Liebe Sonnenente,
danke für deine Anteilnahme und Wünsche.
Genau so ist es, es fehlen mir Menschen, die mich begleiten und ein ehrliches, freundschaftliches Interesse an mir zeigen, kurz gesagt, mich mögen mit all meinen Facetten und auch Fehlern... die auch mal anwesend sind - die meinem Leben Sinn und Halt geben - gegenseitig.
Früher hatte ich das...viele sind verstorben, erkrankt, weggezogen, auch mittlerweile dement (leider auch die Nachbarin die für meine Amy da war, als ich wochenlang nach dem Krankenhaus - Aufenthalt zwar zu Hause, mit Sauerstoff versorgt aber nicht Gassigehen konnte).
Das trifft mich besonders tief im Herzen... diese Persönlichkeitsveränderung der Nachbarin. Sie kommt wohl nächste Woche zurück in ihre Wohnung, aber wer weiss, für wie lange.
Ihr Ehemann ist auch bereits leicht an Alzheimer erkrankt. Die beiden Töchter der beiden wollen es mit Pflegedienst probieren.
Ich habe meine Bedenken, ob das gut ist... beide zusammen, da sie sehr viel streiten und wir Nachbarn besorgt sind. Er vergisst viel und ist oft desorientiert, sie ist angriffslustig ( verbal) und ungeduldig .
Leider kann ich mit meinem desolaten Gesundsheitsstatus und meinen Depressionen nicht viel für sie tun... nur beiden einzeln am Telefon zuhören und ein wenig trösten. Aber eigentlich brauche ich die Zuwendung... es ist alles aussichtslos und traurig.
Alt, krank, allein sind einfach zu viele Menschen. Was kann die Gesellschaft, man selber, tun? Ich weiss es nicht.
Lg Luise