Lieber Hartmut.! Genau, so musst du es machen. Das ist der richtige Weg. Ich erlaube mir das zu behaupten. Ich kann dich sehr gut verstehen. Man wird bescheidener ,wenn man alleine lebt.Ich habe noch 2 Töchter und 3 Enkel. Wenn ich sie brauche, sind sie immer da. Sonst lebt aber jeder sein Leben. Meine Mutti starb mit 60 Jahren. Mein Vater hat dann noch 14 Jahre alleine gelebt. Er hatte seinen Sport im Fernsehen und ging einmal in der Woche zum Billard spielen. Durch die Kriegsjahre waren die Menschen demütig geworden. Etwas zum Essen und ein Dach über dem Kopf. Auch so kann Leben sein.Das braucht der Mensch. Da sind wir alle gleich. Mein ehemaliger Chef hat Parkinson bekommen. Das ist eine fürchterliche Krankheit. Ich bin immer froh, wenn ich bisher von solchen schweren Schicksalsschlägen verschont geblieben .Dafür bin ich dann auch dankbar. Entschuldige ,daß ich etwas abgeschweift bin.Ich glaube aber, daß es dich nicht gestört hat. Liebe Grüße nochmal von Christine.
Beiträge von CHRISTINE B
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Lieber Hartmut. Ich finde deine Einstellung sehr positiv. Wenn du nächstes Jahr mit 63 in Rente gehst, ist das ein guter Plan. Lass dich davon nicht abbringen. Ich habe nach meinem Ausscheiden auch keinen Dank bekommen. Ich bin aber auch nie wieder in den Betrieb gegangen. Wenn Schluß ist, dann ist Schluß. Und ich habe es keinen Tag bereut.Ich hatte auch Abzüge, aber das war mir egal. Mittlerweile komme ich sehr gut mit meiner Rente aus. Wenn man zu Hause ist,hat man eine andere Sicht auf materielle Dinge. Mein Auto habe ich verkauft. In Berlin braucht man das nicht. Das Wichtigste ist doch,dass man mit seinem Leben zufrieden ist. Und durch unseren schweren Verlust ist es eine große Herausforderung, mit dem Leben klarzukommen. Ich bin ja ein Verfechter der These, daß die Zeit die größte Rolle spielt. Mein Sohn lebt nun fast ein Jahr schon nicht mehr. Ich habe mich verändert. Ich weiß jetzt mehr denn je, was mir guttut für den Rest meines Lebens. Zur Zeit quäle ich mich immer noch mit meiner neuen Hüfte. Die Ärzte sagen, daß der Heilungsprozess durch meinen seelischen Schmerz verzögert wird. So ist das mit uns Menschen. Eins greift ins andere. Alles ist miteinander verbunden. Jeder ist für sich verantwortlich. Was von außen kommt, ist zweitrangig. Das habe ich verinnerlicht. So gelingt es mir, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Ich wünsche dir einen guten Ausstieg aus dem Berufsleben. Ganz liebe Grüße von Christine.
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Lieber Hartmut.Ja,das ist eine schwierige Situation. Ich kann dazu aus Erfahrung folgendes sagen. Erstens hast du ja noch ein wenig Zeit. Das Wichtigste ist, daß der Arzt die Arbeitsunfähigkeit feststellt. Sprich mit dem Arzt. Hast du einen,dem du vertrauen kannst?Der Betrieb möchte natürlich eine Lösung. Das ist ja auch normal. Aber es geht in erster Linie darum, ob du arbeitsfähig bist. Ich war einmal in einer ähnlichen Situation .Ich habe selbst gekündigt aus gesundheitlichen Gründen. Das hat mir der Arzt bestätigt. Nur konnte ich in die Arbeitslosigkeit gehen und bekam bis zur Rente 2 Jahre Arbeitslosengeld. Du bist bestimmt noch relativ jung. Erkundige dich bei deinem Arzt, was du machen kannst. Er weiß das.Eins ist ganz wichtig ,du kannst nicht wissen, wie es dir in der Zukunft geht. Das kann niemand verlangen. Hast du auch schon Therapie gemacht? Wenn du noch Fragen hast, ich antworte gern nach meinen Möglichkeiten. Liebe Grüße von Christine.
