Liebe Alle,
es tut mir so gut, dass ihr an mich denkt und versucht trotz eurer eigener Verzweiflung für mich da zu sein.
Heute ist es so schlimm. Kann mich gar nicht fangen. Ich fühle mich allein auf dieser Welt, keiner ist da.
Kann nicht essen... kann nicht aufhören zu weinen... es läuft und läuft... Liege auf dem Sofa bei runtergelassenen Rolläden und bedaure mich selber.
Auch das Gassi gehen mit Amy hat nichts geholfen. Bin hin und her geschwankt wie betrunken... wohl Kreislauf und Unterzuckerung. Muss unbedingt was essen.
Wie geht es weiter? So kann es nicht bleiben! Was kann ich für mich tun?
Ich werde noch verrückt vor Einsamkeit.
Uwe hat zuviel Menschen um sich und ich zu wenig.
Selbst mein Neffe ruft seit ein paar Tagen nicht mehr an. Trau mich aber nicht nachzufragen was dort los ist.
Morgen darf ich aber zu Bekannten. Sie haben mich zum Kaffee eingeladen. Aber
so richtig kann ich mich darauf nicht freuen. Sie reden mir zu viel von früheren Zeiten, als Heinz noch lebte und sagen immer wieder, wie sehr er ihnen fehlt.
Dabei fehlt er mir an meisten... jeden Tag... jede Stunde... IMMER.
Trotzdem bin ich ihnen dankbar, dass ich dort hin kann. Sie haben an mich gedacht.
Ich wünsche euch allen, das das Osterfest schnell vorüber geht oder dass es für die mit Familie erträglich wird. Vielleicht sogar gut.
LG Luise