Beiträge von Luise

    Nachtrag und dann ist das Thema erledigt.


    Einen Pflegegrad habe ich und den auch mehrfach bereits gepostet. Du verstehst es nicht, man kann kräftemässig nicht immer kämpfen. Es ist nicht nur bei mir so, sehr viele Patienten bekommen nicht was ihnen eigentlich zusteht. Schau dir mal diverse Berichte in den Medien an. Nur wenn sie sich einschalten passiert manchmal was.


    Und deine Idee mit der Krankenkasse ist einfach nur illusorisch, sie haben halt ihr Budget und zahlen I. d. R nur, was sie unbedingt müssen. Da kann man noch soviel mit der Hotline diskutieren (persönliche Sachbearbeiter bekommt man sehr selten an die Strippe) und vor allen Dingen fehlt die körperliche, nervliche Kraft nach Jahren.


    Auch die persönliche Vorsprache bei KK ist stark eingeschränkt worden, viele Geschäftsstellen bestehen nicht mehr.

    Ausserdem besteht bei mir auch nach mehreren Schlaganfällen die sprachliche Fähigkeit mich zu äußern.

    Zwar habe ich das Glück das in meiner Stadt

    noch eine Geschäftsstelle besteht, aber ich wiederhole mich... benötige nahen Parkplatz, Rollator, Sauerstoffgerät.


    Und ich habe auch schon mal ausgeführt, dass ich zwar Behindertenausweis mit Merkzeichen "G" habe, aber für Parkberechtigung auf ausgeschilderten Parkplätze ist "aG" erforderlich.

    Die dafür erforderlichen Gründe habe ich auch gepostet.


    Frage mal bei BETROFFENEN nach, die können dir ihre vergeblichen Versuche schildern. Manche haben Aktenberge zu Hause... und nach jahrelangem Kampf versterben sie oft und die Angehörigen wissen nicht wohin mit ihrer Trauer und Nichtverstehen.


    Aber das alles kann nur nachempfinden (wie auch bei Trauer) diejenigen, die es selber betrifft. Schau mal hier im Forum bei einigen Betroffenen nach.


    Bei euch, deinem Papa und Mama war es besser, sei froh.


    Linchen nichts für ungut, aber es ist halt so.

    Lg Luise

    Mein liebes Linchen,


    ich habe schon öfters die Lage geschildert .


    Ab Pflegegrad 4 gibt es einen Dauertransportschein , auch bei Chemo, Dialyse, Bestrahlungen, Operationen, Darmspiegelungen, Narkosebehandlungen usw., ansonsten muss es von einem Arzt verordnet werden und teilweise vor Antritt der Fahrt schriftlich von der Krankenkasse genehmigt werden.


    Auch zu den mobilen Sauerstoffgeräten habe ich hier schon was gepostet. Es gibt leichtere, aber die müssen eben auch mit einer ärztlichen Anordnung beantragt werden. Und wie ich schon geschrieben habe, ist die Ärztin nicht dazu bereit, sie scheut die Auseinandersetzung mit der KK und will nicht in Regress genommen werden.


    Ausserdem kann ich wegen meiner Rückenbehinderung auch keinen Rucksack tragen und in die Rollator - Tasche lege ich es schon, aber es ist so gross dass es oben herausschaut und es muss stehend und festgezurrt transportiert werden.


    Ausserdem muss der Rollator über Bordsteine usw. gehoben werden, auch die sog. Treppenschrägen müssen gemeistert werden. Obwohl ich an einem Rollator- Kursus teilgenommen habe, ist es eben nicht so einfach.


    Frage mal andere ältere, kranke Menschen wie das ist, vor allem wenn auch die körperliche Kraft nicht mehr ausreicht.


    Meine Nachbarin konnte letztens ihren Rollator nicht über die eigens dafür vorgesehene Schräge vor Arztpraxis nicht alleine bewältigen.


    Es hört sich alles immer für Nichtbetroffene gut an, aber es ist nicht so, dass Recht und Hilfe bekommt, wer es braucht . Ich sage nur, Papier ist geduldig... Gesetze und so werden immer ausgelegt, wie der Bezahler (hier Krankenkasse) es sieht.


    Deine wirklich gut gemeinten Vorschläge, die helfen aber in meinem Fall eben nicht...ich muss es doch selber bezahlen, auch wenn du es nicht glauben kannst.


    Lg Luise

    Liebe Sonnenstrahl ,

    das alles ist einfach nur fürchterlich zu ertragen... dazu noch allein und krank.


    Bei mir ist es fast genau so. Allein gelassen, einsam, krank und dann ein krankes Tier, dass für uns beide der Lebensinhalt bedeutet.


