Posts by theresachristina

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hoffe, es geht Euch allen den Umständen entsprechend gut. Ich war jetzt eine Zeit lang gar nicht mehr online bzw habe eher still mitgelesen, aber ich denke immer wieder gerne an dieses Forum bzw an Euch.


    Mir ging es in der letzten Zeit eigentlich ziemlich ok. Ich habe einen Weg gefunden, mit der Trauer umzugehen bzw es war auch sehr viel los in der letzten Zeit, das war natürlich auch eine Ablenkung. Wenn ich ehrlich bin habe ich die Gedanken, falls sie Abends hoch kamen, auch weg geschoben weil ich mir immer dachte "nein jetzt nicht". Es war dann alles im Großen und Ganzen ok, aber in den letzten 2,3 Wochen hat sich das wieder geändert. Klar, Trauer kommt ja in Wellen wie es immer so schön heißt und irgendwann konnte ich meine Trauer auch nicht mehr wegschieben. Das kommt mir jetzt doppelt "dick", ich habe meinem Körper nicht erlaubt zu trauern und jetzt kommt alles wieder hoch, was aber auch an der Jahreszeit liegt. Ich weiß noch alles so genau, wie es vor einem Jahr war. Meiner Mama ging es gut, sie hatte die Chemos gut hinter sich gebracht und sie war mit meinem Papa im Urlaub und ich war so oft es geht bei Ihr Kaffee trinken oder einfach Blödsinn machen. Diese Zeit war rückblickend gesehen so kostbar. Ich hätte niemals gedacht, dass sich die Situation so schnell ändert. Ich habe am 15.10. Geburtstag und ab dem Tag danach ging alles so steil bergab...mein Papa war die ganze Woche schon ein bisschen erkältet, meine Mama hat immer geschaut, dass es sie nicht erwischt, aber sie hat mir nach meiner Geburtstagsfeier geschrieben, dass Papa sie jetzt doch angesteckt hat und sie auch husten müsste. Leider war das keine Erkältung....das hat alles nur vom Timing her gut zusammengepasst, aber leider war es kein Schnupfen, die Krankheit hat meine Mama langsam erobert. Und der Husten war der Anfang....mit dem fing alles an. Die nächsten Monate bis Januar waren so ein harter Weg...so viele Krankenhausbesuche, so viel Kummer, so viel Hoffnung, die sofort wieder zerstört wurde. Ich habe Angst vor dieser Zeit, da ich immer wieder reflektiere, was im letzten Jahr um die gleiche Zeit passiert ist. Ich freue mich auf meinen Geburtstag, aber habe auch Angst davor bzw es wird eben einfach sehr schwer. Mein erster Geburtstag ohne sie, und dann auch noch die Erinnerungen dazu....


    Ein Auslöser, dass meine Trauer wieder total zurück gekommen ist, war auch noch folgende Situation, die mich auch sehr überrascht hat. Meine Schwiegermama hat sich leider den Arm gebrochen beim Rad fahren. Es musste operiert werden, aber man kann es heilen. Als das passiert ist war sie erst mal im Kranknehaus und durfte auch gleich wieder heim, weil man sie erst am Montag operieren wollte. Wir haben sie dann ein wenig mit zu uns genommen und uns um sie gekümmert. Meine Schwiegermama hat dann angefangen zu erzählen, dass sie so lange warten musste und 3 Stunden im KH war. Damit fing es an. Irgendwas hat sich da in mir geregt. Sie hat dann weiter vom Krankenhaus erzählt wie schlimm und blöd das alles ist und dass sie nicht operiert werden mag, aber es jetzt eben so ist. Mir war da ganz komisch, ich hab sie beruhigt usw und mein Mann hat sie dann auch heim gefahren (wir wohnen alle nicht so weit entfernt). Ich bin dann ins Haus und wollte Wäsche aufhängen, als ich einfach plötzlich komplett in einem Weinkrampf am Boden saß. Das war wirklich überraschend für mich, es kam so schnell als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Ich musste so weinen. Ich hab geschimpft und immer wieder gesagt ich hätte ALLES dafür getan, dass sich meine Mama auch nur den Arm gebrochen hätte. Ich habe immer wieder gedacht warum konnte sich meine Mama nicht auch "nur" den Arm brechen? Warum musste meine Mama so eine scheiß Krankheit bekommen? Meine Schwiegermama hat das alles nicht böse gemeint und ich weiß ja, andere haben auch ihre Probleme aber irgendwie war ich noch nicht soweit, dass ich mich über einen gebrochenen Arm sorge. Auch als sie gesagt hat dass sie 3 Stunden im KH war....da dachte ich mir nur sei hald froh dass es nur 3 Stunden waren und nicht Tage. Ich weiß das ist sehr egoistisch von mir, natürlich ist es nicht toll für sie dass sie einen gebrochenen Arm hat. Sie hat Schmerzen und es ist unangenehm. Das weiß ich. Aber meine Toleranz dafür ist noch nicht da. Meine Mama ist jetzt seit 8 Monaten nicht mehr bei mir, ich kann mir leider immer noch nicht die Geschichten von anderen anhören die klagen wie scheiße und schlimm alles ist, obwohl sein oder Ihr Problrem in 8 Wochen wieder vorbei ist. Das ist auch nicht gerade eine tolle Eigenschaft von mir im Moment ich weiß...aber ich muss da wirklich auf mich selbst aufpassen. Die KH Geschichten von meiner SchwieMu haben wieder alles aufgebrochen in mir. Ich war plötzlich wieder im Januar und ich hatte plötzlch wieder Angst. Ich hab mich dann ein wenig distanziert, was für meine Familie so rüber kam, als wäre ich genervt von ihr gewesen was natürlich überhaupt nicht stimmte. Ich wollte einfach nicht nochmal so reagieren wie beim Wäsche aufhängen. Mir macht so ein Nervenzusammenbruch einfach Angst und ich will das vermeiden. Ich möchte einfach nicht so sein....aber mein Körper holt sich das eben und ich habe wieder gelernt, dass ich mir da einfach noch mehr Raum und Geduld geben muss. Aber seitdem bin ich echt wackelig auf den Beinen und auch sehr durch den Wind. Leider kam dann auch noch eine schlechte Nachricht von einem Bekannten bei mir an, was alles nicht besser gemacht hat.


    Wie geht es Euch dann im Moment mit Eurer Trauer? Und wie geht Euer Umfeld damit um? Zeigt es bei jeder Situation Verständnis?

    Liebe Lisa und liebe Hedi,

    liebe Alle,

    danke für Eure Antworten - vor allem Hedi, danke dass Du Deine Sicht aus der "Elternseite" geschildert hast. Es ist schön zu wissen, dass Du einen guten Rückhalt bei Deiner Familie hast. Wie Du schon sagst, Einsamkeit in der Trauer darf sein und muss bei einigen leider auch so sein. Und hier gilt wirklich, lieber erfühlen anstatt sich so viele Gedanken zu machen, da hast Du schon Recht. Mein Papa hat sich tatsächlich, wie Du schon geschrieben hast Lisa, gleich im Februar schon in einem Fitness Studio angemeldet. Da hat er mittlerweile seinen festen Kern und sie trainieren regelmäßig zusammen. Er hat auch so tolle Freunde, die sich um ihn kümmern und ich bin natürlich auch für Ihn da so gut es geht. Wie sagt man immer, er ist im Moment einsam, aber nicht alleine.


    Wünsche Euch allen eine gute Woche, passt auf Euch auf.

    Hallo liebe Community,

    habe eine Zeit lang nichts mehr geschrieben, aber immer still Eure Beiträge gelesen und mitgefühlt <3 Ich danke Euch sehr für den Austausch hier und Eure einfühlsamen Worte. Ich kann daraus wirklich vieles lernen und wer weiß vielleicht helfen jemand anderen unser Beiträge wieder, wie Sverja schon geschrieben hat.


    Wie gehts es Euch? Ich hoffe die Zeit macht es ein wenig erträglich für Euch.

