Hallo Billi,
Sie steht auf Seite 6.
LG Karin
Hallo Billi,
Sie steht auf Seite 6.
LG Karin
Ich kann es auch nicht verstehen wie man einem Trauernden so etwas sagen kann. Leider stehe ich immer im Selbstzweifel mit mir und überlege dann ob es evtl. an mir liegt, das man mir sowas um die Ohren haut.
Nein, ich finde das siehst du nicht zu eng. Ich würde so nicht antworten... es geht auch darum dich und deine Gefühle ernst zu nehmen.
Es ist beschissen... und dann noch ganz alleine, wenn du Hilfe brauchst... die wenigsten Menschen denken darüber nach, wie es ihnen ergehen würde.
Ich fühle mich jetzt noch beschissener, hab wirklich das Gefühl mich nimmt keiner Ernst
Eine Frage an euch, bin ich evtl. zu empfindlich, ich habe heute mit meiner Schwägerin per watsup gechattet ich schrieb ihr den Satz, "ist alles schei... ohne Mann keiner da der einem zur Seite steht", weil ich im Moment mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe. Daraufhin kam diese Nachricht, die mir sehr weh getan hat, wie würdet ihr das empfinden??? Sehe ich das zu eng???
Ja,das glaub ich dir.Ist an manchen Tagen unerträglich und doch geht alles weiter.Dann kommt wieder ein Wink von oben und ein kleiner Arschtritt ,das ist dann dein Mann der dir mitteilt, kämpf dich durch.
Liebe Nicole, du hast mein ganzes Mitgefühl und
Ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe meinen Mann am 19.03. dieses Jahres verloren und vermisse ihn wahnsinnig. Wenn ich morgens aufwache denke ich immer noch es war nur ein böser Traum, es ist nicht wirklich passiert. Aber es ist die pure Realität er ist nicht mehr da.
Liebe Grüße Karin
Liebes Linchen,
Ich werde zu sehen das ich morgen zum Arzt komme und wenn ich mir ein Taxi nehme.
Danke ihr Lieben das ihr das so gut verstehen könnt. Ich lese gerade ein Buch von Doris Wolf "einen geliebten Menschen verlieren", es ist zwar gut zu verstehen was sie da schreibt, aber die Umsetzung ist im wahren Leben nicht so einfach wenn man trauert. Ich bin heute ganz schlecht drauf, wenn man sich selbst körperlich unwohl fühlt weil man Schmerzen hat, empfinde ich das Vermissen noch stärker.
Liebe Grüße an euch Karin
Alles anzeigenLiebe Karin56,
ach mensch keiner da der Dir mal helfen könnte???
Das ist wirklich grausam soetwas mit zu erleben ich kenne das von 2017 es ist ist einfach nur Hölle pur, die reinste seelische Folter.
Vlg. Linchen
Liebes Linchen,
Gerade in solchen Momenten wie heute fehlt mir mein Mann so sehr, und ich merke wie einsam ich mich ohne ihn fühle. Er war immer für mich da und war besorgt um mich, es tat so gut, jemand zu haben der Sicherheit und Geborgenheit gab.
Hallo Jasmin,
Ich hatte kurz vor meinem Mann Corona bekommen nur ein leichter Verlauf, es sah bei ihm auch erst gar nicht danach aus, dass es so dramatisch wird. Genau so wie du deinen Mann beschreibst, war meiner auch nie großartig krank, fast nie beim Arzt, weil er nicht brauchte und dann bringt ihn dieses Virus um. Ich verstehe es immer noch nicht. Ein Mann wie ein Bär. Ich habe immer das Gefühl er kommt gleich wieder und es war nur ein schlechter Traum.
LG Karin
Alles anzeigenLiebe Karin,
Ich bin neu hier im Forum.
Ich lese zwar schon eine Zeit lang mit, habe aber noch nicht die Kraft gefunden, hier zu schreiben.
Nun habe ich gestern in Billi's "Wohnzimmer" lesen können, wie und wann Dein Mann von Dir gegangen ist und ich musste erstmal schlucken.
Bei mir ist es identisch...
Mein Mann hatte Corona, es ging ihm dann nach ca. einer Woche sehr schlecht, mit Fieber und Schüttelfrost und Atemproplemen.
Er ist am 05.03. ins Krankenhaus gekommen.
Der Arzt sagte mir dann am 06.03. das es garnicht gut aussieht und das es mein Mann zu 70% nicht überleben würde.
Mittwochs wurde er nach einer Reanimation ins künstliche Koma versetzt, weil seine Lunge versagte.
Am Donnerstag, 09.03. ist er dann leider von mir gegangen.
Er war 74 und eigentlich immer fit und gesund.
Ich bin erst 44, wir waren allerdings 21 Jahre zusammen, 6 davon verheiratet.
Seitdem ist mein Leben wie beendet.
Ich versinke förmlich in meiner Trauer.
