Beiträge von Luise

    Liebe Blaumeise,


    deine Mutter war wohl tief in ihrer Verzweiflung gefangen und ihr war nicht bewusst, dass sie deine Seele durch ihren Freitod erschüttert hat.


    Trotzdem durfte sie dich nicht so verlassen... das belastet dich dein ganzes Leben... und darf eine Mutter eigentlich ihrem Kind nicht zumuten. So sehe ich das.


    Ich hoffe und wünsche dir alles Gute.

    Meine Gedanken sind bei dir... vielleicht hilft es dir ein wenig.


    Meine Mutter war auch mit mir

    und meiner Behinderung überfordert. Ab meinem 12. Lebensjahr war ich eigentlich ihre Mutter und sie mein Kind. Das hat mich geformt, aber nicht nur zum Guten.


    Habe ab da immer an ihrer Liebe zu mir gezweifelt und tue es auch heute noch... über ihren Tod hinaus, den ich begleitet habe.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich bin ganz erschüttert von euren Schicksalen, weine beim Lesen.

    Kann aber momentan keine Anteilnahme schriftlich ausdrücken, bin trotzdem in Gedanken und mit Gefühlen bei euch.


    Mein Verlust... meine Trauer... bestimmt jeden Tag und jede Nacht. Es ist mir zur Zeit unmöglich an ein weiteres Leben zu denken.


    Dazu noch die schlechten Weltnachrichten

    ... nirgends ein Lichtblick.


    Mir fehlt die optimistische und beruhigende Einstellung, die mein Mann mir immer vorgelebt hat. Ohne ihn ist alles dunkel... ich bin voller Angst... und warte eigentlich auf Hilfe... aber es wird keine kommen... woher auch?


    An Gott... in dem Sinne kann ich nicht mehr glauben... obwohl ich es mir wünsche.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    meine seelische Verfassung ist so schlecht wie noch nie. Dazu kommt nun noch meine Behinderung und Krankheiten, die es zur Zeit noch unerträglicher machen.


    Es tut mir leid, dass ich hier nur noch rumjammere.


    Nur wegen meines Hundes stehe ich morgens auf. Mir fehlt jeglicher Wille den Tag zu beginnen. Tag für Tag dieses Weitermachen... dieses so Tun als ginge mein Leben seinen Lauf.


    Arzt sagt, Schlaganfall bringt das Gehirn durcheinander, es hatte Todesangst.

    Deshalb mein jetziger Zustand, die Trauer und der Verlust treten verstärkt auf.

    Folge: tiefe Depression.


    Ich erinnere mich gut an die Monate nach meinem 1. Schlaganfall .Trotz Reha und die Unterstützung durch meinen Mann war ich nicht mehr wiederzuerkennen.

    Mein Gemütszustand war nahe an einem Totalzusammenbruch.


    Diesmal fehlt mir diese Hilfe. Vor allen Dingen die Liebe und Zuwendung.


    Ich schaffe es nicht nochmal mich aufzuraffen und zu kämpfen... müde und kraftlos.


    Was soll ich tun? Wie geht es weiter? Warum ist nicht endlich Ruhe?


    Ruhe in meinem Kopf.

    Ruhe in meinem Herz.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    heute ist wieder Freitag... 66 Wochen ohne Heinz!


    Habe heute Nacht sehr intensiv von uns beiden geträumt und war beim Erwachen noch ganz "entspannt" ja eigentlich "normal".


    Dieses Gefühl ist aber nun nicht mehr da.

    Liege auf dem Sofa und empfinde wieder diese innere Leere und Einsamkeit.


    War mit einem Nachbarn einkaufen und mir wurde bewusst, dass ich niemanden mehr habe, der sich um meinen Einkaufswagen kümmert und an der Kasse schon alles einpackt... so wie früher! Und mit dem ich besprechen kann, was man aussucht und einpackt.

    Wie angenehm und schön das ist!