    Ich habe ja schon öfters geschrieben, dass sich meine Trauer ein wenig verändert hat. Manchmal ist sie da und schlägt mit voller Wucht zu. Manchmal ist sie wieder kleiner, wie Wellen. Manchmal kommt Angst dazu, aber meistens bleibt sie weg. Trotzdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht an meine Mama denke. Und es wird niemals mehr weggehen, das weiß ich. Aber ich will auch meine Mama immer im Herzen und in meinen Erinnerungen wach halten <3


    Gestern war eine Geburstagsfeier von meinem Onkel, der Bruder von meiner Mama. Es war sein erster Geburtstag, an dem seine Schwester nicht da sein konnte. Ich weiß nicht wie es ihm ging....er hatte viele Freunde und Bekannte da, das war auch echt schön. Ich konnte mich dann mit meiner Tante ein wenig unterhalten. Vor allem über Mama. Und da hab ich mir wieder gedacht, wie surreal das alles ist. Beim erzählen denke ich immer, ich erzähle die Geschichte von einer anderen Familie. Uns kann das doch nicht wirklich passiert sein. Es fühlt sich manchmal an, als würde meine Mama jeden Moment anrufen und mich spaßhaft schimpfen "Hey spinnst Du warum hast Dich denn so lange nicht mehr gemeldet?! Magst auf einen Kaffee vorbei kommen?". Ich kann es manchmal nicht glauben, dass sie weg ist, dass das nun unser Schicksal ist. Dass ich sie nie wieder sehen werde. Diese Endgültigkeit macht einen doch verrückt oder? Ich habe es soweit verstanden, dass sie nicht mehr kommt. Mein Kopf und mein Herz wissen es. Leider. Aber es fühlt sich trotzdem nicht so an. Manchmal bin ich von mir selbst überrascht, wie ich mit all dem umgehen kann. Im Januar dachte ich es zerreißt mich vor Schmerz. Hatte ständig Angst, Panik, Trauer...so eine schlimme, tiefe Trauer. Ein halbes Jahr später ist es wirklich anders geworden. Ich will nicht sagen besser, denn dieser Verlust wird nie besser. Aber eben anders.


    Ich denke im Moment auch viel über meinen lieben Papa nach. Er meistert das alles soooo gut, er ist ja selbst erst 57 und war seit Ewigkeit mit meiner Mama zusammen. Plötzlich ist er alleine. Ich muss sagen, dass ich sehr froh bin dass ich meinen Mann habe, dass da jemand ist an dem ich mich randrücken kann wenn die Nacht wieder zu dunkel ist. Dann denke ich an Papa. Er kann das nicht. Ich wäre in meinem Leben nicht mehr froh, wäre mein Mann nicht da. Wie schafft mein Papa das nur. Wir sehen uns sehr oft und reden täglich. Es geht ihm im Großen und Ganzen OK, aber ich sehe es ihm an, dass er das einfach nicht will. Dieses alleine sein. Er tut mir so Leid, ich will nur dass es ihm gut geht. Und ich muss sagen ich bin echt stolz auf Ihn wie er das macht, das sage ich ihm auch. Habt Ihr manchmal auch diese Sorgen um den verbliebenen Elternteil? Wie gehen sie damit um und wie unterstützt ihr sie? Ich bin schon froh, dass wir alle nah zusammen wohnen und ein gutes Verhältnis haben. Er hat auch sehr gute Freunde die ihn auffangen. Ich hoffe das reicht bzw hilft ihm ein wenig.


    Wünsche Euch einen schönen Tag <3 bleibt zuversichtlich.

    Liebe Lisa95


    wir haben uns ja schon ein wenig ausgetauscht, wollte Dir aber hier auch nochmal antworten :)


    Es ist verständlich, dass Du Deiner Mama von Deinem JGA erzählen wolltest :( solche größeren Ereignisse möchte man doch immer seiner Mama erzählen. Ich verstehe das. Unsere Mama werden schmerzlichst von uns vermisst. Aber Deine Mama war bestimmt trotzdem auf irgendeiner Art und Weise bei Dir. Auch wenn das vielleicht kein Trost ist...man kann manches einfach nicht schön reden. Aber ich glaube schon ganz fest daran, dass sie alles mitbekommen, nur eben anders.


    Ich war ja das letzte Wochenende in München wie Du weißt. Ich habe ein paar Tage vorher auf Instagram von einer ganz lieben Person, die ich nicht persönlich kenne, die Story angesehen. Sie ist ein sehr positiver Mensch, ist in meinem Alter und hat leider auch sehr jung Ihren lieben Papa verloren. Sie schreibt immer wieder mal darüber, wie Sie damit umgeht usw und ich finde das sehr bewundernswert. Auf jeden Fall war die besagte Dame ein paar Tage vor mir auch in München und hat berichtet, dass sie eben auf Zeichen usw hört und hat erzählt, dass auf Ihr ein Marienkäfer rum gekrabbelt ist und für sie war das ein Zeichen von Ihrem Papa. Ich habe mich so für sie gefreut, weil ich es auch als ein schönes Zeichen empfunden habe. Als ich dann in München war und S-Bahn mit meinen Mädels gefahren bin, war ich dann total sprachlos und überrascht, als sich bei meinem Fensterplatz neben mir auch ein Marienkäfer nieder gelassen hat. Mitten in München in einer S-Bahn. Ich hab den Gedanken für mich behalten....aber wie schön ist das? Und so ist es bei Dir bestimmt auch. Deine Mama ist da und hat Deinen JGS gesehen. Ich hoffe der Gedanke tröstet Dich ein wenig. Auch wenn nichts unsere Mamas ersetzt und wir sie natürlich am liebsten in den Arm nehmen wollen....


    Zu Deiner Freundin: Find es einfach total unmöglich von ihr. Aber wie Pia schon geschrieben hat, ich kenne auch niemanden, bei dem sich die Träume bewahrheitet haben. Ich glaube auch dass bei Deiner Freundin vllt irgendwas schlummert und sie das eben geträumt hat. Aber sie hätte es Dir nicht erzählen dürfen. Finde das sehr schade und auch rücksichtslos von ihr. Aber steigere Dich da nicht rein. Dieser Traum ist NICHT die Wirklichkeit.


    Wünsche Dir und Euch allen einen schönen Tag <3

    Liebe Michaela,

    der Schmetterling war bestimmt von Deiner Mama, das ist doch so eine schöne Vorstellung und dass er auch noch auf dem Kopf von Deiner Tochter gelandet ist <3 ich glaube ganz fest daran, dass dies ein Zeichen war. Ich habe auch sowas ähnliches mit einem Schmetterling erlebt. Es war der erste Geburtstag von meiner Mama, an dem sie nicht mehr bei uns sein konnte;( der Tag war schwer, sehr sogar. Ich ging zusammen mit meinem Mann und meinem Papa zu Ihr ans Grab und wir standen da, alle 3 so verloren und so traurig, in Gedanken ganz fest bei Ihr. Und dann kam wie aus dem Nichts ein weißer Schmetterling. Er schaute sich alle Blumen an, die wir Ihr neu gebracht haben zu Ihrem Geburtstag. Er setzte sich auf jedes einzelne Gesteck und blieb ein wenig bei uns. So als hätte er sich alles angesehen. Das war sehr schön und ich stellte mir auch vor, dass das meine Mama war <3 ich glaube es gibt noch so vieles, was wir Menschen nicht verstehen können. Ich hoffe es sogar. Hoffe so sehr, dass unsere Mamas und all die Lieben, die schon gehen mussten, noch irgendwie bei uns sind.


    Ich kann Deinen Schmerz so sehr verstehen. Das tut mir Leid, dass Du Dich mit Deiner Trauer allein gelassen fühlst. Ich weiß Du hast bestimmt Deine Familie und Freunde mit denen Du darüber sprechen kannst, aber so ganz verstehen können sie es wohl nicht. Das ist bei mir aber auch so in manchen Situationen. Da ist man schon stolz, dass man überhaupt aufstehen kann und weiter machen kann. Alles andere wie Arbeit wäre an diesen Tagen zu viel. Doch andere sehen dann nur, dass man aufgestanden ist und sonst nichts. Derweil ist dieses aufstehen und bemühen schon ein riesen Schritt, egal wie "weit" man schon in der Trauerzeit ist. Mach das alles in Deinem Tempo und achte auch Dich. Wünsche Dir einen erträglichen Tag <3

    Schwieriges Thema, auf der einen Seite will ich wirklich nicht hin gehen und sehe das ähnlich wie Du Linchen1 , finde es sehr gut von Dir, dass Du Dich damals nicht hast lenken lassen sondern einfach auf Dich gehört hast und auch so stark warst, Dich "durchzusetzen". Man muss schon auch auf sich selbst schauen und ich kann absolut nachvollziehen, dass Du nicht hin gegangen bist.


