Liebe Flora,
Meine Lieben,
ich habe Angst Heinz zu verlieren... fühle nur noch wenig Vertrautheit... er ist nicht bei mir... innerlich nicht mehr da.
Denke viel an ihn und dennoch ist da eine Leere...ein Vakuum. Verliere seine Anwesenheit... seine Spuren verwischen in alltäglichen Sachen... jeden Tag mehr. Dies und jenes, was er noch gemacht hat, was er in der Hand hatte wird weniger.
Es verschwindet... ich kann es nicht halten.
Es sind noch Konserven da, die wir noch zusammen gekauft haben, die er in der Hand hatte, heute habe ich die restliche Zwiebackpackung entsorgt. Ich habe ihm oft Zwieback mit Tee gegeben, das konnte er bei der Übelkeit noch knabbern.
Sein Notebook lade ich immer auf....kann es aber nicht einschalten... sind doch seine Fingerspuren drauf...und private
Videos die er bearbeitet und vertont hat.
Ich kann das nicht... er hat so gerne daran gearbeitet... sieht auf dem Tisch aus, als macht er nur eine Pause und setzt sich gleich wieder dran.
Noch während seiner Chemo, wenn er die Kraft hatte. Als es ihn nicht mehr interessierte... genau sowenig wie die Tagesschau und die Zeitung, wusste ich es... und er auch.
Kann nicht mehr schreiben, es, tut so weh.
LG Luise