    Mittlerweile beneide ich meine Nachbarn weil sie noch zu zweit sind. Frage mich warum sie und ich nicht! Sie verstehen sich gut und machen fast alles gemeinsam... gehen beide auf die 80 zu... und haben sich noch! Warum bin ich allein?


    Ich sehne mich nach einem Seelenmenschen der zu mir gehört.


    LG Luise

    Liebe Andrea,


    gesund werden kann ich leider nicht mehr.


    Aber versuchen mehr Tage erträglicher zu

    machen... Schmerzmittel u. ä....


    Es würde mich schon freuen, wenn die "guten" Tage öfter sind, als die "schlechten" Tage.


    LG Luise

    Liebe Andrea,

    meine Lieben alle,


    ich habe es mir fest vorgenommen nicht mehr so oft zu verzweifeln. Heinz wäre entsetzt mich in diesem jetzigen Zustand zu sehen.

    Ab und an verspüre ich etwas Willen zur Verbesserung meines Daseins. Das muss ich intensivieren! Es hängt aber meistens von meiner körperlichen Verfassung ab. Das beeinflusst stark meine seelisches Befinden.

    Ich " arbeite" daran, aber dann kommt wieder ein gesundheitlicher Rückschlag und ich muss mich erst wieder erholen.

    Das zermürbt mich.


    Es erscheint so sinnlos wieder von vorne zu beginnen... für wen... für was?


    Mir fehlt ein Ziel... ein Ansporn... einfach ein Mensch der zu mir gehört.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich habe leider den Eindruck, dass es mir in diesem 2. Jahr ohne Heinz schlechter geht.


    Dieses 2020 ist noch kurz, aber hat mir schon alle Kraft geraubt. ( Schlaganfall und heftige Infektion). Heute Morgen schon über 2 Stunden geweint... heftig und laut...!

    Habe Mitleid mir und Heinz beschimpft, weil er mich allein gelassen hat.


    Er kann mir nicht helfen... habe mit der Internetverbindung Probleme... bekomme den Grünbelag auf dem Balkonboden trotz Mittel ( mit Pumpsprüher) nicht weg... PC müsste mal gecheckt und Virenprogramm installiert werden.

    Alles wird mir zu viel... ich schaffe es nicht.


    Kann aber nicht nur Leute damit beauftragen, ist finanziell nicht machbar.


    Bin aber auch nicht im Moment fähig

    um Hilfe zu bitten, kraftlos und weinerlich.


    Hoffe, dass es im Frühling mit mir besser wird.


    LG Luise

    Liebe Helga,


    aber wann kommt der Tag?


    Er sollte nun langsam kommen, ich verliere die Zeit und die Kraft...

    und vor allem die Hoffnung.

    Leben ohne diese ist schwer und unmöglich... das befürchte ich und habe Angst davor.


    Heinz hat mir die Hoffnung immer vorgelebt... fast bis zum Tod.

    Meine Lebenshoffnung ist wohl mit ihm verschwunden... aber ihm zuliebe suche ich sie Tag für Tag.


    Nur nicht ewig...


    LG Luise

    Liebe Sverja,

    liebe Kornblume,


    mein Wunsch ist eigentlich nicht zu erfüllen... nicht durch mich selbst...
    und doch nur durch mich selbst.


    Ich hoffe, es gelingt!


    Durch eure Anteilnahme und Zuversicht verspüre ich eine Art von Kraft. Dafür bin ich dankbar.


    LG Luise




    Meine Lieben,


    wieder ist ein Sonntag zu überstehen.


    Ich habe mir fest vorgenommen, heute nicht zu weinen. In letzter Zeit hat dies meine Vormittage bestimmt.


    Werde mir was kochen und so tun, als ist es ein "normaler" Sonntag. Wie früher bei schlechtem Wetter... faulenzen und nur den Tag mit lesen, Handarbeiten, Fernsehen, am PC sitzen verbringen.