    Liebe Ameliea , nein alles gut vielen Dank für Deinen Ratschlag. Ich weiß dass mir im Prinzip niemand sagen kann was ich tun soll. Das muss ich selbst entscheiden, finde es aber gut zu wissen, wie andere darüber denken würden. Letztendlich liegt es natürlich an mir. Ein kleiner Teil von mir denkt auch so wie Du, dass ich mich vielleicht meiner Angst stellen soll. Hut ab vor Dir übrigens, dass Du Dich zu Deinem Ex mit der neuen Freundin hin getraut hast. Danach warst Du bestimmt ein bisschen stolz auf Dich - zurecht :) und konntest vielleicht besser abschließen.


    Ich weiß eben nicht, ob ich es nicht für mich als Abschied brauche. Es ist auch schwierig, wir arbeiten in einem Familienunternehmen und der Verstorbene ist eben der Schwiegersohn unsereres Gesellschafters und bei uns ging es immer familiär zu. Aber da kommt eher wieder die Erwartungshaltung von den andren zum Vorschein, da denke ich gerade nicht an mich, sondern eher was die anderen Kollegen erwarten. Aber darum sollte es nicht gehen, es geht immer noch um mich und deshalb muss ich alle anderen ausblenden.


    Ich will diesem Thema eigentlich gar nicht so viel Raum geben und dennoch schreibe ich mit Euch darüber...


    Muss auch ehrlich sagen, die Fassungslosigkeit geht allmählich zurück und ich spüre fast nur noch Wut. Wut über diese gesamte Situation, zum Teil auch über ihn. Wisst Ihr ich war echt auf einem guten Weg. Ich konnte langsam damit umgehen, dass Mama nicht mehr da ist. Habe trotzdem viel mit Mama gesprochen. Natürlich weine ich immer noch so viel, aber es wurde ein wenig besser bzw die Trauer hat sich verändert. Und jetzt kommt sowas. Aber das kann ich nicht ändern.


    Hoffe einfach, dass diese Woche schnell vorbei geht, egal wie ich mich entscheiden werde. Ich würd so gern mit Mama darüber telefonieren....das Leben ist SO schön und auch SO hart manchmal.

    Danke Ihr tollen und lieben Menschen für diesen Austausch hier :)


    Danke dass Ihr Euch ein wenig in mich Hinerversetzen könnt. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob mir das eher schadet als gut tut, ich werde da mal noch darüber schlafen und richtig...zwingen kann mich niemand. Eins kann ich aber heute auf jeden Fall sagen, dass es mir weh tut damit konfrontiert zu werden und ich auch wieder komplett unruhig werde. Ich glaube auch, dass ich nicht mit anderen Gedanken hin gehen kann. Wie soll man sowas auch anders sehen? Es ist und bleibt schrecklich und traurig. Gerade wenn man selbst soetwas erlebt hat. Ich weiß manchmal gar nicht, was ich dann denken soll ich stresse mich dann so sehr in einen Gednaken rein dass ich mich über Kopf und Kragen rede / schreibe.


    Sverja Du hast immer so eine wahnsinnig tolle Art Dich auszudrücken und schenkst den Menschen hier immer sehr viel Trost und hast gute Tipps. Ich hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht. Vielen dank, dass Du mir trotzdem geantwortet hast:24:ich stimme Dir in allem zu. Nur weiß ich eben wirklich noch nicht ob ich hin gehen soll. Werde es mir überlegen und nach meinem Bauchgefühl gehen.


    Danke Euch allen

    Ihr Lieben <3


    vielen Dank an alle, die immer meine Beiträge mitlesen und sowohl im Stillen, als auch mit Ihren Texten an mich denken :)


    Heute bin ich so zwiegespalten. Das Thema Tod und Abschied beschäftigt mich seit letzter Woche wieder mehr denn je. Nicht, dass ich den Tod von meiner lieben Mama im Januar schon verarbeitet hätte...nein das hab ich wirklkich nicht...aber ich konnte in dieser Zeit schon vieles aufarbeiten und habe mich wieder in das Leben gestürzt. Ich wollte wieder glücklich sein. Für mich, aber auch für meine Mama. Ich denke mir, dass sie eh immer bei mir ist und sieht was ich mache und erlebe und dass sie mir hilft. Die Trauer kommt dennoch oder gerade deswegen immer wieder in Schüben. Erst gestern Abend wieder. Ich hatte ein schönes Wochenende voller Entspannung und gutem Essen und mit unseren Freunden. Alles war gut. Und dann kam wieder die Trauer. Diese Bilder, die mir damals im Januar mein Herz gebrochen haben. Diese Hilflosigkeit und die Angst von Mama zu sehen. Mein Herz wird wieder so schwer wenn ich nur daran denke. Aber mein Kopf erinnert mich automatisch immer wieder daran, auch wenn ich nicht an diese Bilder denken mag.


    Wie ihr in meinem vorherigen Beitrag vielleicht schon gelesen habt, hat sich ein Arbeitskollege letzte Woche das Leben genommen. Für mich immer noch unfassbar. Einfach unbegreiflich. Aber ich habe versucht, das nicht zu nah an mich heran zu lassen und doch beschäftigt es mich. Ich bin ein sehr empathischer Mensch, was ich eigentlich sehr gut finde, aber in manchen Situationen überrennt mich diese Eigenschaft manchmal. Wir haben alle in der Arbeit gedacht, dass die Familie im stillen und nur unter sich Abschied nehmen will, doch heute hieß es, wir, also die Arbeitskollegen, können auch zur Beerdigung kommen. Das war ehrlich gesagt ein kleiner Schock für mich. Ich habe mit einer Beerdigung nicht gerechnet und mein erster Gedanke war: Ich kann da nicht hin gehen. Ich schaffe das nicht. Es ist zu früh. Aber ich stehe ein wenig im "Zugzwang", da ich unter anderem die Personalleitung bin und wie ich es gehört habe, fast alle hin gehen möchten. Ich denke dabei gerade nur an mich und ich weiß das ist egoistisch. Ich kann nicht schon wieder auf eine Beerdigung gehen. Nicht schon wieder auf einen Friedhof. Nicht schon wieder die Urne oder vielleicht sogar noch schlimmer - einen Sarg sehen. Vor diesm Anblick fürchte ich mich schon mein ganzes Leben. Ich finde Särge ganz, ganz furchtbar. Keine Ahnung wieso. Ich kann es nicht ertragen, die Angehörigen so am Boden zerstört und weinend zu sehen. Ich habe den Tod von meiner Mama noch nicht verkraftet, ich weiß wirklich nicht ob ich das schaffe. Die Kollegen reden auch über die Organisation von einem Kranz und einem Brief, da haben sie sich auch an mich gewandt. Ich durchlebe diese Orga indirekt nochmal. Ich bin gefühlt wieder im Januar, obwohl dies ja eine KOMPLETT andere Situation ist. Ich habe hier in der Arbeit Verantwortung für die Mitarbeiter und ich sehe ihnen an, dass sie das alles auch mitnimmt. Aber ich habe noch nicht die Kraft, für alle tröstende Worte zu finden. Ich bin noch zu sehr mit mir selbst beschäftigt.


    Wie ihr vielleicht auch wisst, ist das Thema Friedhof und Beerdigung sowieso ein großes Thema für mich. Ich habe dies auch mit dem lieben King schon mal kurz in einem anderen Wohnzimmer besprochen - herzlichen Dank nochmals für Deine Offenheit und Deine Worte. Ich bin in der letzten Zeit darauf gekommen, dass viele Ängste und Unsicherheiten in meinem Leben von früher kommen. Als ich als Kind mit zu einer Beerdigung genommen wurde. Ich konnte so vieles noch nicht verstehen und ich habe mich so vor dem Sarg gefürchtet. Ich hatte Angst, als ich die Rose hinein gelegt habe, selbst hineinzufallen. Ich hatte einfach Angst vor diesem Anblick und konnte es nicht verstehen und wollte es sogar nocht mit etwas lustigem überspielen (verdrängen). Das hat sich bis heute hin gezogen und ich glaube wirklich, dass viele Probleme die ich habe, von diesem Tag her kommen, bzw die Probleme die ich mit dem Thema Tod habe. Irgendwie ist da eine Störung entstanden, ich weiß es selbst nicht wie ich es beschreiben soll und ob es daran wirklich lag....aber ich bilde mir ein, dass es da "klick" bei mir macht und ich auf einer guten Spur bin, mein Trauma zu lösen um endlich frei von diesen Gedanken voller Sorgen um mich und andere zu leben.


