Beiträge von Luise

    Meine Lieben,


    eure herzlichen Worte haben mir sehr gut getan. Das meine ich, wenn ich das Forum als Halt bezeichne. Jeder hat Verständnis trotz des eigenen Schmerzes.


    Wir sind verschieden und doch in vielem gleich. Jeder hat seine Wünsche... seinen Glauben...seine Hoffnung... ja, sein eigenes Leben und ist doch so tolerant und akzeptiert die Trauergefühle der anderen.


    Ich lese alle Beiträge, bin oft anderer Meinung, aber ich kommentiere es nicht. "Jeder Jeck ist anders" sagt man im Rheinland und das macht die Welt bunt, sogar in der Trauerempfindung.


    Hauptsache ist die Erleichterung... das Miteinanderteilen... das oft wortlose Verständnis. So sehe ich es und bin froh hier zu sein. Ihr seid mein Hafen, um mich von den Wellen des Schmerzes auszuruhen. Dafür danke.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    jeden Morgen lese ich eure Beiträge hier als Erstes. Dieses Forum gibt mir Halt, Trost, Tagesstruktur. Ich fühle mich dadurch nicht so alleine... trotz der vielen traurigen Lebensschicksalen von euch. Es tut mir einfach gut, weil ich weiss, ihr versteht mich und akzeptiert ohne Bewertung meine Worte.


    Deshalb kommentiere ich auch keine Trauergefühle von anderen, wäge keine Verluste - ob Mensch oder Tier - gegeneinander ab. Lasst uns gemeinsam unsere Trauer tragen, damit wir weiterleben können.


    Mein Mann ist nun 17 Monate tot. Ich schreibe bewusst "tot", damit ich es mir begreiflich mache. Er ist nicht im Krankenhaus oder in der Reha! Er ist für immer nicht mehr in dieser Welt.


    Ob es ein "Wiedersehen" der Seelen geben wird? Ich wünsche es mir, aber hier muss ich nun alleine weiterleben. Und das fällt mir zunehmend schwerer.


    Manchmal träume ich mir etwas vor... denke was ich ihm alles erzählen muss, wenn er wiederkommt.

    Dann erwischt mich allerdings wieder die Realität und ich stelle mir seine Reaktion, seinen Pragmatismus, seine Liebe zu mir vor und werde ruhig.


    Es ist, wie es ist. So hat er gelebt und mir immer wieder gesagt. Wir hatten eine lange gemeinsame Zeit und daran werde ich mich festhalten... nur ab und an ist es mir so unerträglich...meine es nicht mehr lange zu schaffen.


    Doch seine Worte, die ich in meinem Innern höre, geben mir Kraft... er will, dass ich mein Leben zu Ende lebe so gut es eben geht und es auch mit Lebensfreude fülle.


    SO LANGE ICH LEBE, LEBT ER AUCH.


    Das will ich mir in meinen dunklen Stunden sagen... mal hilft es... mal überhaupt nicht.


    Langsam wird es mir zu schwer... mich immer und immer wieder "aufzurappeln".


    Aber seine Liebe ist in mir und ich bewahre sie... nie wieder werde ich so geliebt werden... aber ich hatte sie!


    Dies sind heute Morgen meine Gedanken und Gefühle. Vielleicht etwas zu wirr... aber hier kann ich sie äussern. Dafür bin ich dankbar... es hilft mir nicht zu Verzweiflen und "durchzudrehen"...ein Ventil.


    Seid lieb gegrüßt und eine :24:von Luise.

    Liebe Coco70,


    mir fehlen die Worte, was euch die Schwester im Khaus angetan hat.


    Aber dein Mann hatte in euch starke Beschützer und viel Liebe erhalten.


    Nun hat er keine Schmerzen mehr... das gibt dir ja den Trost, den du schilderst.


    Das ist es auch, was ich mir immer zum Trost sage... trotzdem es tut einfach nur weh.


    Lasse deinen Schmerz zu und lebe dein Leben zu Ende. Nimm alles an, was noch gut ist für dich.


    LG Luise

    Liebe Blaumeise,


    ich drücke dich ganz doll!


    Deine Müdigkeit und deine Verzagtheit kann ich ein wenig nachempfinden.