    Einfach so tun, als wäre Heinz nur in einer Reha. Ich muss mal innerlich zur Ruhe kommen... ich sehne mich danach!


    Kein Gedankenkarussel zulassen... einfach das Leben nun so annehmen wie es ist.


    DAS IST MEIN WUNSCH.


    Mit mir selber klarkommen, Lebenskraft und Lebensmut wieder erlangen.


    DAS IST MEIN WUNSCH.


    Und eigentlich mein Versprechen gegenüber Heinz, er wollte es. Immer wieder hat er es gesagt : mache weiter... lebe weiter... wir hatten unsere Zeit... denke daran zurück. Aber vergiss dich nicht... Pass auf dich auf. Bitte!


    Nun fliessen doch wieder Tränen... ich meine seine Stimme zu hören...sehe sein Gesicht.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    liebe Flora,

    schön von dir zu lesen, dass du mich vermisst.


    Aber momentan bin ich in einer Gefühlslage, die es mir unmöglich macht, irgendetwas zu sinnvolles zu tun.


    Lese aber alle Beiträge von euch und nehme Anteil daran.


    Meine Hündin war tagelang krank... Durchfall... Jetzt geht es aber wieder.

    Aber dadurch habe ich ihr viel durchgehen lassen und nun muss ich es ihr wieder abgewöhnen.


    Mein Tagesablauf macht mir zunehmend Sorge, ich ziehe mich immer mehr zurück.

    Eigentlich halte ich wie die Coronakranken sowas wie "häusliche Quarantäne".


    Mir fehlt jeglicher Elan zu allem. Ich döse vor mich hin.


    Aber das Schlimmste ist das Gefühl des Verlassenseins... das Alleinsein... meine Zukunftsangst.


    Heinz war mein Beschützer und mir fehlt dieses Gefühl "beschützt" zu sein. Bin nun Einzelkämpfer und kann nicht kämpfen... nicht mit dem Alltag... nicht mit mir selbst... nicht mit allen meinen Problemen.


    Möchte in mir ruhen... altersgerecht mit Gelassenheit weitermachen... das Leben nun annehmen, wie es ist. Ohne meinen Seelenmenschen im Hiersein aber mit der Gewissheit, er ist bei mir... bleibt bei mir... will das Gefühl zu ihm nicht verlieren.


    Es fällt mir schwer, meine Empfindungen zu artikulieren. Zeitweise verstehe verstehe ich mich selber nicht... bin zerrissen... ausgelaugt..., dann wieder mit positiven Planungswünschen.


    Will noch weitermachen... Heinz will es, also mache ich weiter... nur die Lebensfreude muss ich wieder lernen, ohne geht es nicht.


    Ob ich es irgendwann schaffe?

    So geht es nicht weiter... ich will diesen Sommer eine Entscheidung treffen.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich bin auch oft hin - und hergerissen.


    Gibt es ein Wiedersehen... ist Heinz nur in einer anderen Dimension... im Himmel oder in einer vergleichbaren Dimension?


    Habe ich die Zeichen wirklich wahrgenommen? Oder ist es Wunschdenken?


    Ich weiss nur mit Sicherheit, dass er mir irgendwie helfen würde, wenn es in seiner Macht liegt.


    Auch lebe ich viel in der Vergangenheit und flüchte mich in Erinnerungen, aber ist das für mich gut?


    Seine Anziehsachen konnte ich nicht im Schrank sehen, habe sie schnell abgegeben. Sie täglich anzusehen, wenn ich den Kleiderschrank öffnete um mich morgens anzukleiden, hat mich stark belastet und äußerte sich in Panikattacken.


    Ganz anders ist es mit seinen anderen Sachen... Computer... Werkzeug... seinen Büchern. Da bin ich wie gelähmt, schaue sie nur aus der Entfernung an, kann sie nicht berühren, weil seine Handspuren auf ihnen sind.