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Liebe Carmen. Auch ich habe bald diesen schweren Tag vor mir. In letzter Zeit habe ich festgestellt, daß ich jetzt erst so richtig wahrnehme,daß mein lieber Junge nie wiederkommt. Die ersten Monate waren so traumatisch,daß ich es nicht glauben konnte. Nun hat mich die Realität eingeholt. Jetzt erst merke ich täglich, wie sehr er mir fehlt. Mit ihm konnte ich über alles reden. Er hat mich geliebt und ich ihn auch. Er hat mich in schweren Zeiten getröstet und aufgebaut. Sein Leben hat ein jähes Ende gefunden. Ich lebe weiter mit ihm in Gedanken an meiner Seite. Ich weiß, wie er mich jetzt trösten würde, weil es mit meiner neuen Hüfte noch Probleme gibt. Das ist sein Vermächtnis. Das kann niemand zerstören. Ganz liebe Grüße und Wünsche für dich von Christine.
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Lieber Dieter. Das ist eine gute Nachricht. Eine Depression ist eine schwere Krankheit. Allzu schnell wird manchmal das Wort verwendet. Ich hatte ja geschrieben, daß alles seine Zeit braucht. Ich lebe auch alleine, jedoch aus anderen Gründen. Deine Ursel wird dich in der Erinnerung ein Leben lang begleiten. Ich kenne dich zwar nicht, aber ich habe ein gutes Gefühl ,daß du deinem Leben wieder einen Inhalt geben kannst. Mit lieben Grüßen von Christine.
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Lieber Dieter. Leider habe ich keine guten Nachrichten. Ich habe nach nunmehr 5 Monaten immer noch Schmerzen beim Laufen. Ein Arzt sagte mir ,daß der Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen ist und der Tod meines Sohnes der Heilung nicht förderlich war.So ist das mit uns Menschen, eins zieht das andere nach sich. Man ist dann machtlos. Ich wünsche dir,daß du auch in dieser schweren Zeit noch ab und zu ein Stündchen findest, wo du mit einem Bierchen oder Weinchen auch wieder Ruhe findest. Liebe Grüße von Christine.
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Lieber Dieter. Auch ich möchte etwas zu deinem Beitrag sagen. Bei mir ist es mein Sohn,der letztes Jahr ganz plötzlich verstorben ist. Wir wohnten sehr weit voneinander entfernt ,jeder in seiner Stadt. Er kam so zwei,dreimal im Jahr zu mir für ein paar Tage. Ich schreibe das deshalb, weil du mit deiner Frau täglich zusammen warst.Das ist etwas anderes. Die Liebe ist diegleiche, aber das tägliche Leben ist es ,was dir nun so schwerfällt .Ihr habt alles zusammen geteilt. Da gibt es auch nichts zu erklären, es ist die Realität. Dazu kommt ,wie ich es aus deinen Beiträgen erlesen habe,daß ihr euch sehr geliebt habt. Das ist nicht in jeder Ehe so.Mein Sohn lebte sein Leben und ich meins.Ihr lebtet ein gemeinsames Leben, das es nun so nicht mehr gibt. Viele Menschen wollen in der Trauer helfen. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Grad. Du trägst die schwere Last ganz alleine. Ich denke aber, und das ist mein ganz persönliches Empfinden, daß es nur einen Weg für die Zukunft für dich gibt. Das ist die Zeit, die der Mensch nach so einem Verlust braucht, um einmal irgendwann damit so zu leben, daß es nicht mehr so weh tut. Wann das sein wird, kann niemand sagen. Der Mensch verändert sich in dieser Zeit. Ich habe zum Beispiel wieder mehr die Gesundheit schätzen gelernt. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Mit lieben Grüßen Christine.
