Beiträge von Herzschmerz

    Liebe Nora,

    es ist gut, dass Du die emotionalen Dinge und das, was Du noch in Ruhe sortieren möchtest, mitgenommen hast. Ja, aussortieren ist grausam. Leider geht es bei einer Mietwohnung nicht anders, da ja Kündigungsfristen bestehen. Auf emotionale Belange wird da keine Rücksicht genommen. Das alltägliche Rad dreht sich einfach weiter ohne Rücksicht darauf, wie es uns damit geht. Es tut mir leid, dass Du da jetzt durch musst, das kostet viel Kraft.

    Ich sende Dir ein Kraftpaket und wünsche Dir, dass Du da einigermaßen durchkommst.

    Lg Herzschmerz

    Liebe Steffi,

    der Freund meines Mannes meinte, dass eine Therapie meistens erst ab ca. 6 Monaten nach Verlust angefangen wird weil wohl erst dann klar wird, wie Dich die Trauer gestaltet. Das ließe sich vorher nicht so genau sagen. Aber versuche es ruhig, meistens gibt es sowieso Wartelisten (leider). Du kannst mehrere Erstgespräche führen, damit Du Dich für jemanden entscheiden kannst, bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Steffi,

    Na klar hängst Du im Loch, Dein Verlust ist noch ganz frisch, kein Wunder. Das darfst Du auch!

    Ja, der Gedanke, dass Dein Olli und Pünktchen jetzt zusammen ist ist sicher sehr tröstlich. Es geht Ihnen beiden jetzt gut im Jenseits….

    Pünktchen hat ganz bestimmt auf ihren „Papa“ gewartet und ihn in Empfang genommen. Ich verstehe sehr gut, dass Du am liebsten „hinterhersterben“ willst und Dich in Deinem Leben fremd fühlst. Das ist ganz normal und geht hier vielen so. Der beste Freund meines Mannes ist Psychiater und er sagt, dass ist ein Ausdruck größter Sehnsucht und Vermissens und geht nahezu jedem Trauernden so. Das ist gut zu wissen, damit man sich nicht fragen muss, ob bei einem noch alles in Ordnung ist…..

    Fühle Dich für heute umarmt!

    Lg Herzschmerz

    Liebe Steffi,

    Das ist eine gute Idee mit dem Hund aus dem Tierheim. Ich habe eine Trauerfreundin, die sich auch einen Hund aus dem Tierheim geholt hat und sehr froh darüber ist. Ihr Hund war leider auch gestorben und sie meinte, ein Tier hilft ungemein.
    Die meisten Trauernden fühlen sich halbiert und entsprechend instabil.
    Schreibt hier ruhig immer, Ihr werdet merken, es tut sehr gut, sich gegenseitig zu unterstützen…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Nora, liebe Steffi,

    Ja, das ist so und Ihr werdet im Laufe der Zeit deutlicher merken. Nicht Betroffene bemühen sich durchaus um Verständnis (es wird aber auch jene geben, die sich zurück ziehen) aber es handelt sich um eine Ausnahmesituation, die so (ohne eigenes Erleben) in ihrer ganzen Dimension nicht nachvollziehbar ist. Ihr werdet bei allen Symptomen, die jetzt so auftreten werden merken, dass andere Betroffene es ähnlich erleben. Das ist sehr entlastend denn oft fühlt man sich fremd mit sich selbst. Da tut es gut zu hören, dass es anderen ähnlich geht. Morgens ist es immer am schlimmsten, die Unruhe und die große Trauer, die einen morgens überfällt, so dass man früh morgens schlagartig aufwacht. Ja, das kennen hier wohl die meisten. Schlafen hingegen ist Pause von der Trauer, Vergessen…. Wenn man denn schlafen kann.
    Fühlt Eich hier verstanden und gesehen…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Nora,

    Es tut mir so leid, dass Dein Andi so plötzlich gestorben ist. Das ist ein immenser Schock, insbesondere, wenn man das sich noch miterleben muss. Ganz schlimm! Natürlich warst Du unter Schock, das geht ja gar nicht anders. Ich verstehe auch, dass Du Schuldgefühle hast. Auf der Verstandesebene hast Du nichts falsch gemacht, Du hättest ihn nicht retten können. Aber das Herz hinkt hinterher und man macht sich Schuldvorwürfe. Mein Mann hatte nachts einen Sekundenherzinfarkt und der Küche. Ich habe derweil oben geschlafen. Dann habe ich ihn morgens tot in der Küche aufgefunden und habe mir auch Selbstvorwürfe gemacht. Aaron bester Freund (Arzt) sagte, ich hätte ihn nicht retten können, es ging einfach zu schnell. Und das war bei Deinem Andi offensichtlich ähnlich.