    Es ist einfach zuviel für einen einzelnen Menschen, was du alles erlebt und erleidet hast.

    Deine Lieben sind aber immer noch bei dir! Nur... sie können sich vorstellen, dass du zu müde bist... wollen sich zurückhalten, damit du alle Kraft und Konzentration nur auf dich lenkst.

    Sei ihnen nicht gram... sie lieben dich... sie bleiben und wollen dir helfen.


    Aber sei gewiss... auf jeden Fall wünschen sie dir das Beste... sie warten noch gerne eine Weile auf dich... also schlaf ruhig und erhole dich soweit du kannst.


    Wir hier sind bei dir und ich hoffe, noch oft von dir zu hören.


    <3 Luise

    Meine Lieben,


    ich bin wieder mal im Tal der Trauer und Einsamkeit. Heute vermisse ich meinen Mann extrem. Warum konnte ich nicht zuerst gehen?


    Es ist der "Tag der Umarmungen" habe ich im TV gehört. Die täglichen Umarmungen, die ich mit meinem Mann ausgetauscht habe, fehlen mir... es tut so weh!


    Es ist niemand mehr da... keiner fragt mich, wie geht es dir?... nimmt Anteil an meinem Tag... zeigt und gibt mir Liebe, Zugehörigkeit, einfach Halt und Zuversicht.


    Ich verkümmere und werde lebensfremd.

    Alles was ich noch kann, ist auf dem Sofa liegen, weinen, hadern, warten. Warten worauf? Auf Besserung meiner Lage und meiner Gefühle? Wird es nun immer so sein? Womöglich jahrelang? Lebendig und doch tot!

    Selbst mein Hund ist heute depressiv... will nicht fressen... will nicht spielen... nur bei mir liegen.


    Ich weiss, in letzter Zeit jammere ich nur... bin egoistisch... schreibe nur von mir... helfe euch nicht... bin aber in Gedanken oft bei eurem Leid und empfinde mit... nur ohne zu schreiben. Ich kann im Moment nicht trösten oder überhaupt etwas hier beitragen. Es fällt mir schwer... bin antriebslos... verbringe Stunden ohne Sinn oder Tun... bin wie gelähmt in einem Zustand, den ich hasse und doch nicht ändern kann oder will.


    Wie soll es weitergehen?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich bin wieder mal total fertig, Es wird und wird einfach nicht besser. Immer wenn ich es glaube, kommt ein Rückschlag.

    Ich will meinen Heinz zurück! Nur mit ihm war mein Leben erträglich... ja schön.


    Gestern war ich mit meiner Freundin zu einer Open-Air-Veranstaltung mit strengen Coronaauflagen. Es war hier sehr heiss und es ging mir schon den ganzen Tag nicht gut. Aber ich wollte und musste mal raus.

    Und es kam, wie es kommen musste. Nach 2 Stunden konnte ich mich kaum zum Auto schleppen und ohne meine Freundin wäre es nicht gegangen.

    Die ganze Abwechslung war mal wieder zu anstrengend für mich. Selbst die kleinsten Freuden!

    Jetzt liege ich seit gestern alleine in meiner Wohnung... kann nichts machen...nur weinen und hadern... habe Hunger nach Essen aber noch mehr nach Liebe. Keiner ist mir geblieben... alle sind weg. Meine Freundin tut was sie kann, aber ich kann sie nicht immer und immer mit mir belasten. Sie ist nicht unverwundbar... selber nicht mehr die Jüngste... Diabetikerin... auch sie stemmt alles alleine... aber positiv denkend im Gegensatz zu mir... nimmt alles so, wie es kommt.


    Nur ich lasse mich zunehmend hängen, ich kann nicht mehr. In 8 Jahren 4 Todesfälle... 1 Herzinfarkt... 2 Schlaganfälle... und allein nur mit kleinem Hund, dem ich auch nicht gerecht werden kann in Punkte schönes Hundeleben wie spielen und lange Spaziergänge und Abwechslung.


    Wie soll es denn weitergehen? Dazu nun wohl auch noch finanzielle Probleme, die Rücklagen sind fast aufgebraucht. Vieles müsste mal erneuert werden. Heinz hat viel repariert und "gebaut" bis er

    nicht mehr konnte.


