen nun seit Dienstag überstandenen Abiturprüfungen. Muss sagen, mir hat das Lernen sehr gut getan, wie auch kurz in der Zeit nach dem Unfall meines Bruders. Ich konnte mich in etwas flüchten und die Außenwelt Außenwelt sein lassen und mich nur auf das "Wichtige" konzentieren. Mein Tag bestand aus Schlafen, Essen, Lernen - und ich muss sagen, ich habs total genossen:D

    Am Dienstag waren wir in einem Aquapark und danach auf einer Gartenparty, Mittwoch war ich im Schwimmbad mit einem guten Freund zum gemeinsamen Jonglieren und gestern feierte meine Mama in einer netten Kaffeerunde ihren Geburtstag. Und heute war ich fleißig am Holzarbeiten mit unserem neuen Rückewagen - ja meine Eltern sagen, oft, dass an mir ein halber Junge verloren gegangen ist - bin halt ein 1000 prozentiges Dorfkind durch und durch. Also bisher eine mehr als gelungene Woche!

    Meine Prüfungen waren total in Ordnung, was mich sehr freut, da ich für mein Tiermedizinstudium einen guten Schnitt einfach brauche. Auch wenn ich jetzt erst mal eine Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten im August beginne, freue ich mich schon auf das Studium. Die Ausbildung mache ich aus vielerlei Gründen: zum Einen kann ich mir einen kleinen Geldpuffer anlegen, lerne alles Verwaltungstechnische (was für eine eventuelle eigene Praxis im späteren Leben sicher von Vorteil sein wird), sammle hier schon ganz viel Berufserfahrung und weiß dann auch, dass es die Tiermedizin sicher ist, mit dem ich alt werden möchte (als Landtierärztin mit Kleintierpraxis). Auch ein Aspekt ist die Pandemie: Ich hoffe, dass es in 3 Jahren wieder möglich ist, sein Studentenleben in vollen Zügen genießen zu können.
    Klar verliere ich dann mehr oder weniger 3 Jahre, bis ich dann mal fertig bin und arbeiten anfange (bin dann 27, wenn ich hoffentlich mein letztes Staatsexamen hinter mir hab), aber hier überwiegen für mich einfach die Vorteile, da ich auch so, wenn Zeit ist, neben dem Studium als ausgelernte Tierarzthelferin an Wochenenden oder so arbeiten kann.

    Das wär jetzt so mein Plan. Ich kann meine Ausbildung auch auf 2 Jahr verkürzen, verkürze aber auf "Nur" 2,5 Jahre, um genügend Berufserfahrung zu sammeln. Außerdem möchte ich dann das "freie halbe Jahr" vorm ersten Semester auf einer Alm verbringen :D

    Das zu meiner jetzigen Situation, ich hoffe euch geht es allen gut!

    Stille Perle ich bedanke mich sehr - solche Nachrichten zaubern einem ein Lächeln aufs Gesicht - vielen vielen Dank!! Fühl dich gedrückt! Solche Menschen wie Du, sind ganz ganz viel wert!

    Und für alle die mitlesen - über die letzte Woche kam jetzt noch was dazu.. Mein Opa, 81, leidet schwer an seinem Diabetes und hatte jetzt ein Blutgerinnsel im Herzen was ins Gehirn gewandert ist und dort schaden angerichtet hat - also Myokard bzw. Herzinfarkt und Schlaganfall. Jetzt hat er noch größeren Pflegebedarf als zuvor schon.
    Im Rahmen der 11. Klasse auf der FOS habe ich ein halbes Jahr in der Pflege gearbeitet und kenn deshalb Handgriffe und auch Symptome von Apoplex und Myokardinfarkt.. Er ist in der Nacht gestürtzt, meine Mama hat mich noch gefragt, ob ich nicht mit hochgehen möchte, und ihm aufhelfen, da meine Oma halt angerufen hat, dass sie in allein nicht mehr hochbringt.. Ich hab nein gesagt, weil ich am Mittwoch meine mündliche Prüfung hatte.. So selbstsüchtig.. Er ist wegen der Hemiparese (also mehr oder weniger halbseitige Lähmung) gestürtzt.. Ich hätte das in der Nacht erkennen und sofort den RTW rufen können.. Golden hour zählt in diesen Situationen und nun mach ich mir Vorwürfe, dass es nur wegen mir jetzt so schlecht beinander ist.. ich hätte ihm helfen können. und stattdessen hab ich friedlich in meinem Bett geschlafen.. Er hätte sofort ins KH gehört und evtl hätte vieles verhindert werden können. Für einen Schlaganfall gehts ihm jetzt nicht so extrem schlecht - hab vieles auf der Stroke-Unit im KH gesehen.. Dennoch braucht er mehr Unterstützung, hat jetzt ein Krankenbett und braucht halt viel Hilfe.. alleine Aufsitzen ist nicht möglich. Er kann noch reden, nur kommt jetzt auch die vaskuläre Demenz dazu, was es meiner Oma nicht leichter macht. Sie ist überfordert und ich bin ein hilfsbereiter Mensch - möchte helfen. will helfen. und ich kenne Handgriffe und kann ihm halt auch mehr helfen, als meine Oma oder Mama oder Papa.. Bin aber mitten in der Abivorbereitung und ja.. Ich weiß einfach nicht wohin mit mir.

    Isabel L.K.  
    Also hab noch nichts neues gehört vom Andreas, ob er schon was gefunden hat für mich - und konnte mich auch selbst in der letzten Zeit nicht viel damit auseinandersetzen. Abistress halt :)
    Vielen Dank für deinen Ratschlag, werde ihn beherzigen:)

    Stille Perle ja besonders mir gehts so.. meine Mutter betritt das Zimmer gar nicht.. Meinen Papa tuts augenscheinlich nicht viel, aber innerlich beschäftigt es ihn sicher.. Leider lassen meine Eltern im Zimmer das Fenster gekippt - weiß nicht wieso.. Was mir weh tut, weil so sein Geruch über die letzten 6 Jahre deutlisch schwächer geworden ist. Dieser Geruch von ihm.

    Danke dir, dass du mir diese Erfahrung geteilt hast - bedeutet mir sehr viel. Fühl DICH aus Dankbarkeit gedrückt <3 Ich freue mich immer sehr, von dir zu lesen
    Eine sehr schöne Erfahrung von dir, die auch sicher wichtig und richtig war - auch wenn schwer.

    Also muss sagen, meine Noten sind sehr gut - bin wie bereits erzählt in der 13.Klasse und mach mein Abitur.. Hatte am Mittwoch meine erste mündliche Englischprüfung und vom 10. bis 15. Juni habe ich meine schriftlichen Prüfungen.. Seit der 6. Klasse war ich immer eine Top-Schülerin, aber der 7. und nach em Unfall dann auch, um das Bild von mir nach außen hin aufrechtzuerhalten.. So habe ich jetzt auch einen Jahresfortgang von 1,1..
    Mein Lieblingsfach ist absolut Mathe und Gesundheitswissenschaften (mein Profilfach auf der FOS), mag aber auch Biologie - werde auch Tiermedizin studieren, weswegen mir das bestimmt zu Gute kommt. Bin ein sehr leicht zu begeistender Mensch - egal was, ich machs gern. So auch in der Schule.. es gibt kein Fach, was ich nicht mag.. Eventuell Geschichte/Sozialkunde, weil halt leider Politik einfach nicht mein Ding ist :D

    Danke dir nochmal <3