    Ihr fragt Euch sicher: wie Lungenversagen? Mit 52 J.? Das versteht man nicht und es dauert eine ganze Zeit, bis man das annehmen kann.

    Ich verstehe so sehr, dass Du verzweifelt und voller Sehnsucht, Trauer und Schmerz bist. Das kennen wir hier alle nur zu gut. Auch die Frage, wie soll ich bloß weitermachen und alles ist so sinnlos geworden kennen wir hier alle.
    Es ist gut, dass Du hier geschrieben hast, es hilft doch sehr, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Hier musst Du nicht viel erklären, hier wirst Du verstanden. Wir können Dir weder Schmerz noch Trauer nehmen aber wir können Dich stützen. Es ist immer jemand da, der antwortet. Es wäre schön, wenn Dir das helfen würde.

    Lg Herzschmerz

    Lieber Tommi,

    Die Schale hast Du wirklich schön bepflanzt und dekoriert. Deine Uti freut sich!
    Ich finde es gut, dass Du alle administrativen Belange regeln willst, ich habe auch alles gut geregelt, es gibt einen ein gutes Gefühl! Ja, und was tatsächlich passiert, wenn wir diese Welt verlassen haben, das können wir versuchen zu regeln aber ob es dann 100% so läuft? Ich glaube, das ist uns im Jenseits auch gar nicht mehr so wichtig. Da sind wir mit unseren Liebsten vereint und alles materielle ist uns dann gar nicht mehr so wichtig. Wichtig ist, dass man noch von uns spricht und sich an uns erinnert, das finde ich schön. Wenn Du alles regelst, hast Du alles gegeben, damit es in Eurem Sinne läuft, das ist doch entscheidend…..

    Im Jenseits kannst Du mit Uti dann wieder zusammensein, das finde ich eine wunderbar tröstliche Vorstellung.

    Fühle Dich gedrückt!

    Lg Herzschmerz

    Liebe Steffi,

    Der Verlust Deines Mannes tut mir sehr leid. Es beginnt jetzt ein schwieriger Weg, der einem viel abverlangt. Da ist so viel Fassungslosigkeit, Schmerz und Trauer, es ist nicht einfach, da durch zu gehen. Aber Du bist nicht allein. Wir sind hier, wir verstehen Dich und Deine Gefühle, wir kennen es aus eigenem Erleben. Du kannst hier immer schreiben, es erleichtert einen sehr. Und es wird immer jemand antworten…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Sverja,

    Es ist schön, dass Du über Aspetos 3 engere Freundinnen gefunden hast, die Euch täglich schreiben, das finde ich sehr schön!
    Ich finde, Ihr habt eine gute Einstellung zur Erkrankung Deiner Partnerin gefunden, es hilft nichts, sich dagegen zu wehren, besser ist es, sie anzunehmen. Gansu wie wir alle hier, es ist besser, den Schicksalsschlag anzunehmen als sich zu wehren, es ändert doch nichts dadurch….
    Ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft!

    Lg Herzschmerz

    Liebe Sverja,

    Es tut mir leid zu hören, dass die Erkrankung Deiner lieben Partnerin chronisch ist/sein wird. Das war sicher erst mal ein Schock und das muss sich erst mal setzen. Das muss erst mal verstanden und angenommen werden. Ich sende Euch Kraft, dies anzunehmen.