    Nun geht einiges den Bach runter... ich kann es nicht... habe zwar einiges versucht, doch mir fehlt das Wissen und die körperliche Kraft... bin zu schwach...trotz starken Anstrengungen.


    Und immer um Hilfe zu bitten ohne selber etwas zu geben, kann ich nicht. Es fällt mir auch schwer. Früher konnte ich wenigstens Hilfe bei vielen anderen Problemen.. sprich nicht körperlichen... geben, aber seit mein Mann mir nicht mehr mental beisteht, bin ich nicht mehr ich... nur eine leere Hülle... und wirke dennoch oft auf andere lebenstüchtig.


    Doch das ist nur eine Maske, die ich nach aussen trage. Seit Kindheit daran gewöhnt und auch so erzogen, meine Behinderung zu überspielen.


    Nur hier im Forum zeige ich meine Zerrissenheit...meine Ängste.

    Dafür bin ich dankbar, dass es mir ermöglicht wird ohne Bewertung von euch.


    LG Luise

    Meine Lieben,

    liebe Flora,


    ja, ich konnte einige Tage nichts schreiben. Immer wieder gibt es diese Stunden der Verzweiflung und das Vermissen.


    Nun geht es mir bei der Wärme auch körperlich so schlecht, dass ich kaum mit meinem Hund Gassi gehen kann. Liege zum größten Teil und es fällt mir schwer mich und Amy zu versorgen.


    Es ist nur gut, dass ich immer genug Vorräte habe... Lebensmittel und Wasser.


    Aber das Alleinsein empfinde ich oft so belastend und es macht mir Angst...weil mich keiner mehr tröstet und in den Arm nimmt, besonders bei Unwohlsein und Schmerzen und Herz- Kreislaufproblemen. Dann fühle ich mich soooo allein und hilflos.


    Trotzdem will ich noch in meiner Wohnung bleiben...selbstbestimmt... ohne mich ständig zu verbiegen und meine Gefühle zu unterdrücken, weil sie andere stören könnten... einfach noch ein wenig persönliche Freiheit haben.

    Es ist eben ein Abwägen.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    danke für eure lieben Worte. Mein Zustand hört und liest sich wohl schlimmer an als er ist.

    Irgendwie geht es ja noch... andere haben es schwerer.


    Ich habe 70 Grad Schwerbehinderung mit Merkzeichen G, Pflegegrad 1.


    Es sind aber die andauernden Schmerzen und die zunehmende Atemnot, die mir zu schaffen machen. Dazu die ständige Angst den 4. Schlaganfall und den 2. Herzinfarkt zu erleiden. Angst vor dem Tod habe ich nicht, nur vor totaler Pflegebedürftigkeit.

    Das schaffe ich nicht mehr ohne Liebe, mir fehlt alleine die Kraft zum Kämpfen. Für meinen Mann habe ich es jedesmal wieder versucht... mit relativ gutem Erfolg.


    Aber nun... für wen?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    mal wieder ein WE und allein.


    Mir wird alles zu viel.


    Zu viel... Alleinsein... für mich einkaufen und sorgen... alles selber regeln... ohne Hilfe und Zuspruch... Termine wahrnehmen... neue Brille und neues Hörgerät aussuchen... das Autofahren und damit das leidige Parkplatzsuchen... Rollator aus dem Kofferraum heben... zusammen"bauen"... Schlange stehen vor dem Geschäft mit zunehmenden Schmerzen und Schweissausbrüchen... Kreislaufprobleme.


    Nach Hause kommen... niemand da, um zu trösten und um zuzuhören... allein für immer!


    Mir tut alles weh... Schmerzmitteldosis nach Arzttermin verdoppelt worden... habe das Gefühl auch meine Einsamkeit verdoppelt sich. Aber bitte nicht ins Heim... dort ist man zwar nicht allein, aber trotzdem traurig und einsam... und vor allen Dingen nicht mehr selbstbestimmt.


    An guten Tagen mit wenig Beschwerden empfinde ich noch etwas Hoffnung auf lebenswerte Tage...die Hoffnung stirbt zuletzt.