    Ich habe mich mit diesem Thema auseinander gesetzt....und jetzt soll ich wieder auf eine Beerdigung gehen. Auf der einen Seite schreckt es mich ab, weil ich es extrem schlimm finde und es einfach nicht ertragen kann. Auf der anderen denke ich mir, wieso diese "Herausforderung" gerade jetzt in mein Leben kommt, wo ich versuche mich mit dieser auseinanderzusetzen? Das ist doch seltsam. Vielleicht möchte jemand, vielleicht möchte sogar meine Mama, dass ich mich diesem Thema nochmals stelle, nur mit anderen Gedanken. Mit einer anderen Sichtweise. Das Thema Tod wird mich immer begleiten, ich bin erst 30 Jahre alt und auch wenn ich meine lieben Großeltern und alle Menschen die ich liebe gerne um mich habe....das Leben ist nicht unendlich. Das habe ich als kleines Kind dann sehr schnell begriffen, dass Menschen einfach verschwinden und nicht mehr wieder kommen. Diese Gedanken melden sich wieder bei mir. Und ich muss dieses Thema akzeptieren. Ich bin natürlich nicht gezwungen, hin zu gehen das weiß ich, das haben auch viele Kollegen gesagt. Wenn ich es nicht schaffe, brauche ich es nicht machen. Punkt. Aber vielleicht sollte ich es....auch um Abschied von Ihm zu nehmen, auch wenn er nicht zu meinem engsten Bekanntenkreis gehörte...


    Wie ihr seht bin ich heute echt hin und her gerissen und es tut wieder mal gut, mein Gedankenchaos aufzuschreiben. Wie würdet Ihr Euch denn an meiner Stelle verhalten? Wie seid Ihr mit dem Thema vertraut? Bei uns wurde es leider immer totgeschwiegen und ich habe vielleicht deshalb eine verzerrte Wahrnehmung daovn. Alles nicht so einfach gerade.


    Danke fürs lesen <3

    King vielen dank für Deinen offenen und ehrlichen Worte. Danke, dass Du Deine Gedanken mit mir/uns teilen magst - vielen Dank, das ehrt mich sehr und war bestimmt nicht leicht.


    Du bist sehr stark, ich finde das toll, wenn Menschen so offen sind und man sich auch eingestehen kann, dass eine Therapie nichts schlimmes ist, sondern eine unglaublich Große Hilfe.


    Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles Gute, LG

    Liebe Pia1962

    herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ja ich verstehe sehr gut was Du meinst und ich versuche, das kleine, ängstliche Kind von damals zu trösten. Du hast Recht, jetzt kenne ich das Problem und ich kann es zumindest besser einordnen. Wegen einer Therapie überlege ich es mir mal noch eine Weile, wenn es mich gar nicht mehr los lässt, werde ich auf jeden Fall eine machen.


    Tut mir Leid dass Du am Anfang nicht wusstest, dass es eine Panikattacke ist :( das ist aber auch sehr schwer zu deuten bzw es macht einem schon sehr Angst. Mir war das das letzte Jahr auch nicht bewusst, als mir ab und an mal so schwindelig wurde, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Natürlich dachte ich zuerst, es ist was schlimmes in meinem Kopf oder sonst was, ich bin da leider so mittlerweile. Aber dann habe ich verstanden woher das kommt. Jetzt habe ich dieses Schwindelgefühl Gott sei Dank nicht mehr und ich hoffe es kommt auch nicht mehr wieder.


    Vielen Dank für Deine Rückmeldung, das hat mir schon mal sehr geholfen :)

    Habe Therapien gemacht.
    Kenne die Gründe was meine Panik verursacht hat.
    Der Tod meiner Oma. Die Beerdigung als ich 3 Jahre alt war.

    Habe es nicht vergessen. Hatte schon damals Albträume.
    Habe gefragt ob man nicht sterben müsse wenn man an den lieben Gott glauben würde.
    20 Jahre später riss dieses Trauma auf.


    Das alles in Kurzfassung.

    Lieber King ,

    vielen Dank, dass Du diese Erfahrung mit uns teilst. Panikattacken sind so furchtbar, ich kenne sie auch. Bei jedem kommen sie immer unterschiedlich stark, das ist schon erstaunlich, wie viele Gesichter so eine Panikattacke haben kann.


    Was ich Dich fragen möchte, ich hoffe Dir ist das nicht zu persönlich, wenn ja musst Du natürlich nicht darauf antworten. Du schreibst, dass Du den Auslöser bzw die Gründe Deiner Panik kennst, nämlich die Beerdigung von Deiner Oma. Hat Dir das weiter geholfen, dass Du nun den Grund kennst? Also hat es Dich irgendwie beruhigt oder hat der Therapeut etwas dazu gesagt? War es Dir eine Hilfe für Dein weiteres Leben und konntest Du es wieder bewältigen?


    Ich frage nur, da ich das bei mir ähnlich vermute. Ich bin nicht in Therapie, aber ich habe mich mit den Thema wie Trauma, Schattenkind, Sonnenkind usw befasst und ich habe intensiv nachgedacht, warum ich auf manches so heftig reagiere und warum wohl die Panik kommt und ich ein sehr gespaltenes Gefühl für den Tod habe. Ich hatte eben immer ein Gefühl, dass irgendwas früher bei mir vorgefallen ist, was ich aber vergessen habe. Seit dem Tod meiner Mama bricht es nun auch wieder total raus und ich habe immer wieder mal solche Flashbacks. Ich war auch noch sehr klein und meine Eltern haben mich mit auf die Beerdigung von meiner Uroma genommen. Leider konnte niemand auf mich aufpassen, weil alle unsere Verwandten und Bekannten dorthin gehen wollten, deshalb ging ich mit ihnen mit. Und ich erinnere mich noch so gut. An dieses Gefühl, obwohl ich noch sehr jung war. Es hat mich gegruselt, ich habe mich sehr gefürchtet, da ich das alles noch nicht verstehen konnte, warum sie nun einfach nicht mehr da ist. Dass Menschen einfach so verschwinden und nicht mehr wiederkommen. Ich konnte nicht verstehen, was sterben bedeutet. Ich hatte gemischte Gefühle. Ich weiß es noch genau, ich durfte auch eine Rose in das Grab legen und der Anblick von diesem Sarg.....es gruselt mich heute noch ich kann das fast nicht ertragen, soetwas zu sehen und ich glaube das kommt eben von früher.


    Jetzt beschäftigt mich die Frage, sollte dieses Erlebnis mein Auslöser sein....wie bringe ich das wieder in Ordung? Das ist echt sehr komplex und schwierig und vielleicht kann mir nur ein Therapeut helfen. Mir geht es jedoch einigermaßen gut. Natürlich habe ich wie Ihr manchmal Panikattacken, aber diese äußern sich bisher nicht all zu heftig. Deshalb denke ich, ich möchte so einen Therapie Platz niemandem weg nehmen, der ihn viel dringender benötigt als ich. Puuh alles sehr schwer.


    Danke für den Austausch hier :)

    Ihr Lieben, ich danke Euch für Eure lieben und einfühlsamen Worte.


    Ich konnte eine Nacht mal darüber schlafen, ich bin natürlich immer noch im Schock und er fehlt einfach hier in der Arbeit, aber zusammen werden wir das schaffen. Wie die liebe Pia1962 geschrieben hat, es darf mich nicht erdrücken, aber Anteil nehmen darf ich - und das machen wir so.


    Das gestern hat vieles in mir wieder aufgewirbelt. Der Tod von meiner lieben Mama ist auch noch nicht so lange her. Natürlich kamen da die Gedanken...meine Mama musste gehen, sie hat gegen den Tod angekämpft während unser Mitarbeiter freiwillig gegangen ist. Aber beim nachdenken und Schreiben mit Euch ist mir auch bewusst geworden: Meine Mama hatte eine offensichtliche Krankheit...aber er war anscheinend auch krank, nur nicht für alle sichtbar. Freiwillig wird er das nicht gemacht haben, die Psyche kann ebenfalls krank werden. Na ja ich möchte auch gar nicht mehr weiter in das Thema hineingehen. Es ist erschütternd wie zerbrechlich ein Leben sein kann. Trotzdem hat die Welt auch viele gute und schöne Seiten, die muss ich mir immer wieder vorhalten.


    Ich wünsche Euch eine gute Woche <3

    Hallo liebe Community,

    ich habe lange hin und her überlegt, ob ich dieses Thema hier öffentlich schreiben soll....habe mich auch schon mit der lieben Lisa95 ausgetauscht und habe bei Charlott gesehen, dass Sie gerade etwas ähnliches durchmacht. Ich muss das jetzt aufschreiben, um die Gedanken in meinem Kopf geordnet zu kriegen. Ich bin so durch den Wind und verwirrt. Eigentlich gehört das glaube ich in ein anderes Thema rein, aber ich lasse es trotzdem erst mal in meinem Wohnzimmer.