    Es wird Einsatz und Kraft kosten, die Therapien regelmäßig zu machen und durchzustehen, ist ja auch nicht so einfach. Ich habe aber das Gefühl, dass Ihr Beide da ganz fest zusammensteht und Euch gegenseitig stützt. Versucht, Euch das gemeinsame Leben so schön wie möglich zu machen.
    Schreibe bitte so, wie Du es in Eurer Situation schaffst, es wäre schön, wenn Dir/Euch die Beiträge hier gut tun und Kraft spenden.

    Das wünsche ich Euch sehr!

    Lg Herzschmerz

    Lieber Geo,

    Erst einmal tut mir der Verlust Deiner lieben Frau sehr leid. Ich verstehe, dass es Dir nicht gut geht, Dein Verlust ist ja ganz frisch und die ersten Monate sind schwierig. Fühle Dich hier in Deinem Schmerz gesehen und angenommen.

    Ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod. Unsere Liebsten sind vorausgegangen und warten auf uns. Im Jenseits geht es Ihnen gut, alles ist voller Liebe, Wärme, Licht und Geborgenheit ohne Schmerzen und Angst. Wenn man für die Vorstellung offen ist, senden sie uns auch Zeichen mit denen sie uns zeigen, dass sie bei uns sind und uns beistehen.

    Das ist eine tröstliche Vorstellung und die hilft, durch den großen Verlust, Trauer, Schmerz und Verzweiflung zu gehen.

    Ich hoffe, das hilft Dir etwas und tröstet Dich.

    Lg Herzschmerz

    Lieber Deti,

    Es ist nicht ungewöhnlich, in der ersten Trauerzeit Konzentrationspobleme zu haben, das haben wohl viele Trauernde. Mache Dir da nicht zu viele Sorgen. Viele schreiben sich die banalsten Dinge auf, damit sie sie nicht vergessen.
    Fühle Dich gedrückt….

    Lg Herzschmerz

    Lieber Deti, lieber Tommi,

    ich verstehe sehr gut, dass Ihr Euch fragt, ob und wann die Trauer irgendwann besser erträglich wird. Ich denke das sind Fragen, die jeden Trauernden umtreiben. Die Schmerzen und das Vermissen sind so groß, dass man es kaum aushalten kann und sich bang fragt, ob das jetzt immer so weitergeht. Nein, auch wenn man es sich zu Anfang nicht vorstellen kann, es wird mit der Zeit leichter anders es dauert. Trauer ist intensiver und langandauernder als ich mir hätte vorstellen können.
    Es ist schwer, das Gefühl der Zweisamkeit aufgeben zu müsst , aus der Liebe herausgerissen zu werden, wie Du so schön schreibst, Deti. Es tut aber gut, über seine Gefühle zu schreiben oder zu sprechen, das bringt Entlastung und auch Trost, wenn andere, wie z. B. reagieren und Trost spenden. Alleinsein tut nämlich doppelt weh in so einer Situation….

    Aber hier findet Ihr immer Zuspruch….

    Lg Herzschmerz

    Lieber Deti, liebe Zausel,

    Wir alle vermissen unsere Liebsten und hätten einfach nur gerne 10 Min. um ihnen über die Haare zu streichen, sie in den Arm zu nehmen, ihre Gegenwart und Liebe zu spüren, das wäre soooooo schön. Aber das geht ja leider nie nie mehr wieder. Eines der Dinge, die leider in diesem Leben nicht mehr gehen.
    Ich bin froh und dankbar, Zeichen zu erhalten aber natürlich ersetzt das nicht die Anwesenheit unserer Liebsten. Trotzdem ist es schön, sie noch zu spüren.
    Deti, mache Dir keine Gedanken oder gar Schuldgefühle wegen der Wohnung, Deine Ulli versteht das, sei Dir gewiss. Ich habe in einigen Jenseitsbüchern gelesen, dass den Verstorbenen jegliches Materielle (auch wenn es ihnen vorher wichtig war) nun nicht mehr richtig ist. Nun zählen nur noch Gefühle wie die Liebe und Verbundenheit zu uns. Das ist ja letztendlich auch entscheidend.
    Ich wünsche Euch für heute einen anständigen Abend.