    Will noch so viel regeln bevor ich sterbe... mache mir um jeden Sch.... Gedanken... will aufräumen mit meinen Habseligkeiten und will nicht, dass meine Erinnerungen ( Fotos,Filme, Tagebücher) dann irgendwo in irgendwelche Hände geraten. Aber

    ich kann mich davon noch nicht trennen!


    Nun muss ich noch meinen Balkon unwetterfest machen... wird mich viel Kraft und Schmerzen kosten. Meine Wohnung liegt hoch und ist sehr windig bei Sturm und Gewitter... aber hier fühle ich mich wohl und in jeder Ecke sind Erinnerungen an Heinz. Er hat es uns... mir... schön gemacht.


    Meine Tränen fließen und mein Herz ist schwer.


    LG Luise

    Lieber BernhardP,


    fühle dich nicht schuldig, dass bist du nicht. Die Liebe zu deiner Frau ist für immer in dir, trotzdem ist noch Platz für andere, vielleicht nicht so totale Liebe... nimm sie an und lebe sie.


    LG Luise

    Liebe Andrea,

    meine Lieben,


    ich habe wieder einige "schlechte" Tage voll Verzweiflung und Tränen hinter mir.


    Irgendwie ist es seit Anfang des Jahres (Schlaganfall) in mir immer dunkler und einsamer geworden.


    Ich sehne mich nach einem Menschen, der zu mir gehört... nach Verstehen... nach Zärtlichkeit... nach Vertrauen... nach Lachen... nach allem, was mir nun fehlt.


    Zweisamkeit... keine Einsamkeit.


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    Wie in dem Lied von Hildegard Knef


    Eins und eins, das macht zwei

    von

    Charly Niessen / Charly Niessen

    Der Mensch an sich ist einsam

    und bleibt verlassen zurück.


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    LG Luise



    Liebe Blaumeise,


    dass sind ja viele Komplimente! Fühle mich wohl dabei, aber auch zu sehr gelobt.


    Am schönsten war, dass du dich wieder aus dem Khaus melden konntest.


    DU BIST EINE STARKE KÄMPFERIN.


    Ich bin zwar behindert und mit Krankheiten belastet, aber du mehr mit den Lebensbedrohenden.


    Ich bin oft in Gedanken bei dir und bin froh, dass ich dir beistehen kann... durch meine Schreiberei einen Teil dazu beitrage dir etwas digital zu helfen.


    Eine ganz, ganz dicke Umarmung.


    <3lich deine Luise

    Lieber Matthias,


    gut, dass du etwas entspannen konntest.


    Wann kommt denn dein Vater ins Heim? Hattest du nicht geschrieben ab Juni?

    Kannst du dann in dem Haus wohnen bleiben? Und wie sieht es mit deinen Anträgen aus wegen deiner finanziellen Situation.


    Wenn diese Belastung wegfällt wird es dir besser gehen und Dorit kann dir vielleicht mehr Zeichen geben....das wäre doch schön.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    der Tag gestern war anstrengend, weil ich kaum Besuch bekomme.... bin es nicht mehr gewöhnt. Sind um 8:30 Uhr gekommen... habe Frühstück hergerichtet... war vorher mit Amy Gassi... danach wegen Schmerzen noch etwas hingelegt. Es ist für mich eben nicht so leicht.


    Hat alles gut funktioniert... war dann aber froh, als sie gegen 14 Uhr wieder gefahren sind.


    Allerdings später fiel ich in tiefe Trauer und war sehr depressiv. Es war wohl die Ruhe danach und das Gefühl der Einsamkeit... dauerte bis spät an... weinen und hadern.


    Heute habe ich mich bis jetzt beschäftigt mit Hausarbeit und Wäsche. Nun kann ich aber körperlich nicht mehr... hoffe aber, dass ich den Tag besser "rumkriege"... ohne zu weinen und mich zu bedauern.


    LG Luise

    Liebe Ange,

    liebe Flora,


    ich liege hier mit Schmerzen und weine.


    Werde aber auf euren Rat hören und es so machen. Ich danke euch.


    Genau... was soll schon geschehen?

    Kann mich hinterher hinlegen und erholen.


    Brauchte wohl eure Worte um klar zu sehen und mich zu beruhigen.


    LG Luise