    Triggerwarnung an alle Vorweg: Es geht um Suizid eines Arbeitskollegen.


    Bitte lest nicht weiter, wenn ihr das nicht schafft oder gerade nicht ertragen könnt. Ich möchte niemanden verletzen.


    Wie das Leben so spielt....ich verstehe es seit diesem Jahr einfach nicht mehr richtig. Ich hatte 30 Jahre lang nichts mit dem Thema Tod zu tun, worüber ich sehr froh war. Im Januar habe ich, wie ihr alle wisst, meine liebe Mama verloren...und jetzt werde ich noch mit einem Thema konfrontiert, womit ich niiiiemals im Leben gerechnet habe.


    Ich bin heute Morgen aufgestanden, alles war normal, bis ein Arbeitskollege angerufen hat. Was er gesagt hat, hat mich zutiefst schockiert und ich bin einfach immer noch furchtbar entsetzt darüber. Er sagte, dass sich unser Arbeitskollege, der schon seit über 10 Jahren bei uns in der Firma ist, das Leben genommen hat. Gestern Nacht. Er hat sich zu Hause erhängt...er hat eine Frau und 2 Kinder. Ich war so in Panik und so machtlos....ich fing an zu zittern und musste erstmal nur weinen. Ich kannte diesen Kollegen schon eine lange Zeit. Wir standen uns jetzt nicht extrem nah, wir haben uns nichts privates anvertraut oder ähnliches, aber trotzdem haben wir uns jeden Tag über Jahre gesehen und miteinander gearbeitet. Jeder hier bei uns in der Arbeit ist einfach nur geschockt...man hat es ihm nicht angesehen, aber das sieht man wohl bei den meisten nicht. Er war immer gut drauf, manchmal stur, aber nie überdreht oder traurig bzw er machte nie irgendwelche Anstalten, dass er mal zu so etwas fähig ist. Es tut mir so furchtbar Leid für Ihn, dass er nur so einen Ausweg gesehen hat. Es ist so schlimm....es tut mir so, so Leid.


    Ich bin einfach nur sprachlos. Ich fasse es einfach nicht. Schon wieder jemand, der einfach verschwindet und nicht mehr hier ist. Natürlich kann man die beiden Fälle nicht vergleichen....aber dennoch trifft es mich sehr. Mir läuft es eiskalkt den Rücken herrunter. Ich fühle mich wie in einer schlechten Serie. Das kann doch nicht wahr sein....wie gesagt, er zählte nicht zu meinen engsten Bekannten, aber dennoch beschäftigt es mich und lässt mich nicht los. Wie verzweifelt muss er wohl gewesen sein soetwas zu tun? Die Polizei meinte, es war eine Kurzschlusshandlung. Ein Kollege wohnt in der direkten Nachbarschaft. Er meinte, dass es gestern um diese Zeit auch total schlimm gewittert hat, so ein Gewitter hätte er noch nie gesehen. Es waren wohl ganz komische Blitze am Himmel....es gruselt mich und ich bin starr vor Schock. Wie spielt das Leben nur?


    Meine liebe Mama musste viel zu früh gehen. Sie hat gegen den Tod gekämpft.....und dann passiert soetwas. Das wohl scheinbar komplette Gegenteil. Aber er hat sich das bestimmt nicht ausgesucht, er hatte wohl auch in irgendeiner Art eine Krankheit, die niemand sehen konnte. Niemand sah den Sturm, der wohl in ihm tobte. Gestern habe ich ihn noch gesehen. Er sagte mir, er hätte was bestellt und die Ware kommt bald an, dann haben wir noch rum gewitzelt und kurz geredet. Niemals, NIEMALS hätte ich gedacht, dass ich ihn dort das letzte mal sehe und dass soetwas passiert. In Gedanken bin ich bei ihm, aber auch bei seiner Familie. Wie schlimm muss es ihnen nur ergehen. Ich weiß nicht wer ihn dann letztendlich gefunden hat....das muss ein riesengroßer Alptraum sein. Das ist so schlimm und es nimmt mich einfach mit. Uns alle hier in der Arbeit. Er war ein guter Kollege, man konnte sich auf ihn verlassen....zu einem hatte er auch ein sehr inniges Freundschaftliches Verhältnis. Er ist heute ebenfalls am Boden zerstört und hat nichts bemerkt. Die beiden hatten immer eine Fahrgemeinschaft, er hat ihn gestern noch heim gefahren. Alles so wie immer, alles war ok. Furchtbar. Wir sind so geschockt.


    Ich möchte dies nicht zu nah an mich heran lassen, da es eben ein entfernter Bekannter ist und ich noch die Geschehnisse vom Januar aufarbeiten muss, aber er ist in meinen Gedanken. Ich bin so fassungslos, entsetzt, wütend, traurig...alles zusammen. Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll. Es tut mir so Leid für ihn....was muss er nur durchgemacht haben....was ist nur passiert dass man sich selbst so etwas antun kann...dass man diesen Schritt geht. Ich will es nicht wissen eigentlich. Ich bin so verwirrt, in meinem Kopf kreiseln sich die Gedanken. Am liebsten würde ich meine Mama anrufen und ihr davon erzählen, aber das geht nicht. Mir fehlen die Worte....ich wiederhole mich nur. Aber ich bin einfach nur fassungslos.


    Ich möchte heute unbedingt nach Feierabend spazieren gehen. Ich hab so einen Drang raus zu gehn. Vielleicht kann ich dort meine Gedanken sortieren. Meinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Ich bin so erschüttert....dieses Jahr hat es in sich. Aber ich sehe es meinen Kollegen an, alle denken gleich. Wir haben heute viel miteinander gesprochen. Wir sind nicht allein, das ist ein Trost. Trotzdem versuche ich nicht durchzudrehen. Ich muss das erst mal sacken lassen....


    Herzlichen Dank an Euch alle die mitlesen, passt auf Euch auf und sucht Euch jemanden zum Reden. Es gibt immer einen Ausweg. Ihr seid stark! <3

    Liebe Lisa <3


    habe Dir auch gerade in Dein Wohnzimmer geschrieben :) ich fand es auch nicht schlimm zu diesem Zeitpunkt, dass ich weinen musste. Ich war nur sehr überrascht irgendwie. Aber ja Du hast Recht, es ist einfach meine MAMA um die ich hier trauere. Und weinen nimmt bei mir echt schon viel Druck raus. Und bestimmt gab es unterbewusst irgendwas, ich hab es nur nicht gemerkt. Die Küche ist bei mir eh ein sensibler Ort. Wir haben ja das Haus total renoviert und viele Räume konnte meine Mama nicht mehr fertig sehen :( aber die Küche eben schon und sie hat ihr sehr gut gefallen. Wir saßen da auch noch sehr lang damals. Ich bin froh, dass sie doch noch im Haus sein konnte....auch wenn seitdem sooo viele Sachen passiert sind, die Ihr auch soooo gefallen hätten. Es ist einfach so traurig.


    Ja genau, wir 2 und diese Gedanken. Ich glaube aber schon fast, dass dies eine normale Reaktion auf den Verlust ist und dass dies eben auch zur Trauer dazugehört. Voll gut, dass Dein Freund Dich da so auffängt :) das ist auch nicht selbstverständlich, so schön dass er für Dich da ist. Ich rede mit meinem Mann auch darüber und mit meinen 2 Mädels, mit denen ich mich letzte Woche getroffen habe. Die 2 kannten meine Mama auch sehr gut und sogar die beiden haben solche ähnlichen Sorgen, ausgelöst eben durch diesen Schicksalsschlag. Ich muss mir dann einfach selbst STOPP sagen, es geht ja gar nicht anders. Ich seh es so wie Du, dass man eben in Balance lebt. Nicht zu gesund und nicht zu ungesund :) wie Du schon beschrieben hast. Wenn man seinem Körper etwas gutes tut, kommt etwas gutes zurück. Der Satz gefällt mir sehr gut :)


    Danke, dass Du die Idee mit dem Kuchen auch schön findest. Ich glaube auch, dass wir alle erst mal wieder traurig sein werden, aber wir uns dann hoffentlich darüber freuen können. Wahrscheinlich muss ich beim backen schon weinen, aber wie wir ja geschrieben haben ist das ja nichts schlechtes.


    Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Abend <3

    Hallo liebe Lisa95 ,


    oh nein heute ist ein schwerer Tag für Dich, das tut mir sehr Leid :( auch wenn Deine liebe Freundin heute Geburtstag hat und damit auch etwas schönes verbunden wird, sind solche Tage einfach nur traurig. 7 Jahre....wahnsinn wie die Zeit vergeht. Hattest Du ein gutes Verhältnis zu Deiner Omi? Sie freut sich bestimmt, dass Du heute an sie denkst. Schön, dass Du auch nochmal bei Ihr sein konntest. Soetwas sieht man ja nicht kommen. Ich kann es Dir ehrlich nachempfinden. Bei meinem Opa war das fast ähnlich, er ist vor 6 Jahren gestorben. Ich hätte an diesem Tag nicht gedacht, dass es wirklich so weit kommt. Er musste ins Krankenhaus, da er einen hohen Blutdruck hatte. Da dachte sich niemand etwas, da mein Opi nicht der schlankste Mensch war :), dafür aber ein sehr lieber :) und dann hieß es auf einmal, wir sollen alle kommen, es sieht nicht gut aus, alle Adern sind porös usw...es war so surreal. Warum muss man sich eigentlich von geliebten Menschen verabschieden? Können wir nicht einfach alle zusammen gesund alt werden und dann zusammen gleichzeitig gehen? Das wird wohl nur eine schöne Vorstellung bleiben...


    Deine dunklen Gedanken...wie Du weißt ich kenne die auch nur zu gut, ich habe heute erst wieder in meinem Wohnzimmer darüber geschrieben. Ich weiß nicht warum Du die immer wieder bekommst. Ist das ein Teil der Trauer? Wurde uns durch den Tod eines sehr nahe stehenden Menschen erst die Sterblichkeit bewusst? Ich weiß es nicht. Es ist sooo gut, dass Dein Freund Dir dabei helfen kann und schon weiß, was er machen muss. Bei meinem ist das auch so. Das hilft ungemein. Sei Dir aber immer bewusst, dass Du sehr stark bist und sollte Deiner Lieber mal nicht in der Nähe sein, schaffst Du es auch da durch. Ich wünsche es Dir sehr, dass diese Panikattacken nicht mehr so oft kommen :( ich hab sie aber auch, und noch seeeehr viele andere Menschen. Wir sind da nicht alleine und da brauchst Du Dich auch nicht schämen. Wir nehmen unterbewusst so vieles wahr und Du hattest auch keinen leichten Weg. Irgendwie muss das wohl verarbeitet werden. Keine Ahnung, ich bin leider kein Psychologe. Aber glaub mir, Du kannst alles schaffen :) es ist ja schon mal gut, dass Du die Panikattacken erkennst und diese auch als solche siehst. Es ist gut, dass Du sie nicht verschweigst sondern annimmst. Glaube das ist ein erster Schritt. Das wird bestimmt weniger werden. Ich wünsche es Dir sehr.


    Ich hoffe, dieser Tag und auch der morgige wird nicht so schlimm und unerträglich für Dich. Unternimmst Du etwas oder bleibst Du lieber zu Hause?

    Ich denke auf jeden Fall an Dich und schicke Dir viel Kraft :24:

    Hallo Ihr Lieben <3


    Ich bin seit gestern wieder frisch vom langen Wochenende in der Arbeit. Das Wochenende war schön, wir haben viel geschafft und ich konnte mich mal wieder seit einer gefühlten Ewigkeit mit 2 Mädels in der Stadt treffen. Es war ein gutes Wochenende und ich fühlte mich auch einigermaßen wohl. Doch am Mittwoch Abend ging es mir plötzlich von einem auf den anderen Moment nicht so gut. Ich war zwar sehr überrascht, aber auf der anderen Seite natürlich auch wieder nicht. Ich habe schon länger nicht mehr geweint um meine Mama. Ich hatte sie natürlich jeden Tag im Herzen, aber weinen musste ich schon länger nicht mehr. Bis auf diesen Mittwoch Abend. Ich habe für meinen Mann und mich gekocht, es war ein schöner warmer Abend, wir konnten ausschlafen am nächsten Tag, langes Wochenende stand vor der Tür usw. Alles Dinge, über die ich mich freuen konnte. Ich habe dann den Tisch abgeräumt und als ich die Küche sauber gemacht hab, kamen auf einmal wie aus dem nichts dicke schwere Tränen. Einfach so. Es war kein Auslöser oder sonst was da, ich musste plötzlich einfach losweinen, obwohl ich in dem Moment gar nicht so traurig war. Tja der Körper hat eben seinen ganz eigenen Weg und es hat auch mal wieder gut getan zu weinen. Habe dann auch mit Mama gesprochen.....Ach Mami <3


    Trauer ist schon ein merkwürdiges Gefühl und doch brauchen wir es, um das alles durchzustehen. Ich hatte dieses intensive Gefühl noch nie zuvor in meinem Leben und ich war immer so dankbar, dass wir alle gesund sind und meine Omas und Opis auch alle so alt werden. Bis auf dieses Jahr...ich hoff so inständig, dass mich dieses Gefühl jetzt für eine lange, lange Zeit in Ruhe lässt. Ich habe seit dem Tod von meiner Mama manchmal richtig Angst um meine anderen lieben Mitmenschen. Dass ihnen auch etwas passiert. Und viel öfter habe ich auch Angst um mich, dass ich auch krank werde. Ich habe wirklich Angst davor. Ich hänge so am Leben, wie jeder wahrscheinlich. Ich habe diese Angst bei meiner Mama gesehen :( ich weiß dass sie viele schöne Dinge erleben durfte in ihrem Leben und sie war niemandem etwas schuldig als sie ging. Aber trotzdem war sie viel zu jung, einfach 54 Jahre alt. Sie wollte noch so vieles sehen und erleben. Ich hatte diese Angst schon länger nicht mehr, aber langsam meldet sie sich wieder. Ich habe ja schon ein paar mal in meinem Wohnzimmer darüber geschrieben. Aber ich habe eben nicht die Kontrolle über das Leben. Niemand kann beeinflussen was passiert. Ich möchte so gerne wieder die Leichtigkeit zurück. Als ich noch nicht diese Angst hatte. Sie hält sich zwar in Grenzen, ich hab keine Probleme im Alltag oder so, aber sie ist manchmal eben da. Wenn hier und da mal was zwickt, denke ich manchmal, jetzt hat es mich auch erwischt. Ich hoffe nicht, dass das irgendwann mal der Fall sein wird. Aber vielleicht gehört dieses Denken auch zur Trauer dazu. Trauer ist komisch. So wellenartig. Aber doch ist es gut, dass wir diesen Zustand haben, sonst könnten wir alles auf einmal nie verarbeiten. Ich hätte mir für uns alle gewünscht, dass wir diesen Zustand niemals kennen lernen :(


    Am Samstag hat meine Omi, also die Mama von meiner Mama, Geburtstag. Ich habe mir überlegt, für sie einen Kuchen zu backen. Aber nicht nur irgendeinen Kuchen. Meine Mama konnte einen mega leckeren Käsekuchen mit Grieß backen, das war so ihr Markenzeichen in Sachen Kuchen :) wir 3 Frauen haben den Kuchen geliebt, haben ihn aber selten gemacht, weil die Männer den nicht so gern mochten und wir konnten den kaum zu dritt essen, aber es war immer so lustig wenn es den Kuchen gegeben hat. Das war meistens eben auf Geburstagen, wo mehrere Leute zusammen gekommen sind. Und immer wieder haben wir meinen Papa und Opa aufgezogen, dass sie ihn ja nicht mögen und sie Glück haben, dass auch noch andere Leute einen anderen Kuchen mitgebracht haben, den sie essen können. Das war einfach Situationskomik und immer wieder ein Gag bei uns :) Beim Ausräumen von Mamas Sachen habe ich ihr handgeschriebenes Rezept für den Kuchen gefunden. Es war nur auf einem Mini Block geschrieben, zwischen Ihrem Terminplaner eingeklemmt und einfach nur dahin gekritzelt, aber es war ihr Rezept und dieser kleine Zettel ist mir so viel wert. Habe ihn gestern auch wieder herausgekramt, damit ich schon die Zutaten kaufen kann. Beim lesen kamen mir schon wieder die Tränen. Ich hatte sie bildlich vor Augen, wie sie die Zutaten aufgeschrieben hat. Total durcheinander und manchmal hat sie auch etwas ausgebessert und durchgestrichen. Eine schöne Erinnerung, auch wenn sie weh tut. Aber ich bin auch froh, diese Erinnerung zu haben. Das ist der erste Geburtstag von meiner Oma, den sie ohne meine Mama feiert. Das muss schlimm für sie sein. Deshalb möchte ich es ihr so erträglich wie möglich machen. Meine Oma und ich sind nicht immer einer Meinung. Manchmal akzeptiert sie meine Grenzen nicht oder hält mich eben noch für die kleine 3 jährige Enkeltochter die nix auf die Reihe kriegt. Das ärgert mich manchmal sehr. Aber doch liebe ich sie und bin froh, dass sie noch da ist. Deshalb werde ich ihr zur Feier des Tages diesen Kuchen backen. Hoffe ich krieg ihn so gut hin wie Mama. Und ich hoffe, sie kann die Erinnerung schön finden und es ist dann nicht zu schmerzhaft für sie. Aber ich denke mir, wenn ich diesen Kuchen mache, ist meine Mama vielleicht auch wieder hier an diesem Tag.