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Liebe Bettinalein. Du bekommst von mir für dein Verhalten eine Eins mit Krone.Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe doch viele Jahre im Kinderheim gearbeitet. Ich weiß, wie schwer es manchmal Kinder in ihrem persönlichen Umfeld haben und dafür in der Schule dann noch " bestraft " werden. Du hast diesem Kind mit deiner Bewertung eine Freude gemacht. Das zählt im Leben. Ich wünsche dir im neuen Schuljahr, daß es mit deiner Bewerbung klappt. Ganz liebe Grüße und einen schönen Urlaub wünscht dir Christine .
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Vielleicht ist es doch die Zeit, die dir irgendwann mal hilft. Irgendwann verblasst auch das Schlimmste im Leben. Es gibt Beispiele, wo Menschen daran zerbrochen sind. Aber diese sind in der Minderheit. Verblassen ist keine Wertung. Aber der Mensch möchte leben. Ich denke so.
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Liebe Carmen. Ich habe noch einmal gelesen, wie du deinen Sohn verloren hast. Ich denke, daß so etwas ganz schrecklich ist.Da bekommt man ja bestimmte Bilder nicht aus dem Kopf.
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Liebe Carmen. Mein Sohn hatte keine eigene Familie. Wir waren seine Familie. Seine beiden Schwestern und ich. Silvio ist am 9.September während der Nachtschicht gestorben. Ganz ohne Vorwarnung, ganz leise.Er hatte einen friedlichen Tod, hat der Arzt gesagt .Da wurde ich sehr ruhig und habe dem Schicksal gedankt..Ich denke jetzt immer mehr, daß das Traurigste ist,daß sein Leben zu kurz war.Ich bin 81.Er wurde nur 59.Er hatte noch so viel vor.Ich bin am Ende meines Lebens angekommen. Ich hatte ein hartes ,aber auch schönes Leben .Und ich bin dankbar, daß ich ihn 59 Jahre um mich herum hatte.
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Nun ist schon Juli. Die Zeit rast. Bald ist der erste Todestag meines lieben Sohnes. Er hat jetzt schon viel verpasst. Bestimmt hätte er mir immer Mut gemacht wegen meiner Hüfte. Ich bin nämlich immer noch nicht schmerzfrei. Ich muss aber lernen, daß es noch eine Weile dauern wird. Die Ärzte sagen, daß das auch mit dem Tod meines Sohnes zusammenhängt. Der Heilungsprozess wird dadurch gehemmt. Man ist nicht frei von schmerzlichen Gedanken. Die Aufarbeitung körperlicher Probleme kommt dabei zu kurz. Der Mensch ist mit allem, was er erlebt, fest verbunden .Man kann nichts ausblenden, vielleicht mal kurzzeitig, aber nicht auf Dauer. Alles braucht seine Zeit. Ich übe mich in Geduld. Irgendwann werde ich bestimmt belohnt mit einem schmerzfreien flotten Gang. Liebe Grüße an alle, die sich für meine Beiträge interessieren. Passt auf euch auf.
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Ich bin fast davon überzeugt, daß du was bekommst,liebe Bettinalein. Du weißt ja, in der Bürokratie mahlen die Mühlen sehr langsam in unserem Land .Es ist noch Zeit. In den Ferien passiert an den Schulen oft noch ganz viel. Liebe Grüße von Christine.
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Ja liebe Bettinalein. Das wäre das beste,wenn du eine feste Stelle findest. Dann kannst du in Ruhe arbeiten. Daß du die Schüler nun nicht mehr siehst, ist traurig. Aber es werden neue kommen, die den Platz wieder ausfüllen. Meine Wünsche begleiten dich.Ganz liebe Grüße von Christine.
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Liebe Bettinalein. Wie sehr hast du gehofft. Und ich denke immer, es ist Lehermangel an den Schulen. Es ist schade, weil es dir doch Spaß gemacht hat. Nun bleibt mir nur dir Trost zu spenden ,vielleicht klappt es noch oder du nimmst es hin, weil es ja nicht zu ändern ist. Hoffentlich ist es finanziell zu verkraften. Ganz liebe Grüße von Christine.