    Aber es wäre wohl besser für mein "anderes" Leben, wenn ich loslassen könnte.


    Aber alles, was er noch berührt hat, bringt mich immer zum Weinen. Zum Beispiel ist gestern eine Leuchte in der Stehlampe ausgegangen. Ich musste sie ersetzten und die alte noch von Heinz eingeschraubte, rausdrehen. Ich konnte es fast nicht...

    Das sind so Erinnerungen, die mich anfallen und mir weh tun. Solange es so ist, kann ich nicht loslassen und ein anderes Leben führen.


    LG Luise

    Liebe Andrea,


    Alle Anträge sind noch nicht entschieden. Habe aber eine Hilfe für den Haushalt für 4 Stunden im Monat und mein Hausnotruf wird finanziell anteilmässig übernommen.


    Ausserdem hat nach Widerspruch die Krankenkasse eine Therapie bewilligt zur wöchentlichen KG für ein Jahr.


    Werde weiter am Ball bleiben, wenn ich die Kraft zum weiterkämpfen finde.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    ich gehe hier oft zu einem Trauercafe. Es findet ca alle 2 Wochen Sonntags von 15 - 17 Uhr statt in einem Raum nahe am Hospiz. Ehrenamtliche Trauerbegleiter, die auch im Hospiz helfen, leiten es.

    Es ist ein offener Treff, meistens kommen Frauen. Leider war ich in diesem Jahr noch nicht da (Krankenhaus Aufenthalt und eine langfristige Infektion).

    Bisher hatte ich nicht den Eindruck einer "Partnersuche", da es ja auch fast nur Frauen sind. Nicht alle trauern um einen Partner.

    Mir helfen die Gespräche dort und der Sonntagnachmittag ist unterbrochen.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    es tut mir leid euch zur Zeit nicht in irgendeiner Form zu helfen oder zu trösten.


    Bin aber oft in Gedanken bei euch und nehme Anteil an euren Verlusten und verlorenen Menschen

    LG Luise

    Meine Lieben,


    es ist wieder Sonntag... früher geliebt... heute der schlimmste Tag der Woche.

    Es ist der Familientag... nur ohne Familie schwer zu ertragen.


    Seit unserem Hochzeitstag in diesem Monat bin ich extrem aufgewühlt und trauere... trauere um Heinz aber auch sehr stark um mich!


    Ich sehe nur eine dunkle Zukunft vor mir... komme einfach nicht mehr klar mit meinem Leben.

    Meine Einsamkeit lähmt mich... dadurch wird es noch schlimmer. Ich bin menschenscheu geworden. Sehne mich nach Zuwendung, aber bin nicht bereit mich zu öffnen.


    Habe Angst vor weiteren Enttäuschungen. Meine Menschenkenntnis ist durch die Trauer und fehlenden Austausch mit anderen nicht mehr verlässlich.


    Bin ich unter Menschen möchte ich allein sein... bin ich allein... bin ich unzufrieden mit meiner Entscheidung.


    Wie soll ich jemals aus diesem Zwiespalt herausfinden? Ohne Heinz geht anscheinend nichts mehr... er war mein Halt... einfach mein Alles!


    Heinz komm zurück...ich brauche

    dich... du warst mein Leben...


    Gib mir wenigstens etwas Zuversicht auf ein Wiedersehen... irgendein Zeichen... in der ersten Zeit habe ich einige Male etwas gemerkt. Aber jetzt nicht mehr.


    Der Alltag mit seinen Problemen wird mir alleine zuviel. Brauche deine Hilfe, brauche deine Lebenseinstellung... deine Gelassenheit das Leben so zu nehmen, wie es eben ist. Du hast mich immer geerdet... ich bin nun ohne Wurzeln... kraftlos.


    Was soll nur werden? Kann ich es noch einige Zeit schaffen? Wärst du doch imstande mir zu helfen... wie du mir immer geholfen hast... 46 Jahre lang und doch zu kurz.


    LG Luise