Beiträge von Enny

    Im geschlossenen Bereich kann aber auch JEDER der sich im Forum registriert hat, alles lesen, auch im geschlossenen Bereich, unabhängig davon, ob er hier öffentlich schreibt oder nicht!

    Nur Gäste können es nicht lesen.


    Für den rein privaten Austausch, ohne dass Andere mitlesen können, müsst ihr euch über "Konversation" schreiben!


    (Oben rechts euer Profilbild anklicken- da erscheint dann auch "Konversation".

    Oh mein Gott, was musste das kleine Schätzchen durchmachen ;(. Ich bin sooo erleichtert, dass ihr es einfangen konntet und es jetzt bei Sandra ist. Ich hoffe so sehr, dass es sich erholt .

    Ach ist das zuckersüß :love:. Da ja immer wieder neue Hörnchenkinder zu Papi Dieter's Hörnchen- Paradies finden, werden ihnen ihre Hörnchenmami's, diese wichtige Information wohl in ihre Öhrchen flüstern :D.

    Liebe Carmen,

    seit Tagen sind deine täglichen Zeilen an deinen Liebling hier, der einzige Beitrag.

    Keiner antwortet mehr... keiner meldet sich mehr. Vermutlich sind wie auch früher schon so oft, viele durch den Hinweis: "Diese Seite ist keine sichere Verbindung" so verunsichert, dass sie das Forum deshalb verlassen.


    Einen Moderator der neue Registrierungen freischaltet und sich um die technischen Belange kümmert, gibt es ja nun schon sehr lange nicht mehr.

    Und ... es waren ja schon seit Monaten, ohnehin nur noch eine handvoll Leute, die überhaupt noch geschrieben haben.


    Vielleicht erscheinen ja auch eigentlich geschriebene Beiträge inzwischen aus technischen Gründen hier nicht mehr, wer weiß. Hier funktioniert so einiges nicht mehr ... auch die Aktivitäten im Profil, werden schon seit Juli nicht mehr aktualisiert.


    So ist nun wohl endgültig, das Ende dieses einst so guten und wertvollen Forums für Trauernde eingeläutet. So schade X(!


    Deshalb möchte ich dir und deiner Familie, von ganzem Herzen alles, alles Liebe wünschen. Pass gut auf dich auf Carmen und bleibe gesund! :24:


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

    Liebe Carmen,

    2 Jahre schon ... unfassbar.

    Unbegreiflich bleibt es trotzdem und unendlich schmerzhaft :rolleyes:.


    Ich umarme dich ganz lieb :30:,


    herzlichst, Kerstin

    Liebe Bille,

    ohje, Angst machen wollte ich dir nun wirklich nicht ! Das ist ja bei jedem auch ganz individuell.


    Und ja, die ersten Monate hatte ich auch das Gefühl, dass es irgendwie schlimmer wird.

    Ich denke dass das damit zusammenhängt, dass man erst dann anfängt, wirklich zu realisieren was passiert ist. Man weiß das zwar von Anfang an, aber man versucht doch zu verdrängen, zu verhandeln und meint, vielleicht könnte man alles doch noch irgendwie ungeschehen machen.

    Das Gehirn schützt einen in solchen Extremsitutionen davor, nicht die gesamte Bandbreite sofort zuzulassen. Das passiert nur Stück für Stück, auch wenn uns das tatsächlich nicht so vorkommt.


    Wenn ich mich heute rückblickend an die letzten Tage und Stunden meines Mannes erinnere, wo ich Stunden und Nächte an seinem Bett saß, dann sage ich heute auch, "das war definitiv nicht ich, die da saß!"

    Ich war Krankenschwester, ich kannte die Abläufe, die Zeichen .... und trotzdem habe ich es nicht realisiert, was da alles passiert ist, weil mein Hirn mich davor schützen wollte zu verstehen.


    Wenn du dich bei deiner jetzigen Therapeutin nicht wirklich wohl und gut verstanden fühlst und die Möglichkeit anderer Therapeuten hast, dann solltest du dich vielleicht nochmal nach jemand anderem umsehen. Bei so einer Therapie muss wirklich die Chemie zwischen Klient und Therapeut absolut passen, du musst dich dort wohl und verstanden fühlen.


    Dass du dich mit deiner Schulfreundin treffen konntest und ihr so lange geredet habt, das freut mich. Reden und hier im Forum schreiben, nimmt etwas den Druck aus einem raus. Das ist gut und sehr wertvoll.

    Auch wenn die Umstände bei jedem ganz anders und ganz individuell sind, hilft wirklich jedes Gespräch, jedes sich sich verstanden fühlen, immer ein bisschen weiter. Das wirst du mit der Zeit auch selbst merken.


    Aber die Einsamkeit und das Vermissen, die bleiben vorerst, leider, denn nach jedem Treffen ist man ja wieder alleine und fällt dann Zuhause wieder ins Trauerloch :rolleyes:.


    Ach Liebes :30:, jeder hier würde dir gern ein großes Stück, wirklich helfende Trost geben und doch hilft es nicht wirklich.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Bille,

    du fragst wie ich den Gedanken ertrage, den Rest meines Lebens ohne meinen Schatz und alleine zu verbringen ?


    Die ersten 3 Jahre hat mich dieser Gedanke fast zerrissen, eben weil man es sich nicht vorstellen möchte. Und wenn man es sich versucht vorzustellen, gibt es da ja Null Positives und die Ängste vor der Zukunft steigern sich ins Unermessliche.

    Das war auch bei mir so.


    Ich bin 3 Jahre lang, jede Woche zur Psychotherapie gegangen. Ich hatte einen wirklich guten Therapeuten und es hat mir sehr geholfen, alles was mich so belastet hat, jede Woche bei ihm buchstäblich "auszukippen". Die Tränen die ich dort in den 3 Jahren geweint habe, würden Fässer füllen.

    Aber so wurde es mit der Zeit tatsächlich immer etwas leichter.


    Aber auch der beste Therapeut kann einem die Einsamkeit nicht nehmen.

    Ohne den geliebten Menschen weiter durchs Leben zu gehen, muss man lernen, weil man ja garkeine andere Möglichkeit hat.


    Die einzige Option nicht alleine und einsam zu bleiben wäre, sich irgendwann für eine neue Beziehung zu öffnen. Aber das schafft eben nicht jeder. Und es braucht eine gefühlte Ewigkeit, alleine diesen Gedanken überhaupt zuzulassen.


    Ich habe es nach weit über 3 Jahren versucht, aber gemerkt, dass ich mir zwar sehr wohl wünsche, wieder jeden Tag einen lieben Menschen um mich zu haben, mit dem ich mein Leben teilen kann, aber ich bekomme das einfach nicht hin und dafür gibt es zahlreiche Gründe.


    Zum einen gefühlsmäßig nicht und die Vorstellung, dass ich mein Herz doch noch einmal für einen anderen Mann öffne und ihn dann vielleicht auch wieder verliere und dasselbe Leid noch einmal durchleben müsste ..., nein, das würde ich kein zweites Mal schaffen.


    Und so muss ich mich wohl oder übel mit der Tatsache arrangieren (wer das Eine will/nicht will, muss das Andere in Kauf nehmen), dass ich mein Leben alleine weiter bestreite, auch wenn ich das freiwillig, so niemals gewollt hätte.


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

    Mich macht das auch traurig und vor allem wütend, wenn ich immer lese, wie du jedesmal das Grab deines Jungen vorfindest.

    Und das eigentlich ja schon fast von Anfang an.

    Du leidest darunter, jedes Mal. Das muss doch selbst ein so unempathischer Mensch wie Hanka wissen.


    Ich frage mich auch, warum sie sich für ein Grab entschieden hat, dass sie logischerweise ja pflegen muss und im Sommer mehrmals die Woche gießen.


    Ach Carmen, du tust mir so leid :rolleyes:.

    Lass' dich mal drücken :30:.


    Herzlichst, Kerstin

    Liebe Carmen,

    ich brauche das, mich im Garten viel zu beschäftigen, weil ich ja schon lange Frührentner bin. Ich muss ja irgendeine Aufgabe haben die mich regelmäßig ausfüllt und die mir Freude macht.

    Du gehst ja noch arbeiten und das ist das, was dir Erfüllung gibt.


    Einen großen Pool hatten wir auch ... ach ja :rolleyes:. Aber von dem habe ich mich wegen der vielen Arbeit die der immer macht, auch getrennt.


    L G. Kerstin

    Liebe Christine,

    natürlich kann man auch ohne Garten glücklich sein und sich auch einen Balkon ganz toll herrichten. Und bei weitem nicht jeder ist ein Garten- Mensch der es liebt, täglich im Garten rumzuwerkeln.


    Mir hat das wohl mein Papa in die Wiege gelegt, er war genauso Garten- und Pflanzenverrückt wie ich.

    Und ich habe genau wie er, auch Hummeln im Hintern. Ich muss immer etwas tun. Irgendwo still sitzen, das kann ich ganz schlecht. Der lange Winter ist mir schon wegen der fehlenden Gartenarbeit ein Graus.


    L.G. Kerstin

    Dankeschön liebe Christine :24: und liebe Carmen :24:.

    Ich bin unendlich dankbar, dass ich dieses kleine Paradies habe, auch wenn die ganze Arbeit damit, oft über meine körperlichen Grenzen geht. Aber die Arbeit tut mir auch gut.