Liebe Grüße,
Jasmin
Liebe Jasmin,
Das ist ja wirklich kaum zu glauben wie sich das gleicht. War dein Mann denn auch geimpft? Wir waren beide 4 x geimpft und fühlten uns abgesichert, zumal die schlimmsten Phasen ja eigentlich vorbei sein sollten. Den Mittwoch als mein Mann ins künstliche Koma gelegt wurde sagte der Arzt mir ja auch gleich es sähe schlecht aus. Als ich dann am Nachmittag nochmal da war hieß es wieder es sähe doch nicht so schlimm aus, so ging es dann jeden Tag rauf und runter. Diese 14 Tage haben mich schon fix und fertig gemacht, und jetzt bin ich nur noch ein heulendes Elend, was aber keiner mehr versteht. Gerade heute vermisse ich ihn wieder wahnsinnig. Ich habe massive Knieprobleme und komme nicht aus dem Haus. Müßte zum Arzt und es ist keiner da der mir helfen könnte.
Liebe Grüße Karin
Liebe Anaatmet,
Ich finde diese Frage nach dem wie geht's dir ganz furchtbar, weil ich das Gefühl habe das sie die ehrliche Antwort gar nicht hören wollen. Und das tut mir wieder weh. Wie du schon schreibst man möchte erzählen, kann es aber nicht bei jedem. Am schlimmsten finde ichden Gedanken, daß irgendwann für die Menschen die ihn kannten der Zeitpunkt kommt wo er für sie nicht mehr existiert.
Ohja liebes Linchen.
Liebes Linchen, ja da bin ich sehr froh drüber, das ich sie noch habe. Die Situation mit meinem Sohn hat mir auch viele Tränen gebracht und jetzt das mit meinem Mann hat noch einen drauf gesetzt. Das Leben ist schon nicht einfach
Liebe Danne, Dankeschön, ich habe auch zwei Kinder, eine Tochter von 45 und einen Sohn von 42 Jahren, 2 Enkelkinder 21 und 18 und auch schon einen ganz süßen Urenkel von 1 Jahr. Mein Mann war ganz vernarrt in ihn. Es tut mir so weh das er ihn nicht mehr aufwachsen sieht. Zu meiner Tochter habe ich ein sehr gutes Verhältnis aber mein Sohn hat den Kontakt zu uns vor 2 Jahren komplett abgebrochen er war noch nicht mal zur Beerdigung da. Er ist Psychisch krank und will sich nicht helfen lassen deshalb hat er den Kontakt zu uns abgebrochen.
Du sagst es unsere Männer wären so gerne noch bei uns geblieben und dieses Wissen tut furchtbar weh.
LG Karin
Liebe Turicum da kann ich dich gut verstehen, nach meiner ersten miesen Ehe habe ich auch gesagt ich würde nie wieder heiraten, habe dann 5 Jahre erstmal mit meinem zweiten Mann zusammen gelebt in dieser Zeit habe ich miterlebt wie eine Tante von mir ohne Geld da stand als ihr Lebenspartner starb. Sie hatte 50 Jahre mit ihm zusammen gelebt und es ist ihr nichts geblieben die Kinder aus seiner ersten Ehe haben alles geerbt. Zum Glück hatte die Tante selbst eine kleine Rente, aber davon konnte sie nicht leben. Als ich das mitbekommen habe, habe ich das Thema heiraten doch wieder aufleben lassen und wir haben es dann auch getan.
Ihr Lieben alle, ich danke euch für eure vielen Antworten und sehe an mir selbst, das ich zuviel Druck von außen auf mich einwirken lasse der mir nur schadet anstatt hilft. Ich bin immer noch auf der Suche nach mir selbst leider neige ich dazu mich so zu verhalten wie es von den anderen gewünscht wird, da ich wahnsinnige Angst vor dem alleine sein habe, ich muss ehrlich auf mich achten, es fällt mir sehr schwer es mit mir alleine auszuhalten, ich habe es nie gelernt, von zuhause als junge Mädchen von 18 Jahren in eine erste unglückliche Ehe mit einem Alkoholiker, dann Scheidung nach 23 Jahren und da hatte ich schon meinen geliebten zweiten Mann kennengelernt mit dem ich dann fast 27 Jahre eine wunderschöne Zeit hatte und von jetzt auf gleich ist alles vorbei.
Danke liebes Linchen. Ich hatte 2017 schon mal 4 Woche Klinikaufenthalt wegen einer Depression ausgelöst durch einen Tinnitus. War keine schöne Zeit. Da fühlte ich mich auch so. Aber das ist ja jetzt ganz was anderes.
Lieber Matthias danke für deine Wort. Ich bin eigentlich immer ein emsiger Mensch gewesen und habe Angst in eine Depression zu rutschen, die erste Zeit nach dem Tod meines geliebten Mannes war ich noch recht tatkräftig, aber so kraftlos wie jetzt bin ich mir selbst fremd. Hab zu nichts Lust und frag mich wofür soll ich was machen es interessiert ja eh keinen.
Gut Morgen ihr Lieben,
Ich hab mal eine Frage an euch, seitdem mein Mann nicht mehr lebt kann ich mich ganz schlecht dazu aufraffen zuhause irgendwas zu machen. Ich schaffe nur das Nötigste und das raubt mir schon alle Kraft, ich würde am liebsten nur rumsitzen. Ich könnte die schränke umräumen oder mal die Abstellkammer aufräumen aber es geht einfach nicht, habe eine bleierne Schwere in mir. Kennt ihr das von euch auch?
LG Karin