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Vielen Dank, liebe Carmen. Weißt du,die Ärzte wollen Ergebnisse sehen in der Reha. Wie es einem aber wirklich geht, das sagt man da nicht so gerne. Aber ich habe ja Gott sei Dank im Oberstübchen noch alles beisammen. Die eigene Verantwortung nimmt einem keiner ab. Das ist überall so im Leben. Diese Erfahrung hast du bestimmt auch schon gemacht. Ich wünsche dir einen guten Start am Dienstag. Pass auf dich auf. Liebe Grüße von Christine.
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Liebe Carmen. Es ist zum Verzweifeln. Irgendwie kann man den Mut verlieren. Nun war ich 3 Wochen in der Reha, bin zurück und die Schmerzen sind nicht weg.Ich kann zwar laufen und alles machen, aber mein Gesäß tut dabei immer weh, da sitzt der grosse Muskel,der dann ins Bein übergeht. Am Mittwoch muss ich zur Auswertung der Reha zu meinem Orthopäden. Ich kenne ja meinen Körper. Irgendwie hat er das ganze doch noch nicht verkraftet. Ich werde alles langsam machen müssen.Ich bin nämlich gestern gleich wieder rumgerannt: Haushalt, Sparkasse, Apotheke....Dann muss ich ja noch in den 3.Stock.Das war etwas zuviel des guten.Mach es dir gemütlich. Liebe Grüße von Christine.
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Liebe Eyla.Nun bin ich wieder zurück. Es war kein guter Start. 4 Stunden im Auto gesessen und dann 37 Stufen die Treppe hoch. Das war wohl etwas zuviel des Guten. Nun habe ich wieder Schmerzen und bin natürlich verzweifelt. Hast du noch eine Idee, was ich alleine machen kann. Übungen kenne ich viele. Vielleicht sollte ich eher lernen, was ich nicht machen kann. Reha ist gut, aber im Alltag ist es doch anders. Ich war auch gestern in unserem Forum. Mit dem Rollator ist es gut, aber zu Hause ist es anders. Da macht man doch ganz andere Bewegungen. Bin ich zu ungeduldig? Vielleicht hast du Zeit für ein paar aufbauende Worte wieder einmal. Ganz liebe Grüße von Christine.
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Für alle ,die mir in letzter Zeit Trost gespendet haben. Ich bin nun von der Reha zurück. Ich habe viel gelernt. Zu Hause angekommen ,ist man aber gleich wieder beschäftigt. Ich muss aufpassen. Sowie ich mich belaste ,habe ich noch Schmerzen. Der Heilungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Aber ich übe mich in Geduld. Erzwingen kann man nichts. Es war eben keine kleine Operation. Der Arzt hat gesagt ,daß bei mir bestimmt kräftig gesägt wurde, weil ich doch gross bin.Das ist richtig gruselig. Meine Beine waren immer mein ganzer Stolz. Aber der Tag wird kommen, wo ich schmerzfrei laufen kann. Ich muss ja 37 Stufen überwinden. Im Haus ist kein Fahrstuhl. Am Freitag fahre ich mit meiner Tochter zu Silvio. Bestimmt hat er mich vermisst. Das Grab wird von seiner Schwester immer gepflegt. Nun rollt eine Hitzewelle auf uns zu.Das Wetter wird immer verrückter.Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit. Liebe Grüße von Christine.
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Liebe Carmen. Ich komme gerade von einer Therapie. Ich wollte noch sagen, dass es mir insgesamt besser geht. Auch tut mir das Zusammensein mit den vielen unterschiedlichsten Menschen gut. Wenn man alleine lebt, ist es oft schwerer ,mit Problemen umzugehen. Ich habe auch an Selbstbewusstsein gewonnen. Die Ärzte und Schwestern loben mich für meine Beweglichkeit trotz meines Alters. Es ist auch mal schön ,etwas Positives mit auf den zukünftigen Weg zu bekommen. Der vergangene war sehr schwer. Ich wünsche dir auch alles Gute. Mit Gruß! Christine.