    In einer Wohnung und ohne diese Beschäftigung in meinem Garten ... ich würde verrückt werden.

    Liebe Bille,


    schön dass du wieder Kontakt zu deiner besten Schulfreundin hast, das freut mich wirklich. Auch wenn sie leider nicht in der Nähe wohnt, so könnt ihr doch zumindest telefonieren und euch austauschen. Sie weiß ja genau was du gerade durchmachst.

    Ich glaube, das dir das sicher ein wenig helfen wird. Vielleicht könnt ihr euch ja auch gelegentlich mal besuchen.


    Im Herzen alleine bist du nicht Liebes :30:, du trägst doch genau da, deinen Tom bei dir und so begleitet er dich überall hin und bei allem was du tust.


    Aber ja, ich weiß genau was du meinst. Diese Leere die man fühlt, diese ständige Präsenz der absoluten Einsamkeit, als wäre man der einzige Mensch auf der großen, weiten Welt :rolleyes:. Ich habe mich ganz genauso gefühlt, ganz lange.


    Jetzt im einst gemeinsamen Zuhause immer alleine zu sein, nach Hause zu kommen und zu wissen, der geliebte Mensch ist nicht mehr da, an den Wochenenden und Feiertagen das Bewusstsein zu haben, die Nachbarn sitzen jetzt gemütlich mit ihren Partnern am Frühstückstisch, planen ihren Tag, was sie Schönes machen ..., das ist kaum auszuhalten. Und trotzdem muss man es irgendwie aushalten :(. Es ist schwer, so verdammt schwer, ich weiß :30:.


    Und ganz ehrlich, selbst wenn man eine große Familie und einen großen Freundeskreis hat, das ist einem in den ersten Monaten eigentlich keine wirkliche Hilfe. Bei mir war das zumindest so. Man ist allenfalls stundenweise etwas abgelenkt, aber der Schmerz und das Vermissen sind genauso schrecklich, denn trösten kann einen ohnehin nichts und niemand.


    Ich habe es sogar oft als sehr belastend empfunden, mit Anderen Zeit zu verbringen.

    Sie redeten ja über alles, nur nicht über das Schreckliche was mir passiert war.

    Ihre Welt drehte sich einfach weiter, als wäre nichts passiert, während unsere Welt, einfach stehengeblieben ist.


    Ach Bille :30:, ich nehme dich mal ganz vorsichtig, verstehend in die Arme und halte dich ein Weilchen, wenn ich darf.


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

    Liebe Bille,

    ja, ich habe noch eine kleine Familie, meine 87 Jahre alte Mama, meine 86 Jahre alte Tante, meine Schwester, 2 große Söhne, wovon aber nur einer in meiner Nähe wohnt, 4 Enkelkinder, die aber auch weit weg wohnen und meinen kleinen Freundeskreis.

    Aber ... die allermeiste Zeit bin ich doch alleine.


    Jetzt zieht gerade ein Gewitter auf und da bin ich auch alleine ... auch alleine mit meiner Angst. Angst, dass Hagel alles in unserem schönen Garten zerstören könnte, wofür ich monatelang, sehr, sehr hart gearbeitet habe.

    Und das sind Momente, wo mir mein Schatz sooo unfassbar fehlt und wo auch ich mich ganz arg verloren fühle.


    Das Sicherheitsnetz ... der doppelte Boden aus unserem gemeinsamen Leben sind weg. Und genau das, das ist wirklich schwer.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du eine ganz liebe Freundin findest, vielleicht sogar mit dem gleichen Hintergrund. Das würde dir sicher etwas helfen, dich nicht mehr so ganz alleine zu fühlen.

    :30:


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin

    Eisenhüttenstadt war die erste, ganz neu errichtete, sozialistische Stadt der DDR ( einst Stalinstadt). Sie wurde erbaut, weil hier ein riesiges Stahlwerk gebaut wurde. Damals EKO, heute Arcelor Mittal.


    Ich bin in Eisenhüttenstadt geboren und mein Mann auch.

    Wir haben aber nach der Wende, 10 km entfernt, in einem staatlich anerkannten Erholungsort ein Haus gebaut.


    So viele Wohnblocks wie früher, gibt es in Eisenhüttenstadt aber nicht mehr. Hunderte Wohnblocks wurden abgerissen, weil die Einwohnerzahl auf mehr als die Hälfte geschrumpft ist. Ich bin froh, nicht mehr in Hütte wohnen zu müssen.


    Hier auf dem Land, inmitten der Natur, im traumhaften Schlaubetal, ist es tausendmal schöner.


    Herzlich liebe Grüße, Kerstin