    So jetzt habe ich wieder viel geschrieben, danke an alle fürs lesen. Ich sende Euch viel Kraft:30:

    Hallo liebe Lisa,

    ich hoffe es geht Dir gut soweit. Finde es voll schön, dass Du von Deiner Mama geträumt hast und Sie gesund aussah :) das ist so viel wert. Habe mal gelesen, wenn Verstorbene uns im Traum begegnen, sehen sie meistens jung und gesund aus. Damit wollen Sie uns sagen, dass es Ihnen sehr gut geht da wo sie jetzt sind. Ein schöner Gedanke. Und so schön, dass die Erinnerung von einer glücklichen Mama zu Dir kommen. Ich habe irgendwie Angst, dass ich die guten Tage bzw die sorgenlose Zeit, die wir 30 Jahre lang zusammen hatten, vergesse :( das Negative überwiegt leider, obwohl es nur ein kurzer Zeitraum war im Gegensatz zu dem, was wir alles schöne miteinander erlebt haben. Ich weiß aber zumindest noch genau, wie sich Ihr Lachen angehört hat...immerhin. Wie ist das denn bei Dir? Kannst Du Dich besser an die Zeit vor der Krankheit erinnern? Ich wünsche es Dir auf jeden Fall. Der Traum ist ja schon mal ein guter Anfang :) total erstaunlich, dass sie Dir ein genaues Datum gesagt hat und Du es Dir merken konntest. Aber was das wohl bedeutet...hm. Aber so schön, dass Sie Dich im Traum besucht hat :) was ich auch noch erzählen wollte, wenn ich Nachts aufwache ist das fast auch immer gegen halb 3 oder 3. Es ist nie früher oder später, immer die selbe Zeit, genau so wie bei Dir. Vielleicht ist das auch so eine "magische" Uhrzeit, wo uns unsere Mamas Nahe sind. Ich hatte das zwar schon sehr lange nicht mehr, kann zur Zeit gut schlafen worüber ich auch sehr froh bin, aber vielleicht hat das ja damit etwas zu tun.


    Das Video auf Instagram war bestimmt traurig mit anzusehen :( ich habe die Tage noch nicht ausgerechnet....jeder Tag ist eigentlich zu viel. Ich fühle mit Dir mit :(


    Hoffe Du kannst Dir noch eine schöne restliche Woche machen :30:

    Hallo Ihr Lieben <3


    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen, ich mag den Austausch mit Euch allen wirklich sehr, auch wenn der Grund für alle einfach furchtbar traurig ist. Aber ich glaube schon, dass wir uns hier Halt geben können, auch wenn wir uns alle nicht persönlich kennen.


    Linchen1 es freut mich sehr, dass Du Dir Hilfe gesucht hast und auch gefunden hast. Dass Du aggressiv auf solche Aussagen reagiert hast, kann ich aber total nachvollziehen. Ich hatte das die ersten Wochen nach dem Tod meiner Mama. Kann das gar nicht beschreiben, aber wenn entfernte Bekannte vor mir sagten, dass sie ja so eine schlimme Arbeitswoche hatten oder wegen irgendwas anderem geschimpft haben, da wurde ich auch echt wütend. Ich steckte da noch so anders in meiner Trauer drin. Natürlich haben meine Mitmenschen auch Probleme, aber zu diesem Zeitpunkt waren die Probleme der anderen für mich wie - entschuldigt die Aussage - ein Fliegen-Pups. Also total unwichtig und einfach nicht nennenswert im Gegensatz zu meinem Kummer. Ich dachte mir, wie könnt Ihr Euch nur über soetwas beschweren und das auch noch vor mir. Das ist jetzt deutlich besser geworden. Ich glaube aber auch, dass Wut auch ein Teil von Trauer ist und man darf diese Phasen auch ausleben. Das ist so ein schwerer Einschnitt in unserem Leben....und es ändert sich ja auch wieder. Bei mir genau so wie bei Dir. Das mit den Zeichen von Deiner Mama kommt mir auch bekannt vor. Ich hatte am Anfang wirklich viele bekommen. Entweder durch Licht/Schatten oder eben durch die Elektronik wie der Radio, der plötzlich nicht mehr ging usw. Aber es wird auch weniger. Habe auch schon öfters hier gelesen, was Du gemeint hast; dass sie eben wollen, dass wir alleine weiter gehen und am Anfang eben nur nach dem Rechten sehen wollten. Ich hätte gern mehr Zeichen von Ihr, so wie wir alle waherschienlich. Bzw wie Du schon sagtest können wir sie vielleicht auch nicht immer eindeutig deuten oder sehen. Glaube aber auch fest daran, wenn wir sie wirklich ganz schlimm vermissen und brauchen sind sie an unserer Seite <3


    Lisa95 das ist sehr lieb, dass Du die letzten Tage an mich gedacht hast und mir Kraft gesendet hast :) ich habe Dich auch oft in meinen Gedanken. Ich konnte das mit meinem Kollegen noch klären. Er hatte das wie gesagt gar nicht auf dem Schirm und wollte mir eigentlich nur vermitteln, dass ich wieder fröhlicher wirke. Er wollte mich mit der Ausage nicht verletzen, das weiß ich ja. Aber ich hab Ihm eben Nahe gelegt, dass man mit solchen Aussagen echt aufpassen sollte, wenn man soetwas selbst nicht erlebt hat. Das können andere auch gar nicht nachvollziehen. Er hat es dann schon verstanden denke ich. Ja, die Taufe war sehr schön und auch sehr traurig zugleich. Aber meine Mama war bestimmt da, auch wenn ich nicht diese "klassischen" Zeichen bekommen habe. Wie Du schon sagtest, vielleicht muss ich da auch noch offener sein. Dein Erlebnis mit den Inliner finde ich toll, also dass Deine Mama Euch da geholfen hat, das war sie bestimmt (das nächste mal passt auf, es war echt heiß :)) Aber Du hast Recht, auf soetwas habe ich zum Beispiel noch nie geachtet. Freut mich sehr, dass Du Ihre Anwesenheit bemerkt hast, ich glaube auch ganz fest, dass sie Euch den Wind und den Schatten geschickt hat.


    MichaelaH schön, dass Du auch eine Uhr von Deiner Mama hast :) ich konnte anfangs sehr schwer mit Sschen, die mal meiner Mama gehört haben, umgehen. Die haben mich meistens noch trauriger gemacht. Aber jetzt, ein paar Monate später, bin ich einfach nur stolz auf die Sachen und ich fühle mich mit Ihr noch mehr verbunden. Die Uhr ist gleichzeitig auch noch ein Reminder an mich, dass ich meine wertvolle Zeit hier auf der Welt nutzen soll. Deinen Tipp mit "shake it" finde ich gut, das ist echt die einzige richtige Reaktion auf solche taktlosen Aussagen. Ich warte auch auf Zeichen wie Du ja schon gelesen hast, kann ich aber auch nicht sagen worauf genau. So ein eindeutiges wäre hald sehr schön, wo ich 10000 % sicher bin, dass sie das war. Soetwas hatte ich eben schon sehr lange nicht mehr. Aber vielleicht kommt ja auch mal wieder ein Traum. Ich wünsche es Dir ebenso.