    Lg Herzschmerz

    Lieber Tommi,

    Ja, dieses nie wieder ist etwas, was uns auf dem Trauerweg konstant begleitet. Und immer wieder gibt es Situationen, die einen ganz besonders auf dieses nie wieder stoßen. Das schmerzt sehr und quält einen immer wieder. Ich fühle mit Dir. Ich finde es gut, dass Du Dich Eurem Urlaubsort an der Kieler Förde stellen willst…. Wer weiß, vielleicht wird es besser als gedacht, verstehe aber, dass Du Bammel hast…..

    Lg Herzschmerz

    Liebe Sverja,

    Vielen Dank für Deine berührenden, wertschätzenden Zeilen. Ich mag Deine Beiträge, sie sind tiefgründig und regen (mich) immer zum Nachdenken an.
    Der Begriff seelenzart gefällt mir, er hört dich liebevoll an. Schön! Ich danke Dir!
    Ja, stark musste ich schon seit früher Jugend sein. Manchmal ergibt es sich durch die Lebensumstände man in die Rolle des Starken gedrückt wird und irgendwie bleibt man dann auch da. Es ist schön, hier auch mal seelenzart sein zu können…..

    Und ja, es stimmt, die Familie und Freunde hätten am liebsten, dass man wieder so wird wie vor der Tragödie, aber Trauer verändert Menschen…..

    Lg Herzschmerz

    Lieber Tommi,

    Es tut mir so leid, dass es Dir gerade so schlecht geht.
    Das ist so grausam, Ihr habt beide so sehr gekämpft, gehofft, gebangt, gefühlt umsonst, denn Uti ist trotz aller Bemühungen gestorben. Und die Kraft und den Einsatz, den der Kampf gekostet das ist etwas, dessen Ausmass man oft erst im Rückblick erkennt.
    Wenn wir unsere Liebsten hergeben müssen bleiben wir übrig, das sind nur 50%, der Rest ist brutal weggebrochen und es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Nun stehen wir da als halber Baum, die andere Hälfte wurde vom Blitz getroffen und ist weggebrochen. Der ehemals starke Baum steht nun instabil und wackelig auf seiner Hälfte. Es ist nicht einfach, als halber Baum den Stürmen des Lebens zu trotzen….

    Lg Herzschmerz

    Liebe Karin,

    Ja, es sind die Jahrestage oder andere entscheidende Tage/Daten, die unsere Meilensteine auf dem Trauerweg sind. Diese Daten machen uns unseren Verlust immer wieder brutal deutlich. Es wird alles wieder aufgewühlt und das ist mitunter schwer erträglich. Wie schreibt Muckelchen: zurück auf Start. Ganz schön schwierig.
    Ja, es ist schade, dass andere oft so gar nicht daran denken, es ist enttäuschend und tut weh. Aber hier hast Du die Möglichkeit, davon zu erzählen.
    Es ist schön, dass Du den Jenseitskontakt als tröstlich empfunden hast, das ging mir auch so. Schön auch, dass dieser Trost in eine Zeit fiel, wo Du ihn gerade besonders gut gebrauchen konntest.
    Na klar, dennoch vermissen wir unsere Liebsten körperlich, ihre Anwesenheit, das ist oft schwer auszuhalten…..

    Lg Herzschmerz

    Lieber Tommi, lieber Deti,

    dass Ihr Euch nach so kurzer Zeit schon Urlaube zutraut, an denen Ihr oft zusammen wart, beeindruckt mich. Ich glaube, dass würde ich mir nicht zutrauen. Ich hätte Angst, dass es zu schmerzhaft wäre. Aber vielleicht bin ich völlig auf dem falschen Dampfer und es tut sehr gut oder ist tröstlich oder es fühlt sich so an, als ob die Liebste mitreist. Ich stelle es mir vielleicht viel schwieriger und schlimmer vor, als es ist, ich Angsthase.
    Ich finde es toll, das zu machen Tommi, Du wirst ja sehen, wie es ist. Manchmal muss sich einfach etwas zutrauen und hinterher stellt es dich als sehr gut heraus. Das habe ich schon bei diversen Gelegenheiten feststellen können. Also möchte ich Dich ermutigen, es zu versuchen!

    Lg Herzschmerz