    Gerade jetzt im Moment liege ich mit Amy auf dem Sofa. Wir beide haben Durchfall, mir ist seit Stunden schwummrig und wir sind allein. Allein mit allem... mit dem Popo säubern...mit den Hinterlassenschaften auf dem Fußboden (abgedeckt).


    Gestern war ich bei der Lungenärztin, sie kann oder will mir nicht helfen, nur immer die sogenannten Kontrolluntersuchungen, aber von Vorschlägen oder Verbesserungen meines Zustands keine Rede. Bin nur eine Nummer bei den Abrechnungen. Interessiert sie nicht, ob ich alleine meinen Alltag bewerkstelligen kann. Hat absolut kein Verständnis, wie schwer es mit Rollator und Sauerstoff-Mobilgerät für mich ist. Überlegt nicht mal, ob es nicht leichtere oder andere Geräte gibt, die sie mir verordnen könnte...

    und das Schlimmste ist, ich bin auf sie angewiesen, weil ich hier z. Zt. keinen anderen Arzt finde.

    Noch nicht mal einen Taxischein stellt sie mir aus... Gestern hat es mich wieder 40 Euro gekostet. Aber mit meinem Auto finde ich dort (grosses Klinik- und Arztzentrum) keinen Parkplatz. Selbst den Weg von Bushaltestelle schaffe ich nicht...und im Bus selber habe ich immer Angst zu fallen,weil ich den Rollator mit S. gerät und mich festhalten muss.


    Und nun liege ich hier und weiss nicht, wie ich heute den Tag überstehen soll und bete dass ich mich etwas erhole, damit ich nicht wieder mit einem Krankenwagen in die Klinik muss. Und was wird dann mit Amy? Sie ist ja im Moment auch krank.


    Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Aber liebe Sonnenstrahl, dir geht es ja auch nicht besser.

    Könnten wir uns doch zusammentun und gegenseitig für uns und unsere Tiere sorgen.


    Lg Luise

    Liebe Sonnenstrahl,


    wieso trifft es eigentlich immer die Schwächsten?


    Genau solche Terminverwechselungen hatte ich letztens 3 x bei meiner Physiopraxis. Ob es an der Hitze gelegen hat?


    Ein Fußballer hat mal gesagt: "Hast du Scheisse am Bein, hast du Scheisse am Bein". Etwas rau, aber überzeugend.

    Lg Luise

    Ja Linchen, deshab war ich ja mit Amy in Tierklinik, wurde auch unter Vollnarkose untersucht und Proben genommen. Ist momentan unter Medis, Nachuntersuchungem folgen bereits wöchentlich.

    Brauchst dir keine Sorgen machen, für Amy sorge ich schon.

    Lg Luise

    Liebe Nora,


    deine Vorschläge sind gut, aber wenn wie letztens Sonntagabends Amy krampfte, kann ich keinen mehr finden und zumuten, mich und Amy in die Tierklinik (auch viele Kilometer weit weg) zu fahren.


    Wenn normale Tierarztfahrten anfallen, schaffe ich es noch, weil die Praxis zwar in Nachbarstadt ist, aber über Autobahn dauert es nicht so lange und das ist das Wichtigste: Parkplatz ist fast vor der Tür. Trotzdem ist es eben sehr beschwerlich für mich.


    Bisher konnte ich die Tierarzt- Kosten noch irgendwie begleichen, muss halt sparen bei mir, wo es eben geht.


    Die meisten Taxifahrten fallen ja wegen meiner Termine an.


    Lg Luise

    Liebe Sonnenstrahl,


    meine kleine Amy ist auch mein Ein und Alles. Ich könnte sie nie im Kofferraum transportieren lassen. Bin froh, daß ich für Tierarztbesuche noch mein Auto habe und auch dort vor der Tür parken kann.


    Aber ich bekomme immer mehr Angst, dass ich zu krank und hilflos werde, um alles noch allein zu stemmen. Mit Rollator und Sauerstoffflasche, Amy in der Tasche, wenn sie nicht laufen kann oder will, ist es sehr schwer für mich alles aus dem Auto zu heben... dafür brauche ich ja einen grossen Parkplatz... direkt an einer Straße geht es oft nicht.


    Und immer ein Taxi zu nehmen kann ich mir nicht leisten.