    mahe ich kann Dich verstehen. Ich habe meine Mama auch bei jeder Kleinigkeit angerufen oder Ihr eine whatsapp geschickt. Als wir im April im Urlaub waren hatte ich total oft den Gedanken, dass ich das der Mama erzählen oder zeigen muss. Das ist so schlimm. Ich kann es manchmal einfach immer noch nicht glauben. Aber mein Kopf hat langsam verstanden, dass sie nicht mehr da ist. Mein Herz sagt aber was anderes. Der Traum mit Deiner Mama hört sich aber sehr schön an :) Das wäre doch eine schöne Vorstellung, wie sie alle zusammen da oben sitzen und auf uns runter schauen. So hab ich mir es zumindest als Kind immer vorgestellt. Ich kann mich da noch genau an eine Ausage von meinem Papa erinnern. Ich hab ihn gefragt, wie es denn so im Himmel ist. Und er antwortete mir damals "Ach weißt Du, es ist bestimmt sehr, sehr schön dort oben, ich kenne nämlich niemanden, der wieder zurück gekommen ist, also muss es einfach nur schön sein und es gefällt jedem, der da oben ist.". Ich könnte schon wieder weinen bei der Aussage. Ich fand das so schön von meinem Papa und für mich war das als kleines Kind damals total logisch. Es muss so schön oben im Himmel sein, dass niemand mehr zurück kommen mag. Heute sitzen wir beide da....mit gebrochenem Herzen...aber ich hoffe sehr, dass die Aussage doch irgendwo ihre Wahrheit hat. Was ich Dir auch noch sagen wollte, ich weiß man stellt sich danach immer die Fragen, ob man etwas anders machen hätte können. Ob man diese Katastrophe verhindern hätte können. Aber solche Fragen quälen einen nur selbst. Ich habe sie auch. Das ist auch total normal dass man solche Fragen hat. Aber leider gibt es keine Antwort darauf :( ihr alle habt bestimmt alles getan. Niemand denkt an soetwas vorher...niemand hat Schuld an soetwas.


    Ich wünsch Euch allen eine gute und starke Woche. Ich müsste gerade so viele Kleinigkeiten noch erledigen, sei es in der Arbeit oder daheim im Haushalt....zur Zeit finde ich nicht die Kraft dafür. Geht euch das manchmal auch so?


    Fühlt Euch umarmt :24:

    Hallo Ihr Lieben <3


    die letzten Tage war ich nicht recht viel online bzw ich habe bei einigen von Euch nur mitgelesen, anstatt etwas zu schreiben. Es gab viel zu tun in der Arbeit und vor allem standen wieder einige Termine an. Am Freitag war ja der 10. Dieser Tag wird mir immer wieder die Leichtigkeit nehmen bzw mich immer wieder an diese schlimme Zeit anfang des Jahres erinnern. Ich werde immer die Monate zurück rechnen, wie lange der Tod meiner lieben Mama schon her ist. Am Freitag waren es einfach schon 5 Monate. Eine sehr lange Zeit, wenn man bedenkt, dass ich einfach 5 Monate meine Mama nicht mehr gesehen habe, nicht Ihre Stimme gehört habe.... Auf der anderen Seite ist es aber auch wieder ein sehr kurzer Zeitraum, was meine Trauer angeht. Sie ist immer noch da. Und wird auch immer da sein. Auch wenn sich meine Trauer verändert hat. An manchen Tagen ist sie wirklich leichter, an manchen eben nicht. Ihr kennt das ja. Letztens hat mich ein Arbeitskollege, den ich eigentlich gar nicht sooo gut persönlich kenne darauf angesprochen. Er hat das alles natürlich im Januar mitbekommen, aber er ist jetzt nicht der Typ, dem ich alles anvertrauen würde. Er ist hald mein Kollege, Punkt. Und er kam letztens her und meinte zu mir, als wir so nebenbei geredet haben: "ja das mit Deiner Mum hat dich schon sehr mitgenommen, aber jetzt ist ja eine Zeit vergangen, jetzt geht es Dir wieder gut". Und ich war so vor den Kopf gestoßen, dass ausgerechnet er soetwas sagt, mit dem ich gar nichts zu tun habe. Ich hab ihm dann schon gesagt, nur weil ich in der Arbeit nicht weinend zusammen breche, heißt das nicht, dass alles wieder gut ist. Das ist ein Prozess. Das dauert eben und wird immer ein Teil von mir sein. Und im Moment geht es mir eben in der Arbeit gut oder wenn ich in der Öffentlichkeit bin. Die Trauer kommt bei mir abends, wenn ich zur Ruhe komme und Zeit zum nachdenken habe. Ich finde es manchmal so taktlos von Fremden Leuten, wenn sie meinen einen Kommentar über Deinen Zustand raus zu hauen. Auch wenn sie es natürlich nicht böse meinen. Mein Kollege war sich dem auch nicht bewusst. Ich weiß ja, dass die Leute keine bösen Absichten haben. Aber wisst Ihr was ich meine? Ich fand es einfach blöd, wenn ein fremder es anscheinend besser weiß als ich oder meine Freunde. Wir konnten das dann aber nett klären.


    Am Samstag waren wir auf einer Taufe eingeladen. Ich habe mich echt auf die Taufe gefreut, da es die engere Familie ist. Habe natürlich an dem Tag oft an Mama gedacht. Sie wäre natürlich auch dabei gewesen. Das hätte ihr auch so gut gefallen. Es war komisch, dass sie nicht da war. Es fühlte sich falsch an. Aber ich hoffe, dass sie trotzdem irgendwie bei uns war. Ich habe auch Ihre Uhr getragen. Die erinnert mich besonders an sie. Als dann Fürbitten vorgelesen wurden, wurde ich noch trauriger und musste auch leise weinen. Eine Fürbitte war nämlich so: "wir denken auch an die Verstorbenen Angehörigen, die heute nicht in unserer Mitte sein können". Das tat sehr weh...ich war dann ganz melancholisch und einfach total traurig, obwohl das so ein schönes Fest war. Mein Papa war auch dabei und meine Oma. Meine Oma musste ganz schlimm weinen :( ich glaube der Gottesdienst hat ihr da nicht so gut getan. Sie hat wahrscheinlich an die eigene Taufe mit Ihrer Tochter, also meiner Mama gedacht. Und alles kam eben zusammen. Das war sehr schlimm. Ich habe mit allen so mitgefühlt. In unserer Familie hat fast jeder seine eigene traurige Geschichte. Bei solchen Feierlichkeiten kommt das eben bei allen wieder hoch. Aber der Nachmittag war dann trotzdem sehr schön. Und wir haben an dem Tag bis in die Nacht hinein viel von Mama gesprochen. Das war dann auch schön irgendiwe, aber natürlich auch schmerzhaft. Ich hoffe sehr, das sie trotzdem irgendwie dabei war. In der letzten Zeit habe ich leider keine Zeichen von ihr bekommen oder habe von ihr geträumt. Soetwas hätte ich gerne wieder. Wer weiß vielleicht kommt ja bald wieder ein Zeichen.


    Wie ist das denn bei Euch, habt Ihr auch schon Zeichen erlebt bzw glaubt Ihr an soetwas?


    Alles Liebe <3

    Liebe Lisa95 ,

    ich finde es irgendwie sehr schön, dass unser Austausch auch noch anderen gut tut. Das hat mich letzten Freitag, als ich das "Feedback" von den anderen gelesen hab, wirklich total gefreut. Mir tut dieser Austausch auch sehr gut, das hätte ich vorher nie gedacht. Ich habe ja in diesem Forrum das ganze letzte Jahr, als meine Mama so schlimm krank war und noch am Leben war, still als Gast mitgelesen. Ich bin durch eine Google Suche darauf gestoßen und habe immer wieder mal Beiträge gelesen, auch welche die schon älter waren. Als dann meine liebe Mama im Januar ging, wusste ich nicht wohin mit meiner Trauer. Dann ist mir dieses Forum wieder eingefallen und ich habe beschlossen rein zu schreiben. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, so viele Beiträge zu verfassen, aber es hat mir einfach sehr geholfen. Die Trauer ist natürlich immer noch da, aber sie ist anders geworden. Schwer zu beschreiben, aber ihr wisst alle was ich meine.


    Wie war es denn daheim in der Heimat Lisa? Ich hoffe, die Erinnerungen an Deine Mama waren nicht all zu schlimm und Du konntest mit Deiner Familie gute Gespräche führen.


    Danke, dass Du uns von Deinem Erlebnis mit Deiner Oma erzählt hast. Das hört sich auch sehr traurig an :( ich finde es unerträglich, wenn man liebe Menschen so ängstlich sieht. Das mit dem weinen und keine Gefühle zeigen kenne ich eben auch von meinen Großeltern. Vielleicht liegt das auch an der Generation von unseren Großeltern, da hat man vielleicht einfach nicht so seinen Gefühlen freien Lauf gelassen. Oder es ist eben der Charakter, da sind wir ja alle so unterschiedlich.


    Ich wünsche Dir und Euch einen schönen Dienstag :24: