Liebe Karla,
ich bin auch fassungslos. Wieviel musst du ertragen! Bitte nimm dich jetzt mal wirklich aus dem Job und versuche nur auf dich zu schauen und ganz gut zu überlgen, was du nun alles brauchst ...
Wirst du dich von deiner Tochter verabschieden?
Ein riesengroßes Kraftpaket und ich drück dich ganz fest!
Christine
Beiträge von Christine
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Hallo ihr Lieben,
ein sehr schöner Thread!
Liebe Claudschi, es erzählen mir Trauernde oft, dass es besonders "still" um sie geworden ist, wenn ein Mensch gestorben ist, eben weil er keinen Lärm mehr macht ... und an dieses Fehlen von typischen Geräuschen muss man sich erst gewöhnen ...
Alles Liebe
Christine -
Liebe Hanami,
herzlich willkommen bei uns und mein herzliches Beileid zum Tod deines Mannes!
Du wirkst sehr stark und dynamisch und du blickst nach vorne, ich glaube, du bist eine Kämpferin ...
, das ist an sich gut, denn du wendest dadurch viele Strategien an, die dich nicht aufgeben lassen und dich und deine Kinder weiter am Leben teilhaben lassen. Aber neben all dem Kampf um ein neues Leben, vergiss nicht: Ihr müsst durch den Trauerprozess hindurch und: Trauer braucht Zeit, Trauer kommt in Wellen und in der Trauer muss man immer wieder mal zurückgehen, weil man bestimmte Traueraufgaben noch nicht zur Gänze erledigt hat.
Der Weg der Trauer wird oft in 4 Phasen oder 4 Aufgaben beschrieben, diese Phasen und Aufgaben sind aber kein geradliniger Prozess, sondern ein Wechseln ... ein Vor und Zurück. Du kannst die Phasen und Aufgaben hier nachlesen:ASPETOS Trauerratgeber - Trauer, was ist das?
Du wirkst auf mich, wie gesagt, sehr dynamisch und ich habe den Eindruck, dass du dich und deine Kinder gerne von Phase 1 quasi sofort in Phase 4 katapultieren willst (das ist die "Neuorientierung" oder "Phase des neuen Welt- und Selbstbezugs"). Das wird nicht gehen und es wird dich bald erschöpfen.
Mach grundsätzlich weiter so, nimm am Leben teil, versteh dich ruhig als "neue Manami", aber tritt ein wenig kürzer, entschleunige dich und lass Platz für die Trauer. Auch wenn es dir wie ein Rückschritt vorkommt, es ist keiner, es sind nötige Schritte zur Bearbeitung!Zur neuen Gesellschaftsform: Du bist sicher in eine neue Form getreten und das sehr plötzlich. Dass du dich daran anpassen kannst, auch das braucht Zeit - und immer wenn man in eine neue Gesellschaftsform eintritt, ändert sich auch der Freundeskreis. Kannst du dich noch erinnern als ihr das 1. Kind bekamt, da hat sich auch einiges im Freundeskreis geändert, oder? Und so wird es auch jetzt sein. Du wirst Alleinerzieherinnen kennenlernen und ich denke, dass dir das auch gut tun wird, weil du dich dann nicht mehr so gebranntmarkt und ausgeschlossen fühlst.
Alles Liebe und viel Kraft!
Christine -
Liebe Katrien,
dann bin ich mal fürs erste beruhigt und dann setzen wir jetzt mal die Hoffnung auf das Medikament. Falls du die Woche trotz allem Bemühen nicht schaffst (das Medikament hat ja am Anfang bei vielen Nebenwirkungen), dann lass dich krank schreiben! Ich kann dich verstehen, für viele ist es schwer eine psychische Erkrankung auch "öffentlich" zu machen, aber es auch wieder ein Schritt, es sich selbst zuzugestehen ...
Alles Liebe!
Christine -
Liebe Petra!
ich drück dir auch ganz fest die Daumen und denk an dich!
Alles Liebe!
Christine -
Liebe Katrien,
ist der Wunsch nie mehr aufzuwachen Ausdruck von deiner derzeitigen Erschöpfung oder hast du Suizidgedanken?
Gib den Antidepressiva ein paar Tage Zeit! Was hat dir die Psychiaterin denn genau verschrieben?
Alles Liebe
Christine -
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Liebe Katrien,
ich hoffe, du hast dich ein wenig ausgeruht! Und: Mit dem Antidepressiva wird es dann schon weiter bergauf gehen!
Alles Gute!
Christine -
Lieber Walter,
jetzt weiß ich ehrlich gesagt überhaupt nicht, was ich sagen soll ... ich hoffe, du kannst auf der Bergtour deine Gedanken etwas ordnen ...
Alles Liebe, viel Kraft
Christine -
Liebe Pinky,
vielleicht magst du ihr ja einen Bríef schreiben mit allem drin, was du ihr noch sagen möchtest. Dass Trauernde nach einem plötzlichen und unerwarteten Todesfall oft schlecht damit umgehen können, weil vieles ungesagt geblieben ist, das kommt sehr, sehr häufig vor! Einen Brief zu schreiben und ihn am Grab oder an einem Ort, an dem man mit dem Verstorbenen oft war, zu verbrennen, das hilft vielen.
Wer könnte denn noch genaueres über die Todesursache wissen?
Alles Liebe
Christine -
Gute Nacht! Bin heute etwas geschafft!