    Diese Woche muss ich schon für meine Arztbesuche die Taxikosten zahlen. Die Praxis der Lungenfachärztin ist einfache Fahrt ca. 20 km entfernt und die stellt mir keinen Transportschein aus. Muss bei ihr sogar um jede weitere Überweisung kämpfen. Kann leider nicht auf sie verzichten, weil hier z. Zt. kein entsprechender Arzt ( für Onkologie, Lunge) Patienten mehr aufnimmt: Aufnahmestopp wegen Kapazitätsgrenze.


    Auch in der Klinik, die meine Krebserkrankung beobachtet (CT usw.), muss ich immer bitte-bitte machen, um bei ihnen einen weiteren Kontrolltermin zu bekommen. Sie argumentieren damit, dass ich ja nicht bei Ihnen operiert worden bin und das sie dann nicht zuständig sind. Bisher hat sich eine Ärztin für mich eingesetzt, aber nur noch einen Termin (im September) durchsetzen können.


    Danach weiss ich nicht mehr weiter, weil mein Hausarzt diese Untersuchungen nicht veranlassen kann, nur Fachärzte... und wie gesagt: Aufnahmestopp der benötigten Ärzte und die Ergebnisse der erfolgten Untersuchungen kann eigentlich nur ein Facharzt auswerten und beurteilen... aber nicht jedesmal ein anderer die Veränderungen im Schnelldurchgang.


    Sterbenskrank und alleingelassen. Nie hätte ich das von meinem "reichen" Land gedacht. Niemand kümmert sich und hilft, fühlt sich zuständig, ich bin so verzweifelt.


    Habe sogar 40 Jahre für eine Behörde gearbeitet und nun...


    Tut mir leid Sonnenstrahl, alles bei dir abzuladen. Hast es selber sehr schwer.

    :24::33:

    Lg Luise

    alle meine Lieben ,


    wieder ein Sonntag, ich kann sie nicht mehr zählen, wie oft schon alleine verbracht.


    Aber der Gedanke kommt immer mehr auf, wieviele werden noch kommen? Sind es noch hunderte (52 pro Jahr mal x) oder sind sie schon gezählt? Und was will ich?



    Mir ist momentan einfach alles zu viel.

    Meine Gedanken malen mir Szenarien... von schweren Krankheitsverläufen... von weiteren Verlusten (Amy, meine einzige Freundin)... aus, die mich fertig machen.


    Mein Kampfgeist ist nicht mehr vorhanden, gegen ärztliches Nichtverstehen, ja, Ignoranz. Und dabei brauche ich Rezepte, Verordnungen usw.. Aber ich kann nicht mehr, keine Kraft zum Durchsetzen. Früher war ich sprachgewandt, konnte mich verbal durchsetzen, jetzt fange ich sofort an zu Weinen und nichts geht mehr.

    Ich fühle mich unverstanden, weil ich mich nicht mehr erklären kann...


    Hilfe holen von Institutionen (VdK, Sozialdiensten) scheitern daran.


    Habe diese Woche und in nächster Zeit viele Termine, Abgabefristen, Entscheidungen zu treffen... das alles hängt wie eine dunkle Wolke bzw. wie eine unüberwindbare Wand vor mir.


    Lg Luise

    Meine Lieben,


    ihr seid unglaublich. Soviel Grüße zu meinem Geburtstag! Ich fasse es nicht, dass so viele Menschen, die ich nicht persönlich kenne, an mich schreiben.

    Mitmenschen, die ich seit Jahren kenne, haben es "vergessen" mir zu gratulieren. Sage und schreibe haben mir bis jetzt 4 davon gratuliert.


    Selbst die Nächsten, die ich noch habe, die nicht erkrankt sind (Freunde mit Schlaganfall und Demenz betrifft das natürlich nicht), rufen nicht an.


    Das tut mir so weh, ich verstehe es nicht, bin wohl eigentlich für sie tot. Aber wenn ich nicht für sie da bin, weil ich doch noch manchmal "nützlich" bin, sind sie sauer.


    Irgendwie fühle ich mich schlecht... bin ich kein guter Freund, Nachbar oder Tante?


    Am Ende des Lebens stehe ich ohne Liebe da, weil alle, die mich geliebt haben, nicht mehr da sind. Es ist fürchterlich das mit vollem Verstand zu merken.


    Wielange wird es noch so sein... jahrelang?


    Lg Luise


    Noch ein Nachsatz


    Das Email-konto von meinem Mann habe ich bisher nicht gelöscht, ich lasse es seit den ganzen Jahren bestehen und schaue täglich nach. Mittlerweile kommt nur noch Werbung, Spam usw.


    Aber sein Name existiert immer noch , ihn zu sehen gibt mir viel... er sieht so vertraut aus.

    Nun habe ich mir eine Geburtstags Mail von seinem Konto geschickt... mit seinem Namen unterschrieben.

    Es tat so gut, seine Nachricht in meinem Email- Konto als Eingang zu sehen.

    Haltet ihr mich für verrückt?

    Leider konnte ich sein Handy mit seiner Stimme damals nicht retten.

    Meine Lieben,


    :2:


    Mehr geht heute Morgen noch nicht... denke an die vielen Jahre, an denen ich morgens schon einen Geburtstagskuss bekommen habe... einschließlich Kindheit 64 Jahre.


    Es tut heute besonders weh.


    Lg Luise


    Ich meine 64 Jahre Geburtstagsküsse von meinen Lieben... Eltern und Ehemann... heute bin ich 70 geworden, ab 64 kein "richtiges" Küsschen mehr. Nur so Schickimicki-küsschen, die so gleichgültig verteilt werden.

    Meine Lieben,


    die Wärme heute macht mir sehr zu schaffen, bei meinen Erkrankungen ist es einfach schlimm. Es soll wohl noch heißer werden in den nächsten Tagen.


    Ich kann einfach nichts mehr machen... mit Amy nur ganz kurz nach draußen... sie ist aber auch total schlapp. Ihre Krankheit macht ihr zu schaffen... ich merke es ihr an.

    Füttern ist ein Anbieten von verschiedenen Sachen... bin froh, wenn sie etwas zu sich nimmt.


    Auch ich esse z. Zt. schlecht, weil mir die Zubereitung meiner Mahlzeiten schwer fällt.

    Kein Appetit aber Hunger (Diabetes).


    Morgen habe ich Geburtstag und es wird ein trauriger Tag. Vor 6 Jahren konnte mir noch mein Mann und einige Menschen gratulieren. Nun gibt es sie hier nicht mehr.


    Warum bin ich noch da? Habe alle überlebt. In 8 Jahren 4 liebe Menschen verloren. Alle beim Sterben begleitet... war ich so stark?


    Aber nun keine Kraft... kein Lebenswille mehr... dafür Angst vor dem Alleinsterben... vor Schmerzen, die niemand erträglicher durch Anwesenheit und Liebe macht.


    Ich befürchte, dass durch meinen jetzigen seelischen Zustand, der Krebs jubelt und sich ausbreitet. Abgesehen von den Herz- und Kreislaufkrankheiten.


    Mittlerweile nehme ich täglich über 15 Tabletten und wenn es nach den Ärzten geht, soll noch was dazu kommen.


    Aber was mir wirklich helfen würde, gibt es nicht auf Rezept. Mein Mann wäre die beste Medizin. In seinen letzten Tagen war ich es für ihn... ich glaube, dass er deshalb mit einem Lächeln auf den Lippen gegangen ist.

    Das war und ist mir ein Trost, selbst die Krankenschwester war erstaunt darüber.


    Eigentlich will ich einfach nicht mehr so leben und leiden... habe genug davon. Würde gerne - wie mein Mann lächelnd- gehen.


    Nur um meine Amy sorge ich mich... was wird dann aus ihr?


    Luise, die einfach nur traurig ist

    Meine Lieben,


    heute ist mal wieder so ein Tag.


    Traurigkeit... Hilflosigkeit... Einsamkeit... Selbstmitleid... Angst... grässliche Angst vor Verschlechterung meiner Krankheiten... vor der Zukunft...vor allem von der Gleichgültigkeit der Mitmenschen.


    Meinen betagten Nachbarn (beide Mitte 80) geht es sehr schlecht. Er ist an Alzheimer erkrankt, schreit rum und seine Frau ... selber körperlich erkrankt.... steht 24 Stunden mit ihm alleine da.


    Die Töchter interessiert das nicht wirklich und ich weiss nicht, was ich tun kann. Die eine fährt nächste Woche 4 Wochen in Urlaub, die andere hat "keine Zeit", weil sie mit 60 Jahren eine Umschulung macht und somit glaubt, dass sie entschuldigt ist.


    Gestern Abend war es ganz schlimm. Ich kann das hier nicht alles schildern, aber ich befürchte, dass es demnächst eskaliert.


    Was soll ich tun? Wie kann ich helfen in meiner eigenen Situation?


    Meine anderen Nachbarn interessiert das nicht, obwohl einige von ihnen in der Vergangenheit mit ihnen gefeiert und ihre Hilfe in Anspruch genommen haben....aber nun... nichts.

    Leider kann ich nicht alle meine Befürchtungen hier beschreiben... bin hilflos und schwach und soll mich nicht einmischen wurde mir erklärt.