Christine -
Liebe Chrisi,
nur dass du das jetzt nicht falsch verstanden hast, ich hab nicht gemeint, dass du dir deine Wahrheit "so hindrehst, dass es für dich annehmbar ist". Das klingt ja so als würde ich dir sagen, du belügst dich selbst, aber das meine ich nicht!!!
Ich meinte es so: Gedanken wirken einfach wie Filter auf uns. Je nachdem, was ich mir für Gedanken mache, filtere ich meine Wahrnehmung einer Situation und auch meine Gefühle. Ich kann hilfreiche Gedanken suchen oder durch nicht hilfreiche ins Grübeln kommen und in meiner Trauer versinken. Du hast gelernt hilfreiche Filter zu verwenden und wenn ein nicht hilfreicher daherkommt, dann suchst du nach einem anderen. Das ist eine sehr wichtige Bewältigungsstrategie!
AL Christine
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Ui schön! Der Salamander und der Regenbogen! Und super, dass du gut geschlafen hast!
Christine -
Liebe Chrisu,
der Trauerprozess verläuft ja nicht als gerade Linie sondern als Spirale (die nebenbei auch noch stürmisch ist und mit Wellen aufwarten kann!). Und auf der Spirale kommst du im Grunde immer weiter nach oben, aber wie es bei Spiralen eben so ist, kommst du immer wieder an die gleiche Windung, hast dann das Gefühl, du hast einen Rückschritt gemacht, dabei bist du an der gleichen Stelle angekommen, nur schon höher oben.
Mitunter, wenn man eine Traueraufgabe noch nicht vollständig gelöst hat, muss man aber auch wieder ein Stückl zurückgehen und sie fertig erledigen. Man kommt dann aber meistens viel schneller wieder weiter auf dem Weg, weil man ihn mit seinen Tücken ja schon kennt.
AL
Christine -
Hallo Karla,
wisst ihr schon etwas? Ich hoffe für euch, dass alles gut ist!
Alles Liebe
Christine -
Liebe Pinky,
mein herzliches Beileid zum Tod deiner Freundin und herzlich willkommen bei uns!
Es ist so wie meine Vorschreiberinnen es schon richtig erkannt haben: Du bist in der ersten Trauerphase, in einer Phase der Betäubung, des Schocks, des "Nicht-Wahrhaben-Wollens". Das ist ein Schutzzustand der Psyche und ist an sich gut. Freilich ist es dann auch wichtig, dass sich der Schock abbaut und der Tod realisiert wird. Das Realisieren erfolgt dann nach und nach und dann wirst du auch Trauer spüren.
Näheres zum Trauerprozess kannst du in unserem
nachlesen.
Deine Siutation ist eine besonders schwierige und verzwickte, denn ihr hattet Streit und eurer Freundschaft wurde unterbrochen. Das heißt, du hattest kaum mehr Kontakt oder überhaupt keinen. Da fehlt dir ein Stück ihrer Geschichte: Ihr letztes Lebensjahres fehlt dir und dadurch wird das Realisieren wahrschreinlich noch zusätzlich erschwert. Außerdem hattest du nicht die Möglichkeit, dich am offenen Sarg zu verabschieden. So hast du den Leichnam deiner Freundin nicht sehen können. Das hätte das Realisieren und auch das Abschiednehmen gefördert.
Magst du uns sagen, wie deine Freundin gestorben ist?
Woran kannst du denn festmachen, dass sie nicht mehr da ist? Gibt es außer Grabbesuchen und dem Sterbebild noch andere Möglichkeiten das Realisieren zu fördern?
Alles Liebe
Christine -
Liebe Katrien,
danke für deine Aufrichtigkeit und dein Vertrauen in uns alle! Beim Psychiater musst du das "alles" nicht nochmal erzählen. Im Gunde genügt es, kurz deine Vorgeschichte zu umreißen: Ganz kurz: Was deine Erkrankung war und welche Medikamente und Therapien du damals hattest und, dass es dir seit dem Tod deiner Mutter und deines Stiefvaters wieder schlecht geht. Dann wird er dich zu deinen aktuellen Symptomen befragen, dir ein Medikament verschreiben und einen weiteren Termin ausmachen, um die Wirkung zu überprüfen.
LG
Christine -
Liebe Wilma, sei froh, dass du den Artikel nicht gelesen hast, er verdirbt dir nur das Frühstück!
Ich bin jedenfalls wieder da, und ob Jutta im Urlaub ist oder nicht, spielt für uns hier keine Rolle, weil sie, glaub ich, sowieso immer hier ist. Ich glaube, die Jutta ist eine Streberin!
Christine -
Hallo Regenbogen,
nein, meine Frage "Wenn du es genau wissen würdest, meinst du, das würde dir helfen?" war nicht dahingehend zu verstehen, dass es besser ist es nicht zu wissen. Sie war einfach als Frage zu verstehen, ob es tena helfen würde, wenn sie es wissen würde.
Manche Menschen können tatsächlich besser mit der Wahrheit und den Details umgehen, weil dann die Grüblerei weniger wird und man weiß dann, woran man arbeiten muss. Andere wiederum können damit nicht umgehen. Da sind wir unterschiedlich. Ich müsste es auch ganz genau wissen!
LG
Christine -
Ich glaube, jetzt bin ich ...
... DIE BÖSE ...