    Die Ehefrau ist "geschäftsfähig" aber überfordert und hatte letztens einen Nervenzusammenbruch, nach 14 Tagen Krankenhausaufenthalt (Ehemann wurde gleichzeitig auch im Khaus behandelt und sein Alzheimer neu mit Tabletten eingestellt), nach Hause entlassen.

    Tochter besorgte nur Lebensmittel, hat Pflegeleistungen so gut wie gar nicht angeleiert (nur Putzhilfe wöchentlich) , evtl. nach ihrem Urlaub will sie Tagespflege für ihren Vater beantragen.

    Ich fühle mich mehr verantwortlich als sie, aber ich kann nicht Alarm schlagen, weil niemand es will. Meiner Nachbarin habe ich nur sagen können, dass sie sich immer bei mir telefonisch melden kann. Aber das ist doch nur ein erbärmlichen Trost, keine Hilfe.


    Ich fühle mich machtlos und bin es auch.

    Weder Hausärztin noch die anderen kümmern sich darum, warten ab, was passiert, bevor sie Maßnahmen ergreifen.


    Soll ich die Polizei oder die Behörden rufen, aber es besteht ja angeblich keine "Gefährdung".


    Entschuldigt bitte diesen Post, er gehört eigentlich nicht hier hin. Wir alle im Forum haben Verluste erlitten...


    Soll ich alles löschen?


    Lg Luise

    Ach, wie gerne würde ich es zum Schluss erleben, meinen Mann nochmal zu sehen und zusammen in die Unendlichkeit zu versinken.


    Aber wird es wirklich so sein? Oder ist das nur ein Traum, ein Nichtwahrhaben-wollen, das alles für immer vorbei ist?


    Und dann denke ich daran, dass alle Menschen, die je geboren worden sind, egal welcher Nationalität... welcher Zeitepoche.. welcher Religion... welcher Intelligenz... immer diesen Glauben... diese Hoffnung haben und hatten , dass der irdische Tod nicht das Ende ist.


    Das uns eine Macht... ein Gott... eine Natur, die wir hier nicht sehen... auffängt und uns glücklich vereint mit allen Vorausgegangenen... in aller Ewigkeit.


    Das wäre mir ein Trost, obwohl die Wissenschaft und mir eigentlich klar ist, dass ich nur ein organisches Wesen bin, dass vergänglich ist, wenn das Gehirn nicht mehr arbeitet... meine Gedanken... mein Wesen... in dieser Form nie wieder existieren wird.


    Es bleiben wohl Atome, die weiter schweben solange es das Universum geben wird... und somit sind wir alle unsterblich.


    Vielleicht finden sich die Atome von uns und unseren Lieben wieder und vereinen sich miteinander, um ein neues, gemeinsames Dasein... eine andere Dimension... vielleicht auch Leben... zu führen.


    Lg Luise

    Liebe Sonnenente,


    danke für deine Anteilnahme und Wünsche.


    Genau so ist es, es fehlen mir Menschen, die mich begleiten und ein ehrliches, freundschaftliches Interesse an mir zeigen, kurz gesagt, mich mögen mit all meinen Facetten und auch Fehlern... die auch mal anwesend sind - die meinem Leben Sinn und Halt geben - gegenseitig.


    Früher hatte ich das...viele sind verstorben, erkrankt, weggezogen, auch mittlerweile dement (leider auch die Nachbarin die für meine Amy da war, als ich wochenlang nach dem Krankenhaus - Aufenthalt zwar zu Hause, mit Sauerstoff versorgt aber nicht Gassigehen konnte).

    Das trifft mich besonders tief im Herzen... diese Persönlichkeitsveränderung der Nachbarin. Sie kommt wohl nächste Woche zurück in ihre Wohnung, aber wer weiss, für wie lange.
    Ihr Ehemann ist auch bereits leicht an Alzheimer erkrankt. Die beiden Töchter der beiden wollen es mit Pflegedienst probieren.


    Ich habe meine Bedenken, ob das gut ist... beide zusammen, da sie sehr viel streiten und wir Nachbarn besorgt sind. Er vergisst viel und ist oft desorientiert, sie ist angriffslustig ( verbal) und ungeduldig .


    Leider kann ich mit meinem desolaten Gesundsheitsstatus und meinen Depressionen nicht viel für sie tun... nur beiden einzeln am Telefon zuhören und ein wenig trösten. Aber eigentlich brauche ich die Zuwendung... es ist alles aussichtslos und traurig.

    Alt, krank, allein sind einfach zu viele Menschen. Was kann die Gesellschaft, man selber, tun? Ich weiss es nicht.

    Lg Luise